Warum finden so viele ältere und teilweise junge Menschen Animes & Mangas schwachsinnig?

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    • Warum finden so viele ältere und teilweise junge Menschen Animes & Mangas schwachsinnig?

      Hallo Community,

      warum finden eigentlich so viele Menschen Animes & Mangas schrecklich, peinlich oder lächerlich?
      Also wenn man mal mit irgendwelchen neuen Leuten ins Gespräch kommt und sein Hobby erwähnt (Animes & Mangas) kommt gleich irgendeine dumme Bemerkung, wie zum Beispiel kindisch. Woher kommt das? Zu wenig gesehen? Vorurteile? Teilen Sie Meinung anderer ohne sich mit dem Thema befasst zu haben?

      Ich finde, dass Animes & Mangas für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind. Es gibt so viele Arten. Da ist für jede Altersgruppe etwas dabei! Aber das Beste an Animes & Mangas ist, dass sie theoretisch schon den Kindern wesentliche Werte beibringen. Im Gegensatz zu den neuen Hartz4 Programm auf RTL2 und co.
      Wenn man überlegt, dass in Animes vor allem Teamfähigkeit, Mitgefühl, Ehre und Hilfsbereitschaft gelehrt werden, ist es doch viel sinnvoller als die ganzen anderen Filme und Serien der heutigen Zeit.

      Also ich finde, dass man in Animes mehr lernt als in all den anderen Quatsch. Aber gut. Das ist meine Meinung, nun lass ich euch zu Wort kommen :D
      :thumbup:
      "Manchmal ist die Realität nicht das, was wir glauben zu kennen oder zu wissen!" Itachi Uchiha
    • Naja, die meisten Menschen kennen Anime wohl nur aus dem Mittags/Nachmittagsprogramm auf RTL 2, wenn ihnen der Begriff überhaupt was sagt (wobei wohl mittlerweile die meisten Deutschen wissen, was ungefähr das ist). Und solche Serien, waren eben Sailor Moon, Pokemon etc., alles Serien, die man in seiner Kindheit geschaut und geliebt hat und aus denen man im Laufe der Jahre "rausgewachsen" ist. Hätte ich z.B. während meiner Zeit in der Mittelstufe gesagt, ich würde Sailor Moon schauen, hätten mich alle für total kindisch gehalten und würden mir den Vogel zeigen. Die kennen die Serien einfach nicht mehr.
      Und aus der Sicht von Erwachsenen sind alle Serien, die Animiert wurden, nur für Kinder. Ich mein, mal im ernst, kennt irgendjemand eine westliche Serie, die sich speziell an Erwachsene richtet? Klar, es gibt die Simpsons, aber viele Erwachsene schauen auch die nicht, weil es eben Kindisch ist oder vorkommt.

      Oft kommt es auch vor, dass die Leute, die Anime schauen, einfach mit Nerds assoziiert werden, da sie viel Zeit vorm Computer verbringen, anstatt raus zu gehen und mit Freunden irgendwas zu unternehmen. . .
    • Sind doch alles nur Voruteile. Die Menschheit besteht doch mehrheitlich nur daraus. Zudem neigen Menschen dazu, nachzuplappern wenn jemand sowas abwertendes sagt, weil sie sich teilweise keine eigene Meinung getrauen oder eigentlich keine haben, weil sie überhaupt nicht wissen worum es eigentlich geht. :crazy:

      Aber als richtiger Fan weiss man natürlich, dass es für jede Altersstufe Anime und Manga gibt. Auch wenn RTL2 mit dem geschnippele an Anime wie Naruto den Eindruck vermittelt, dass so ein Anime für Kleinkinder sein müsste. :whistling:

      Und natürlich das gute alte Voruteil.. Es ist gezeichnet, daher muss es für Kinder sein. Was natürlich nicht der Realität entspricht. Gibt genug gezeichnete Sachen, die überhaupt nicht für Kinder sind.


      Also meintetwegen kann jeder denken was er will. Muss keinen überreden Sachen zu mögen, die ich gut finde. Gibt auch Sachen, welche ich nicht mag. Wobei ich versuche mich nicht so krass auszudrücken wie es manche Leute gerne machen. So harte Sachen wie: "Ich hasse das Zeug" oder "Das ist Scheisse". Reicht doch zu sagen: "Ist sicher interessant, aber mich spricht es nicht an."
      .. wer träumt, dem wachsen Flügel ..

    • Also, da hab ich ne ganz andere Sicht als vermutlich die meisten hier.
      so wie ich das sehe, gibt es da draußen zwei Arten...nein, sagen wir besser Enden einer Skala, wie Menschen, die keine Anime-Fans sind, Animes bewerten:
      Das eine Ende sind die Menschen, die wissen, was ein Anime ist, und zwar vollkommen, sie aber trotzdem nicht sehen, und dann die, dessen Geringschätzung nur auf Vorurteilen und ins Unterbewusst sein eingebrannte Abneigung bzw. Abneigung auf Grund diverser no-go Kriterien (Das Japanisch nervt mich) basiert. So. Die Grenze ist fließend, viele stehen dazwischen, aber ich würde sagen, dass ein nicht zu unterschätzender Teil Animes wirklich nicht mag, und zwar nicht deshalb, weil sie keine Ahnung haben und irrational sind, sondern weil es wirklich nicht ihr Fall ist. Ich habe viele Freunde, die zur letzteren Kategorie gehören.
      Warum aber "mag" man keine Animes, und speziell keine Animes, und nicht etwa alles, was gezeichnet ist, nicht? Der Antwort auf diese Frage geht eine Erkenntnis voraus, die vielen nicht schmecken wird, wenn ich sie äußere, von der ich aber fest überzeugt bin, dass sie der Wahrheit entspricht. Und, bedenkt, ich bin ein "Fan", sonst wäre ich nicht hier :D

      Animes(die meisten, die, über die wir eben reden) sind quirlig und laut, sie sprudeln vor Energie nur so über, sind hektisch und bunt, und das auf Kosten einer ausdifferenzierten Atmosphäre, einer Grundstimmung, man könnte auch sagen, eines künstlerischen Wertes. Das, was stattdessen den Unterhaltungswert vermittelt, wird aber gerade durch den "Drive", also durch das Tempo, und entweder fast ausschließlich über die starke visuelle und klangliche Ebene getragen, oder aber über das starke hervorheben der momentanen Situation und seiner Facetten. Naja, dabei werden oft Muster verwendet, die man wiedererkennen kann, wenn man darauf achtet, die also austauschbar und oft nicht sehr fantasievoll sind.
      Was ich meine ist, dass einem Anime die Ruhe fehlt, die eine westliche Produktion hat. Ausgenommen Kinderserien. Ich persönlich kann verstehen, dass viele Leute Animes mit Kindersendungen verwechseln, denn auch wenn man sich dann misstrauisch einen anschauen will, stößt man auf ähnliche Muster. Der Inhalt ist nicht für Kinder gemacht, aber die "Darreichungsform" ist sehr ähnlich. Und das müssen wir uns auch mal eingestehen, dass ein Anime eben nicht das selbe ist wie eine amerikanische Serienproduktion wie Breaking Bad oder Game of Thrones ist. Das sind zwei völlig unterschiedliche Formen der Unterhaltung, die jeweils ganz andere Bedürfnisse befriedigen. Auf ihre Weise machen das beide gleich gut, aber vergleichen kann man es trotzdem nicht.

      Das erste mal hab ich über das Problem wirklich nachgedacht, als ich mit einem Freund über den Japantag gelaufen bin. Wir hatten ein paar Bier getrunken, und haben uns ganz gut unterhalten. Man muss dazu wissen, dass mein Kollege keine Animes guckt, dachte ich damals, nicht, dass ich es bis dahin gewusst hätte. Von all meinen engeren Freunden ist er so der letzte gewesen, mit dem ich über Animes geredet hätte. Einfach, weil ich mir das bei ihm nicht vorstellen konnte, gar nicht. Jedenfalls haben wir uns unterhalten, und da kam das Thema dann zu Animes. Da meinte er so ganz plötzlich "Ja, ich hab mir neulich mal Elfenlied angesehen, das ist schon ein ziemlich cooler Streifen." Ich war krass überrascht, wie er dann nachher auch meinte "Also, oft kann ich mir sowas nicht antun, aber man kann ja sagen, was man will, aber Animes sind einfach extrem unterhaltend. Bunt, grell, und so extrem schnell in der Handlung, selbst amerikanische Blockbuster sind langsamer." Naja, und er hat einfach recht.
      Denkt mal darüber nach, wenn ihr mal ganz ehrlich seid: Stellt euch vor, ihr habt einen Freund, den ihr von Animes überzeugen wollt, aber ihr wisst, der steht nicht auf Moe und/oder Ecchi, und ist vom ganzen Konzept "Anime" nicht überzeugt, weil es ihm zu schrill und durchschaubar ist, was zeigt ihr dem? Doch bestimmt nicht Luckystar, oder? Highschool DxD ist da wohl auch raus. Ebenso No Game No Life, denn, wenn wir ganz ehrlich sind, der Humor ist für einen Anime relativ dezent gehalten, schlägt jemanden, der es nicht gewohnt ist, aber trotzdem mitten ins Gesicht. Zudem ist der Aufbau - das müsst ihr zugeben - ziemlich durchschaubar. Man merkt einfach, woran man sich erfreuen soll, und das mögen viele nicht. Damit wären die meisten klassischen Romance/Drama/SoL Animes ebenfalls raus. NHK Ni Youkoso ist sicherlich nicht leicht durchschaubar, es wird auch viel wert auf die Geschichte und Charakterentwicklung gelegt, Dinge, die einem nicht-Fan beim schauen oft fehlen, aber dennoch ist auch dieser Anime zu grell. So kann man sehr lange weiter machen, und da frage ich, was bleibt am Ende noch übrig?
      Claymore ist zu schnell und platt, Angel Beats ist zu aufgesetzt, Elfenlied ist nicht glaubwürdig, Gantz ist zu chaotisch, Code Geass und Deathnote, so extrem komplex und fantasievoll die Handlungen auch sind, aber der Zuschauer wird dennoch mit der Nase auf die markanten Punkte gedrückt, die man gut finden soll. Die Charaktere sind z.B. absolute Übermenschen, die zwar auch ihre Fehler machen, aber eben selbst dabei stets cool und lässig wirken. Das innere Fangirl kreischt dabei schon aus durch die Augäpfel "Ich will so sein wie die!" Das passt vielen eben nicht. Schon sind selbst die meisten Klassiker raus. Was bleibt übrig? Ghost in the Shell. Ergo Proxy. Serial Experiments Lain...Tenshi no Tamago. Miyazaki-Filme. Ja. Aber das sind keine klassischen Animes, viel eher Kunstwerke, die sich auch Zeit lassen, einfach ein Bild aufzubauen. Ihr müsst zugeben, dass solche Animes eher atypisch sind. Die haben mit z.B. Date a Live nicht mehr viel mehr gemeinsam, als den Anime-Zeichenstil, das kann man kaum abstreiten.
      Den Meisten, die Animes nicht mögen, ist nicht bewusst, das sie oben genanntes stört. Ebenso wenig wie den meisten Anime-Fans nicht bewusst ist, dass sie Animes mögen, weil sie über gewisse "Schwachstellen" hinwegsehen können. Ich kann das immer noch, auch wenn ich es weiß. Ein Anime ist eben "extrem unterhaltend", bunt und grell, wie ein explodierender Regenbogen im Gehirn. Dass manche Dinge eben dafür platt und eindimensional sind, kann ich nicht nur in Kauf nehmen, sondern ist in dem Fall genau das, was Animes ausmacht, und wofür ich sie liebe. Manchmal will ich eben genau das, und kein Breaking Bad oder Alien 3 (oder auch Ergo Proxy). Manche wollen sowas nicht. Gar nicht. Manche wollen fast ausschließlich sowas, andere nur ganz selten (wie mein Kollege), und wieder andere, so wie ich, gucken beides sehr gerne. Ich würde nicht pauschal behaupten, dass jeder Anime-Verächter keine Ahnung hat. Das wird der Sache einfach nicht gerecht^^
      (Sry für den Batzen Text, aber das wollt ich mal loswerden. Hoffentlich liest das überhaupt irgendwer :D)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Mr. Bambule ()

    • Mal abgesehen davon, dass einfach jeder einen anderen Geschmack hat, ist es bei den meisten Leuten, die ich kenne, eher so, dass sie sich nicht genug damit auskennen und gar nicht wissen, was es alles im Bereich Anime gibt.
      Typische Klischees also wieder, genauso wie es welche über bestimmte Regionen oder andere Bereiche gibt.
      Prinzipiell ist aber mit Bambules Text alles gesagt, ich weiß nicht ob ich es so gut formuliert bekommen hätte, aber das fasst es gut zusammen, worum es geht.
    • Ich wollte gerade ausholen, dann hab ich aber den Text von Mr. Bambule gelesen und kann mir das nun größtenteils sparen :D.

      Es ist genau so wie er sagt. Wenn wir die Idioten ausblenden die einfach sagen, Animes sind scheiße, bleiben die Punkte von Mr. Bambule stehen. Wenn man Animes mit amerikanischen Serien vergleicht, haben Animes da einfach keine Chance. Das ist ja auch nicht der Anspruch. Animes sind etwas für sich und sollten auch als solches gesehen werden. Alle Animes haben ihre schwächen, die meisten sogar sehr viele, aber sie gehören dazu. Weil ein Anime nicht das Ziel hat, eine perfekte, reale, (amerikanische) Serie zu sein. Ich schau beides und mag auch beides.
      Unabhängig davon sind Anime Charaktere auch einfach unheimlich überzeichnet. Das muss man einfach mögen. Was man dabei aber auch nicht vergessen darf. Wir sind hier in Deutschland. Animes kommen nunmal aus Japan und werden hauptsächlich für diesen Markt gemacht. Dort sieht man die Dinge ja bekanntlich ein wenig anders.
    • Danke! Auch vielen Dank an den langen Text von Mr. Bambule :)
      Der ist schön geschrieben und vor allem einleuchtend :)

      Da ich erst neu in der Szene bin und gerade mal dabei bin, Naruto durch zu suchten, sagen mir viele deiner Beispiele nix :D
      Aber das kommt noch^^
      "Manchmal ist die Realität nicht das, was wir glauben zu kennen oder zu wissen!" Itachi Uchiha
    • "Schön geschrieben", naja, ich persönlich find ihn sehr wirr, aber Danke :D
      L hat das noch gute ergänzt, finde ich. Dass Animes erstmal auschschließlich für den japanischen Markt produziert werden, und wir froh sein können, wenn im Internet Subs auftauchen, ist ja eine Tatsache. Nur muss man daran denken, dass der Unterschied zwischen Deutschland und Japan Hunderte Male größer ist als der zwischen Deutschland und Amerika. Merkt man dann besonders, wenn man Japaner gut kennt und/oder die Sprache lernt(naja...oder halt da wohnt XD). Ich frag mich oft, wie man das ohne Sprachkenntnisse unterhaltend finden kann, aber das hab ich früher auch. Weiß nur nicht mehr, wies war^^°
      Und keine Sorge, öhm...Nairi, eine der Vorteile von Animes ist dann ja, dass man da enorm schnell warm wird. Da braucht man nur ein, zwei Wochen, und schon lacht man sich über den kränkesten Shit, also quasi "total stumpfe Animescheiße" halb kaputt. Und dann wirst du dich fragen: "Worüber lach ich da, verdammt?"...und dann issses dir auch egal. Naja, so wars bei mir, ich kann mir aber kaum vorstellen, dass das jetzt so außergewöhnlich ist^^
    • Ich muss auch sagen, Mr. Bambule hat viele Aspekte prima dargestellt; Und auch ich muss sagen, das ich Anime mal als Quatsch bezeichne wird nie passieren, dafür haben sich Anime wie Cowboy Bebop, Monster oder eben Ergo Proxy zu tief in mich eingebrannt. Aber es stimmt eben auch, dass mich viele Anime wirklich nerven, mal SAO zum Beispiel, weil diese und ähnliche mich gar nicht ansprechen. Und auch eigentlich grosse Klassiker wie One Piece, Naruto, Dragonball oder Detektiv Conan haben für mich persönlich zum nachlassenden Interesse beigetragen, da ich irgendwann den Eindruck hatte dass der Plot das Ziel längst aus den Augen verloren hat - und eben blos noch Folge auf Folge produziert wird, weils eben Kasse macht.
      Nur, irgendwann fühlt man sich dessen überdrüssig sich zehn Fillerepisoden ansehen zu müssen um mal wieder ein kleines Häppchen Story vorgelegt zu kriegen, was dazu führt das man Zeit und Geld anders investiert. Dadurch guckt man weniger Anime und ist noch weniger im Bilde. Da man nicht im Bilde ist, ist es mühsam, zu recherchieren und was Gutes rauszufischen - und man investiert Zeit und Geld lieber anders; Ein Teufelskreis... xD


      Edit: UUups; Thema verfehlt. ^^" Dann muss es wohl ne Binsenweisheit vom ollen Goethe richten; Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter, als durch das, was sie lächerlich finden.
    • Und auch eigentlich grosse Klassiker wie One Piece, Naruto, Dragonball oder Detektiv Conan haben für mich persönlich zum nachlassenden Interesse beigetragen, da ich irgendwann den Eindruck hatte dass der Plot das Ziel längst aus den Augen verloren hat - und eben blos noch Folge auf Folge produziert wird, weils eben Kasse macht.


      ich glaube nichteinmal Haggy, dass du da so am Thema vorbeiziehst, denn das war für meine Eltern eigentlich immer DAS Argument Anime bzw Manga als Zeit- und vor allem GELDverschwendung darzustelen. Für sie waren es eben keine Filme, kein Material für Erwachsene und einfach nur Geldmacherei vom Markt für Kinder.


      Den Meisten, die Animes nicht mögen, ist nicht bewusst, das sie oben genanntes stört. Ebenso wenig wie den meisten Anime-Fans nicht bewusst ist, dass sie Animes mögen, weil sie über gewisse "Schwachstellen" hinwegsehen können. Ich kann das immer noch, auch wenn ich es weiß. Ein Anime ist eben "extrem unterhaltend", bunt und grell, wie ein explodierender Regenbogen im Gehirn. Dass manche Dinge eben dafür platt und eindimensional sind, kann ich nicht nur in Kauf nehmen, sondern ist in dem Fall genau das, was Animes ausmacht, und wofür ich sie liebe. Manchmal will ich eben genau das, und kein Breaking Bad oder Alien 3 (oder auch Ergo Proxy). Manche wollen sowas nicht. Gar nicht. Manche wollen fast ausschließlich sowas, andere nur ganz selten (wie mein Kollege), und wieder andere, so wie ich, gucken beides sehr gerne. Ich würde nicht pauschal behaupten, dass jeder Anime-Verächter keine Ahnung hat. Das wird der Sache einfach nicht gerecht.


      prinzipiell ja, aber irgendetwas stört mich an dieser Aussage. Ich schaue keine Anime, WEIL ich über Schwachstellen hinwegsehe sondern weil ich bestimmte Züge und bestimmte Dinge daran einfach mag. Ich sehe z.B. in 2D keine Schwachstelle: Anime in 3D fände ich keinen Fortschritt, sondern ein no-go und es wäre ein Charakterzug der für mich in dem inbegriffen ist, was Anime ( und Manga sowieso ) ausmacht und ich finde auch, dass man Genres haben darf die einem trotz Animefan-Dasein nicht gefallen: jemand mag kein Slice Of Life, der andere kein Ecchi, kein Splatter. Das ist wie " ich mag Lesen, aber eben keine Historien-Romane" oder so. Ich schaue nicht gerne Anime, weil ich Schwachstellen akzeptiere, ich mag wenn ich kein Vampire Knight mag ja nicht komplett keine Vampir-Manga und sage auch nicht DAS steht für Anime bzw. Manga.

      Ich finde, man sollte es anders angehen und sagen: Es gibt die Sorte, die sich als Anime-Fan sieht. Man kennt sich aus, schaut ab und an auch Genres oder Mangaka bzw. Animeproduktionen an die einem nicht liegen, um einfach im Bild zu bleiben, zu wissen was gerade so Neues erschienen ist. Aber man mag den allgemeinen Stil dahinter, das Gefühl wenn man einen neuen Manga entdeckt hat, einen alten fertig hat. Dieses Zusammenspiel von Zeichnungen, story und opening, ending und der Welt dahinter.
      Manchmal ist sie wild, fantasievoll, ireal, traurig, oder superschön mit Helden. egal welchen Manga/Anime, ich stelle ihn neben Marvel und jeder erkennt: es ist anders. Sei der Anime bunt wie No game no Life, sei er verworren wie Shingeki No Kjoujin oder eine Art "serienmäßige Wiederkehr" wie Detektiv Conan oder ein zauberhafter Miyazaki.

      Du stellst es dem Antipaten hin und... es wird nicht kritisiert was den Anime oder Manga ausmacht. Zumindest zu 99% nicht. Sondern die Szene, die einem fremd ist, das Herkunftsland oder man erzählt Geschichten über Dinge, mit denen man sich nie außeinandergesetzt hat.

      Einfach wie "Ich mag keine Rosen, Pizza ist gesünder"
    • Erstmal das was Bambule gesagt hat.
      Ich finde in seinem Text werden sehr viele richtige Punkte angesprochen.
      (Und verdammt mach mehr Absetze, so ein Text ist nicht gut für einen konzentrationsgestörten Menschen wie mich X_x)

      Auch was L geschrieben hat finde ich sehr richtig.
      Animes und Mangas kommen aus einem vollkommen anderen kulturellen Umkreis.
      Und dadurch ist es für viele Menschen denke ich ungewohnt.

      Ich finde es sind auch schon so kleine Dinge, die jemandem der Animes schaut und Mangas liest nicht auffallen.
      Weil sie einfach dazu gehören und man sich dabei nicht mehr viel denkt.
      Wie, dass Leute mit -san angeredet werden, dass jemand Nasenbluten bekommt oder, dass man bei jedem 2ten Anime das Höschen von i-einer Tussi sieht.
      Bei sowas kann man sich, wenn man nicht dran gewöhnt ist, schon denken "Wieso ist das jetzt so?".
      Und Sachen die man nicht versteht sind halt Schwachsinn.

      Wie hier auch schon oft geschrieben wurde, ist die Tatsache, dass Animes gezeichnet und wie sie gezeichnet sind (bunt und meist undetailliert) auch ein wichtiger Punkt.
      Das wird halt mit Kinderserien assoziiert.
      Aber ich denke es liegt auch daran, dass es etwas ist, was man als Kind getan hat und immer noch tut, dass sie als kindisch angesehen werden.
      Ich habe als Kind Animes geschaut und Mangas gelesen, somit sind das für meine Mutter kindische Dinge.
      Aber für sie sind das nicht nur Animes und Mangas sondern auch Viedeospiele und Figuren die ich bei mir rumstehen habe.
      Also alles Dinge mit denen ich mich schon als Kind beschäftigt habe.
      Somit könnte man auch Leute die sich für Modelleisenbahnen interessieren als kindisch bezeichnen.

      Mir ist auch noch etwas aufgefallen, was den Punkt, dass Animes und Mangas als Schwachsinn bezeichnet werden, weil sie so "kindisch" sind wiederlegen würde.
      Mein Vater z.B. hat mit mir immer Cartoons geguckt (sowas wie Gummibärenbande), aber ist von dem Thema Anime unglaublich weit entfernt.
      Er liest auch selbst Comics und ich habe dank ihm alle Asterix Bände gelesen.
      Außerdem lesen wir oft die gleichen Bücher, also sind unsere Interessen in Richtung Literatur auch die selben.
      Aber er hat noch nie einen meiner Mangas auch nur angefasst oder Interesse daran gezeigt.
      Ich denke das liegt wieder daran, dass es ungewohnt ist.
      Nicht nur die Kultur ist ungewohnt, sonder auch die Erzählweise und wie man einen Manga liest.
      (Ich erinnere mich nur daran, wie meine Tante meine Mutter panisch angerufen hat, weil sie dachte der Manga den sie mir schenken wollte sei falsch herum gedruckt worden.)
      Denn die Geschichten, die ich als Manga lese unterscheiden sich nicht all zu sehr von denen die ich als Buch lese.
      Somit komme ich wieder auf den Punkt heraus, "Was ich nicht verstehe oder nicht gewohnt bin ist Schwachsinn".

      Bei jüngeren denke ich auch, dass es sehr stark daran abhängt in welcher Altersklasse man sich befindet.
      Als ich in der Mittelschule war waren Cartoons schon Schwachsinn weil das sind ja Kinderserien und man will voll erwachsen sein.
      Aber in der Oberstufe und der Uni schwärmt man dann wieder von den schönen Kinderserien, die man geguckt hat.
      Weil man merkt, dass schnell erwaschen werden doch nicht so toll ist.
      Und wie es so schön heißt, wer länger Kind bleibt wird später alt.

      Ich komme also zu dem Schluss, der Hauptgrund, wieso man Animes und Mangas als schwachsinnig ansieht, ist dass sie etwas Ungewohntes sind.
      Nicht allein das nicht Verstehen oder nicht Kennen sondern einfach, dass es anders ist als das was man kennt.
      Vor allem bei älteren, da ich Animes und Mangas in Deutschland doch noch als neues Medium bezeichnen würde.

      So das wars, Katsu Ende, wie oft hab ich jetzt ungewohnt in dem Text geschrieben?

      FÜR EVA!
      Chrome
      <3 never forgotten <3

      Something impossible to achieve. An unrealizable dream.
    • Ich denk einfach, weil sich viele einfach nie wirklich damit auseinander gesetzt haben T_T

      Von meiner Mam hab ich auch schon öfters gehört 'Werd doch mal erwachsen, mit deine Kindersendungen' 8| hat mir halt so ne Ewige Predigt gehalten.....
      Viele, unter anderem meine Mutter denken halt gleich -> Ahaaa. Japan = kitschig + bunt -> Animation = Kindersendung...
      Ich find halt die Leute haben einfach keine Ahnung und ziehen deshalb auch gleich Ihre Vorurteile.
      Meine Mam (srry die nochmal xD) , denkt halt wahrscheinlich an meine Kindheit -> Pokemon usw. und Sie verbindet halt nur sowas mit Anime...
      Zum Glück peilt Sie es langsam durch ne Freundin von mir und Ihrer Mutter dass Animes nicht nur aus Kinderanimes bestehen :D

      Denn es gibt viel peinlicheres als Animes ^^

      (Wenn ich so meinen kleinen Bruder anschau, mit seine 6 schaut er die heute verkorksten Kindersendungen auf Super RTL und Nickelodeon... die sind einfach dumm und nochmehr dumm T_T Ergeben einfach Null Sinn und sind total hässlich gezeichnet T_T (Klar, kann nicht alles einen Sinn ergeben, aber ich find das von heute wirklich nur noch zum kotzen T_T) Es wird Zeit meinen kleinen Bruder mit Animes einzuflösen ^^)


    • Es ist reine Geschmacksache und es hängt auch davon ab, mit was man groß geworden ist. Ältere und jüngere kennen sich mit der Animegenre einfach nicht so gut aus, weil es sie nicht interessiert. Und sehen sie etwas von Anime, dann meist das, was sie nicht anspricht. Aber es ist nicht nur mit Anime so. Es gibt viele, die gucken für ihr Leben gern Dokus, jüngere Generationen denken dabei an die langweiligen Schulstunden. Auch sie kennen sich nicht mit Dokus nicht sonderlich aus, stempeln dies trotzdem einfach ab, dass sie langweilig seien. Und das war jetzt nur ein Beispiel.

      Es gibt auch viele Jüngere, die kennen vielleicht Pokemon und vllt auch die "besseren" Anime, trotzdem spricht es nicht jeden an. Es ist eben nicht deren Welt. Und genauso, wie wir andere Dinge schlecht machen oder über sie herziehen, machen die anderen das auch mit Anime. Darum soll man sich sowas auch nicht zu Herzen nehmen. Niemand versteht die Hobbies eines anderen, wenn es einem selbst nicht anspricht.
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      (Wenn ich so meinen kleinen Bruder anschau, mit seine 6 schaut er
      die heute verkorksten Kindersendungen auf Super RTL und Nickelodeon...
      die sind einfach dumm und nochmehr dumm T_T Ergeben einfach Null Sinn
      und sind total hässlich gezeichnet T_T (Klar, kann nicht alles einen
      Sinn ergeben, aber ich find das von heute wirklich nur noch zum kotzen
      T_T) Es wird Zeit meinen kleinen Bruder mit Animes einzuflösen ^^
      )
      das ist die beste Lösung xD
      Leider denke ich wirklich, dass es daher kommt, dass ältere Menschen diesen "was der Bauer nicht kennt..." - Effekt erleben und die jüngere Generation durch die weit günstigeren amerikanischen Serien beeinflusst sind die z.B. Super RTL ausstrahlen. Ich habe mal gelesen, dass Anime einfach zu teuer sind um sie 1. zu synchronisieren und 2. ausstrahlen zu dürfen. Da kostet Spongebob halt weniger und dieser flache Humor kommt leider dazu auch noch gut an...

      daneben sind dann Soaps wie How I Met Your Mother die einfach in dieser Sendezeit mehr Zuschauerquoten einbringen.
      Also schiebt der Fernsehmarkt Anime geschickt zum Rande und die einzige möglichkeit ist PAY TV wo man dafür reines Animeprogramm bekommt <3
    • Ich finde es mittlerweile eigentlich nicht mehr so dramatisch wie früher. Ich glaube sogar dass sich immer mehr zumindest mit dem Thema anfreunden, auch wenn sie vielleicht keine Fans werden. So wie fast jeder als Kind Dragon Ball gesehen hat, oder die noch älteren als Kind noch ganz andere Anime unbewusst konsumiert haben.

      Man muss einfach offen damit umgehen und nicht zurückschrecken wenn das Thema Manga & Anime aufkommt. Ich berichte mit Stolz bei meinen Arbeitskollegen und Freunden welche Anime etc ich zur Zeit besonders cool finde usw. Anfangs konnten die nichts damit anfangen, aber mittlerweile sind einige sehr neugierig geworden und ein paar sogar richtig tief eingestiegen (klingt wie ne Droge xD ).
      Ich mein das ist ne Leidenschaft, wie für andere Bücher lesen, Kinofilme gucken oder was auch immer, warum also verstecken?

      Man merkt einfach, dass man es den Skeptikern nur vernünftig erklären und denen Zeit geben muss. Nicht jeder wird sich verlieben, aber vielleicht wenigstens etwas Verständnis Zeigen.

      Ein kleiner Schnippsel aus meinem Privatleben zu dem Thema:
      Ich arbeite als Artdirector in einem mittelständigen Internet Systemhaus, wir haben teils große Kunden. Ich habe meinen Chef schon mehrfach dabei erlebt, wie er Manga/Anime sogar als Argument für ein Projekt geliefert hat, dabei hat er überhaupt nichts mit der "Szene" zu tun. Nur durch mich hat er sogesagt davon erfahren und nachdem ich klar gemacht habe, warum das halt eine Leidenschaft ist, wurde es ihm klar. Kleine Notiz am Rande, er geht auf die 40 zu.

      Es ist nicht alles (achtung Insider incoming) weiss und gold oder blau und schwarz. Spricht mit den Leuten, ein paar werden es verstehen :)
    • Nach wie vor sind viele Leute, egal ob jung oder alt, der Meinung, Anime = Zeichentrick = Kinderkram und damit hat sich die Sache für jene schon erledigt. Wobei das einen hierzulande auch nicht verwundern sollte. Im Westen dienen Animations- und Zeichentrickfilme seit eh und je der Familien- und Kinderunterhaltung und bis auf wenige westliche Ausnahmen (die Animationsfilme von Ralph Bakshi beispielsweise) wird das auch weiterhin so bleiben. Wenn ich heute noch bei meinen Eltern mal einen Anime schaue und mein Papa dabei ist, kommt von ihm meist ein "Was für ein Quatsch!"... doch hin und wieder schmunzelt er auch... Vieles wird auch nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. :onion-sweating:
    • Viele Shows sind nunmal absolut schwachsinnig.
      Wenn du jemandem erzählst, was bei JoJo so alles passiert, hörst du entweder "Das muss ich sehen", oder deren Gesicht verzieht sich dermaßen, dass du den Satz direkt abbrechen kannst. Mahō Shōjo-Shows? Viel Spaß.

      Das hat nicht zwangsläufig was mit Anime zu tun.
      Es gibt einfach Leute, die sehr angepasst und langweilig sind.
      Ein Bekannter von mir findet Herr der Ringe "absolut bescheuert", weil er sprechende Bäume für "grotten dämlich" hält.
      "Wer guckt denn so einen Scheiß? Also neh."

      Das muss man einfach so hinnehmen.
      Kann man lamentieren, macht aber auch keinen Unterschied.
    • Nairyoku Uchiha schrieb:

      warum finden eigentlich so viele Menschen Animes & Mangas schrecklich, peinlich oder lächerlich?
      Das hat nichts mit Alt oder Jung zu tun und schon gar nichts mit Animes und Mangas. Das sind einfach verschiedene Geschmäcker und Vorlieben von Menschen :)
      Ich schaue mir gerne Animes an und lese Mangas. Wenn zu mir aber einer sagt "Hey heute kommt ne neue Folge Bauer sucht Frau auf RTL" oder "Eine neue Staffel Big Brother wird ausgestrahlt" dann würde _ich_ mir so etwas nicht einmal unter Androhung körperlicher Gewalt ansehen. ,
      Mein Vater sieht für sein Leben gerne Formel 1. Ich finde Autos die im Kreis fahren total öde :D


      Caldaria schrieb:

      Das muss man einfach so hinnehmen.
      Kann man lamentieren, macht aber auch keinen Unterschied.
      This.

      Es sind einfach verschiedene Geschmäcke :)