26. Oktober - 9. November - Reisebericht Japan

    • 26. Oktober - 9. November - Reisebericht Japan

      Nach Jahren des Träumens und des Abwartens habe ich mich Ende Oktober 2017 endlich dazu entschieden mir mal das Land Japan aus der Nähe anzugucken. Anfänglich war eine alleinige Reise geplant, nachdem mein Vorhaben bekannt wurde haben sich dann noch zwei Freunde angeschlossen und wir sind vom 26. Oktober bis zum 9. November zu dritt nach Japan geflogen.

      Um einen möglichst guten Preis beim Flug zu erhalten haben wir uns frühzeitig um die Buchung gekümmert und bereits im Dezember 2016 den Flug gewählt. Zwei Jahre zuvor bin ich mit Emirates nach China geflogen, hatte die beiden langen Flüge von einmal sechs und einmal acht Stunden aber noch negativ in Erinnerung. Mein Wunsch war also die Zeit in der Luft möglichst gering zu halten. Da Emirates immer über Dubai fliegt und Direktflüge einzig von Frankfurt möglich sind und preislich auch einen ordentlichen Aufschlag bedeuten, haben wir uns schlussendlich für Finnair und Japan Airlines entschieden. Der Flug war also von Hamburg nach Helsinki (2 Stunden) und weiter nach Tokio Narita (9 Stunden) vorgesehen und kostete in der Economy Klasse 610 Euro.

      Die weiteren Monate haben wir uns Gedanken zur Reise gemacht – wie solle diese aussehen, was möchten wir vor Ort machen und wo liegen unsere (meine) Schwerpunkte. Wir haben also die weiteren Monate gemeinsam an einem Google Doc gearbeitet und unsere Ziele in tabellarischer Form aufgenommen. Klar war sofort, dass keiner von uns die ganze Zeit in einer Stadt bleiben möchte und wir den Fokus auf das Herumreisen in Japan legen.

      Am Ende kam eine Reiseroute raus, die vor Ort den „wirklichen“ Gegebenheiten noch angepasst werden konnte und sich für die ersten Tage um Tokio drehte, es danach per Shinkansen nach Kyoto ging, von wo man dann Ausflüge ins Ländliche unternehmen würde. Danach ginge es für weitere zwei Tage nach Hiroshima und die letzten zwei Tage zurück nach Tokio bzw. Narita Stadt. Diese Tage haben wir in der Zeit bis zum Flug mit „Points of Interest“ gefüllt und uns darauf geeinigt höchstens Wäsche für eine Woche mitzunehmen, um mobil genug zu bleiben und vor Ort waschen zu müssen.

      Wegen der großen Entfernung der zu besuchenden Städte haben wir uns für einen Japan Rail Pass entschieden und diesen wenige Wochen vor dem Abflug online bestellt. Dieser kostet in der 14tägigen Gültigkeit und ohne 1. Klasse (Green Cars) 350 Euro. Man erhält einen Gutschein, den man vor Ort in Japan gegen den eigentlichen Pass eintauschen kann. Zu dem Dokument verliere ich später noch ein paar Worte mehr.

      Um sich direkt nach dem langen Hinflug und vor dem ebenso langen Rückflug fallen lassen zu können, habe ich für die erste und letzte Nacht bereits Zimmer in Hotels reserviert. Und damit wir vor Ort auch nicht auf analoge Stadtkarten angewiesen sind, haben wir uns eine 21 Tage gültige Prepaid-SIM mit 5GB LTE Daten von BMobile im NTT Docomo Netz eine Woche vor Abflug für 27€ bestellt und an den Flughafen liefern lassen.

      Um nicht noch mehr Wörter bei der Vorbereitung zu verlieren gehe ich nun zum eigentlichen Urlaub über.

      Die Hinreise startete am 26. Oktober 2017 um 13:00 (UTC+0) Uhr in Hamburg. Gegen 16:30 Uhr (UTC+1) landeten wir in Helsinki, die an dem Tag pünktlich den Winter eingeläutet haben. Hohe Schneemassen und der Flughafen im Ausnahmezustand. Im schnellen Schritt haben wir uns nach der Landung auf zum Transfer-Gate für den Flug nach Tokio gemacht, hätten es aber wesentlich geschmeidiger angehen lassen können, da wir nach dem Boarding noch zwei Stunden auf unsere Starterlaubnis warten mussten und die Enteisung der Maschine länger gedauert hat als vorgesehen. Der Pilot konnte am Ende die Verspätung auf eine Stunde reduzieren und so landeten wir gegen 10 Uhr (UTC+7) in Tokyio Narita. Während des Fluges wurde uns eine Art Visum-Dokument gereicht, welches wir ausfüllen mussten und bei den Passkontrollen abgeben würden. Einen gesonderten, kostenpflichten Visa-Antrag wie für China war für deutsche in Japan erfreulicherweise nicht notwendig!



      Nach der Landung, der Passkontrolle mit einer sehr langen Schlange und der Gepäckentgegennahme mussten wir nun noch am Flughafen ein paar Besorgungen tätigen. Zum einen haben wir unsere SIM-Karte abgeholt, zum anderen unseren Japan Rail Pass-Gutschein im JR-East Service Center gegen den Japan Rail Pass eingetauscht. Auch hier gab es wieder eine relativ lange Schlange – scheinen die Japaner wohl zu mögen. Bei der Abholung wurden wir auch gleich nach unserem Hotel gefragt, an dem wir zu übernachten Gedanken. In unserem Fall war dies für die erste Nacht das „Nishitetsu Inn Kamata“. Und wurde vorschlagen, dass wir mit dem JR Narita Express von „Narita Station“ nach „Tokyo Station“ fahren und von dort mit der Keihintohoku Line bis nach Kamata fahren. Für die Fahrt mit dem „JR Narita Express“ bedarf es einer Sitzplatz-Reservierung, die kostenlos für Besitzer eines Japan Rail Pass ist und uns freundlicherweise auch gleich ausgestellt wurde.
      Bevor wir in den Zug stiegen haben wir noch bei einem ATM (Automated Teller Machine) per Kreditkarte das erste Geld in japanischer Währung besorgt. Für den Anfang habe ich mir 20.000 Yen in 1.000 Yen Scheinen abgehoben (~150 Euro).

      Danach ging es erstmal 50 Minuten bis zum Hauptbahnhof nach Tokio, wo wir aus dem Zug ausstiegen und uns erstmal eine IC-Card (Suica) besorgten. Diese bekommt man an größeren Stationen an den schwarzen Automaten und kostet initial 1.000 Yen, wobei 500 Yen davon Pfand sind und erst bei der Rückgabe der Karte zurückerhalten werden. Diese IC-Karten werden für den öffentlichen Personennahverkehr in Japan benötigt. Zwar kann man auch vor jeder Fahrt an einen Automaten gehen und sich ein Ticket kaufen, aber mit einer IC-Card ist es einfach sehr viel entspannter. Anders als in Deutschland kommt man in Japan (oder China) ohne gültiges Ticket nicht an die Gleise. Man hält die kleine Plastikkarte bei den Bahnhofsschranken an das dafür vorgesehene Feld und beim Austreten aus dem Gleis-Bereich am Zielbahnhof wird der entsprechende Betrag von der Karte abgebucht. Sollte das Guthaben nicht ausreichen muss man die Karte aufladen, was in jedem Bahnhof an den sogenannten „Fare Adjustment Machines“ möglich ist.




      Im Anschluss konnten wir in die Keihintohoku Line steigen, bis nach Kamata fahren und gegen 16 Uhr im Hotel einchecken. Wir waren nun alle mehr als 24 Stunden wach und wären am liebsten gleich ins Bett gefallen, haben uns jedoch darauf geeinigt nur zu duschen und im Anschluss etwas zu essen und die Stadt zu erkunden, da es bereits gegen 17 Uhr dunkel wird.



      In der Nähe vom Bahnhof Kamata gab es eine kleine Einkaufsmeile mit genügend zur Verfügung stehenden Restaurants. Weil wir wussten, dass wir Ramen mögen und an dem Tag keine allzu großen Experimente wagen wollten, haben wir uns für einen kleinen Laden entschieden und dort den Plan etwas zu essen. Wir sahen wohl für den Besitzer relativ klar wie Neuankömmlinge in Japan aus und er führte uns aus dem Lokal an eine sogenannte „Vending Machine“, wo man sich gegen Einwurf von Scheinen oder Münzen eine Mahlzeit aussuchte und mit dem „Ticket“ zur Tresen geht und dann seine Bestellung erhält. Kurios aber lustig – generell gibt es einige kulturelle Unterschiede zwischen Europäern und Asiaten in der Esskultur, aber dazu später mehr.



      Mit gefülltem Magen war unser erster Anlaufpunkt der Stadtteil Shinjuku bzw. dort im speziellen das Metropolitan Government Office Building, welches einem den kostenlosen Blick auf ein Stück Tokio von 200 Metern erlaubt. Auf dem Weg dahin fiel einem die angenehme Sauberkeit der Stadt auf, obwohl es nirgendwo Mülleimer zu geben schien. Anders als in China gibt es in Japan jedoch Verkehrsregeln und die Hupe hat eine wie in Deutschland angenehme Abstinenz vom generellen Straßengeräusch. Es lässt sich also ohne Gefahr in Japans Städten als Tourist herumlaufen.



      Nach der Besichtigung war der Tag auch bereits gut vorangeschritten, machten uns wieder auf ins Hotel und nahmen an optischen Eindrücken mit, was uns beim Vorbeigehen begegnete. Im Hotelpreis inbegriffen war auch ein spärliches Frühstück, wo man sich bereits am frühen Morgen an die asiatische Art zu frühstücken herantasten konnte. Immerhin gab es Kaffee, ohne den fängt bei mir kein (erfreulicher) Tag an.



      Generell wurde ich in all den Tagen mit der japanischen Art zu frühstücken nicht warm. Allerhand warme Suppen, Arten von Eintöpfe, salzige Kaltspeisen wie Reisbälle oder für meinen Geschmack nie so ganz fertig gekochte Eiprodukte. Das gleiche beim Brot – so gut wie jedes Brot ist in Japan (China auch) sehr süß, extrem weich und gefühlt nicht zu Ende gebacken. Das ich in Japan kein leckeres Graubrot mit starker Kruste oder leckere Brötchen erwarten darf, war mir schon aus China bekannt. Es fällt mir jedoch immer wieder schwer, wenn ich auf Reisen bin.

      Die nächsten Tage waren mit dem gefüllt, was wir uns vor der Reise zusammengestellt hatten – fast jedenfalls. So blieben wir bis zum 31. Oktober in der Präfektur Tokio und zogen nach der Nacht im Hotel in die erste Airbnb Unterkunft ein.

      Die typischen japanischen Wohnungen sind unglaublich klein. Man kenn es bestimmt schon aus Anime und Manga, diese aber selbst zu erleben, ist doch eine Überraschung. Wir haben uns für eine Wohnung mit drei Schlafplätzen (Futons) entschieden. Diese lagen in einem etwa 4x4 Meter großen Raum. Dazu gab es einen weiteren 4x3 Meter großen Raum, der als Eingang, „Wohnzimmer“ und Küche mit Herd, Kühlschrank und ein paar Schränken diente. Hinter einer Tür verbarg sich eine quadratische Badewanne mit viel zu niedrigem Duschkopf und hinter einer anderen Tür im Wohnzimmer verbarg sich das intelligente WC. Nochmal zur Badewanne: In Japan ist es wohl nicht normal, dass man ausgestreckt in einer Badewanne liegt und entspannt – man muss dort mit angewinkelten Beinen sitzen - sehr merkwürdig.



      Im Airbnb gab es natürlich kein Frühstück, wir mussten uns also selbst etwas suchen und uns ernähren. Meistens kamen uns da die alle paar hundert Meter verstreuten 24/7-Läden wie SevenEleven, Lawson oder NewDays zum Zug und wir haben uns dort zum Frühstück mit Brötchen oder frisch verpackten Gerichten (paniertes Rind mit Soße & Reis) begnügt. Ab und an haben wir das Frühstück einfach ganz ausfallen lassen und erst später in einem Restaurant gegessen. Ein Merksatz, den man für Japan schonmal setzen kann, ist, dass dieses Land einfach enorm auf kleine Menschen zugeschnitten ist. Ich war mit meinen 1,91 Metern wirklich oft einfach viel zu Groß und musste meinen Kopf regelmäßig einziehen und mich ducken. Immer hat das leider nicht geklappt und gerade das erste Airbnb hat ein paar Abdrücke meiner Stirn über den Türen.

      Und so klein wie die Menschen in diesem Land sind, auch die Portionsgrößen, wenn es ums Essen geht, sind geringer. Wo man in deutschen Ramen-Restaurants gut satt wird, sind in Japan eher zwei Schalen notwendig – das drückt natürlich auch aufs Portemonnaie. In der Regel muss man bei einem Mittagessen von 800 Yen bis 3000 Yen rechnen, je nachdem was man sich bestellt und wie viel es am Ende ist.

      Unsere Ziele, die wir bis zum 31. Oktober in und bei Tokio besucht haben, waren ohne Garantie auf Vollständigkeit die Folgenden. Am 28. Oktober haben wir uns das große geordnete Chaos auf der Shibuya Crossing angeschaut. Außerdem haben wir die Tempel Zojoji und Sensoji besucht und uns zu Fuß auf den Weg zum Tokio Tower gemacht. Am Nachmittag haben wir uns dann noch auf dem Weg zum Kaiserpalast gemacht, wurden aber mehrheitlich enttäuscht, da dieser nur bei vorheriger kostenpflichtiger Buchung zu betreten ist und man ansonsten mit dem Garten und der Brücke abgespeist wird. Am Abend war es dann die erste Nacht in einem Futon.

      Den 29. Oktober haben wir wegen eines kleinen Taifun etwas umplanen müssen. Wir gingen also vormittags in das Aquarium in Shinagawa und haben uns danach in Akihabara und Shibuya umgeschaut. Neben den riesigen Einkaufscentern, den Gaming-Höllen und Patchinko-Hallen waren wir auch bei einem japanischen „all you can eat“-BBQ und haben uns mit der Speisekarte auseinandergesetzt. Es sei nochmal erwähnt, dass die japaner Regenschirme nutzen und Regenjacken überhaupt nicht mögen. Vor jedem Geschäft gibt es Ständer um seinen nassen Regenschirm vor dem Geschäft hinstellen zu können, damit das Geschäft trocken bleibt – einige Läden haben sogar Regenschirm-Trockner oder Plastiktüten, die über den Schirm gezogen werden können. Das entfällt natürlich bei Regenjacken und man tropft die Geschäfte voll. Zwar hat sich niemand bei uns beschwert, aber wir haben es selber herausgefunden und uns mit Regenschirmen ausgestattet.





      Der 30. Oktober war dann der erste Tag, wo wir uns endlich raus aus Tokio nach Kamakura machten und auf eine Tempel-Wanderung gingen. Unser Airbnb war im Stadtteil Bunkyō-ku, wir mussten also mit der Marunouchi Line erstmal zur Tokio Station und dann mit der JR Yokosuka Line knapp eine Stunde bis nach Kita-Kamakura Station. Dort begann dann der leichte Wanderweg, der sich Daibutsu nennt und mehrere hundert Jahre alt ist. Er führt an schönen japanischen Gärten, kleinen japanischen Dörfern, alten Tempeln und als Ziel an einer riesigen Buddha-Statue vorbei.



      Hier komme ich nochmal auf den Japan Rail Pass zu sprechen, der uns als eine Art JR Flatrate für die Tage diente, dir wir in Japan waren. Wir konnten mit dem Japan Rail Pass mit den meisten JR Zügen kostenfrei fahren und mussten dafür nicht die Suica Karte nutzen. So mussten wir im obigen Fall zwar die Metro (Marunouchi Line) bezahlen, nicht aber die JR Yokosuka Line, was uns knapp 1000 Yen pro Weg sparte. In Tokio selbst kann man auch mit dem Japan Rail Pass mit der Yamanote Line kostenlos fahren. Das ist die einzige Ringbahn in Tokio, die als gute Verbindungsbahn hin zu den einzelnen Stadtteilen dient. Der Japan Rail Pass machte sich also für uns definitiv bezahlt. Ist man nur in Tokio unterwegs, lohnt sich der Japan Rail Pass sehr wahrscheinlich nicht.

      Am 31. Oktober brachen wir gegen Mittag nach Kyoto auf, vorher besuchten wir jedoch noch den Tsukiji-Fischmarkt, der eine lange Tradition hat, wohl aber nächstes Jahr abgerissen und umgezogen wird. Grund sind unter anderem der verseuchte Boden und das dort für die Olympischen Spiele 2020 das Kongresszentrum gebaut werden soll. Ich kann den Schritt nur verstehen, das Gelände und die Gebäude sehen wirklich „am Ende Ihrer Nutzungszeit“ aus.

      Danach ging es mit dem Sakura oder Hikari Shinkansen nach Kyoto Station, wo wir auch bereits unser nächstes Airbnb bezogen. Für die Fahrt haben wir uns noch eine Bento-Box besorgt und diese im Zug gegessen. Die Fahrt dauerte immerhin etwas länger als 2 Stunden und war auf die Minute pünktlich.



      Die Unterkunft in Kyoto war größer und moderner als die letzte und kostete uns für fünf Nächste insgesamt 800 Euro, was pro Kopf etwa 270 Euro sind und pro Nacht etwas mehr als 50 Euro pro Person darstellen. Das Apartment war 6 Minuten von der Karasuma Oike Station entfernt und sehr zentral in Kyoto gelegen.
      Den Abend beendeten wir in einem Pub der von einem Amerikaner, der vor 7 Jahren nach Japan ausgewandert ist, betrieben wird. Neben Sake und allerhand japanischer Spirituosen probierten wir dort auch Chuhai Suntory -196°C Strong Zero – eine Art Alko-Pop in Japan, mit dem junge Leute und Studenten sich möglichst schnell nebelig trinken, um Zeit und Geld zu sparen. Eine Dose hat 9% Alkohol und schmeckt schlicht nach einer üblen Wodka / Lemon Mischung.

      Am 1. November wollten wir uns Kyoto selbst erstmal angucken und haben neben der Innenstadt auch den Nishiki Market besucht. Letzteres ist eine Art große und weite Einkaufspassage mit allerlei Essensangeboten. Dort haben wir auch zum ersten Mal Takoyaki und frittiertes Hühnchen mit typischer japanischer Mayonnaise probiert. Außerdem wollten wir uns für unsere spätere Rückkehr nach Tokio bereits Tickets für das Ghibli Museum bei den dafür vorgesehenen Automaten in den Lawson-Geschäften kaufen. Leider stellte sich da heraus, dass das Ghibli Museum in der Zeit vom 7. bis 17. November Wartungsarbeiten durchführt und nicht besucht werden kann. Das Ghibli Museum fiel für uns also leider flach – sehr ärgerlich! Den nächsten Tag verbrachten wir mit der Beschauung weiterer lokaler Sehenswürdigkeiten wie dem Higashihonganji und dem Nishihongan-ji Tempel. Als besonders toll empfanden wir an dem Tag den Besuch des Fushimi Inari-Taisha Schreins, welcher aus 1000 roten Toren bis auf die Spitze eines Berges besteht und neben einer tollen Wanderstrecke auch eine schöne Aussicht liefert.



      Für den 3. November haben wir die nächste Wanderung geplant. Dieses mal geht es abermals raus aus der großen Stadt und mit dem Shinkansen bis nach Nagoya Station. Von dort ging es dann mit der Chuo Line weiter bis nach Nakatsugawa Station und dort mit dem Bus bis nach Magome.

      Ziel war es nun die alte Post- und Handelsstraße zwischen Magome und Tsugamo zu wandern – das Wetter spielte zum Glück mit und so konnten wir die Strecke von knapp 8 Kilometern in etwa 3 Stunden schaffen. Der höchste Punkt der Wanderung führte uns auf 801 Meter und vorbei an Wasserfällen, alten Dörfern und wunderschöner Natur. In Tsugamo angekommen entschieden wir uns den Bus ausfallen zu lassen und wanderten stattdessen weitere zwei Kilometer über Stock und Stein bis zum Bahnhof in Nagiso, wo wir dann wieder unseren Heimweg nach Kyoto per Zug antreten konnten. Eine wirklich empfehlenswerte Route um ein wenig raus aus den riesigen Städten zu kommen und das ländliche Japan kennenzulernen – ohne viel Tourismus.



      Der nächste Tag war bei uns wieder vollgepackt mit einer Hand von Tempeln und traditionellen Sehenswürdigkeiten. So besuchten wir die Tempel Daitoku-Ji, Kinkaku-Ji und Hongan-Ji. Danach machten wir uns auf Empfehlung des amerikanischen Barkeepers auf den Weg zum Arashiyama Monkey Park, wo nach knapp 150 Meter Treppen ein Aussichtspunkt sein soll der von freilebenden Affen belebt wird. Die Besteigung haben wir dann jedoch abgeblasen, nachdem bereits auf der Brücke vor dem Berg die Menschenschlange zum Park anfing und sich das Ziel als übelstes Touristenziel entpuppte – es mag auch dem Samstag geschuldet gewesen sein, dass es so voll war.

      Um nicht gänzlich planlos durch die Gegend zu laufen haben wir uns von der Brücke aus zu Fuß zur Saga-Arashiyama Station aufgemacht und dabei den schönen Arashiyama Bamboo Park mitgenommen. Die Bambus Wälder in China fand ich jedoch noch beeindruckender, kann da aber natürlich nicht für ganz Japan richten. Beim Bahnhof angekommen fuhren wir mit der JR San-In Line zum Kyoto Hauptbahnhof und erkundeten ein wenig weiter die Innenstadt, ließen uns bei Kaffee und Kuchen nieder und machten mit dem Lokal Arata einen großartigen Ort für leckere Okonomiyaki ausfindig.

      An der Stelle sei erwähnt, dass Japan ein Land ist, sogar noch stärker als Deutschland, dass auf Barzahlung wert legt. Eine Kreditkarte oder Suica Karte ist nur in ganz seltenen Fällen beim Einkauf akzeptiert und stattdessen wird immer auf „Cash Only“ verwiesen. Das sollte bei einer Reise eingeplant werden – oder man lernt es schlicht auf die harte Tour.

      Am nächsten Tag machten wir uns dann auch bereits nach spontaner Planänderung nach Hiroshima auf und fuhren am Mittag um 11:46 mit dem Shinkansen Hikari 465 nach Shin-Kobe, dem Ort des berühmten Kobe-Steak. Leider waren an dem Sonntag alle Coin Lockers am und rund um den Bahnhof bereits in Benutzung und unsere Lust mit Gepäck durch die Stadt zu schlendern war gering. Wir entschieden uns das Kobe-Steak bei der Rückfahrt einzuplanen und fuhren mit dem Shinkansen zwei Stunden weiter bis nach Hiroshima.

      Wenige Tage zuvor hatten wir über Booking jeweils ein Einzelzimmer für zwei Nächte im Hotel Hokke Club in Hiroshima für 50 Euro pro Nacht gebucht und konnten dort nach einer knapp 40-minütigen Bahnfahrt mit der Straßenbahn bei Fukuro-machi aussteigen und im Hotel einchecken.

      Die Lage vom Hotel war einfach perfekt und in Fußreichweite zum A-Bomb Dome und dem Peace Memorial Park. Die beiden Orte waren dann bei bereits einsetzender Dämmerung auch unsere ersten beiden Ziele nachdem wir das Hotel wieder verlassen hatten - genaueres dazu aber beim nächsten Tag. Den Abend haben wir in der Innenstadt von Hiroshima bei Okonomiyaki und Bier beendet.

      Bevor wir am nächsten Tag wieder zum Peace Memorial Park gingen, haben wir einen Umweg gemacht und gingen eine Straße weiter bis zum Fukuromachi Elementary School Peace Museum. Dieses wirklich kleine und unscheinbare Museum ist mir beim Lesen einer Hotelbewertung empfohlen worden.

      Alleine die Geschichte dieser Grundschule während des Atombombenabwurfs und der Zeit danach würde das doppelte an Text verdienen, was ich bereits geschrieben habe. Der Besuch war unglaublich beeindruckend und nachhaltig prägend für uns.

      Der Teil des Schulgebäudes war eines der wenigen Gebäude im Umkreis des Ground Zero vom Abwurf der Atombombe, das in Teilen stehen blieb. Die Gebäudeteile, die aus Holz waren, wurden bei der Explosion sofort zu Asche geberstet, nur der Betonkomplex widersetzte sich und bestand, auch wenn die Metallrahmen der Fenster wie Butter an den Wänden entlang flossen.

      Zum Zeit der Explosion haben sich nur eine Hand voll Menschen im Gebäuse aufgehalten. Ein Lehrer befand sich in seinem Büro, drei weitere Schüler waren im Keller des Gebäudes und holten Ihre Schuhe für den anstehenden Sportunterricht. Im Moment der Explosion starben mit einem Schlag mehr als 160 Schüler und Schülerinnen und wurden unauffindbar zu Asche verbrannt und nur diese durch puren Zufall an nicht freien Orten befindlichen Menschen überlebten die Explosion.
      Weil das Gebäude eines der noch wenigen stehenden war, diente es Tage und Monate danach als Ersthilfezentrum und wurde von vielen überlebenden (und sterbenden) Menschen als Anlaufpunkt aufgesucht. Mit Kreide wurden Nachrichten an die Wände geschrieben und so Familien und Verwandte gesucht oder Lebenszeichen abgegeben. Nach einer Restaurierung wenige Jahre danach wurden diese Wände überdeckt und erst bei einer geplanten Entkernung und Renovierung zur Jahrtausendwende wiederentdeckt. Das Erdgeschoss und der Keller wurden daraufhin zum Museum umgebaut und erhalten und 2002 eröffnet.
      Bei unserem Besuch wurden wir auch von einem Lehrer begrüßt, der uns freudig nach unserer Herkunft fragte und bei „Doitsu“ (Deutschland) freudestrahlend den Besuch von drei Deutschen in seinem Buch am Anfang des Museums notierte. Auch von den Schülern und Schülerinnen wurden wir gespannt angeschaut. In der Schule mussten wir uns vorschriftsgetreu natürlich mit Sandalen bewegen. Ich kann euch den Besuch des Museums nur ans Herz legen. Gänsehautmoment!



      Weiter ging es danach zu den eigentlichen Zeitzeugen – dem Peace Memorial Park und dem A-Bomb Dome. Die Stimmung innerhalb dieser Gedenkstätten ist beeindruckend. Nicht nur wird mit Nachdruck auf die Gefahren vor Atom- und Massenvernichtungswaffen verwiesen, sondern auch ohne viele Worte oder Bilder das Ausmaß dieses Moments als die Bombe explodierte klargemacht.

      Danach gab es eine Zeitleiste der Entstehung der Atomwaffen bis hin zur aktuellen Situation und die Gründe der Entscheidung die Atombombe über u.a. Hiroshima abzuwerfen. Auch sehr interessant: Die Amerikaner haben wenige Tage vor dem Angriff Flugblätter abgeworfen, dass Zivilisten dringend die Stadt verlassen sollen.
      In einem weiteren Saal gab es ein Kino wo der Abwurf der Atombombe erzählt wurde und mit Interviews von Überlebenden angereichert wurde. In einzelnen kleinen Räumen konnte man sich Interviews in ganzer Länge zu vielen Zeitzeugen auf Video mit Untertiteln anschauen.
      Am Ende des Museums gab es noch eine Ausstellung an Gegenständen, die gespendet wurden, die sich während des Abwurfs in Reichweite befanden. Von angesenkten Kleidungsstücken, zu Schmuckstücken, Leidensgeschichten und Bildern von Überlebenden, eingebrannten Schatten von Personen auf Steinen auch eine Taschenuhr, die zum Zeitpunkt der Explosion stehengeblieben ist. Abermals Momente der Gänsehaut.



      Am nächsten Tag haben wir uns den Memorial Peace Park nochmal bei Tageslicht angeschaut und sind dann mit der JR San-yo Line von Yokogawa Station bis nach Miyajimaguchi Station gefahren und dort mit der JR Miyajimaguchi Fairy rüber zur Insel Miyajima, wo wir den The Great Torii Schrein besuchen wollten. Dabei handelt es sich um das berühmte rote Tor im Wasser, ein sehr beliebtes Postkartenmotiv. Generell lädt die Insel zum Wandern ein und wilde Hirsche laufen überall in der kleinen Stadt frei herum.



      Im Anschluss haben wir uns wieder zurück in die Innenstadt von Hiroshima begeben und ich habe am Ende meine Postkarten geschrieben, die ich am darauffolgenden Morgen bei der Post abgegeben habe. Eine Postkarte kostet 70 Yen nach Deutschland, ein Brief je nach Gewicht ungefähr 110 Yen.

      Im Anschluss ging es mit dem Shinkansen Sakura 546 von Hiroshima bis nach Shin-Osaka, wo wir unser Gepäck für eine kurze Zeit für jeweils 600 Yen in einem Coin Locker verschlossen und 12 Minuten zurück nach Shin-Kobe fuhren um das berühmte Kobe-Steak zu probieren.

      Wie entschieden uns für das Restaurant Kobegyu Steak Land Kobe und gönnten uns jeder das Special Kobe Steak Menü für etwa 6700 Yen, was umgerechnet etwa 50 Euro sind. Das Steak und die Zugaben wie Gemüse und Knoblauch-Chips wurden von einem Koch direkt vor uns auf der heißen Platte gebraten. Das Steak wurde Medium serviert und befindet sich nicht wie in Deutschland typisch als ein großes Stück auf dem Teller, sondern vorgeschnitten in kleine Häppchen. Anders wird das verzehren nur mit Stäbchen auch sonst recht abenteuerlich.

      Das Steak ist unglaublich saftig und fettig. Nicht jedoch wie bei uns, wo das Fett konzentriert an einer Stelle ist, sondern es durchzieht das Fleisch gleichmäßig und man beißt förmlich wie durch Butter – es ist unglaublich zart. Trotz der ganzen Lobhudelei ist das jedoch nicht mein favorisierter Steakgeschmack, weshalb ich dem Hype um das Steak nicht recht geben kann – lecker war es dennoch!



      Nach dem Genuss der lokalen Spezialität sind wir mit dem Shinkansen wieder nach Shin-Osaka, haben unser Gepäck eingesammelt und sind dann weiter wieder nach Tokyo gefahren.



      Dort haben wir dann das Kapselhotel nine hours in Shinjuku als Übernachtung auserkoren. Die Nacht kostete 28 Euro und war überraschend komfortabel. Das Hotel war vom Erdgeschoss über einen Fahrstuhl, der in den 8. Stock zur Lobby fuhr, zu erreichen. Nach dem Einchecken konnte man in zwei anderen Fahrstühlen die Schlafräume für die Männer oder die Frauen sowie die ebenfalls getrennten Räume für die Schließfächer und die Duschen erreichen.



      Da die Bahnfahrt bereits mehr als fünf Stunden kostete und der Aufenthalt in Kobe auch seine Zeit kostete war der Tag bereits gen Ende und wir entschieden uns zu duschen und früher schlafen zu gehen. Am nächsten Tag brachen wir gut ausgeschlafen und munter mit der JR Yamanote Line zur Tokyo Station auf und machten uns mit dem Narita Express auf dem Weg nach Narita in das letzte Hotel, bevor unser Rückflug um 11:30 Uhr nach Hamburg über Helsinki anstand. Den restlichen Tag nutzten wir zur zum Shoppen und dem Kaufen von dem ein oder anderen Souvenir.

      In gewissen Stellen habe ich mir Japan anders vorstellt, als es am Ende war. So habe ich mit viel mehr Anime- und Manga-Begegnungen gerechnet. Aber bis auf die bekannten Stadtteile wie Akihabara oder Shinjuku ist von den beiden Medien auch in Japan keine Spur. Selbst in Bus oder Bahn sieht man kaum jemanden einen Manga lesen. Die meisten Menschen schauen auf Ihr Smartphone, texten oder spielen irgendwelche Games. Außerdem ist Japan, wie bereits im Text gesagt, weit weniger „Modern“ und „Cyberpunk“ wie ich dachte. Gerade der rege Umgang mit dem Bargeld und handschriftliche Notizen sowie analoge Schilder waren interessant zu sehen. Auch super verschnörkelte Speisen, Kuchen oder Getränke sind die Ausnahme und nur gegen einen deutlichen Preisaufschlag zu bekommen. Ähnliches gilt für Anlaufstellen wie Cat oder Owl-Cafés, die Wochen vorher reserviert werden müssen und eher untypisch und als Anlaufpunkt für Touristen gelten. Darüber hinaus ist die asiatische Mentalität beim Thema Essen eine sehr unterschiedliche. Wo wir im Westen ein Restaurant besuchen um dort Zeit zu verbringen, uns vor dem Essen unterhalten, währenddessen und danach, ist es in Japan eher so, dass man ein Lokal nach dem Verzehr zügig wieder verlässt um Platz für die wartenden Gäste zu machen. Das mag auch schlicht wegen des begrenzten Platzangebots sein. Wer in Japan aber auch einen Pub oder eine Kneipe zum Abend sucht, wo man in typisch westlicher Manier ein paar Bier kippt, wird auch eher enttäuscht. Getrunken wird in Japan wohl immer auch in Verbindung mit vorheriger Mahlzeit. So heißen viele Pubs und Kneipen im Namen Café und bewerben noch vor Ihrem Bier Ihr tolles Essensangebot.

      Was mir nach den Tagen in Japan aber definitiv nicht fehlen wird, ist die schiere Menge an Geräuschen in dem Land. Waren es in China noch die durchgend präsenten Hupen der Autos die in dem Land als Ersatz für die Blinker genutzt werden, war es in Japan die schiere Menge an Informationen, die einem akustisch gemeldet werden. Jede Ampel hat eine Melodie, wenn die Straße für Fußgänger grün zeigt. Im den Bahnhöfen ist Dauersendung bei Informationen oder Jingles angesagt. Selbst kleine Müllwagen, die von einem Menschen geschoben werden, haben eine Melodie. Auch hat jeder U-Bahnhof in größeren Städten eine eigene Melodie, die spielt, wenn ein Zug einfährt. Außerdem sind Verkäufer und Angestellte in Läden nicht nur beim Betreten oder Verlassen eines Geschäfts am reden (Begrüßung, Verabschiedung), sondern auch beim Bezahlen durchgehend am Reden, ohne, dass man darauf etwas zu antworten hätte.



      Auch die kosten haben sich bei mir stark in Grenzen gehalten. Der Flug kostete wie anfangs angesprochen 610 Euro, der Japan Rail Pass 350 Euro und die Übernachtungen waren dank früher und guter Buchung sowie der Nutzung von Airbnb bei mehreren Reisenden auch relativ preiswert. Am Ende bin ich alles in allem knapp unter 2000€ geblieben – wobei knapp 3000€ eingeplant waren. Kurzum: Das war mit Sicherheit nicht mein letzter Besuch im Land der aufgehenden Sonne.

      Solltet Ihr Fragen haben oder mich bei bestimmten Aussagen berichten können, dann gerne heraus damit. :) Ansonsten vielen Dank fürs Lesen.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von tonguecat ()

    • Maffelina schrieb:

      Danke für den ausführlichen Bericht und die Bilder :thumbsup: Vom Preis bist du ja wirklich richtig gut gelegen, Japan für unter 2000 € hört sich toll an.
      Waren die 2 Wochen genug Zeit, hättest du mehr gebraucht/gewollt oder warst du froh, erstmal wieder heim zu können?
      Japan bot jede Menge Punkte, für die einfach keine Zeit mehr war und die ich nicht besuchen konnte. Wir haben aber im vornherein eine Liste nach Priorität erstellt und alles erledigt, was wir wollten - bis auf das Ghibli Museum. ;) Eine dritte oder gar vierte Woche wäre auch noch zu füllen gewesen, aber schon die zwei Wochen ohne ordentliches Brot waren mir genug, um mich immerhin auch auf die Rückkehr freuen zu können. Für einen ersten Start nach Japan sind zwei Wochen ausreichend, wobei ich auch bereits den Kulturschock "Asien" durch meinen Besuch in China etwas abmildern konnte.

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    • Wow, was für ein wunderbarer Bericht von eurer Reise und die Bilder erst. <3 14 Tage und dann sogar aufs Land. Finde ich super, besonders der Text um Hiroshima. Man konnte richtig mitfühlen wie es euch dort erging und dann noch die ländlichen Wanderungen. Nur was ich etwas zu kritisieren habe ist, dass ihr etwas zu streng mit den Gewohnheiten umgegangen seid die ihr von Deutschland mitgebracht habt. Z.B. Brot, das ist ja von vornerein klar dass es in Japan, wie in den USA keine Brotsorten wie bei uns gibt. Ea gibt z.B. deutsche Bäcker in Tokio die aber ähnlich backen wie bei uns, und auch das japanische Frühstück ist dort typischer weise anders und deftiger. Ich kann es aber verstehen. ^^ Nur wäre ich an eurer Stelle da nicht so kritisch rangegangen. Ansonsten wie gesagt ein super Bericht. Gefällt mir und mach Lust auf mehr. :) Welche Speise hat euch am liebsten eigentlich Geschmeckt? Und wow das du unter 2000 Euro geblieben bist. :)

      Beitrag von Freigeist ()

      Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
    • Akela schrieb:

      Nur was ich etwas zu kritisieren habe ist, dass ihr etwas zu streng mit den Gewohnheiten umgegangen seid die ihr von Deutschland mitgebracht habt. Z.B. Brot, das ist ja von vornerein klar dass es in Japan, wie in den USA keine Brotsorten wie bei uns gibt. Ea gibt z.B. deutsche Bäcker in Tokio die aber ähnlich backen wie bei uns, und auch das japanische Frühstück ist dort typischer weise anders und deftiger. Ich kann es aber verstehen. ^^ Nur wäre ich an eurer Stelle da nicht so kritisch rangegangen.

      Ich finde ich habe eigentlich schon deutlich gemacht, dass nicht das Land, sondern Ich da das Problem darstelle. :)

      tonguecat schrieb:

      Das gleiche beim Brot – so gut wie jedes Brot ist in Japan (China auch) sehr süß, extrem weich und gefühlt nicht zu Ende gebacken. Das ich in Japan kein leckeres Graubrot mit starker Kruste oder leckere Brötchen erwarten darf, war mir schon aus China bekannt. Es fällt mir jedoch immer wieder schwer, wenn ich auf Reisen bin.

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    • tonguecat schrieb:

      Das ich in Japan kein leckeres Graubrot mit starker Kruste oder leckere Brötchen erwarten darf, war mir schon aus China bekannt. Es fällt mir jedoch immer wieder schwer, wenn ich auf Reisen bin.
      Du könntest doch, wenn du von vornherein weißt, das es in dem Land in das du gehst kein für dich leckeres Brot gibt - einfach welches mitbringen. So als tipp. Meiner Mutter geht es nämlich sehr ähnlich, sie kann mit weichem Weißbrot auch nichts anfangen und nimmt immer abgepacktes Schwarzbrot / Pumpernickel mit auf Reisen. Da ist der Roggenanteil natürlich etwas höher als beim Graubrot und eine schöne Kruste hat es auch nicht aber es ist definitiv kein labbriges weiches Teil und hält sich abgepackt auch echt gut.
    • Raluca schrieb:

      tonguecat schrieb:

      Das ich in Japan kein leckeres Graubrot mit starker Kruste oder leckere Brötchen erwarten darf, war mir schon aus China bekannt. Es fällt mir jedoch immer wieder schwer, wenn ich auf Reisen bin.
      Du könntest doch, wenn du von vornherein weißt, das es in dem Land in das du gehst kein für dich leckeres Brot gibt - einfach welches mitbringen. So als tipp. Meiner Mutter geht es nämlich sehr ähnlich, sie kann mit weichem Weißbrot auch nichts anfangen und nimmt immer abgepacktes Schwarzbrot / Pumpernickel mit auf Reisen. Da ist der Roggenanteil natürlich etwas höher als beim Graubrot und eine schöne Kruste hat es auch nicht aber es ist definitiv kein labbriges weiches Teil und hält sich abgepackt auch echt gut.
      Das ist eigentlich eine echt gute Idee. Ich habe ganz hinten in einem Schrank in der Küche auch noch Pumpernickel in Aluschalen von der Bundeswehr, dann könnten die mal aufgebraucht werden. :D Bleibt aber natürlich noch der fehlende Aufschnitt.

      "You don't want somebody, I don't need someone,
      You can't love somebody, You're the only one"
      The Birthday Massacre - No Tomorrow
    • Neu

      Liegt es an deinen Adminrechten, dass du so viel auf einmal posten kannst?

      Einen sehr ausführlichen Bericht hast du da verfasst und die Bilder haben das Ganze noch aufgepeppt. Die Fotos sind übrigens klasse geworden!
      Interessant sind auch die Kostenangaben von dem Essen, den Unterkünften und den Verkehrsmitteln, so hat man eine ungefähre Vorstellung, wenn man selbst mal nach Japan reisen will.