Auch ich habe die Serie mit positivem Fazit abgeschlossen. Was die Handlung, Charaktere und das Setting angeht, so wurde sich die Freiheit genommen, das Ganze ein wenig zu verändern. In meinen Augen ist dies wunderbar gelungen. Die Geschichte wirkt dadurch äußerst komplex. Trotz der zahlreichen Verstrickungen und spannungsgeladenen Atmosphäre, wird der Faden beibehalten. Zum Thema Charaktere. Sie gefielen mir alle, besonders des Grafen Diener und Haydee. Lediglich unser lieber Hauptcharakter Albert war mir (fast bis zum Ende) ein Dorn im Auge. Er mag vielleicht gutherzig und naiv sein, doch bei ihm war mir das zu ausgeprägt, sodass er zu einer komplett blinden Marionette wurde. Sein Freund Franz hingegen war bedacht und gefiel dementsprechend besser. Was mir gerade noch zur Geschichte einfällt, habe ich Kritik nachzutragen. Irgendwann kam die, meines Erachtens nebensächliche, Diskussion über wahre Liebe und Heirat wegen der Liebe auf. Zwar hat dieses Thema seine Berechtigung in der Geschichte, doch Albert biss sich zu sehr an diesem Thema fest, was für mich den Haupthandlungsstrang beiseite drückte. Ansonsten kann ich, wie gesagt, nicht meckern.
Abschließend will ich noch zu einem weiteren markanten Punkt der Serie kommen. Dem Zeichenstil. Durch seine teils hellen Töne und häufiger Einsatz von Mustern wurde ich erst auf den Anime aufmerksam. Dieser Stil erinnert mich ein wenig an Gustav Klimt. Wirklich interessant zu sehen, aber in manchen Situation war es doch eine Reizüberflutung fürs Auge. Die CGI-Animationen stachen immer enorm hervor. Auf mich wirkten sie unharmonisch mit dem restlichen Umfeld. Musikalisch wurde die Geschichte jedoch gut untermalt und auch Opening, wie Ending klingen sehr gut.
Alles in allem kann ich den Anime jedem weiterempfehlen, der komplexe Dramen mag. Die Vorlage wurde in vielen Punkten gekonnt ausgebaut. Ob man auch auf den Zeichenstil oder das Science-Fiction-Setting anspricht, ist jedem selbst überlassen. Es ist halt was anderes.