Beiträge von NoName

    Wie der letzte Depp. Grade in Düsseldorf angekommen wegen Dokomi und so und gemerkt, dass meine Tickets noch schön zu Hause liegen. Wäre an sich jetzt kein Weltuntergang, aber da ich sie geschenkt bekommen habe, muss ich jetzt hoffen, dass meine (absolut nicht Internet affine) Mutter sie in ihrem komplett überschwemmten E-Mail Fach findet. Ansonsten darf ich später nochmal 4h Autobahn fahren. hurra.

    Ich glaube ganz fest an deine Mom und dass sie es schafft, in ihren E-Mails nach dem Begriff "Dokomi" zu suchen!

    Hätte eigentlich auch gerne ein Cosplay vorbereitet, aber Dokomi fällt zwischen meine Abschlussprüfungen... Da blieb keine Zeit. :pepehands:

    Aber da ich inzwischen häufiger auf Conventions gehe, habe ich generell auch mehr Möglichkeiten für Cosplay :) Das macht es wieder bissl wett, vorallem weil ich dann nicht enttäuscht sein müsste, wenn mein Cosplay nicht für das Wetter geeignet wäre haha

    Kruadon

    Ich muss sagen, dass ich diesen "Austausch" wirklich schade finde. Du hattest bereits im vorherigen Beitrag gesagt, dass du unsere Ansicht verstehen kannst, aber nur in einem Vakuum. Auf Rückfragen und Klärungen gehst du nicht wirklich ein. Ich sage, man kann es nicht einfach als Bullshit bezeichnen - du bezeichnest es weiterhin einfach als Bullshit, weil "du dir nichts anderes vorstellen kannst". Ich frage nach dem Kontext, der es besser macht und du antwortest "ja, der Kontext!". Wenn du den Saufkontext meinst, so ist Moogle darauf ja eingegangen, was die Lieder jedoch eher noch problematischer macht. Auch wenn es laut dir (aus unerklärlichen Gründen) wohl zu einem besseren Beisammensein beitragen soll. Auch der South Park vergleich fällt flach, wenn South Park in so gut wie jeder Folge eine bestimmte Thematik kritisiert (wie du selbst sagst). Aber diese Lieder sind ja "nur bullshit", keine Kritik. Ich habe ja sogar ein aktives "nur bullshit" Beispiel mit "ich habe eine Zwiebel auf dem Kopf" gebracht. Das Lied schafft bullshit, ohne herablassend oder sogar übergriffig über andere reden zu müssen. Auch dass ein Interpret sich laut dir wohl erst selbst aktiv als Sexist oder ähnliches bezeichnen muss, um sexistische Inhalte veröffentlichen zu können ist... eine interessante Sichtweise? Und wenn diese Musiker nun Sexisten wären, würden die Lieder laut dir gar nicht mehr gespielt werden (was mit so einer Aktion wie hier besprochen wird eben überhaupt erst eingeleitet wird - also man ist quasi dabei)? Man siehe den damaligen Fall von Till Lindemann. Die Ermittlungen wurden zwar eingestellt, doch selbst als es Aufruhr gab haben viele Fans damals davon geredet, wie es ihnen egal wäre, auch wenn die Vorwürfe stimmen würden. Einige haben ihn dafür noch mehr gefeiert. Auch ein schöner Anschluss an das Donaulied, da Lindemann ja auch für das Gedicht "Wenn du schläfst" aka das KO-Tropfen-Vergewaltigungs-Gedicht kritisiert wurde. Rechtlich gesprochen ist er unschuldig, aber (meiner Meinung nach) zumindest bedenklich. Und dennoch ist er ein großer Name in der Szene - aber schließlich hat er ja nie von sich gesagt, dass er Sexist ist, I guess :)


    Vielleicht wird es in Zukunft noch einmal ein anderes Diskussionsthema geben, bei dem etwas mehr von dir kommt.

    dass diese Lieder BULLSHIT und damit weder in deren Aussage, noch Intention ernst zu nehmen sind. Wie kann das so schwer zu verstehen sein? Eine Beleidigung muss personenadressiert (oder eben offensichtlich rassistisch etc.) sein, [...]

    Ich würde eine Menge Dinge als Bullshit bezeichnen. Das macht diese Aussagen dann aber nicht harmloser. Ich finde die meisten Aussagen der AFD sind Bullshit. Die Frage was eine Frau getragen hat, nachdem sie belästigt wurde ist Bullshit. Die Aussage, dass Bürgergeldempfänger ja eigentlich im Luxus Leben und alles in den Arsch geschoben bekommen ist Bullshit. Catcalling als Kompliment zu bezeichnen ist Bullshit.

    Soll ich weiter machen? Etwas als Bullshit zu bezeichnen, entschuldigt es nicht. Ich verstehe auch hier nicht, was das für eine Begründung sein soll.

    Und wenn du schon "oder eben offensichtlich rassistisch etc" schreibst: Was ist mit offensichtlich frauenfeindlich? Moogle hat ja einige der Texte bereits wiedergegeben. Frauen sind in diesen Liedern nur ein Objekt der Begierde. Ich weiß nicht wie viel offensichtlich es noch werden soll. Vielleicht wenn sie singen würden "du bist nur zum vögeln gut"? Ach ne, das haben wir hier ja auch in einigen Texten mindestens indirekt.

    Weder die Intention, noch die Botschaft, noch das Ziel dieser Musik ist die Objektifizierung der Frau. Man müsste schon sämtlichen Kontext entfernen, um den Text allein als offen frauenfeindlich zu identifizieren.

    Ach so, ja wenn du das sagst. Bist du zufällig der Interpret? Oder woran genau machst du das jetzt fest? Kannst natürlich auch als simpler Zuhörer eine Interpretation verfassen, aber so wirklich sehe ich keine von dir. Außer halt "ist nur bullshit", aber damit wärst du im Deutschunterricht wahrscheinlich auch nicht weit gekommen.

    Was genau ist der Kontext, den wir hier entfernen, den die Lieder zu nichts bedenklichen machen würde? Ich weiß es nämlich wirklich nicht, erkläre es mir gerne. Zu welcher Intention des Künstlers würde man denn deiner Meinung nach kommen, wenn man die Lieder vernünftig analysieren würde? Würde da nur rauskommen "ach, das waren ein paar Männers die lustig sein wollten"? Das wäre eine wirklich flache Analyse. Zuvor meintest du doch auch noch, dass Kunst provozieren soll. Wird hier jetzt provoziert oder ist es nur bullshit? Wenn provoziert wird, was genau? Wenn ich einfach nur einen Hitler Gruß mache, würde ich dies auch als provozierend bezeichnen können, aber was habe ich damit ausgesagt? Wenn das alles war, was ich getan hätte, dann wäre es eben immer noch nur ein Hitler Gruß. Etwas als Provokation zu beschreiben reicht also auch nicht, um irgendwas zu rechtfertigen. Es wird doch einen Grund gegeben haben, warum man sich dafür entschieden hat so über Frauen zu schreiben/singen.

    Ein Lied wie "Ich hab ne Zwiebel auf dem Kopf ich bin ein Döner" kann ich als albernes Spaß-Lied ansehen. Da wird sogar auch von einer Frau gesprochen, die ihn vernascht. In einem Vers. Was zusätzlich noch ein Wortspiel ist. Aber in den Liedern um die es hier geht, wurden ja bewusst Themen gewählt und auch bewusst wie man diese darstellt (z. B. das Lied mit der bewusstlosen Frau).


    Also: ich weiß nicht, wie du dir rausnehmen kannst zu sagen, dass die Lieder alle nur Bullshit sind und daher nicht ernst genommen werden können. Auf den Punkt, was solche Lieder (vorallem Unterbewusst, vorallem im Suff aus einer Feier) für Auswirkungen haben können, bist du ebenfalls nicht eingegangen. Es muss ja nicht einmal direkt dafür sorgen, dass jemand übergriffig wird. Es reicht ja auch, wenn beeinflusst wird, wie Leute dadurch Frauen oder auch Sex allgemein wahrnehmen. Deiner Meinung nach ist das alles ja einfach kein Problem. Begründung? Ja, weil du es gesagt hast.


    Und nochmal ganz am Rande:

    Eine Beleidigung muss personenadressiert (oder eben offensichtlich rassistisch etc.) sein, was in der Musik schlicht nicht passiert oder eben direkt weggeklagt wird.

    :huuuh:

    Du scheinst einen sehr interessanten Horizont an Liedern zu haben, wenn du das wirklich ernst meinst. Wirklich noch nie ein Lied mit Beleidigungen oder problematischen Inhalten mitbekommen? In einer Welt, in der sowas immer direkt weggeklagt wird, wird auch immer das Ordnungsamt für den Falschparker informiert.

    Beim deutschen Grundgesetz

    Also das Gesetz, welches etwas von der Würde des Menschen, Gleichberechtigung und Diskriminierung sagt? Wo man durchaus den Standpunkt vertreten kann, dass diese Lieder keine Werte vertreten, die mit dem Grundgesetz d'accord wären? Wie auch viele andere Lieder übrigens nicht, sobald eine Beleidigung an jemanden vorkommen würde, da Beleidigungen gesetzlich ja auch verboten sind. Ich bezweifle aber stark, dass du sowas dazu zählst. Daher bezweifle ich, dass das wirklich deine Grenzen ist, um ehrlich zu sein. Ich will deinen Standpunkt nicht falsch darstellen, deine Antwort hat mir nur einfach nicht dabei geholfen es wirklich zu verstehen. Ich nehme an es geht dir dann nur um die wirklich explizit verbotenen Sachen, wie Hakenkreuze? Dann würden mir aber auch nicht viele weitere Sachen einfallen, also wäre es für den Großteil dann doch ein "alles geht fit"?.

    legale Kunst komplett zu verbieten.

    Das ist hier aber auch wieder nicht wirklich relevant, weil (wie schon vermehrt geschrieben wurde) es nicht um ein generelles Verbot geht. Ständig von Verboten selbst zu reden, geht vom Thema ab.

    weil ich das Problem und die Notwendigkeit, wie im vorherigen Beitrag beschrieben, einfach nicht sehe.

    Ich bin mir auch Recht sicher, dass hier der Knackpunkt der Diskussion ist. Würdest du sagen die Objektifizierung von Frauen als Sexobjekt, was in vielen dieser Lieder eben das Thema ist, ein Problem ist? Also ein allgemeines Problem in der Gesellschaft und nicht einfach eine Sache des Individuums?

    Honigtau

    Das stimmt, ja. Theoretisch findet man bestimmt für jedes Thema mindestens eine Person, die sich mit irgendwas unwohl fühlt. Da kommt es für mich dann in Grunde auf 2 Frage an:

    1. Was genau wird hier kritisiert?

    2. Welchen Einfluss soll die kritisierte Sache haben?

    Und für die Situation mit den Volksfest würde ich diese wie folgt eingeschätzt sehen: 1. Es werden vorallem sexistische Lieder kritisiert, 2. Die Normalisierung dieser Texte kann sexistische Werte verinnerlichen, welche wir bereits in vielen Situationen der Gesellschaft sehen.

    Würde man sich hingegen gewalttätige Videospiele angucken wären die Antworten aus meiner Sicht: 1. Die Verherrlichung von Gewalt, 2. Sie ermutigen solche Taten nachzuahmen. Zumindest ist das ja der typische Bildzeitung-Take, dem ich widersprechen würde. Es gibt keine konkreten Ansatzpunkte wirklich zu sagen, dass Leute durch solche Videospiele häufiger zu Gewalttaten neigen. Daher wäre diese Kritik nicht gerechtfertigt.

    Bei Themen wie Diskriminierung ist es nun einmal auch ziemlich kompliziert. Viele Dinge sind unterbewusst und oft von der einzelnen Person auch gar nicht böse gemeint - aber sie helfen dennoch ein gewisses Bild zu malen.


    Zu deinen zweiten Beitrag: Kommt natürlich immer drauf an, von was für Umständen man hier redet. Ich würde auch sagen, dass es fair ist davon auszugehen, dass Essen und Trinken auf solchen Feten überteuert sind. Hier liegt aber nicht im Fokus "Ich gehe auf dieses Fest, also muss ich jetzt Musik hören, die ich nicht mag, weil das eben die ist die gespielt wird". Warum wird denn immer diese Musik gespielt, die doch sehr flache, Texte hat, in welchem die Frau oft als Sexobjekt der Mittelpunkt ist? Das ist gar keine Frage von Geschmack. Gehe ich auf ein Bbnos Konzert ohne seine Musik zu mögen, ist das natürlich eine dumme Entscheidung von mir. Aber eben auch hier: Warum haben wir uns als Gesellschaft dazu entschieden, dass DAS die Lieder für unsere Feiern sind? Es ist kein oberflächliches, sondern ein systematisches Problem, was durch den Ausschluss dieser Lieder angegangen wird.

    Anders: Denkst du, dass die Stimmung vor Ort würde wirklich unsicher wird, wenn das Lied läuft? Und das frage ich jetzt nicht aus Sarkasmus heraus, denn ich finde, dass man sich über die Meinung anderer aus Prinzip nicht lustig machen sollte. Ich kann es mir nur halt nicht vorstellen.

    Ich glaube sowas beeinflusst die Stimmung innerhalb der Gesellschaft wesentlich mehr, als auf irgendeinem Fest in Bayern.

    Ich verstehe aber auch nicht wie der Verzicht dieser Lieder irgendwem wirklich was kaputt macht? Ist wirklich jemand traurig, wenn eins dieser repetitive, unfassbar unkreativen Schlagerliedern nicht läuft? Sind die Leute dort in der Regel nicht sowieso so betrunken, dass sie eh alle Lieder nur noch mit grölen?

    Wenn sich irgendwer wohler damit fühlt diese Lieder nicht auf Festen normalisiert zu haben, wem schadet man dann wenn man dem nachgeht?


    Edit: Privat könnt ihr immer noch diese (unfassbar schlechten) Lieder hören. Es soll ja nur auf diesem anscheinend sehr großen Volksfest nicht stattfinden. Damit will man eben ein Zeichen setzen.

    NoName Ein Tattoo ist meiner Ansicht nach ein Andenken. Ein Andenken lässt sich nicht nehmen, denn es ist ja bereits gewesen. Wenn man es überhaupt nicht mehr will kann man notfalls darüber tätowieren lassen, ggf lasern. Es muss der Person die es trägt gefallen und damit leben können. Es sind deren Körper.

    Ich hätte echt nicht damit gerechnet, dass meine ursprüngliche Aussage anscheinend so ein Hot Take ist. :teatime:

    Fenrir Nicht eine Serie, die man von vorneherein als Mittelmäßig gesehen hat. Quasi dieser Verlauf:

    1. "Wow, ich mag diese Serie echt total gerne!"

    2. Tattoo zu besagter Serie wird gestochen.

    3. Serie wird weitergeführt, aber wird scheiße.

    4. "Oh, jetzt mag ich die Serie doch nicht mehr so wirklich..."