[Themendiskussion Anime] Gewaltdarstellungen im Anime...

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  • ich finde die Szenen von Blood C jetzt gar nicht so schlecht (: manche Effekte und Ideen waren schon gut. Und ich mag zB den Gegensatz aus Gewalt und Comedy.


    Was ich interessant finde, wie es so gezeichnet ist..wie viel sieht man, wenn man aufgeschlitzt wird ect.
    Für mich ist das auch irgendwie eine Form von Kunst..


    Für mich zählt nicht unbedingt der Aspekt, das jemand verletzt wird und Schmerzen hat, sondern eben einfach, wie es gezeichnet ist..


    Da steckt glaube ich zu viel Krankenschwester in mir xD
    Ich möchte das immer alles sehen..


    In realen Filmen mag ich Gewalt zb. nicht so..
    Da ist es manchmal nicht übertrieben sondern sehr realistisch..


    Bin da etwas komisch xD

  • Mit Gewalt in Action-Serien habe ich in der Regel kein Problem. Als grobe Regel gilt für mich: Blut - ja, immer her damit; Eingeweide - igitt, nein danke. Wenn es gut gemacht ist, begrüße ich es: Mit "gut gemacht" meine ich, dass bei wichtigen Kämpfe die Angriffe mehr Wucht bekommen, dadurch dass viel Blut fließt. Besonderer Freund bin ich von stilistisch überzeichneter Gewaltdarstellung wie in - Lieblingsbeispiel :D - Kill la Kill, wo weit mehr Blut fließt als der menschliche Körper hergibt, die Kämpfer sich aber auch entsprechend schnell wieder erholen.


    Es gibt aber auch Formen von Gewalt, mit denen ich persönlich gar nicht klarkomme. Dabei bemühe gerne zwei Beispiele, die hier im Thread schon genannt wurden:
    Zunächst Higurashi no naku koro ni: Ich habe keinerlei Bedürfnis diese Serie zu schauen, weil ich weiß, dass sie übertriebene Folterszenen enthält. Die können mir absolut gestohlen bleiben.
    Das andere Beispiel ist Perfect Blue: Ich habe diesen Film vor einigen Monaten gesehen und hasse ihn mit jeder Faser meines Körpers, wie ich noch nie eine Geschichte gehasst habe. Nicht, weil er schlecht wäre. Ich kann sehen, dass er ein Meisterwerk ist. Im Gegenteil, er ist zu effektiv, in dem was er tut.


    Keine Erfahrung, die ich haben wollte, oder jemals wieder haben will. :veraengstigt:
    Eine Serie, die für mich ziemlich genau am Rand von dem steht, was ich an Gewalt in meinen Animes mag, ist Bakemonogatari. Das möchte ich an zwei Szenen beschreiben:
    Episode 1:


    Episode 8:


    Das finde ich sehr interessant, wie die Serie mich so präzise an den Rand meiner Komfortzone führt.


    Letztendlich finde ich aber nicht, dass irgendetwas davon tabu oder gar verboten gehört. Altersempfehlungen gibt es nicht ohne Grund, und spätestens als Erwachsener sollte man selbst entscheiden können, welchen Erfahrungen man sich aussetzen will.

  • Ich finde, man sollte nicht einen so großen Unterschied machen. Damit meine ich, dass bekannte US-Serien voller Gewalt sind und von der breiten Masse doch auch gemocht werden. Ich bin zwar kein US-Seriengucker, aber Gewalt in Animes stört mich dennoch nicht. Das ganze hat aber auch einen psychologischen Effekt auf die Zuschauer, was ich allerdings nicht wirklich erklären kann, da ich kein Psychologe bin. Zurück zur animierten Gewalt.


    Dabei unterscheide ich erstmal zwischen "Showgewalt" und "Echter Gewalt". In Fantasy-Animes, Mecha-Serien usw. kommt dieser ganze Show-Hokuspokus vor, wo sich die Protagonisten mit den übertriebensten Kräften die Köpfe einhauen und dann immer noch auf den Beinen stehen.


    Wenn Gewalt, dann sollte sie wenigstens realistisch aussehen. Und dann mag der Anime auch ruhig sehr blutig sein, wie bei Corpse Party. Es ist nicht episch, sondern dramatisch. Irgendwie gefällt mir das mehr. Dennoch ist die Menge der tropfenden Liter in Hinsicht auf Handlung und Genre ziemlich wichtig. Zu viel Schlachterei kann die Serie auch wieder kaputt machen. Bei Blood-C habe ich durch die Handlung gar nicht durchgesehen und es war nur ein einziges Gemetzel. Fand ich ein bisschen Schade. Etwas mehr Story schadet doch nicht.


    Psychische Gewalt geht eigentlich fast noch einen Schritt weiter. Sie prägt die Menschen und formt ihren Charakter. Somit hinterlassen bei mir Protagonisten mit mentalen Schäden mehr Eindruck, als der heldenhafte Dämonenschlächter. Solche Menschen haben eigentlich eine große psychische Schwäche, doch versuchen sie sie mit "gewaltiger" Stärke auszugleichen. Wie ein brodelnder Kochtopf, der gleich hochgeht. Ich glaube, deswegen sind Yandere auch so beliebt. Sie sind unberechenbar.


    Gewaltdarstellung kann also ruhig vorhanden sein. Sofern sie mit der restlichen Handlung im Einklang ist.

  • Bei einem Actionanime empfinde ich überzogene Gewaltdarstellung eigentlich immer als Bereicherung. Ob nun Martial Arts (Baki 2018) oder Waffengewalt (Hellsing OVA) - immer her damit! Kenne da auch keine Tabus und Grenzen. Alles soll gerne gezeigt werden. Gedärme, Knochen, Augäpfel, Gehirnmasse. Auch mit Gewaltdarstellung gegen Kinder habe ich keine Probleme. Wer Fiktion und Realität nicht unterscheiden kann, hat m.M.n. ein Problem.


    In ernsten Werken hat unrealistische Gewalt jedoch nichts zu suchen. Wenn die Gewaltdarstellung realistisch ist, dann kommt es drauf an, ob sie zum Werk ansich passt oder nicht. Wenn ja, kann sie von mir aus noch so drastisch sein - macht das ganze nur interessanter. ^.<

    "Die Schimpfwörter, die auf den Wänden von öffentlichen Toiletten geschrieben stehen, sind das erste Anzeichen der allgemeinen Schriftkundigkeit."

  • Ich bin, was das Thema Gewaltdarstellungen in Animes betrifft nicht grundsätzlich abgeneigt, aber wie der Eingangspost ja schon beschreibt, Gewalt gegen Kinder und Frauen, finde ich hat seine Grenzen, selbst psychische Gewalt kann jemand ernsthaft verletzten, manchmal sogar mehr als körperliche. Gegen Splatter Elemente habe ich aber auch nix. :biggrin: Kommt für mich wirklich drauf an in welcher Form die Gewalteinwirkung statt findet und an wen, wenn es jemand betrifft der ein Mörder ist, finde ich es zum Teil gerechtfertigt, weil man leider nie alles erfährt, warum er/sie das tut usw...daher ist es schwer zu urteilen... :unsure:

    Einmal editiert, zuletzt von KuroKenshin ()

  • Chojin


    Ein interessantes Thema :) Habe jetzt aber nicht auf jede Frage aus dem Eingangspost geantwortet, da mir nicht immer spontan eine Antwort eingefallen ist.


    Wie steht ihr zur "Gewalt" und deren Darstellung in Animes? (Sexuelle Gewalt bleibt hier außen vor... es geht mehr um die physische Gewaltdarstellung, als auch psychische)

    Wie bei vielen Themen, würde ich auch hier sagen: Es kommt drauf an.


    Welches Maß an Gewalt ist gut, welches ist eindeutig zu viel?

    Es ist dann eindeutig zu viel, wenn es den Zweck der Gewaltdarstellung verfehlt. Und das zeigt schon, dass man sich erst einmal darüber bewusst werden sollte, was der Autor mit der Gewaltdarstellung vermitteln möchte, und genau das sollte als Anhaltspunkt dienen. Da dies aber sehr subjektiv ist, und man in manchen Fällen die wahre Intention des Autors gar nicht kennt oder über diese nur spekulieren kann, gibt es hier kein richtig oder falsch, sondern bleibt im Endeffekt Geschmackssache.


    Darf manches nach Eurer Ansicht nach überhaupt dargestellt werden? (Beispielsweise Gewalt gegen Kinder)

    Da es sich bei Animes um eine Kunstform handelt und in der Kunst alles erlaubt sein sollte, so lange man niemandem schadet, würde ich erstmal "ja" sagen.

    Die Frage ist "wann schadet man jemandem damit"? Nehmen wir mal das Beispiel "Gewalt gegen Kinder": Wenn ein Anime Gewalt gegen Kinder verherrlicht, dann ist dies nicht in Ordnung. Wird diese Gewalt aber gezeigt, um die Realität abzubilden oder um die Vergangenheit eines Charakters zu beleuchten oder Ähnliches, spricht absolut nichts dagegen. Schwierig wird es nur dann, wenn ein Anime evtl missverstanden wird; dieser also von vielen als gewaltverherrlichend wahrgenommen wird, obwohl dies gar nicht die Intention war. Da muss ich dann aber die Autoren in Schutz nehmen, denn diese können schließlich nichts dafür, wenn ihre Kunst missverstanden wird (sofern sich der Autor nicht völlig ungeschickt angestellt hat). Auch hier liegt es dann wieder am einzelnen Zuschauer, was seiner Meinung nach nun dargestellt werden darf und was nicht.


    Wie sieht es mit psychischer Gewalt aus?

    Da sehe ich es ähnlich wie mit physischer Gewalt. Allerdings kann man im Gegensatz zur physischen Gewalt mit psychischer Gewalt meiner Meinung nach viel mehr "machen". Man kann sehr vielschichtig und tiefgründig sowohl innere, als auch zwischenmenschliche, gesellschaftliche oder kulturelle Konflikte darstellen. Leider ist mir aufgefallen, dass viele Leute psychische Gewalt häufig nicht als solche erkennen und Autoren derartiger Werke es vielleicht noch schwieriger haben, nicht missverstanden zu werden.

    "The floor is lava!"

    - Everyone, Pompeii, 79 A.D.


    "Please wait patiently for

    the failure of the system."

    - Irgendjemand






    Einmal editiert, zuletzt von Allmann () aus folgendem Grund: Grammatikfehler.. sorry xD

  • Vielleicht haben ja einige von euch mitbekommen, dass "Animoon Publishing" mit ihrer FSK18-Prüfung zu "Redo of Healer" mehr oder weniger auf die Nase gefallen sind. Während die Episoden 1, 8, 9 und 10 von der FSK eine 16er-Freigabe erhielten, wurde die 18er-Freigabe der übrigen Episoden vorerst verwehrt, was wohl insbesondere der zweiten Episode zuzurechnen ist. Ich selbst habe den Anime bisher noch nicht gesehen, aber das, was ich zur zweiten Episode lesen konnte, verwundert mich bzgl. die verweigerten Freigabe der FSK keineswegs.


    Angeprangert wird ja vor allem...



    Ein klassischer Fall des "Rape & Revenge"-Genres, dessen filmischer Ursprung wohl in Ingmar Bergman's "Die Jungfrauenquelle" (1960) zu finden ist. In den 70er Jahren regten Regisseure wie Wes Craven mit dessen Debüt "Das letzte Haus links" (1972) die Gemüter und waren bzgl. der schonungslosen Darstellung von Vergewaltigungen, Erniedrigungen, Gewalt und Rache bei der Presse und Filmkritikern in aller Munde. In Japan kamen mit "Lady Snowblood" (1973) und den "Sasori"-Filmen (ab 1972) ähnliche Vertreter auf den Markt. Auch die Filmklassiker "Ein Mann sieht rot" (1974) und "Ein Mann ohne Gnade" (1982) mit Charles Bronson gehören zum Genre. Letztgenannter ist bis heute der einzige Teil der "Death Wish"-Reihe, der nach wie vor auf dem Index steht und dem eine Listenstreichung durch die BPjM verwehrt wurde. Als Begründung hieß es laut Schnittberichte.com: Besonders die beiden Vergewaltigungen am Anfang werden als Grund angeführt, da die Frauen dort nur zu Objekten degradiert und die Szene mit menschenverachtenden Kommentaren der Gangmitglieder verstärkt würden. Aber auch die als nicht unrealistisch bzw. nicht comichaft übertriebene Gewalt (anders als bei den Teilen 3 und 4) und die Darstellung von Selbstjustiz als einzig bewährtes Mittel werden von der BPjM dabei genannt.


    Kurz und knapp, dieses Genre hatte es nie besonders leicht bei der FSK oder der BPjM und "Redo of Healer" fährt laut den Informationen auf der selben "R&R"-Schiene. Der Aufschrei in der Anime-/Manga-Community ist im Netz ja nicht zu überlesen.


    Hier frage ich mich nun, warum?


    Wäre "Redo of Healer" ein Hentai - also ein Anime, der vor allem auf Pornographie setzt, wäre der Aufschrei wohl geringer, denn Vergewaltigungen gehören in vielen Hentai zum Standard-Repertoire. Liegt es also vielleicht daran, dass es ein ganz normaler Anime fürs Fernsehn ist? In Japan wurde im Free-TV nur eine zensierte Fassung gezeigt; die unzensierte hingegen im Pay-TV.


    Ist der Aufschrei so groß, weil das "R&R"-Genre nicht mehr so präsent ist, wie in den 60er/70er Jahre? Weil sich die Sicht auf solche Thematiken hinsichtlich des gesellschaftlichen Wandels um 360° gedreht hat? Weil "Redo of Healer" wie ein lustiger Fantasy-Isekei-Anime ausschaut, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schossen?


    Liegt es vielleicht daran, das der Hauptcharakter männlich ist und nicht weiblich - sprich die Gewalt letzten Endes von einem Mann ausgeht? In den meisten "R&R"-Titeln ist vielmals eine Frau die Gepeinigte, welche sich später an ihren oft männlichen Peinigern rächt (in solchen Momenten denke ich immer: "Yes, jetzt geht es den Dreckskerlen endlich an den Kragen! Gib ihnen Saures!!!"). Gibt natürlich auch Ausnahmen.


    Liegt es alleine an der Darstellung der angedrohten und ausgeübten Gewalt? Gerade die Darstellung wirkt sich oft auf eine Freigabe aus. Ist die Darstellung überspitzt und absolut unreal, oder ist sie knallhart und so echt, wie man sie eben im Film nur darstellen kann? Rache und Selbstjustiz waren noch nie leichte Kost im Film. In "Der Pate" heißt es: "Rache ist ein Gericht, das man am besten kalt serviert."


    "Animoon" versucht nun in zweiter Runde eine Freigabe der FSK zu erhalten. Allerdings bezweifle ich, dass sich die FSK in zweiter Instanz umentscheiden wird. Die SPIO könnte eventuell das leichte Siegel vergeben, würde aber am Ende eine Indizierung möglich machen. Man darf also gespannt sein. Wie dem auch sei, sofern eine ungekürzte Fassung auf dem deutschen Markt erscheint, werde ich mir ein Bild davon machen. Bei dem ganzen Mist, den ich in Sachen Anime schon gesehen habe, kommt es auf "Redo of Healer" auch nicht mehr drauf an.


    Wie seht ihr die Debatten um "Redo of Healer"?


  • Es ist vielleicht dünnes Eis auf dem ich mich bewege, weil ich den Anime auch nicht kenne und nun versuche, mir ein Urteil darüber zu bilden. Was das R&R-Genre im Allgemeinen betrifft, so gibt es auch neuere Filme die in diese Sparte fallen. Allerdings sind mir bei all den blutrünstigen (Horror-)Streifen, die ich bisher sah, solche Art von Filmen nie als große/bekannte Titel angepriesen worden. Bin wohl noch zu jung dafür, wenn die Blütezeit des Genres längst vorbei ist.


    Ich nehme mal an, es ist wohl das generelle Setting, das sich mit dem Problemthema nicht vereinen lässt. Gibt sicherlich andere Fälle (nicht nur in Animes), wo die Altersfreigabe funktioniert hat. Bei Animes fällt mir als Vergleich nur Kite ein, welcher ja auch Vergewaltigunsszenen hat, aber ich nicht als echten Hentai einordnen würde. Hm, war der nicht eh ne Zeit lang indiziert und wurde erst später zugelassen? Chojin

    Jetzt kann man auch drüber spekulieren, ob Redo of Healer nicht erst in einigen Jahren das Siegel bekommt oder er nur in zensierter Fassung hierzulande erscheint. Vielleicht sind sich die Leute von der Prüfstelle auch nicht sicher, wie sie mit solch "grenzwertigen" Sachen umgehen. Ein wirklicher Hentai scheint es ja wohl nicht zu sein und trotzdem ist er zu heftig für das erwachsene Publikum?

  • Hm, war der nicht eh ne Zeit lang indiziert und wurde erst später zugelassen?

    Nein, "A Kite" war nie indiziert. Die Erstauflage erschien ungeprüft und die Zweitauflage bekam eine FSK18-Freigabe. Jedoch wurde das Alter von Sawa im Dialog entschärft. War sie in der Erstauflage noch eine Schülerin, wurde sie in der Zweitauflage (Neue Synchronisation) zur Studierenden.

  • Die Erstauflage erschien ungeprüft und die Zweitauflage bekam eine FSK18-Freigabe.

    Ok, da frage ich mich jetzt aber, warum manche Titel überhaupt ungeprüft (in Deutschland?) erscheinen können. Geht das heutzutage nicht mehr? Sonst hätte man Redo of Healer doch auch ungeprüft rausbringen können.

  • Die Erstauflage erschien ungeprüft und die Zweitauflage bekam eine FSK18-Freigabe.

    Ok, da frage ich mich jetzt aber, warum manche Titel überhaupt ungeprüft (in Deutschland?) erscheinen können. Geht das heutzutage nicht mehr? Sonst hätte man Redo of Healer doch auch ungeprüft rausbringen können.

    Ungeprüft kann man die Titel schon rausbringen. Allerdings besteht eben das Risiko das der Titel indiziert werden könnte. Hab nochmal einen Artikel bei Moviepilot gefunden der da nochmal kurz die Folgen erläutert.

  • Also was Gewalt in Animes angeht, geht es mir wirklich um die Darstellung.

    Es muss einfach ansprechend aussehen, wenn da jetzt Gliedmaßen rumfliegen und mehrere 100 Liter Blut wie ne Fontäne aus dem Torso sprudelt, ist das für mich ne Sache der Ästhetik was heißen soll es muss einfach harmonisch dargestellt sein muss zur Story passen, der Background muss stimmen und und und.


    Einfach nur Gewaltdarstellung um der Gewalt Willen, ist jetzt nicht so meins.

  • Die Erstauflage erschien ungeprüft und die Zweitauflage bekam eine FSK18-Freigabe.

    Ok, da frage ich mich jetzt aber, warum manche Titel überhaupt ungeprüft (in Deutschland?) erscheinen können. Geht das heutzutage nicht mehr? Sonst hätte man Redo of Healer doch auch ungeprüft rausbringen können.

    Ungeprüft kann man die Titel schon rausbringen. Allerdings besteht eben das Risiko das der Titel indiziert werden könnte. Hab nochmal einen Artikel bei Moviepilot gefunden der da nochmal kurz die Folgen erläutert.

    Darüber hinaus kostet eine Prüfung bei der FSK ne Stange Geld und wird nach der Prüfung die Freigabe verwehrt, darf man bei weiterer Prüfung nochmals blechen (was nun auf Animoon zukommt). Alternativ kann man noch zur "Spitzenorganisation der Filmwirtschaft" (SPIO) gehen und das Werk von deren Anwälten auf strafrechtliche Relevanz prüfen lassen, um als Publisher nicht strafrechtlich belangt werden zu können. Allerdings können SPIO-geprüfte Medien ebenfalls indiziert und/oder anschließend beschlagnahmt werden. Darüber hinaus gibt es das leichte und das schwere SPIO-Siegel.


    Das leichte Siegel ("keine schwere Jugendgefährdung") kommt bis zur möglichen Indizierung einer FSK18 gleich.


    Das schwere Siegel ("strafrechtlich unbedenklich") wird als stark jugendgefährdend eingestruft und darf wie indizierte Titel nur an Erwachsene auf gezielte Anfrage ausgehändigt werden. Ein Werbeverbot ist ebenfalls mit drin.


    Das Label "Midori Impuls" aus Hamburg beispielsweise bringt seine Filme immer ungeprüft auf den Markt (oft, weil eine Freigabe von vornherein scheitern würde).