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Es ist schon etliche Jahre her, dass ich einen Film sah, der mich sehr beeindruckte. Eine unbequeme Wahrheit beschreibt unser aller Problem ziemlich gut, brachte in mir Sorgen aber auch Hoffnung hervor. Ich denke, dass war der Wendepunkt, wo mir das Thema Klimawandel wichtig wurde.
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Zwar bin ich ein Stadtkind, doch entwickelte mich immer mehr zu einem naturverbundenen Menschen. Ich schätze es, die Schönheit der Natur zu genießen und liebe es zu wandern. Scheiße ist es dann aber, wenn man im Wald oder sonst wo draußen, abgeladenen Sperrmüll oder alte Kippenstummel sieht. Die Deutschen haben zwar den guten Ruf, dass sie viel auf Recycling achten (wird ja auch in der Schule gelehrt), aber es gibt immer noch viele, die bei solchen Kleinigkeiten jede Verantwortung von sich weisen. "Ist ja nicht mein Problem, sobald es auf den Boden fällt". Vor einem Jahr war ich mit meiner Mutter in der Stadt unterwegs, als eine Gruppe Mädels vorbei lief und und Müll fallen ließ. Sie bemerkte es und schiss das Mädchen deswegen zusammen. Aber was haben die gemacht? Die sind lachend weiter gelaufen. Dass Leute scheinbar "aus Versehen" Müll auf offener Straße verlieren, fällt mir immer wieder auf. Da könnte ich echt kotzen. Ich bin in meiner Familie relativ umsichtig erzogen worden, was Umweltverschmutzung anbelangt. Auf Ausflügen nehmen wir unseren Müll immer mit bzw. entsorgen ihn in Mülleimern, kaufen energiesparende Geräte, trennen unseren Müll, nutzen in der Stadt die Öffentlichen Verkehrsmittel und kaufen mit Stoffbeuteln ein. Zudem habe ich mir abgewöhnt jeden Abend zu baden und nehme dafür lieber eine Dusche. Spart Wasser und ist schneller. Ich kann nicht sagen, dass man mich oder meine Familie als Beispiel nehmen sollte. Man kann noch so viel verbessern. Und durch solche kleinen Umstellungen den Lebensstandard einzubüßen, halte ich für dämlich.
Mit dem Thema Klimawandel lässt sich, wie mit jedem anderen Problem, auch Geld machen. Bio-Produkte, E-Autos Pipapo. Kümmern tut mich das wenig. Den Klimawandel halte ich für ernst und ich bin bereit, mich auf die zukünftige Situation einzustellen. Selbst wenn es noch ein weiter weg ist.
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Seit mehreren Jahren interessiert mich die Thematik Post-Apokalypse. Was Animes dazu anbelangt, so habe ich mich bisher noch nicht gezielt durch eben solche Filme und Serien gekämpft. Kann also sein, dass ich irgendwann mal im "Was könnt ihr mir empfehlen"-Thread dazu wieder eine Anfrage starte. Wenn ich genau überlege, habe ich dennoch schon einiges hinter mir. Ich sehe Cyberpunk ja selbst auch als eine post-apokalyptische Welt an, da dort erdachte Zukunftsvisionen in Bezug auf den technischen Fortschritt kritisch behandelt werden.
Was die nukleare Post-Apokalypse betrifft, so kann ich noch Coppelion erwähnen. Aber generell gibt es weitaus mehr Anime, welche ähnliche Szenarien behandeln wie z.B. Origin - Spirits of the Past oder Gall Force.
Mich beschäftigt schon länger die Frage, ob man diese Thematik im Anime als eine Art Aufarbeitung der eigenen Geschichte interpretieren könnte?
Ich denke schon, dass dies in dem ein oder anderen Fall Absicht ist. Besonders historische Dramen, welche auf den ersten oder zweiten Weltkrieg bzw. die Zeit danach ausgelegt sind, dienen als eine Art Mahnung. Ist ja nicht anders, als mit westlichen Kriegsdramen. Dass man dies nur zur Unterhaltung produziere, würde bestimmt kein normaler Mensch sagen. In Sachen Zukunftsszenarien ist das meines Erachtens nicht ganz so deutlich zu erkennen. Zum Beispiel haben wir da auf der einen Seite Ergo Proxy und auf der anderen Seite Gall Force. Soweit ich mich zurückerinnere ist der erste Anime wesentlich mehr auf die Reise der Hauptprotagonisten und der Findung des Selbst fokussiert, während bei dem Chrakatergewusel von Gall Force quasi ständig auf das Problem des menschlichen Egoismus und die damit einhergehende Zerstörung der Welt eingegangen wird. Und das geht ja nicht nur Japan was an, es geht die ganze Welt was an.
Ich bin zwar nicht so einer, der sagt "Wir müssen die Erinnerungskultur erhalten, damit wie diese schrecklichen Fehler nie wieder begehen!", ich kann jedoch eine solche Aufarbeitung in Anime und überhaupt in der Kunst verstehen. Aber das muss nicht zwingend "jede künstlerische Bewegung" beeinflussen, die nach dem Krieg entstanden ist. Als Künstler (Mangaka) steht es einem frei, ob man die Post-Apokalypse thematisiert oder seine Werke mit einer ganz anderen Note versieht. Egal ob jung oder alt.