Achtung: Wer den Anime noch nicht sah und nicht voreingenommen damit starten will, sollte sich verkeifen, weiterzulesen!
Ergo Proxy schien zunächst ein Hoffnungsträger zu sein. Ich hatte viel Lob gehört bzw. gelesen. Doch es funkte einfach nicht.
Ansprechend wirkte er zunächst, wo doch die Stadt, eingepfercht in einer Kuppel, einem strengen System unterliegt. Re-l wird mit Proxy konfrontiert und ist gewillt dieses Geheimnis aufzudecken. Doch dann kam Vincent. Ich glaube, das war der Auslöser. Ich konnte mich einfach nicht mit dieser Person anfreunden.
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Quasi ein absoluter Niemand als Quelle des ganzen Übels. Und er weiß nichtmal selbst etwas davon. Sein unschuldiger naiver Charakter bzw. Aussehen hat irgendwie nicht reingepasst. Eigentlich hat er ja nichts schlimmes im Schilde gehabt. Doch er hat mich irgendwie immer gestört. Ich bin selbst überrascht, dass ein Charakter den Anime so herunterzieht. Aber das ist nur meine persönliche Ansicht.
Dann reisen sie von Kuppelstadt zu Kuppelstadt (erinnert sehr an Wolfs Rain). Eigentlich recht interessante Erlebnisse geschehen dort, doch durch meine mangelnde Auffassungsgabe habe ich wohl die Tiefe der Handlungen nicht erkannt. Die Handlung wirkte im Gesamtverlauf auch irgendwie bremsend. Quasi sich selbst ausbremsend. Somit ist die Spannung flöten gegangen. Völlig unerwartet ist dann auch, dass die Geschichte teilweise episodisch wird. Das hat mich sehr aus der Bahn geworfen. Was ich jedoch gut finde ist die bedrückende Ambiente, die der Anime ausstrahlt. Die Charaktere, die mir gefielen, waren zum Einem Pino - Zwar eine KI, doch durch das Virus bekam sie eine herzerwärmende Menschlichkeit und hat die Stimmung immer wieder gebrochen. Zum Anderen Ergo Proxy, weil er richtig "cool" aussieht. Wäre sicherlich ein tolles Cosplay.
Ich konnte diesem Anime leider nichts abgewinnen. Da fand ich selbst Texhnolyze besser, obwohl dieser mich auch nicht aus den Socken gehauen hat.

