Beiträge von Senp4iLove

    Ryou Maharis
    Neugierig sah ich zu Ienzo, der gerade was aus seinem Koffer holte. Genauso wie ich, was auch das Hermelin neugierig und wollt in den Koffer. Doch bevor es sein Ziel erreichte, wurde sein Weg von Ienzo abgesperrt. Er hatte ein Lexikon herausgeholt und sich unter den Arm geklemmt, bevor er sich wieder zu mir drehte und auf meine Frage zurückkam. Mich kotzte es schon ein wenig an, wie er von oben herab auf die Neulinge sprach. Aber fürs erste ignorierte ich es erstmal. Vielleicht hat er es ha wirklich drauf und kann sowas von sich hören lassen, obwohl selbst dann unter aller Sau wäre. "Auch wenn du eine Klassenstufe höher sein solltest, bist du in dem selben Gebäude wie die anderen Jungs untergebracht." Ich nehme seinen Koffer entgegen und mache mich schon bereit loszugehen. "Dann kannst du dich jetzt mit unter die anderen mischen. Wie gesagt, geht es in wenigen Minuten los." //Da sollte ich mich wohl auch beeilen.// Wieder verschwand ich und lies einen dünnen Blitz an meiner stelle stehen. An der Tafel für die Raumeinteilung sichte ich nach seinen Namen und fand ihn auch im Zimmer 374. Ich öffnete die Zimmertür mit meinem universal Schlüssel und stellte den Koffer auch gleich vor an Eingang ab. Es blieben noch 1-2 Minuten, als ich an der Bühne ankam. Doch von Ryushima-sensei war noch nichts zu sehen.

    Shuusei Totsuka
    Wie schon einige Male zuvor, lies Benji einen genervten Spruch von sich. Ich sollt ihn nicht wie ein Kind behandeln. Machte ich doch auch gar nicht. Ich wollte ihn nur etwas von Jun ablenken, sonst würde er sich vor Sorgen selbst kaputt machen.
    Benjis genervte Stimmung war eindeutig zu spüren. Doch dies ließ ihn übermütig werden. Mit einem kleinen Satz, sprang er vom Tisch und knickte bei der Landung sofort ein. Er verlor sein Gleichgewicht und fand sich kurzerhand an meinem Körper wieder. Instinktiv griff ich ihm unter die Arme und hielt ihn. Verlegen sah er zu mir hoch und gab ein kaum hörbares "Danke". Er wollte sein Kopf gerade wieder senken, als ich mit meiner Hand unter sein Kinn ging und ihn so kippte, dass wir uns beide genau in die Augen sahen. "Übernimm dich nicht. Auch wenn dir Jun viel bedeutet, werde ich nicht zulassen, dass du dein eigenes Wohl vernachlässigst." Ich drückte ihn leicht an mich. "Ich werde immer bei dir sein Benji." flüsterte ich ganz leise. Wir bleiben so noch kurz stehen, bevor ich sein Arm über meine Schulter legte. "Ja, wir können zurück zu Jun." Wir waren nicht die schnellsten. Benji humpelte durch seine Verletzung und war ein paar mal kurz davor zu stolpern, dich ich hielt ihn fest und half ihm wieder festen stand zu finden. Ich öffnete leise die Tür zu dem Schlafzimmer, indem Jun immer noch in dem Futon lag und keinen Mucks von sich gab. Wir setzten uns neben sie. Ich legte meine Hand auf ihre Stirn um ihre Körpertemperatur zu prüfen. Sie war warm, ziemlich warm. "Ich glaube sie hat leichtes Fieber." sagte ich, während ich mich wieder in den Schneidersitz setzte. Doch sofort danach, stand ich wieder auf. "Bin sofort wieder da. Hole nur ein paar feuchte Lappen." Das kühle Wasser wusch mir Juns Blut von der Hand. Allein der Gedanke an Juns Schreie machte mich fertig.
    In der Küche öffnete ich den Kühlschrank und nahm eine halbleere Flasche Wasser heraus. Ich öffnete sie und nahm einen großen Schluck. Es war ein schönes Gefühl, als das Wasser durch meinen Hals floss. Plötzlich hörte ich die Eingangstür aufspringen und eine mir bekannte Stimme brüllte: “ KOMMT RAUS HIER SIND BEIßER !“
    Ich packte mein Schwert, welches immer noch neben der Leiche des Mannes stand und rannt zur Tür. Erleichterung überkam mich, als ich das Mädchen sah, welches vor der Tür stand. "Refina? Was machst du den hier?"

    Ryou Maharis
    Mit einem starren Blick nach vorne erzählte er mir, dass er ursprünglich aus Deutschland kam und die meiste Zeit seines Lebens in England verbracht hatte. "England ist ja auch nicht gleich um die Ecke." merkte ich an. "Aber du kannst beruhigt sein. Denn soweit ich weis, gibt es hier an der Schule noch andere Schüler die aus Europa stammen. Vielleicht findest du ja ein paar "Landsleute"." Wir kamen auf dem Schulhof an. Dieser war schon recht ordentlich mit Schülern gefüllt, die ungeduldig auf die Direktorin warteten. Aus dem Augenwinkel sah ich Kenshin, der sich mit dem Formwandler unterhielt. //Eigentlich gefällt mir das überhaupt nicht. Aber solange dieser Typ nichts verdächtiges macht, sind mir die Hände gebunden.// "Da wären wir erstmal." sagte ich zu Ienzo, der schon interessiert durch die Menge der Schüler schaute. In weniger als 10 Minuten müsste die Direktorin dort vorn auf der Bühne erscheinen und dich, als auch die anderen neuen Schüler, in eure Klassen einteilen." Mein Blick viel auf sein Gepäck, was er immer noch hinter sich her zog. "Soll ich dein Gepäck in dein Zimmer im Jungenwohnheim abstellen? Oder möchtest du das lieber selber nach der Eröffnung machen?"

    Ryou Maharis
    Mit seinen höflich geformten Worten erklärte Ienzo mir, wie es zu der Verspätung gekommen ist. Erst jetzt bemerkte ich, dass er mit einem unscheinbaren Akzent sprach. "Schon gut! Ich vertrau..." Ein kleines Beben erschütterte meine Sinne und schon hörte ich das leise Zischen eines Gegenstandes, der geradewegs auf mich zuflog. Ich hob meine Hand und fing den Gegenstand mit geschlossenen Augen zwischen meinen Finger. Es war eine Joker-Karte. Das in Verbindung mit dem Beben, ließ mich nur auf ein Person schließen. //Jetzt ist er also schon im Schulgelände. Was hat er vor?" Ich machte mir erst gar nicht die Mühe seine Aura ausfindig zu machen. Vor dem Schultor ging es noch, da er weiter weg auf einer erhöhter Postion stand. Doch nun, zwischen den ganzen Schülern, konnte er seine Aura bestens unterdrücken un verstecken. Ich drehte die Karte un lass die Nachricht. "Heute wohl nicht mehr" (Ryou weis nicht nichts von Hisokas Aufnahmeprüfung) schrieb ich als Antwort und warf sie in die Richtung zurück, aus der sie gekommen war. Nun wandte ich mich wieder Ienzo zu. "Die kleine Unterbrechung tut mir leid." Ich warf einen schnellen Blick auf die Uhr. "Da es jetzt schon etwas spät ist, müsstest du wohl leider gleich mit deinen Sachen auf den Schulhof komme. Also folge mir einfach." Zusammen gingen wir über das Schulgelände. "Sag mal, du kommst nicht von hier oder?"

    Shuusei Totsuka
    Ich freute mich, als Benji sogar noch ein Stück näher an mich heranrückte. Es war ein schönes Gefühl zu merken, dass auch ich Benji was bedeutete. Bisher hat er mich meistens immer nur abblitzen lassen oder wir haben Diskussionen geführt. Aber es gab auch die Momente, wie auf der Wiese, in denen wir zwischen uns etwas stärkeres hatten, in denen wir uns verstanden und er mir aus seiner Vergangenheit erzählt hat und ich ihm aufmerksam zuhörte. Es tat mir auch immer etwas weh, wenn ich sah, wie sehr er sich um Jun kümmert, sie niemals verlassen würde. Um so mehr freuten mich eben diese ganz besonderen Momente.
    Ich hatte meine Augen geschlossen und versuchte seine wärme in mir aufzunehmen. Auf einmal hörte und spürte ich, wie Benjis Atmung lauter und schneller wurde. Sofort hatte ich meine Augen wieder offen und hob meinen Kopf. Er hielt sich inzwischen schon seinen blutenden Oberschenkel. //Der Schmerz ist also nun in seinem Gehirn angekommen.// "Dann werde ich wohl jetzt auch dich verarzten müssen." Ich stand auf und reichte ihm meine Hand. "Komm! Ich trage dich auch." sagte ich mit einem Lächeln. Ein kurzes Zögern verhinderte ihn meine Hand zu greifen, doch nachdem ich meine Hand noch ein keines Stück weiter zu ihm streckte, packte er diese und ich zog ihn hoch. Wie bei Jun, griff ich unter seine Beine und seinem Kopf . Mit ihm im auf meinen Armen, verließ ich das Schlafzimmer und ließ die Schiebetür einen Spalt weit offen, so dass wir, falls irgendwas sein sollte, wir sie hören konnte. Vor dem Tisch, an dem mich Juns Blutflecken wieder leicht ins schwitzen brachten, setzte ich ihn wieder ab. "Gut! Dann werde ich mal das Zeug zusammensuchen. ... Kannst ja schon mal deine Hose ausziehen." Keine Ahnung warum, aber es fühlte sich leicht komisch an diese Worte zu sagen. Etwas zögerlich und mit zitternden Händen fing er an seine Hose zu öffnen. Derweil hatte ich schon das Messer sowie den Verband, den ich schon Vorhin nehmen wollte, in der Hand und bückte mich nach dem Desinfektionsmittel, welches während der "OP" auf den Boden gefallen war. Ich zog mir einen Stuhl ran und legte alles was ich brauchte auf diesen. //So. Messer .... Verband .... Sicherheitsnadel!// Ich ging fix ins Bad und suchte noch eine Sicherheitsnadel und nahm auch gleich noch, das letzte, saubere Handtuch mit. Benji hatte seine Hose beiseite gelegt und sah nervös zu mir. "So! Dann lass mal sehen." Ich musste leicht kichern, da ich mich irgendwie wie ein professioneller Arzt fühlte. Sein Streifschuss war hingegen Juns Schusslöcher natürlich ein Witz. Trotzdem war mir klar, dass sie schmerzte und sich ebenso entzünden konnte wie jede andere Wunde. Ich griff zum der Flasche mit dem Desinfektionsmittel und tat es, wie schon bei Jun, auf mehrere zusammengeleckte Klopapiere. "Das wird jetzt etwas brennen." Doch er blieb tapfer. Ich sah ganz deutlich, wie er sich auf die Unterlippe bis, während ich ihm mehrere Male mit dem Klopapier über die Wunde strich. "Tapferer Junge!" stichelte ich eine wenig und nahm sie noch einmal etwas genauer unter die Lupe. Dabei viel mir auf, das sein über seinen Beinen vereinzelt mehrer blaue Flecken zu sehen waren. //Ob die auch von seinem Vater sind?// Die Wunde war zwar nicht sonderlich tief, doch sah ich es für angebracht sie zu zunähen. Somit fädelte ich wieder einmal den Faden durch die Nadle und ging zurück zu der Wunde. Ich blickte ein letztes Mal zu Benji hoch, doch er verzog keine Miene und machte nicht die geringsten Anstallten mich aufzuhalten. "Gut dann fange ich mal an." Er gab ein kleines "Ah!" von sich, als ich durch seine Haut stach. "Gut so! Immer schön ruhig bleiben." Der zweite Stich. Diesmal bis er sich auf seine Unterlippe so dolle, dass man meinen könnte, dass er sie sich beinahe abbiss. Das ging noch einige Male so, bis ich einen Knoten zog und ihm zum Schluss noch den Verband mit der Sicherheitsnadel feststeckte. "Siehste, war doch gar nicht so schlimm."

    Shuusei Totsuka
    Benji weigerte sich. Er würde sich wohl auch erst behandeln lassen, wenn er sich sicher ist, dass Jun nichts mehr passieren konnte. //Spürt er denn keine Schmerzen?// Fragte ich mich, während ich mit meinen Armen unter Juns Hals und Kniebeuge ging um sie wie eine tote Prinzessin anzuheben. Benji öffnete mir die Schiebetür zu dem Schlafzimmer der ehemaligen Besitzer das Hauses. Zumindest nahm ich an, dass es das ist, den auf dem Boden lagen zwei hergerichtete Futons und an der rechten Wand stand eine Reihe an Kleiderschränken. Mit dem Fuß schob ich die Decke zur Seite und legte Jun danach behutsam auf eins der Futons. Benji ist mir zuvor gekommen und zog schon die Decke über Juns, beinahe leblosen, Körper. Nun saßen wir beide vor Ihr. Das Licht der Küche gab uns eine wenig Licht. "Sie wird es schaffen Benji! Da bin ich mir sicher." Ich zog ihn an meine Schulter und legte meinen Kopf auf seinen.

    Ryou Maharis
    Der Junge mit den blauen Haaren schilderte mir sein Problem und stellte sich danach vor. Ein wenig störte es mich, dass er zu geschwollen redete. Das war aber immerhin noch besser als beim liebe Excel. Auch seine Art und weise wie er sich mir gegenüber verhielt zeigte, dass er Anstand hatte und dementsprechend auch gut erzogen wurde.
    "Schönen guten Morgen Ienzo!" ich schüttelte seine Hand. "Mein Name ist Maharis. Für dich wohl eher Maharis-sensei." Unsere Hände ließen sich wieder los. "Du bist also zu spät gekommen..." meine Stimme bekam wieder ihren autoritären klang. "Gibt es dazu den auch eine Begründung?" Natürlich hätte ich auch einfach drüber hinweg sehen können. Jedoch musste ich mir sicher gehen, dass er nicht nur so höflich tat sondern er es auch war.

    Shuusei Totsuka
    Die Klinge legte ich zum Einsatz bereit auf den Tisch, als Benji Shun in die Küche brachte und behutsam auf den Tisch ablegte. Ich hatte mir währenddessen schon ein Paar Handtücher und eine Klopapierrolle geholt. Den bevor ich mit den Messer ran ging, musste ich ihre Wunde zuerst desinfizieren. Ich zog ihr die Hose als auch ihre Unterwäsche ein Stück weit nach Unten, so dass ich alle Schusswunden sehen konnte. Langsam hob ich sie etwas hoch um zu schauen, wie viele Kugeln durchgegangen sind. Es waren 7 Einschusslöcher. 4 Davon waren Durchschüsse und die restlichen 3 Kugeln lagen somit in Juns Körper. Mir tropfte schon der Schweis von der Stirn als ich mich erinnerte, wie klein solche einzelnen Schrotkugeln eigentlich sind. Ich konnte zwar ungefähr sagen wo sie sich befinden, jedoch wusste ich nicht ob sie nun gerade oder schräg eingedrungen sind. Nun tat ich etwas Desinfektionsmittel auf 3 Stück Klopapier, die ich zusammengelegt hatte, und strich über das erste Loch. "Bleib stark Jun!!!" sagte ich zu ihr während sie schon leicht anfing vom brennenden Schmerz der desinfizierenden Flüssigkeit aufzuschreien. Mit einem ernsten Blick, wandte ich mich zu Benji. "Halt sie bitte fest!" Mit einem Ausdruck der Angst und Verzweiflung, kletterte Benji zu Jun auf den Tisch und legte ihren Kopf auf seine Knie. Ihre Hände hielte er mit den seinen und war bereit ihren Körper zu sich ran zu drücken, falls sie versuchen sollte vor Schmerzen sich zu bewegen. Damit sie auch mit ihren Beinen nicht zappeln konnte, setzte ich mich auf diese. "Okay....." Mir wurde selber übel und spürte, wie der Schweis langsam an meiner Wange hinuntertropfte. "Es geht los..."
    Mit der Klinge ging ich an das Loch heran und fing an es zu vergrößern. Sofort, als ich mit der spitze der Klinge in ihre weiche Hauch stach, fing sie an zu schreien. Es tat mir nur umso mehr weh mit der Klinge immer weiter in die Haut einzudringen, während ihr vor Schmerzen tränen aus den Augen lief, ihre Körper anfing zu verkrampfen und ihre Schreie immer lauter wurden. Mit ein paar Stäbchen, die ich mir bereit gelegt hatte, packte ich das entfernte Stück haut und legte es auf eines der Handtücher. Zu meiner Erleichterung, konnte ich die Kugel auch schon sehen und konnte nun gezielt diese eine Stelle frei legen. Immer wieder schossen mir Tränen in die Augen, wenn ich zu Jun und Benji hoch sah und in ihre verzweifelten Augen starrte. Erneut bekam ich einen kleinen Brechreiz, während ich mit den Stäbchen ihr Fleisch beiseite schob um die Kugel zu packen. Nun landete die erste Kugel auf dem Handtuch und ich konnte erstmal aufatmen. Meine Hände waren vollständig mit Blut übersudelt und auch der Tisch verlor langsam seine braune Färbung. //Sie verliert zu viel Blut! Das Handtuch ist schon fast komplett mit ihrem durchnässt. Es muss schneller gehen.//
    Ich griff wieder zu dem Klopapier und dem Desinfektionsmittel um das zweite Loch damit zu säubern. "Du hast es bald geschafft Jun!" munterte ich sie auf, während das Messer wieder in ihren Körper eindrang und sie wieder anfing zu schreien. Diesmal konnte ich die Kugel nicht sofort nach dem ersten Einschnitt sehen und musste tiefer gehen. Juns schreien wurde immer stärker und ich musste meinen Körper anspannen um nicht von ihr hinunter gestoßen zu werden. Das ging so lang, bis sie plötzlich verstummte.
    Ein Schock durchfuhr meinen Körper. "JUN?!" Benji hatte es wohl etwas eher als ich mitbekommen und war schon dabei ihren Hals abzutasten. Er war ganz aufgeregt und brauchte mehrere Anläufe um am Hals die richtige Stelle zu finden. Mit einem kleinen Lächeln und großen Tränen sah er zu mir und nickte. "PUh..." //Sie ist also nur ohnmächtig. Eigentlich ist das auch besser für sie.// Nun konnte ich mich voll und ganz auf meine Aufgabe konzentrieren und hatte somit schon nach den nächsten 5 Minuten die 2. Kugel draußen.
    "Eine noch Benji, dann haben wir es geschafft." Ich fühlte mich nun schon etwas sicherer, als ich mit dem Messer nun das letzte mal ihre Hüfte auf schnitt. Zuerst stockte mir kurz der Atmen, als ich sah, dass die Kugel leicht schräg eingedrungen ist. Doch zu meiner Erleichterung, war es viel einfach diese zu entfernen. Mit einem etwas längeren horizontalen Schnitt, musste ich nicht allzu viel Haut und Fleisch entfernen und konnte beinahe alleine mit den Stäbchen als "Halter" zu der Kugel vordringen und sie letztendlich zu den beiden anderen dazu legen.
    Es war aber noch nicht vorbei. Mir ist nämlich noch während des Schneidens eingefallen, dass ich ihre Wunden auch noch zu nähen musste. Zum Glück hatte ich Nadel und Faden Vorhin schon im Bad gesehen und war somit auch schon dabei, auf dem weg zurück zu Jun, den Faden in das Ende der Nadel einzufädeln. Meine Stiche waren alles andere als "richtig". Ich stach einfach so rein, dass ich am Ende einen Knoten machen konnte und die Wunden einigermaßen geschlossen waren. Auch wenn ich das alles mit einer gewissen Ruhe machte, wusste ich, dass die Zeit drängt. Wir beide, Benji als auch Ich, wussten nicht, wie viel Blut Jun schon verloren hatte oder wie viel Zeit noch blieb, bevor sie verblutete.
    Nach weiteren 20 Minuten zog ich den letzten Knoten fest und begutachtete mein Werk. Die Abstände der Einstiche waren ungleichmäßig und bei manchen stellen sah es sogar so aus, als würden die Fäden nicht lange halten. Trotzdem konnte ich nun mit fast hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass Jun außer Lebensgefahr war. Zumindest glaubte ich das.
    Benji hob Jun soweit er es konnte an und ich wickelte den Verband um ihre Hüfte und befestigte ich es anschließend mit einer Sicherheitsnadel. Endlich konnte ich mich zurücklehnen und Ausatmen. Ich sah zu Benji, der immer noch besorgt Juns Hände hielt. "Wir haben es geschafft Benji!" ich lächelte. Mein Blick viel auf seine Wunde. Der rote Fleck hatte sich mittlerweile drastisch vergrößert, was mich sofort wieder anspante. "Sofort Hose runter Beni!" sagte ich ernst zu ihm und bewaffnete mich mit Messer und einem neuen Verband.