2018 war nicht so schön für mich. Ehrlich gesagt, hat es ziemlich scheiße angefangen. Im Februar erreichte ich den seelischen Tiefpunkt meines bisherigen Lebens. Eigentlich war es schon seit einem Jahr abzusehen. Aber ich habe mich ja weiter der Dunkelheit gebeugt. Zu Beginn des Frühlings hatte ich jedoch den Entschluss gefasst, dem Ganzen zu entkommen. Doch das war schwieriger als gedacht. Ich sah die Welt immer noch schwarz und habe mich demzufolge mit Konsum abgelenkt (also Animes, Internet und Essen). Es war schnell klar, dass mich das nicht glücklich macht, da ich durch meine gnadenlose Selbsterkenntnis meine Träume bereits erkannt habe. Doch ich konnte mich nicht zu besseren Tätigkeiten überreden. Bis jetzt.
Das ganze Jahr über, habe ich mich einigermaßen herumgeschlagen. Doch schon seit fast zwei Monaten wird in mir der Wunsch lauter, meine tot geglaubten Leidenschaften wieder zu beleben. Er ist noch nicht stark, aber so langsam habe ich wieder Lust zu Malen und zu Fotografieren. Die Flamme in meinem Herzen ist also noch nicht erloschen. Trotz des Hoffnungsschimmers, bin ich zögerlich. Ich befürchte, dass ich nicht genügend Kraft habe, mein altes Leben anzupacken. Zudem habe ich mir vorgenommen, 2019 studieren zu gehen. Dabei bin ich mir selbst nicht sicher, ob ich auch wirklich studieren will.
Ich werde also erstmal abwarten, bis ich mir sicher bin, was ich tun will. Bis ich mich der Kunstmalerei und der Fotografie hingebe, will ich aber erstmal für die Abschlussprüfung lernen, mich mehr mit Landschaftsarchitektur befassen und wieder Bushcrafting betreiben. Die paar Kilos, die nun an mir kleben, würde ich auch gerne wieder loswerden.
Ich sehe dies nicht als Vorsätze, die es zu erfüllen gilt. Es sind viel mehr Ansätze, die ich 2019 angehen möchte. Und sobald ich mehr an meine Träume glaube, habe ich auch hoffentlich die Kraft, mein neues altes Leben zu leben. Vielleicht endlich mal zu leben - und nicht zu vegetieren.
