Chinesische Kriegsschiffe steuern auf japanische Inseln zu
Seit Monaten eskaliert der Streit zwischen China und Japan
um eine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer: Inmitten dieses
Konflikts steuern nun mehrere chinesische Kriegsschiffe auf die
japanische Küste zu.
"Ein japanisches Flugzeug hat sieben chinesische Marineschiffe in den Gewässern 49 Kilometer südsüdöstlich der Insel Yonaguni entdeckt", sagte ein Sprecher des japanischen
Verteidigungsministeriums.
Provokation der Japaner
Die Insel, auf die die chinesischen Schiffe zusteuern, gehört aber nicht zu dem umstrittenen Archipel. Bei den Schiffen handelte es sich den Angaben aus Tokio zufolge um einen Zerstörer, einen Raketenzerstörer, zwei Fregatten, zwei Hilfsschiffe für
U-Boote sowie ein Versorgungsschiff. Die Schiffe fuhren demnach vom Pazifik in Richtung des Ostchinesischen Meeres.
Langwieriger Inselstreit
Der Archipel, um den sich die
beiden Länder schon Monate streiten, liegt etwa 200 Kilometer vor der Küste Taiwans und rund 400 Kilometer von der japanischen Insel Okinawa entfernt.
Vier der fünf Inseln waren bislang in japanischem Privatbesitz, eine gehört der Stadt Tokio. Die japanische Regierung kaufte kürzlich drei der Inseln - was den seit langem schwelenden Konflikt verschärfte. Der Archipel liegt strategisch günstig, besitzt reiche Fischgründe und es werden größere Erdöl- und
Erdgas-Vorkommen auf dem Meeresgrund vermutet.
Friedliches Trainingsmanöver?
Wie Spiegel Online berichtet, seien bisher keine Aktivitäten bei den Kriegsschiffen beobachtet worden. Der japanische Verteidigungsminister
Satoshi Morimoto sagte, dass die Schiffe der Chinesen sich in internationalen Gewässern befinden würden und auch noch keine
Hubschrauber abgehoben seien, um in Richtung der Insel Yonaguni zu fliegen.
Angeblich sollen die Schiffe Teil eines Flottenverbandes bei einem Trainingsmanöver sein.
Quelle: t-online