Beiträge von Akihito

    Benjiro Misaki

    Für einen Moment höre ich dem Gespräch in der Küche zu. Sakura geht an mir vorbei ohne Notiz von mir zu nehmen. [Bin ich also immer noch unsichtbar...] Ein wenig beruhigt mich dieses Gefühl, obwohl ich es nie wollte, bin ich die letzten Tag doch öfter mal aufgefallen. Sie verschwindet in der Küche, als Jun diese auch schon wieder verlässt. [Dann brauchen sie uns wohl nicht... Ich will heute auch nichts mehr machen müssen... Das vorhin hat gereicht...] Ich gehe wieder ins Badezimmer und schließe als erstes das kleine Rolle am Fenster. [Wer weiß auf wen das Licht noch alles aufmerksam macht...] Den Rest meiner verrotzen Klamotten schmeiße ich neben die Badewanne und steige unter die Dusche. Das warme Wasser fließt über meinen Kopf, mein Gesicht und an meinem Rücken nach runter. Ich schaue nach unten und auf dem Badewannenboden. Mir bietet sich ein schmieriges Bild von Blut und Dreck, welches langsam im Wasser aufgelöst in den Ausguss laufen. Ich lasse das warme Wasser für einen Moment über mich rüber laufen und such mir dann das Duschgel aus der Halterung. Ich versuche nicht zu lange zu duschen, damit andere auch noch warmes Wasser haben, wenn sie duschen möchten. Ich steige aus der Dusche und greif mir ein Handtuch um es mir um die Hüfte zu wickeln.

    Wieder stehe ich vor dem Spiegel und zögere einen Moment bevor ich hinein schaue. [Bitte nicht nochmal...] Ich kontrolliere das Pflaster an meinem Hals, trotz des Wasser ist es lediglich leicht rot geworden und scheint noch gut zu halten. Ich gehe zurück zur Badewanne und setze mich auf den Rand um nach meinem Bein zu schauen. Der bunte Faden ist noch deutlich erkennbar und die eine oder andere Stelle sieht auch nicht so aus, als wäre es schon so weit, dass ich die Fäden rausziehen könnte. [Was erwarte ich auch nach vier Nächten...] Ich stütze meine Hände auf meine Oberschenkel und lege mein Gesicht in meine Handflächen. [Morgen früh müssen wir weiter...] Ich grübel ein bisschen darüber nach, wie wir Morgen am besten vorgehen, während ich auf dem Rand der Badewanne sitzen bleibe.

    Hiko Namuri

    Shuusei bleibt auf das Krachen doch Recht entspannt. [Beunruhigt ihn das nicht oder zeigt er es nur nicht?] Jun murmelt ein bisschen, so dass ich sie bei ihrem ersten Satz nicht ganz verstehe, antwortet mir dann aber auf meine Frage zu Benjiro. Ihre Antwort freut mich in soweit, dass es zumindest nicht schlimmer zu sein scheint. Eben so schnell wie Jun gekommen war, verschwindet sie auch schon wieder. [Sie sieht müde aus.] denke ich mir, als sie den Raum verlässt.

    Kurz nach ihr betritt Sakura den Raum und fragt, was denn los war. Ich muss ein bisschen schmunzeln, als ich sie sehe. Ihre Raugenringe sprechen Bände und ihre Frisur ist extrem verwuschelt. [Wenn ich nicht wüsste, dass sie auf dem Sofa geschlafen hat, wäre auch andere Dinge denkbar.] Ich grinse ein wenig in mich hinein, bevor ich ihr antworte. "Shuusei hat drüben im Haus gegenüber etwas gesehen und kurze Zeit später gab es diesen lauten Knall. Er meint, dass wohl jemand geflüchtet ist und wir mindestens zu dritt sein sollten, wenn wir das Haus verlassen." erkläre ich ihr. "Wollen wir Takeru und Akira auch nach ihrer Meinung fragen? Sie stehen im Flur, vielleicht haben sie mehr gesehen als wir." richte ich mich dann sowohl an Sakura als auch an Shuusei.

    Die Abstimmung über den Tag läuft bis 21. September. Bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit und es kann sich viel ändern.

    Wenn es dann doch einen Gleichstand gibt, haben wir schonmal das los entscheiden lassen oder man macht eben eine kurze Abstimmung über 2-3 Tage. Macht Euch keinen Stress damit, wer weiß, wie es nächste Woche aussieht. ;)

    Was man macht, ist vom Tag ja auch erstmal recht unabhängig.

    Murmeltier

    Grundsätzlich kann man aber mit den Organisatoren sprechen. Wenn jemand einen besonderen Grund hat zB Arbeit oder ähnliches, warum er oder sie es nicht früher weiß, dann ist es auch kein Problem, einen Tag vorher zu sagen, dass man gern mit möchte oder eben nicht kann. Allerdings sollte das wirklich die Ausnahme sein, weil es eine Planung natürlich erschwert.

    Benjiro Misaki

    "Danke" Ich lächel zurück und nicke in Juns Richtung, bevor sie den Raum verlässt. Für einen Moment bleibe ich noch auf dem Badewannenrand sitzen und denke nochmal über die Situation vorhin nach. [Jedes Knacken, jedes noch so kleine Geräusch, welches nicht von uns ist, könnte wieder jemand sein, der uns angreifen will... Das ist gar nicht gut... Und Jun?... Wie wird sie wohl weiter damit umgehen?... Ich hoffe, ich kann ihr helfen...] Ich seufze leicht, stehe auf und gehe zum Spiegel. Ein Blick in diesen zeigt mir ein erwartetes Bild. Sowohl meine Haaren, als auch in mein Gesicht sind von Blut verschmiert und verklebt. "Ich seh noch beschissener aus als sonst" murmel ich vor mich hin. Lediglich die Stelle mit dem Pflaster an meinem Hals sieht etwas sauberer aus. Ich fahre mit den Fingern über das Pflaster, vor mir im Spiegel erscheint ein Bild von dem Typen, der mir das Messer an den Hals hält und mir die Luft wieder abschnurrt. "Scheiße!" Etwas erschrocken gehe ich einen Schritt zurück und stolper fast über den Teppich. Ich werfe einen erneuten Blick in den Spiegel und erkenne wieder nur mich. [Einbildung...] Ich atme etwas auf und ziehe mein Shirt aus um dann duschen zu gehen. Ein lautes schäpperndes Geräusch, welches von draußen zu kommen scheint, erschreckt mich etwas. Ich senke meinen Arm mit dem Shirt in der Hand und werfe einen Blick durch die Tür. Im Flur vor der Küche steht Jun neben Hiko, die so in der Tür steht, dass ich sie gerade noch erkennen kann. Am Ende des Flures stehen Takeru und Akira vor der Haustür und scheinen einen Blick nach draußen zu werfen. Langsam gehe ich den Flur hoch bis kurz vor die Küche. Hiko fragt jemanden, was wir jetzt tun und als ich durch die Tür dann auch Shuusei erkennen kann, bleibe ich stehen. [Kam das Geräusch wirklich von draußen?... Wenn das von Leuten kam, die zu den Typen gehören?...] Mir läuft ein Schauer über den Rücken und ich bekomme das Gefühl blass zu werden. [Einmal reicht für heute...] Ich bleibe weiter auf leichter Distanz an die Wand gelehnt stehen um kurz abzuwarten, ob noch Hilfe gebraucht wird.