Was macht einen guten König aus?

  • Die Meisterkatze grüßt! : 3


    Ich habe eine Frage an euch.

    Stellt euch vor, heutzutage würde jemand, beispielsweise Ich, die Monarchie wieder ausrufen.

    Und wie es der Zufall so will, :klug: akzeptiert mich das Volk als rechtmäßigen Herrscher!:fangirl:


    Wie sollte ein gerechter Herrscher in euren Augen ein Land regieren?

    Welche Fehler sollte er vermeiden?

    Und welche Vorzüge/Nachteile hätte ein König in euren Augen im Vergleich zu modernen Politikern?

    Würdet ihr in einer Monarchie leben wollen? Wenn ja, warum? Oder unter welchen Bedingungen?

  • Eine Monarchie ist antiquiert, rückständig, undemokratisch und völlig überholt. Sie ist ein Rückschritt, kein Fortschritt. Sie hat keinerlei Vorteile sondern nur Nachteile. Wer von der Monarchie schwärmt, sieht nur das verklärte "romantisierte" Bild. Denn so wie die heutigen "Royals" leben, hat nichts mit der Staatsform einer Monarchie zu tun. Sie nur noch Statisten und haben repäsantive Aufgaben. Der Unterhalt eines solchen Königshauses wie z.B. der Windsors in Großbritannien verschlingt Millionen an Steuergeldern.

    Was soll also gut daran sein, wieder die Monarchie einzuführen? Unsere Volksvertreter können wir abwählen, wenn wir mit ihnen nicht zufrieden sind. Ein König regiert auf Lebenszeit . Dann wird durch Erbfolge das ganze weitergegeben, egal ob der Nachwuchs dafür geeignet ist oder nicht. Danke, aber dann einen Vollpfosten als König haben bis er das zeitliche segnet??

    Dann hat der sogenannte Adel keinen Bezug mehr zum Volk und hat keinerlei Ahnung was im Volk abgeht. Sie verwalten nur ihren Wohlstand und sichern sich ihren Status und ihre Macht. Was soll daran also so vorteilhaft für das Volk sein? ("Wenn sie kein Brot haben sollen sie doch Kuchen essen!"

    Dieser Satz, der Marie Antoinette oftmals in den Mund gelegt wurde, ist von ihr niemals gesagt worden. Er ist aber zum Sinnbild für das Unverständnis Marie Antoinettes – und der adeligen Eliten des Ancien Régime generell – gegenüber den sozialen Problemen der Zeit geworden.

    Man muss nur sehen wie in den letzten 1.000 Jahren das Volk unter einer Monarchie gelebt hat, immer am Exisitensminimum, als Leibeigene völlig entrechtet. Was soll daran also erstrebenswert sein? Wenn man also keine Lehren aus all diesen Jahrhunderten zieht, dann weiß ich auch nicht was daran als positiv angesehen werden kann, dass man sowas wieder einführen sollte?

  • Poh, Quasi-kun haut hier eiskalt den Realisten raus :D


    Einen guten König würde für mich eine Mischung aus Güte, Strenge, Gerechtigkeitssinn und Empathie ausmachen! ^_^

    Ja sorry :gomen: aber das ist ein Thema, wenn ich es ernst nehme, eben so sehe. :ehhonion:


    Wenn es dabei nur darum gehen sollte, eine Kopie der europäischen Königshäuser einzurichten, so bin ich auch nicht gerade begeistert, das mir leider der Sinn für eine Solche Einrichtung fehlt?:onion-confused:


    Sollte es aber "nur" darum gehen weil es etwas "romantisches" hat, so denke ich nicht das wir sowas brauchen. Ich bin gebürtig aus Bayern und dort wird noch immer der Märchenkönig Ludwig sehr hoch gehalten. Seine vielen Schlösser und Gärten geben genug Möglichkeiten in romantischen Erinnerungen zu schwelgen. Hier bieten Neuschwanstein, Herrenchiemsee oder Schloss Nympfenburg ideale Bedingungen und sind sehenswert. Das ist für mich ausreichend genug und kann sie sehr empfehlen. Aber weiter möchte ich für mich nicht gehen. :foxy2:

  • Eine Monarchie [...] hat keinerlei Vorteile sondern nur Nachteile. [...] Was soll also gut daran sein, wieder die Monarchie einzuführen? Unsere Volksvertreter können wir abwählen, wenn wir mit ihnen nicht zufrieden sind. Ein König regiert auf Lebenszeit.

    Wenn wir hier den Idealfall betrachten, in dem in einer Demokratie ungeeignete Politiker einfach abgewählt und durch fähige ersetzt werden, dann sollten wir aber auch den Idealfall einer Monarchie betrachten. Und da es hier darum geht, was einen guten König ausmacht, ist damit der Idealfall gemeint, behaupte ich.
    Insofern machen einen guten König Eigenschaften aus, die Politiker missen lassen:

    [...] Dann hat der sogenannte Adel keinen Bezug mehr zum Volk und hat keinerlei Ahnung was im Volk abgeht. Sie verwalten nur ihren Wohlstand und sichern sich ihren Status und ihre Macht. Was soll daran also so vorteilhaft für das Volk sein?

    Ersetze mal Adel durch Politiker...


    Einem guten König läge sein Volk am Herzen, und er würde versuchen den Wohlstand im Land gleichmäßig auf alle seine Untertanen aufzuteilen.
    Da er selbst der Alleinherrscher ist, wäre er zudem immun gegen Bestechung und Lobbyismus.
    Außerdem sollte ein guter König ein Händchen für begabte und sachkundige Berater haben, die Ahnung von dem haben, über das sie entscheiden.



    Allerdings, wie gesagt, das ist nur der Idealfall. Im Realfall verdirbt Macht den Menschen, und so ist es besser jede Menge korrupter Herrscher zu haben, die sich gegenseitig "bekämpfen", als einen Herrscher der unreguliert seine Macht ausweiten könnte.

  • Da ich ja derzeit plane Bundeskanzlerin...sry...wir haben es schon umgenannt...Bundeshamster zu werden, habe ich schon einige Überlegung in diese Richtung gestartet.

    Ich möchte einfach mal behaupten das es aktuell keine perfekte und fehlerfreie Staatsform gibt. Schauen wir doch mal unsere hochgelobte Demokratie an: Demokratie heisst alle 4 Jahre nen Kreuz zu setzen. Mehr direkten Einfluß haben wir gar nicht. Die gewählten könnten (und aktuell sieht man ja auch, sie können) dann 4 Jahre lang tun und lassen was sie wollen. Beispiel Diätenerhöhung, das beschliessen die selber...geht mal zu euren Chefs und sagt denen das ihr euch 10% mehr gönnt. In der Politik ist das möglich. Abgesehen vom Urnengang und der Personenzahl des Staatsapparats sehe ich wenig Unterschiede zur Monarchie oder gar Diktatur. Ein kleines Beispiel was mir diesbezüglich noch einfällt wäre der Personenkult. Aktuell noch rund um Merkel, bei der SPD wars der Schulz. Wenn die da vor gesammelter Partei das Sülzen anfangen, keinerlei Ahnung haben was sie da überhaupt vortragen und am ende dafür 30 Minuten standing ovation bekommen, erinnert mich das an eher unschöne Zeiten der deutschen Geschichte.


    Letztendlich geht es in allen Staatsformen nur um die Macht und das Geld Weniger bzw. Einzelner. Und vom Idealfall sind wir bei unserer tollen Demokratie auch meilenweit entfernt.


    Wie also sollte ein guter Herrscher oder eine gute Herrscherin regieren? In meinen Augen ganz einfach: hart aber fair und gerecht. Es braucht einen funktionierenden Führungsapparat aus Ministern und Beratern, die ebenso wie der entsprechende Herrscher selbst den Bezug zum Volk nicht verliert. Wer den Bezug verliert oder korrupt wird, muss gehen und je nach angerichtetem Schaden hart bestraft werden. Es braucht einen funktionierenen Gesetzeskatalog, der entsprechend Anwendung findet, die Beusteuerung muss vernünftig funktionieren, wenige Bürokratie, und und und. Wichtig ist und bleibt die nähe zum Volk um auf entsprechende Bedürfnisse eingehen zu können.


    Das Monarchie funktionieren kann, wenn auch nicht fehlerfrei, zeigt die Geschichte. Es gab gute und schlechte Könige und Königinnen. Manche haben ihr Land vorangebracht, andere bedeuteten Stagnation oder Rückschritt. Ich möchte behaupten das die Welt wohl nicht viel besser aussehen würde, hätte es die letzten 2000 Jahre weltweit überall nur die Demokratie gegeben. Anders ja, aber besser....ich glaube nicht.


    Das Problem in allen Staatsformen sind jene die das System bescheissen wollen um sich daran zu bereichern - während andere arm und ärmer werden.


    Würde ich in einer Monarchie leben wollen. In der Regel sucht man sich das ja nun nicht aus...aber wenn sie ordentlich geführt würde, würde ich gerne unter einem König leben. Oder selber einer sein...


    Ich schlage vor Meisterkatze , wir teilen Europa unter uns beiden auf!

  • Zitat

    Der Unterhalt eines solchen Königshauses wie z.B. der Windsors in Großbritannien verschlingt Millionen an Steuergeldern.

    Das ist leider völlig inkorrekt, Großbritannien verdient Unmengen durch den Tourismus der durch die britische Krone so sehr gefördert wird.

    Zitat

    Was soll also gut daran sein, wieder die Monarchie einzuführen? Unsere Volksvertreter können wir abwählen, wenn wir mit ihnen nicht zufrieden sind.

    Können wir das? Hand hoch, wer mag alles Angela Merkel?

    Ein König hat einen Ruf zu verlieren, die derzeitigen Politiker sitzen für 4 Jahre auf ihrem Po und lehnen jede Verantwortung ab.


    Zitat

    Man muss nur sehen wie in den letzten 1.000 Jahren das Volk unter einer Monarchie gelebt hat, immer am Exisitensminimum, als Leibeigene völlig entrechtet. Was soll daran also erstrebenswert sein? Wenn man also keine Lehren aus all diesen Jahrhunderten zieht, dann weiß ich auch nicht was daran als positiv angesehen werden kann, dass man sowas wieder einführen sollte?

    Und wie ist es jetzt? Die Welt wird vom 1% regiert, korrupte Wirtschaftsbosse die vor gar nichts halt machen.

    Siehe Donald Trump, siehe Mark Zuckerberg, siehe Bill Gates...


    Es würde eines gerechten Königs bedürfen, der mehr Wert auf seinen guten Ruf als auf Reichtümer legt.

  • Da hast du Ex4mp1e nicht ganz unrecht. leider gibt es den Idealfall nicht. Aber eins kann man sicher nicht von der Handweisen. Während Politiker bei Inkompetenz abgewählt werden können oder sich selbst ins Aus befördern, so hat man den Adel für Lebzeiten an der Backe. :wall: Gut bei machen Politikern kann sich das durchaus auch hinziehen und ich will da jetzt keine politische Debatte lostreten aber wenn man mal das Beispiel Großbritannien nimmt, wie lange hockt da die Queen schon auf den Thron und wieviele Premierminister gab es in ihrer Amtszeit? So gesehen bekommt man die schneller los als einen Regenten auf Lebenszeit. Somit sehe ich da die Politiker als das kleinere Übel an. Letzten Endes hat man wohl nur die Wahl zwischen Pest und Cholera und "die" perfekte Regierungsform gibt es wohl leider nicht.

    Denn wie Du schon treffen geschrieben hast: Macht verdirbt die Menschen. :ohonion:

  • Sollte es aber "nur" darum gehen weil es etwas "romantisches" hat, so denke ich nicht das wir sowas brauchen. Ich bin gebürtig aus Bayern und dort wird noch immer der Märchenkönig Ludwig sehr hoch gehalten. Seine vielen Schlösser und Gärten geben genug Möglichkeiten in romantischen Erinnerungen zu schwelgen. Hier bieten Neuschwanstein, Herrenchiemsee oder Schloss Nympfenburg ideale Bedingungen und sind sehenswert. Das ist für mich ausreichend genug und kann sie sehr empfehlen. Aber weiter möchte ich für mich nicht gehen. :foxy2:

    Und wäre es nicht schön, wenn jemand sich daran machen würde, solche Schlösser und Gärten erneut zu errichten?

    Das Stadtbild verschönern, die Klotzbauten verbieten und bleibende Werte für die Zukunft erbauen.

  • Zitat

    Wenn wir hier den Idealfall betrachten, in dem in einer Demokratie ungeeignete Politiker einfach abgewählt und durch fähige ersetzt werden, dann sollten wir aber auch den Idealfall einer Monarchie betrachten. Und da es hier darum geht, was einen guten König ausmacht, ist damit der Idealfall gemeint, behaupte ich.

    Insofern machen einen guten König Eigenschaften aus, die Politiker missen lassen:

    Ersetze mal Adel durch Politiker...

    Das trifft es genau.


    Zitat

    Einem guten König läge sein Volk am Herzen, und er würde versuchen den Wohlstand im Land gleichmäßig auf alle seine Untertanen aufzuteilen.

    Da er selbst der Alleinherrscher ist, wäre er zudem immun gegen Bestechung und Lobbyismus.

    Außerdem sollte ein guter König ein Händchen für begabte und sachkundige Berater haben, die Ahnung von dem haben, über das sie entscheiden.

    Allerdings, wie gesagt, das ist nur der Idealfall.

    So sehe ich das auch.


    Zitat

    Im Realfall verdirbt Macht den Menschen, und so ist es besser jede Menge korrupter Herrscher zu haben, die sich gegenseitig "bekämpfen", als einen Herrscher der unreguliert seine Macht ausweiten könnte.

    Darum würde es eines unbestechlichen Königs bedürfen.

    Das wäre zwar auch recht unrealistisch, allerdings immer noch realistischer als ein unbestechlicher Politiker, weil eben ein König mehr Verantwortung zu übernehmen hätte.

  • Zitat

    Da ich ja derzeit plane Bundeskanzlerin...sry...wir haben es schon umgenannt...Bundeshamster zu werden, habe ich schon einige Überlegung in diese Richtung gestartet.


    Ich möchte einfach mal behaupten das es aktuell keine perfekte und fehlerfreie Staatsform gibt. Schauen wir doch mal unsere hochgelobte Demokratie an: Demokratie heisst alle 4 Jahre nen Kreuz zu setzen. Mehr direkten Einfluß haben wir gar nicht. Die gewählten könnten (und aktuell sieht man ja auch, sie können) dann 4 Jahre lang tun und lassen was sie wollen. Beispiel Diätenerhöhung, das beschliessen die selber...geht mal zu euren Chefs und sagt denen das ihr euch 10% mehr gönnt. In der Politik ist das möglich. Abgesehen vom Urnengang und der Personenzahl des Staatsapparats sehe ich wenig Unterschiede zur Monarchie oder gar Diktatur. Ein kleines Beispiel was mir diesbezüglich noch einfällt wäre der Personenkult. Aktuell noch rund um Merkel, bei der SPD wars der Schulz. Wenn die da vor gesammelter Partei das Sülzen anfangen, keinerlei Ahnung haben was sie da überhaupt vortragen und am ende dafür 30 Minuten standing ovation bekommen, erinnert mich das an eher unschöne Zeiten der deutschen Geschichte.

    Wunderbare Worte! Gut gesprochen!



    Zitat

    Letztendlich geht es in allen Staatsformen nur um die Macht und das Geld Weniger bzw. Einzelner. Und vom Idealfall sind wir bei unserer tollen Demokratie auch meilenweit entfernt.


    Wie also sollte ein guter Herrscher oder eine gute Herrscherin regieren? In meinen Augen ganz einfach: hart aber fair und gerecht. Es braucht einen funktionierenden Führungsapparat aus Ministern und Beratern, die ebenso wie der entsprechende Herrscher selbst den Bezug zum Volk nicht verliert. Wer den Bezug verliert oder korrupt wird, muss gehen und je nach angerichtetem Schaden hart bestraft werden. Es braucht einen funktionierenen Gesetzeskatalog, der entsprechend Anwendung findet, die Beusteuerung muss vernünftig funktionieren, wenige Bürokratie, und und und. Wichtig ist und bleibt die nähe zum Volk um auf entsprechende Bedürfnisse eingehen zu können.


    Das Monarchie funktionieren kann, wenn auch nicht fehlerfrei, zeigt die Geschichte. Es gab gute und schlechte Könige und Königinnen. Manche haben ihr Land vorangebracht, andere bedeuteten Stagnation oder Rückschritt. Ich möchte behaupten das die Welt wohl nicht viel besser aussehen würde, hätte es die letzten 2000 Jahre weltweit überall nur die Demokratie gegeben. Anders ja, aber besser....ich glaube nicht.

    Das Problem mit der Demokratie ist nunmal der fehlende Eigenwille der Politiker tatsächlich etwas ins positive zu bewegen. Solange sie gewählt werden und solange das Gehalt stimmt, wird nichts gewagt.


    Zitat

    Das Problem in allen Staatsformen sind jene die das System bescheissen wollen um sich daran zu bereichern - während andere arm und ärmer

    werden.

    Das sehe ich derzeit bei den modernen Herrschern, man schaue nur einmal nach Amerika.


    Zitat

    Würde ich in einer Monarchie leben wollen. In der Regel sucht man sich das ja nun nicht aus...aber wenn sie ordentlich geführt würde, würde ich gerne unter einem König leben. Oder selber einer sein...

    Na also! Mein erster Befürworter! :3


    Zitat

    Ich schlage vor Meisterkatze , wir teilen Europa unter uns beiden auf!

    Du bekommst zumindest eine Grafschaft zur Verwaltung.

  • Es würde eines gerechten Königs bedürfen, der mehr Wert auf seinen guten Ruf als auf Reichtümer legt.

    Das ist wie schon Ex4mp1e schon geschrieben hat, nur in der Teorie und im Idealfall. Nenne mir aus der Vergangenheit einen König der gerecht war und setzte dies im Gegensatz zu den anderen die sich einen sch.. um ihren Ruf geschert haben und nur auf Macht und Wohlstand aus waren? Ich denke die Zahl der "guten" ist minimal in Gegensatz zu dem Rest.


    Zu den Kosten: Das Britische Königshaus kostet 44 Millionen Euro und auch wenn das durch Tourismus "Gegenfinanziert" werden sollte so bedenke auch folgendes: Diese 44 Millionen könnte man sich sparen, denn wenn ich unsere Einnahmen durch Tourismus anschaue, welche wir durch all unsere Schlösser anziehen, so braucht man kein Königshaus um Geld reinzuholen. Das bekommen wir so auch hin ohne das wir uns ein Königshaus leisten.:zwinkern:


    Als Beispiel: Alleine die bayrische Schlösserverwaltung hat 2013 über 61 Mllionen Euro eingenommen. Geld das wir nicht in den Unterhalt für ein Königshaus stecken müssen. :foxy2:

  • Zitat

    Da hast du Ex4mp1e nicht ganz unrecht. leider gibt es den Idealfall nicht. Aber eins kann man sicher nicht von der Handweisen. Während Politiker bei Inkompetenz abgewählt werden können oder sich selbst ins Aus befördern, so hat man den Adel für Lebzeiten an der Backe.

    Das stimmt so gar nicht, Politiker hast du zu lebzeiten an der Backe.

    Du kannst sie nicht mal zur Strecke bringen, weil dann kommt einfach die nächste Pappnase für die nächsten 4 Jahre.


    Ein guter König hingegen wird immer versuchen das Volk auf seiner Seite zu haben um seine Macht zu sichern und ist viel stärker dem Druck der Bevölkerung ausgesetzt, als jemand der ohnehin nur für 4 Jahre an der Macht ist.



    Zitat

    :wall: Gut bei machen Politikern kann sich das durchaus auch hinziehen und ich will da jetzt keine politische Debatte lostreten aber wenn man mal das Beispiel Großbritannien nimmt, wie lange hockt da die Queen schon auf den Thron und wieviele Premierminister gab es in ihrer Amtszeit?

    Und da hockt sie gut. Die Bevölkerung mag ihre Queen, sie ist eine kulturelle Bereicherung und bringt mehr Einnahmen als Ausgaben.

    Weißt du warum sie da hockt? Weil man sie dort gerne sieht, sie ist wie ein Staatsmaskottchen. Wäre dem nicht so, hätte man die Monarchie schon lange in Großbritannien abgeschafft, erfüllt sie doch zumindest keine aktiv politische Funktion mehr.


    Zitat

    So gesehen bekommt man die schneller los als einen Regenten auf Lebenszeit. Somit sehe ich da die Politiker als das kleinere Übel an. Letzten Endes hat man wohl nur die Wahl zwischen Pest und Cholera und "die" perfekte Regierungsform gibt es wohl leider nicht.

    Denn wie Du schon treffen geschrieben hast: Macht verdirbt die Menschen. :ohonion:

    Nein, Macht zeigt vielmehr das wahre Gesicht eines Menschen.

    Wer korrumpiert, war von Anfang an korrupt, er hatte nur nie die Möglichkeit seine Natur auszuleben.

  • ...Das Monarchie funktionieren kann, wenn auch nicht fehlerfrei, zeigt die Geschichte. Es gab gute und schlechte Könige und Königinnen. Manche haben ihr Land vorangebracht, andere bedeuteten Stagnation oder Rückschritt. Ich möchte behaupten das die Welt wohl nicht viel besser aussehen würde, hätte es die letzten 2000 Jahre weltweit überall nur die Demokratie gegeben. Anders ja, aber besser....ich glaube nicht.

    Da stimme ich dir zu und wenn man es genau nimmt ist kein all zu großer Unterschied wischen König / Regierungsoberhaupt und königliche Berater / Minister. Aber es ist sicher nicht von der Hand zu weisen, auch wenn die Regierungsformen sehr ähnliche Probleme haben so geht es zumindest dem Volk in einer Demokratie immer noch besser als in einer Monarchie. Das kann man wohl kaum von der Hand weisen.

    Nimm einen Arbeiter / Handwerker aus unserer Zeit und vergleiche ihre Situation vor 100 oder 200 Jahren als überall noch die Monarchie herrschte. Oder frage die Frauen ob sie die Zustände wieder haben möchten wie im tiefsten Mittelalter?

    Klar gibt es in der Demokratie noch sehr viel Baustellen und es ist sicher noch ein ganzes Stück entfernt von einer perfekten Welt. Aber wir verlieren nur all zu schnell aus den Augen, wie wir heute Leben und was damals "Standart" war. Uns würde es heute gewiss nicht so gut gehen, das möchte ich mit Sicherheit behaupten.

  • "Ein guter König hingegen wird immer versuchen das Volk auf seiner Seite zu haben um seine Macht zu sichern und ist viel stärker dem Druck der Bevölkerung ausgesetzt, als jemand der ohnehin nur für 4 Jahre an der Macht ist."


    Eine Frage: Woher nimmst du das Wissen, dass ein König versuchen würde das Volk auf seiner Seite zu haben? Sie dir doch die ganzen Könige an, egal ob England, Frankreich, Russland, Deutschland, Spanien. Denen hat ihr Volk einen Sch.. interessiert. Du hast da ein viel zu romantisches Bild vor Auge. Wir reden hier nicht von König Arthur und seiner Tafelrunde. Das mag ein Idealbild sein, die Realität sah immer anders aus. Sorry, aber Ein König war nie "unter Druck" sich seinem Volk anzubiedern Das ist leider Wunschdenken. Lies mal in den Geschichtsbüchern nach. Nochmal als Beispiel mein Zitat vom Anfang:

    "Wenn sie kein Brot haben sollen sie doch Kuchen essen!"

    Dieser Satz, der Marie Antoinette oftmals in den Mund gelegt wurde, ist von ihr niemals gesagt worden. Er ist aber zum Sinnbild für das Unverständnis Marie Antoinettes – und der adeligen Eliten des Ancien Régime generell – gegenüber den sozialen Problemen der Zeit geworden.

  • Das ist wie schon Ex4mp1e schon geschrieben hat, nur in der Teorie und im Idealfall. Nenne mir aus der Vergangenheit einen König der gerecht war und setzte dies im Gegensatz zu den anderen die sich einen sch.. um ihren Ruf geschert haben und nur auf Macht und Wohlstand aus waren? Ich denke die Zahl der "guten" ist minimal in Gegensatz zu dem Rest.

    Wie wäre Friedrich der Große? Der hat so viel für sein Volk getan, das man noch heute Blumen und Kartoffeln auf sein Grab in Potsdam legt.

    Er hat die Hexenverbrennung verboten, er hat Menschenrechte gestärkt und war ein Freund der Kunst. Seine architektonischen Meisterwerke zieren noch heute die einstige Hauptstadt. Schon einmal Schloss Sanssouci besucht?



    Zitat

    Zu den Kosten: Das Britische Königshaus kostet 44 Millionen Euro und auch wenn das durch Tourismus "Gegenfinanziert" werden sollte so bedenke auch folgendes: Diese 44 Millionen könnte man sich sparen, denn wenn ich unsere Einnahmen durch Tourismus anschaue, welche wir durch all unsere Schlösser anziehen, so braucht man kein Königshaus um Geld reinzuholen. Das bekommen wir so auch hin ohne das wir uns ein Königshaus leisten.:zwinkern:

    Nein, könnte man nicht. Denn siehst du in Deutschland irgendwen noch die Monarchie feiern? Ich nicht, weißt du wieso? Weil wir kein vorzeigbares Königshaus mehr haben. Außerdem sind die Rückzahlungen vom Land der Königlichen Familie 200 Millionen Pfund, also bringt die Königsfamilie dem Staat sogar noch 160 Millionen an einkommen.


    Zitat

    Als Beispiel: Alleine die bayrische Schlösserverwaltung hat 2013 über 61 Mllionen Euro eingenommen. Geld das wir nicht in den Unterhalt für ein Königshaus stecken müssen. :foxy2:

    Und wieviel mehr es wäre, wenn doch ein bayrischer König auf dem Thron säße.

    Ich bin sicher den Bayern würde das gefallen.

    Ganz zu schweigen davon, dass es das kulturelle Bild eines Landes aufwertet.

    Eben ganz wie ein Vorzeigebild, man würde nicht mehr an die Lederhosentragenden Biertrinker denken, sondern an die Königshäuser des Freistaats Bayern.

  • Stimmt, Friedrich der Große hat sehr viel Gutes getan, aber er hat auch viele Kriege geführt, was vielen seiner UNtertanen das Leben gekostet hat. Aber in der Summe hat es wirklich gutes getan. Aber das ist nur einer. Neben wir doch einfach mal unseren letzten Kaiser Wilhelm II. Er hat nicht nur durch seine Inkompetenz den 1. Weltkrieg ausgelöst, sondern auch noch Millionen Leben seiner Soldaten verheizt obwohl schon lange zu erkennen war, dass der Krieg verloren war. Nur um seinen Stolz zu bewahren und um nicht sein Gesicht zu wahren. Sorry aber das ist genau das Gegenteil. Und so kann man immer wieter machen.


    Wie schon gesagt, ich streite nicht ab, das es einige gute gab, aber die Mehrzahl war eben nicht so! Und das sollte man nicht aus den Augen verlieren. "Nur" weil einmal ein guter dabei war, kann man nicht verallgemeinern, das die Monarchie eine gute Sache sei. Das ist leider eine Milchmädchenrechnung.


    Du warst noch nie in Bayern? Nun ich kann Dir sagen, das viele Bayern noch immer sehr stolz auf ihren König sind und das auch zelebrieren. Gerade weil das Bild noch so vorhanden ist, kommen viele Touristen. Aber wie schon gesagt, dazu müssen wir uns keinen halten! Das funktioniert immer noch gerade weil wir keinen mehr haben. Denn Durch seine tragische Geschichte zieht es mehr Touristen an, als wenn er immer noch auf seinen Thron sitzen würde.

  • Zitat

    Da stimme ich dir zu und wenn man es genau nimmt ist kein all zu großer Unterschied wischen König / Regierungsoberhaupt und königliche Berater / Minister. Aber es ist sicher nicht von der Hand zu weisen, auch wenn die Regierungsformen sehr ähnliche Probleme haben so geht es zumindest dem Volk in einer Demokratie immer noch besser als in einer Monarchie. Das kann man wohl kaum von der Hand weisen.

    Nimm einen Arbeiter / Handwerker aus unserer Zeit und vergleiche ihre Situation vor 100 oder 200 Jahren als überall noch die Monarchie herrschte. Oder frage die Frauen ob sie die Zustände wieder haben möchten wie im tiefsten Mittelalter?

    Klar gibt es in der Demokratie noch sehr viel Baustellen und es ist sicher noch ein ganzes Stück entfernt von einer perfekten Welt. Aber wir verlieren nur all zu schnell aus den Augen, wie wir heute Leben und was damals "Standart" war. Uns würde es heute gewiss nicht so gut gehen, das möchte ich mit Sicherheit behaupten.

    Du musst dabei immer bedenken, wie die Welt damals ausgesehen hätte, wenn sie unsere technologischen Möglichkeiten gehabt hätten. Früher gab es noch an jeder Ecke Händler und Handwerker, heutzutage ist das eher die Ausnahme. Sicherlich gab es damals viel Armut, aber ist das heutzutage so anders? Schau dir die unzähligen Arbeitslosen an. Sicherlich hat unsere derzeitige Staatsform viele Probleme, aber oft vermisst man doch allzu sehr etwas das zu noblen Taten in der Politik ermutigt.


    Zitat

    Eine Frage: Woher nimmst du das Wissen, dass ein König versuchen würde das Volk auf seiner Seite zu haben? Sie dir doch die ganzen Könige an, egal ob England, Frankreich, Russland, Deutschland, Spanien. Denen hat ihr Volk einen Sch.. interessiert.

    Das ist doch gar nicht wahr, warum sind die Könige in die Geschichte eingegangen. Wohl kaum, weil sie nur schlechte Dinge getan haben. Sie haben ihren Ländern zahlreiche kulturelle Schätze erbaut und die Wissenschaft und Kultur gefördert. Das die Bevölkerung damals unter Hunger und Armut gelitten hat, hatte nichts mit der Regierungsform zu tun, sondern vielmehr mit der Denkweise der damaligen Menschen und den technologischen Möglichkeiten.


    Kein König möchte das sein Volk eine Revolte gegen ihn startet. Die Tatsache das die Könige von damals ein anderes Verhältnis zur Bevölkerung hatten, ist der Kultur von damals zuzuschreiben und nicht den Herrscherhäusern selbst.


    Zitat

    Du hast da ein viel zu romantisches Bild vor Auge. Wir reden hier nicht von König Arthur und seiner Tafelrunde. Das mag ein Idealbild sein, die Realität sah immer anders aus. Sorry, aber Ein König war nie "unter Druck" sich seinem Volk anzubiedern Das ist leider Wunschdenken. Lies mal in den Geschichtsbüchern nach.

    Vielen Königen wurden vom Volke aus Denkmäler errichtet, schau mal in die Städte wo überall Statuen zu ehren alter Könige stehen, nach denen man sich zurücksehnt. Es war nicht alles schlecht. Und in Geschichtsbüchern steht auch nur die Wahrheit, welche man verbreiten will.


    Zitat

    Nochmal als Beispiel mein Zitat vom Anfang:

    "Wenn sie kein Brot haben sollen sie doch Kuchen essen!"

    Dieser Satz, der Marie Antoinette oftmals in den Mund gelegt wurde, ist von ihr niemals gesagt worden. Er ist aber zum Sinnbild für das Unverständnis Marie Antoinettes – und der adeligen Eliten des Ancien Régime generell – gegenüber den sozialen Problemen der Zeit geworden.

    Dieser Satz ist, wie du schon sagst, einer sehr achtungswürdigen Frau in den Mund gelegt worden, nachdem man sie geköpft hat. Und es zeigt nur, wieviel Schmutz man erfinden musste um die Königshäuser der Vergangenheit schlecht zu reden.


    Wie lange wurden nach dem Fall der Königshäuser in der Französischen Revolution achtungswürdige und gebildete Männer hingerichtet, weil man Blut fließen sehen wollte. Und was war das Ende, ein neuer Personenkult mit Napoleon an der Spitze, eben weil einem keine bessere Alternative einfiel.


    Ich sage nicht, das Könige immer das Ideal sind.

    Aber sie sind immernoch besser als korrupte Wirtschaftsbosse und Lobbyisten.

  • Vielen Königen wurden vom Volke aus Denkmäler errichtet, schau mal in die Städte wo überall Statuen zu ehren alter Könige stehen, nach denen man sich zurücksehnt. Es war nicht alles schlecht. Und in Geschichtsbüchern steht auch nur die Wahrheit, welche man verbreiten will.

    Hitler wurden auch Denkmäler errichtet. Und nach dem sehnen sich nur noch wenige Leute zurück.


    Generell ist es nie gut, wenn eine Einzelperson zu viel Macht, geschweige denn eine absolute Macht hat, da wie oben schon erwähnt wurde Macht den Charakter verdirbt und sowas in den seltensten Fällen positiv verläuft.

  • Zitat

    Hitler wurden auch Denkmäler errichtet. Und nach dem sehnen sich nur noch wenige Leute zurück

    Und wieviele Hitlerdenkmäler stehen heute noch?

    Außerdem war Hitler kein König, sondern ein aktiv, in einer Demokratie gewählter Politiker. Soviel dazu! :3

    Zitat

    Generell ist es nie gut, wenn eine Einzelperson zu viel Macht, geschweige denn eine absolute Macht hat, da wie oben schon erwähnt wurde Macht den Charakter verdirbt und sowas in den seltensten Fällen positiv verläuft.

    Das ist aber heutzutage der Fall.

    Die meisten Milliardäre am Hebel kennst du nicht mal, weil die so schlau sind sich vor der Öffentlichkeit zu verstecken.