Also mein Daily ist ein Frontantrieb (Audi A4), und mein Projektauto/Drifter ist ein Heckantrieb (BMW 3er).
Für den Alltag sind Frontantriebler eigentlich am besten geeignet. Sie sind billig, haben einen geringen Verbrauch, und sind für den unbedarften bzw. nicht-ambitionierten Fahrer am besten zu kontrollieren.
Gerade bei schlechten Wetterverhältnissen (Regen/Schnee) ist der Frontantriebler für jemandem ohne "Grenzerfahrungen" besser geeignet als ein Heckantriebler, da es früher passiert, dass das Auto mit Heckantrieb übersteuert, als dass der Wagen mit Frontantrieb untersteuert.
Womit wir beim Heckantrieb wären. Für sportliches Fahren oder Motorsport das non-plus-ultra, sofern man nicht auf Matsch oder Schnee unterwegs ist.
Der Heckantrieb ist Front- und Allradantrieb in Geschwindigkeit und Kontrollierbarkeit im Grenzbereich weit überlegen. Dafür verbraucht er aber auch mehr, ist teurer in der Produktion, und der Heckantrieb kann einem unerfahrenen Fahrer schnell mal zum Verhängnis werden, wenn einen in einer Kurve auf einmal das Heck begrüßt und man dann nicht weiß, wie man es jetzt wieder einfängt.
Der Allrad-Antrieb ist die teuerste der drei Antriebsarten, sowohl in der Produktion, als auch in der Wartung. Außerdem ist er schwerer und der Verbrauch liegt ebenfalls höher als bei Front- oder Heckantrieb.
Allerdings hat der Allradantrieb eine bessere Beschleunigung und bietet eine deutlich bessere Kontrollierbarkeit des Fahrzeugs bei schlechten Bodenverhältnissen. Deshalb haben Geländewagen z.B. auch ausschließlich Allrad-Antrieb.
Zum Thema Allrad (bzw. Audi-spezifisch "Quattro") gibt es auch eine nette Anekdote:
Die Ingenieure von Audi, die damals den Quattro-Antrieb erfunden haben, stellten ihren Chefs den revolutionären Allrad-Antrieb im Winter an einem verschneiten Berg vor.
Es galt die zugeschneite Straße hinauf zu fahren. Die Kontrahenten waren zwei identische Fahrzeuge, bis auf den Unterscheid, dass eines frontgetrieben war, und eines den neuen Quattro-Antrieb hat.
Die beiden Autos kämpften sich den Berg hoch, und während es der allradgetriebene Wagen mit leichten Schwierigkeiten den Berg hinauf schaffte, rutschte der frontgetriebene Wagen den Berg mit durchdrehenden Reifen wieder herunter.
"Das ist ja grandios, weltklasse!", rief der Chef begeistert! Daraufhin erwiderte einer der Ingenieure: "Danke. Sollen wir dann jetzt die Winterreifen aufziehen?"
Ob diese Anekdote so stimmt ist natürlich fraglich, sie bringt aber ganz gut den Kerngedanken herüber, wie überlegen ein Allrad-Antrieb bei Schnee und Matsch eine Front- oder Heckantrieb ist.
tl;dr: Meine Empfehlung wäre dementsprechend:
Wenn man sparsam sein will: Frontantrieb. Wenn man gerne mal etwas schneller fährt und in den Grenzbereich gehen möchte: Heckantrieb.
Wenn man auch bei Schnee oder abseits befestigter Wege Grip ohne Ende haben möchte: Allrad.