Hiko Namuri
Während Akira spricht, denke ich an die Situation von vorhin und bekomme ein leicht schlechtes Gewissen. "Nein, ich wusste nicht, dass seine Mutter gestorben ist. Woher auch." sage ich etwas betrübt und gehe wieder an den Tisch mit den Rucksäcken. "Das muss wirklich schlimm gewesen sein für ihn." füge ich hinzu und ziehe dann einen der Rucksäcke zu mir rüber um ein paar von den Sachen, die ich zuvor gleichmäßig verteilt hatte, hinein zu stecken. "Ob Takeru deshalb in einigen Situationen Feingefühlk hat und in anderen nicht?" frage ich mich selber und muss ein wenig grinsen, als mir auffälltm dass ich meinen Gedanken gerade laut ausgesprochen habe. "Vielleicht hast Du recht und man sollte es wirklich einfach so akzeptieren, wie es ist. Aber es ist so unglaublich schwierig, wenn man gar nicht weiß, warum und in welcher Situation sie so reagieren. Edwin hat einen unglaublichen Befehlston drauf. Ich glaube, er meint es nicht so, aber dennoch, sobald jemand etwas dagegen sagt, insbesondere Benjiro, flippt er aus. Das ist ja noch relativ leicht einzuschätzen. Aber Jun ist manchmal ruhig und wirkt eher schüchtern, dann gibt es Situationen, da ist sie ganz anders. Genauso wie Takeru. Manchmal ist er wirklich lieb und hilfsbereit und manchmal eiskalt. Oder Benjiro, in einem Moment bekommt er die Zähne nicht auseinander, wie beim Essen heute und im nächsten Augenblick rastet er aus, wegen irgendwas. Ist Dir aufgefallen, dass er manchmal stottert und manchmal nicht? Wie soll man das alles denn einschätzen?" Ich seufze leicht und schließe den ersten Rucksack, von dem ich glaube, dass der Inhalt noch tragbar ist. "Weißt Du, ich glaube es beschäftigt mich so sehr, weil ich nicht will, dass sie immer streiten. Das nervt so ab. Haben wir nicht wichtigeres zu tun, als ständig zu streiten? Können die nicht friedlich miteinander umgehen? Ist das so schwer? Aber wenn ich sie verstehen könnte, vielleicht kann ich diese ständigen Streitereien verhindern. Weiß Du?" Etwas genervt ziehe ich den nächsten Rucksack zu mir rüber und fange an auch in diesen Lebensmittel und andere Dinge zu packen. Ich muss ein kleines bisschen verlegen grinsen, als mir bewusst wird, dass ich schon wieder ohne Punkt und Komma diverse Dinge aufgezählt hatte, die mich beschäftigt. "Gibt es etwas, was Dich beschäftigt, außer den Zombies da draußen?" frage ich sie dann schließe den nächsten Rucksack vor mir.