• Jörg Meuthen gibt sich schon gemäßigt, ist aber für mich mittlerweile ein Opportunist, der das erstarken des rechten Höcke Flügels in Kauf nimmt, um sich selber noch an der Macht halten zu können. Zuletzt stand er in der Partei etwas auf der Kippe. Bei der letzten Mitgliederversammlung wurde er nicht mehr zum Delegierten für den Bundesparteitag gewählt.

    Es würde mich nicht überraschen, wenn er irgendwann ähnlich wie Bernd Lucke aus der Partei rausgedrängt wird.

  • Ich finde Jörg Meuthen sehr sympathisch

    Das sagt seine Mutter vermutlich auch, aber was tut das zur Sache?

    Normale Menschen, die keine Soziopathen sind oder jenseits der Gesellschaft leben, sind normalerweise nicht unsympathisch. Im Zusammenhang mit einer Professur hat er vermutlich jahrelang Lehre und Hochschulpolitik betreiben und weiß sich deswegen zu verkaufen. Aber das ist jetzt unabhängig davon, in welcher Partei sich jemand engagiert. :)

  • Jörg Meuthen gibt sich schon gemäßigt, ist aber für mich mittlerweile ein Opportunist, der das erstarken des rechten Höcke Flügels in Kauf nimmt, um sich selber noch an der Macht halten zu können. Zuletzt stand er in der Partei etwas auf der Kippe. Bei der letzten Mitgliederversammlung wurde er nicht mehr zum Delegierten für den Bundesparteitag gewählt.

    Es würde mich nicht überraschen, wenn er irgendwann ähnlich wie Bernd Lucke aus der Partei rausgedrängt wird


    Ich finde Jörg Meuthen sehr sympathisch

    Das sagt seine Mutter vermutlich auch, aber was tut das zur Sache?

    Normale Menschen, die keine Soziopathen sind oder jenseits der Gesellschaft leben, sind normalerweise nicht unsympathisch. Im Zusammenhang mit einer Professur hat er vermutlich jahrelang Lehre und Hochschulpolitik betreiben und weiß sich deswegen zu verkaufen. Aber das ist jetzt unabhängig davon, in welcher Partei sich jemand engagiert. :)

    ich finde viele Politiker nicht sympatisch, denke nicht das das alle Soziopathen sind

    Für ein anderes Leben war ich zu inkonsequent

    Ich kann nix dafür, ich bin ein erblindender Mensch.

  • Ich beurteile einen Politiker ganz nüchtern nach dem was er tut. Sympathie spielt natürlich auch noch mit rein und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das für mich keine Rolle spielen würde (*hust Olaf Scholz *hust). Dennoch würde ich nicht allein von der Sympathie her entscheiden, ob jemand ein guter Politiker ist. Es gibt da so einige Politiker, die ich sympathisch finde, aber wählen würde ich die trotzdem nicht, weil ich mich mit deren politischen Haltungen und Zielen nicht identifizieren geschweige denn was anfangen kann.

  • Ich beurteile einen Politiker ganz nüchtern nach dem was er tut. Sympathie spielt natürlich auch noch mit rein und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das für mich keine Rolle spielen würde (*hust Olaf Scholz *hust). Dennoch würde ich nicht allein von der Sympathie her entscheiden, ob jemand ein guter Politiker ist. Es gibt da so einige Politiker, die ich sympathisch finde, aber wählen würde ich die trotzdem nicht, weil ich mich mit deren politischen Haltungen und Zielen nicht identifizieren geschweige denn was anfangen kann.

    Gregor gysi ist da für mich das beste Beispiel, Sympathie 10/10 aber linke ?? Ne lieber nicht

    Für ein anderes Leben war ich zu inkonsequent

    Ich kann nix dafür, ich bin ein erblindender Mensch.

  • Ich beurteile einen Politiker ganz nüchtern nach dem was er tut.

    kann auch in die Hose gehen wie die Geschichte des NS uns gezeigt hat. Zuerst lief alles ganz gut aber dann gab es den Blitzkrieg und alles war anders.


    Das Problem ist du kannst nie wissen ob dein Gegenüber dich hinters Licht führen möchte. Vertrauen ist gut aber Kontrolle ist besser. Man sollte immer auf die innere Stimme hören und im Fall AfD sehe ich starke Parallelen zum NS. Die ersten, die uns verraten haben werden die ersten sein, die uns vorgaukeln werden das sie es geahnt haben. Ich finde es ehrlich gesagt gut was Merkel macht mit den Flüchtlingen aber das deutsche Volk muss immer an erster Stelle stehen. Nicht weil es Deutsche sind sondern weil es einen Anfang geben muss und dieser Anfang ist hier in Deutschland und endet dort, wo die Wettbewerbsfähigkeit am stärksten ist.


    Das ist aber nur Außenpolitik. Die Innenpolitik sieht so aus, das in Wirklichkeit bis zum Mittelalter das Denken der Menschen sich nicht wirklich weiterentwickelt hat. Wir leben im Konsum und der Planet geht kaputt aber viele vertrauen ihren Mitmenschen nicht , ja sogar negieren ihnen das Recht zu leben ab. Ungerechtigkeit ist immer noch ein großes Thema und das nur weil es keinen Weg gibt das zu retten. Der einzigste Weg ist der Weg des Mitgefühls und des Vertrauens aber niemand will den ersten Schritt machen, zu groß alles zu verlieren.

  • Frau Merkel muss weg, zumindest in dem Punkt stimme ich der AfD zu. Selbst würde ich denen meine Stimme nicht geben.


    Ich finde aber, dass die AfD eins ganz deutlich machte: Die etablierten Parteien lösen so manche Probleme nicht so, wie es ein großer Teil des Volkes gerne sehen würde und ich kann verstehen, dass manche Leute der AfD ihre Stimme gaben. Es ist richtig Menschen in Not zu helfen, aber alle Probleme die damit einhergehen unter den Teppich zu kehren ist schlichtweg falsch. Hier in der BRD machen wir aber leider genau das, entweder tun wir so als würden bestimmte Probleme gar nicht existieren, oder wir relativieren sie. Das was die BRD damit schuf sind zwei Dinge:


    a) viele verloren das Vertrauen in unsere Bundesregierung
    b) einige Leute fürchten sich, weil ihre Sorge nicht ernstgenommen zu werden scheint


    Eine Freundin von mir wurde letztes Jahr von einem Flüchtling gegen eine Wand gepresst und begrapscht, konnte sich zum Glück aber von ihm losreißen und entkommen. Was denkt ihr wie diese Freundin, ihre Familie und ihre Freunde es aufnehmen mitzubekommen, wie unsere Politik exakt solche Probleme relativiert. Diese Leute fühlen sich vom Staat alleingelassen und das ist dann der Punkt, ab dem die AfD einspringen und sich vermeindlich vertrauenswürdigere Alternative darstellen kann.


    Es ist schön und gut, dass unsere Bundesregierung Menschen in Not helfen möchte. Ich finde aber, dass sie trotz allem etwas pragmatischer vorgehen sollte. Die schiere Masse der hier aufgenommenen Flüchtlinge bringt nunmal auch ihre Probleme mit sich, die sollte man aktiv in Angriff nehmen. Nicht alle AfD Wähler sind Nazis, viele dürften einfach nur besorgt sein. Selbst das BKA ist mittlerweile besorgt darüber, dass sich in Zukunft hier z. B. syrische Clans festsetzen könnten, also mafiaartige Organisationen.


    Solche Probleme gibt es nunmal und das Beste was unsere Bundesregierung gegen die AfD tun kann ist es finde ich, diese Probleme für alle ersichtlich anzugehen. Nehmen andere Parteien diese Probleme auch in Angriff, dann verliert die AfD ihre Daseinsberechtigung, denn viel mehr als die Lösung solcher Probleme schreibt sich diese Partei ja nicht wirklich auf ihre Werbetafel drauf.

  • Frau Merkel muss weg, zumindest in dem Punkt stimme ich der AfD zu. Selbst würde ich denen meine Stimme nicht geben.

    Und wer soll dann übernehmen? Das ist etwas was ich mich bei den "Merkel muss weg" Rufern immer frage. Bin jetzt auch kein Merkel-Fan, aber aktuell sehe ich da leider niemand dem ich wirklich zutrauen würde Bundeskanzler zu werden. Da hat sich Frau Merkel auch ziemlich alternativlos gemacht und selbst das bröckelt, weil sie in letzter Zeit sich deutlich rarer macht und es vorzieht sich im Ausland zu präsentieren.


    Von mir aus kann Frau Merkel noch bis zum Ende dieser Bundestagsperiode lethargisch die Zeit absitzen. Mit ihr wird es jedenfalls nicht schlimmer als mit einem der möglichen anderen derzeitigen Anwärter aus der CDU.

  • Nicht alle AfD Wähler sind Nazis, viele dürften einfach nur besorgt sein.

    Es ist bald 2020 und es gibt wirklich noch Menschen, die völlig ernst diesen total paradoxen Grund als Rechtfertigung für die Wahl der AfD verwenden? Bin baff.

    Merkwürdig, dass es besagten besorgten Bürgern wenig kümmert, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird und die AfD dieses Problem noch beschleunigen will. Auch komisch, dass es sie wenig interessiert, dass die AfD eine nahende Krise bestreitet, die durch den menschenbeeinflussten Klimawandel verursacht und für Teile der Welt existenzbedrohend sein wird. Ich frage mich, wie man es schafft, so einseitig Sorgenfalten auf der Stirn zu bekommen, wenn man nicht ausländerfeindlich ist.


    Womöglich ist nicht jeder, der die AfD wählt, ein Nazi. Aber jeder, der die AfD wählt, ebnet völlig wissentlich Nazis den Weg zur politischen Macht. Dabei nehmen jeder AfD-Wähler völlig billigend in Kauf, was mit sämtlichen Menschen anderer Herkunft in Deutschland passieren wird. Logisch. Sie selbst werden davon ja eh nicht betroffen sein. :rice-thumbs-up:

  • 120gMehl : Die Diskussion führst du bitte mit den AfD-Wählern. Nur weil ich meine Eindrücke zu ihnen schildere bedeutet das nicht, dass ich hier nun der offizielle Mittelmann zwischen dir und denen bin. Alle über einen Kamm zu scheren ist aber wie ich finde der falsche Ansatz, denn das ist genau der Ansatz, dem auch Rassisten oft folgen.


    Du darfst nicht vergessen das viele in diesem Land nicht zu den größten Leuchten gehören, wenn es um Dinge wie die Politik geht. Viele wählen ihre jeweiligen Parteien einfach nur, weil da irgendwas im Wahlprogramm stand was sie aktuell ansprach oder beschäftigte. Diese Leute denken nicht an die Konsequenzen, sie sind nur mit irgendwas unzufrieden und setzten ihre Kreuzchen bei den Parteien, von denen sie sich eine Auflösung der aktuellen Unzufriedenheiten erhoffen.


    Ich war früher auch nicht anders. Als ich in meiner Ausbildung war, da laß ich irgendein Wahlversprechen der FDP, und das reichte mir schon um mich dafür zu entscheiden denen meine Stimme zu geben. Mittlerweile setze ich meine Kreuzchen eher bei der SPD, einfach nur weil sie meine Interessen zumindest besser vertritt als die Alternative, CDU.


    Man sollte nicht davon ausgehen dass sich alle Wähler da draußen aber groß nen Kopf wegen ihrer Stimme machen. Knapp 18jährige richten sich oft nach den Eltern oder Freunden, andere nach der politischen Stimmung und wieder andere verstehen gar nichts von Politik, und lassen sich von anderen sagen wen sie wählen sollen.


    Mich würde es keineswegs wundern, wenn ein Großteil der AfD-Wähler sich nie mit dem Wahlprogramm und den teilweise schon grenzwertigen Kommentaren der Partei auseinandergesetzt hätte. Ich bin überzeugt davon, dass die AfD die Stimmen von vielen einsackte, die die Ideale der Partei gar nicht kennen. Besonders bei Menschen mit fehlender Bildung ist das Risiko doch bestimmt riesig, dass sie ihre Stimme an Parteien vergeben, ohne dass sie sich wirklich über sie informieren.


    Das wollte ich nur noch klarstellen. Ich mag die AfD nicht, denn mit der an der Macht hätte ich unter Umständen ein Problem hierzulande. Ich finde es aber unfair alle AfD Wähler über einen Kamm zu scheren, viele sehen wie ich vermute einfach nicht was ihre AfD-Stimme anrichten könnte, und leider sehen viele wohl auch keine Alternative zur Alternative. Darum fände ich es wie gesagt wichtig, wenn unsere Politik die wenigen wirklich bestehenden Probleme, die die Flüchtlingskrise nach sich zog, direkt ansprechen würde anstatt so zu tun als gäbe es die Probleme nicht. So könnte man der AfD sicherlich einige Stimmen wieder vor der Nase wegschnappen.

  • Nur weil ich meine Eindrücke zu ihnen schildere bedeutet das nicht, dass ich hier nun der offizielle Mittelmann zwischen dir und denen bin.

    Wieso denn Mittelmann? Mindestens der erste Absatz, aber eigentlich beide waren schon an dich gerichtet. Ich wollte dir verdeutlichen, wie verharmlosend (und bei Rechten heuchlerisch) die Rechtfertigung ist, dass viele AfD Wähler nur besorgt und nicht rechts seien. Genau diese Verharmlosung führt am Ende dazu, dass die Menschen immer toleranter gegenüber rechtem Gedankengut werden. Diese Tendenz ist doch jetzt schon deutlich zu spüren.


    Das, was du ansonsten schilderst, ist eben sehr subjektiv. Meine Meinung dazu ebenso. Ich weiß daher nicht, ob es viel bringt auf die einzelnen Punkte einzugehen. Ich versuche es aber mal:

    Zitat

    Du darfst nicht vergessen das viele in diesem Land nicht zu den größten Leuchten gehören, wenn es um Dinge wie die Politik geht. Viele wählen ihre jeweiligen Parteien einfach nur, weil da irgendwas im Wahlprogramm stand was sie aktuell ansprach oder beschäftigte. Diese Leute denken nicht an die Konsequenzen, sie sind nur mit irgendwas unzufrieden und setzten ihre Kreuzchen bei den Parteien, von denen sie sich eine Auflösung der aktuellen Unzufriedenheiten erhoffen.

    Ich glaube die meisten schauen nicht mal in das Wahlprogramm und wählen nach dem bisschen Aufgeschnappten, was sie über die jeweilige Partei irgendwo mal gehört haben. Und genau deswegen vermute ich, dass viele der AfD-Wähler die AfD eben nur aus dem einen Grund wählen, für den die AfD bekannt ist. Das ist eben das, was man in Verbindung zu der Partei als erstes aufschnappt. Wenn ich nicht aktiv danach suche, dann bekomme ich jedenfalls kaum etwas über ihre anderen Programmpunkte mit. Und ich denke, dass die meisten eben nicht aktiv danach suchen.

    Man sollte nicht davon ausgehen dass sich alle Wähler da draußen aber groß nen Kopf wegen ihrer Stimme machen. Knapp 18jährige richten sich oft nach den Eltern oder Freunden, andere nach der politischen Stimmung und wieder andere verstehen gar nichts von Politik, und lassen sich von anderen sagen wen sie wählen sollen.

    Man sollte sich zunächst einmal anschauen, aus welchen Bereichen die AfD einen Großteil ihrer Wählerstimmen bezieht. Zu einem erheblichen Teil erhalten sie ihre Stimmen von ehemaligen Nicht-Wählern (selbst wenn 16 bzw. 18 Jährige mit einberechnet sind, würden sie nur einen kleinen Teil davon ausmachen) und Menschen gestandenen Alters, die zuvor andere Parteien gewählt haben. Meiner Meinung sind vor allem diese zwei Wählergruppen die, die politisch eher weniger leicht beeinflussbar oder wankelmütig sind, sondern die AfD durchaus mit Bedacht wählen.

    Ich bin überzeugt davon, dass die AfD die Stimmen von vielen einsackte, die die Ideale der Partei gar nicht kennen. Besonders bei Menschen mit fehlender Bildung ist das Risiko doch bestimmt riesig, dass sie ihre Stimme an Parteien vergeben, ohne dass sie sich wirklich über sie informieren.

    Und ich bin genau der gegenteiligen Überzeugung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die meisten Menschen, die sich die Mühe machen, zur Wahl zu gehen, nie mit der AfD und ihren Idealen konfrontiert wurden. Wenn man so abgeschottet von der Politik und den Medien lebt, wie du es beschreibst, dann geht man gar nicht erst zur Wahl. Ausländerfeindlichkeit bzw. Rassismus sind eigentlich zwingende Assoziationen zur AfD, die man heutzutage in Deutschland nur schwer umgehen kann.

  • Manchmal glaube ich aber auch, dass der Begriff "Nazi" etwas inflationär genutzt wird.

    Die AfD ist rechtsextrem, ja. Aber sie mit den Nazis von damals, die fremde Länder angegriffen haben, um ihren eigenen Lebensraum zu erweitern, gleichzusetzen ist doch irgendwie eine Verharmlosung der damaligen Nazis, oder?


    Nur so ein Gedanke. Ich hab ansonsten keine Ahnung :)


    Ansonsten haben die letzten Seiten mal wieder wunderbar gezeigt, dass viele Leute echt Schwierigkeiten haben, bei (politischen) Diskussionen im Internet nicht persönlich zu werden. :wacko:

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    Nun bitte zurück zum Thema, vielen Dank.