Beiträge von Freigeist

    Genre: Horror, Drama, School
    Jahr: 2013
    Episoden: 4
    Episodenlänge: ca. 30 Minuten
    Studio: asread
    Publisher: Kazé

    Eine Gruppe von Jugendlichen trifft sich eines Abends in ihrem Klassenzimmer, um den Abschied von Mayu zu feiern, die auf eine andere Schule überwechselt. Dabei erzählt Ayumi beim Kerzenschein gruselige Geistergeschichten. Eine davon handelt von der verfluchten Heavenly Host Elementary School, in der mehrere tragische Morde passiert sein sollen. Irgendwann wurde die Schule geschlossen, abgerissen und die Kusaragi Academy, die Schule der Jugendlichen, auf den Trümmern errichtet.
    Als Abschluss ihres Treffens, vollziehen die Jugendlichen das "Sachiko Ever After"-Ritual, bei dem eine Papierfigur von den Freunden zerissen wird und die einzelnen Papierstücke als Erinnerung aufgehoben werden.
    Plötzlich gibt es ein Erdbeben und ehe sich die Jugendlichen versehen, sind sie in einer Art Parallelwelt gelandet, in der die verfluchte Grundschule noch steht. Und zu allem Überfluss geistern die Seelen ihrer Opfer noch immer in den menschenleeren Gängen umher... und sie wollen Rache!!
    Nur, wenn sie das Rätsel um den grausamen Mord der 4 Grundschüler aufdecken können und den Mörder seine Tat gestehen lassen, können sie diese Hölle wieder verlassen.

    Meinung: In Sachen Gore und Splatter bleibt die Original Video Animation ungeschlagen. Ein Metzelfest bei dem ein großer Personenkreis aus unschuldigen Schülern und Schülerinnen ungewollt mitspielen muss. Doch darin liegt leider auch schon ein Problem. Bei der Länge des gesamten Anime kommen viele Charaktere zu kurz. Diese dienen dann nur noch den rachsüchtigen Geistern als Opfergabe. Doch es ist nicht nur ein komplettes Massaker ohne Geschichte. Die Hintergrundstory ist recht interessant, kommt jedoch nicht so sehr zur Geltung und wird auch nur durch die "Missing Footage" richtig verständlich. Das Konzept mit den verschiedenen Parallelwelten ist für diese Serie aber wieder ganz passend.

    Die OVA ist für jeden etwas, der es gerne blutig mag. Dennoch bietet der Anime eigentlich mehr Potenzial, was jedoch nicht ausgeschöpft wird.

    Seit einiger Zeit steht auch fest, dass Kazé die Serie nach Deutschland bringt. Das Cover ist oben abgebildet. Im Schuber sind alle 4 Episoden enthalten. Ab dem 10. November ist der Anime als Blu-Ray oder DVD-Version erhältlich.

    Da ich den Manga nicht las, war mir auch nicht bewusst, dass dieser Teil solch eine große Rolle spielt. Für mich kam es daher so rüber, als wäre das Drama eigentlich nur nebensächlich. Da bin ich wohl falsch an den Anime heran gegangen. Trotzdem Danke dafür :)

    Vom Konzept her fand ich den Anime recht interessant. Völlig hineingeworfen ins Großstadtleben kommt Hideki durch Zufall in das Vergnügen ein Persocom zu besitzen. Natürlich hat er keine Ahnung von all dem und neben peinlichen Situationen lernt er dann auch Freunde kennen, die ihm unter die Arme greifen.

    Doch man merkt, dass die Produzenten aus diesem Slice of Life-Anime mehr machen wollten. Für sein Genre ist er wirklich nicht schlecht. Doch das Ganze dann zum Drama umzuwandeln hat ihn meiner Meinung nach kaputt gemacht. Es ist zwar in Ordnung Chi's Hintergründe aufzudecken, doch die Verbindung zwischen der Ernsthaftigkeit der Gefahr, die dadurch entsteht und der Entspanntheit des Daseins im Wohnheim hat meines Erachtens nicht funktioniert. Dann hätte der Anime doch einen anderen Charakter haben müssen, damit es nicht solch ein Umschlag in der Story ist.

    Die Zeichnungen finde ich hingegen wieder ganz gut. Sie sehen etwas nostalgisch aus und haben deshalb auch eine gewisse Distanz zum heutigen Bild. Bei den Charakteren habe ich auch nicht viel zu sagen. Hideki's Monologe finde ich ganz gut und sie fügen sich gut in die Handlung mit ein.

    Chobits ist also mehr eine entspannte Alltagskomödie, welche jedoch diesen Stil zu durchbrechen versucht. Bis auf diesen Sachverhalt ist er ein gelungener Anime.

    Lange wurde hier nichts mehr geschrieben. Dann wird es langsam Zeit für meine Kritik.

    Ich habe einfach nichts zu meckern. Angefangen bei den Charakteren. Jeder hatte ein bestimmte Persönlichkeit, oft durch mehr oder weniger große Probleme geprägt. Durch die verschiedenen Eigenarten ist eine interessante Vielfalt an Leuten entstanden und diese sind mir ans Herz gewachsen. Von der Geschichte her könnte man meinen, dass es eigentlich langweilig wäre, so ein langen Slice of Life-Anime zu sehen. Dennoch haben sich die einzelnen Episoden aufgrund verschiedener Ereignisse unterschieden. Es wurden dabei neue Nebendarsteller eingebracht und mit ihnen nicht nur persönliche, sondern auch gesellschaftliche Probleme angesprochen. Gegen Ende hin wurde die Lage (da man den Hauptprotagonisten noch am nächsten steht) besonders emotional und ebenso banal. Bis auf die musikalische Untermalung an dieser Stelle ist auch das Ende super umgesetzt worden. Ansonsten behält sich der Anime auch einen gewissen Charme bei. Denn der Humor lässt, trotz seines Erscheines, die Serie keineswegs unseriös wirken. Persönlich fand ich auch die Abdriftungen in die irreale Welt ganz gut, in welcher die Haushaltsgegenstände zu Satou sprachen. Grafisch ist er zwar nicht eine Meisterleistung, aber man kann doch erkennen, dass bei manchen Szenerien mehr Wert auf Details gelegt wurde. Auch dafür muss ich den Anime loben. Ebenso die japanischen Sprecher. Manche Situationen wirken durch die Synchronisation so echt - das war ich von anderen Genre-Vertretern nicht gewohnt.

    Ich hoffe, dass war jetzt alles, was ich sagen wollte. Der Anime hat eine komplett andere Wirkung auf mich gehabt, als ich es erwartet hatte. Er ist ernst, erwachsen, vielfältig und humorvoll. Eine Lizenzierung in Deutschland würde ich sehr begrüßen.

    Ein wundervoller und gefühlvoller Anime. Das Charakterdesign hat mir sehr gefallen und die verschiedenen Beziehungen wurden in den 11 Episoden gut dargestellt. Oft wurde Liebe nicht erwidert, doch das Ganze hat dann nicht in einem bloßen Geheule geendet. Somit behielt sich der Anime seine ruhige und einfühlsame Atmosphäre bis zum Ende bei. Ein perfekter Anime über Freundschaft und Liebe, welcher nicht in Kitsch ausartet und trotz mancher Rückschläge für die Protagonistinnen nicht im Drama endet.

    Moe-Soldatinnen! Das schreit förmlich wieder nach Klischee. Aber so ist das nicht.

    Soweit ich mich erinnern kann, sind diese Elemente zwar enthalten, jedoch beherrschen sie nicht den gesamten Anime. Mit dem Hintergrund des zweiten Weltkrieges (hier als dieser aber nicht betitelt) sind die Mädchen nun in einer Festung in der Nähe eines französischen Dorfes (wahrscheinlich irgendwo in den Alpen) stationiert. Zwischendurch werden persönliche Hintergründe, wie Verluste durch den Krieg, und geschichtliche Aspekte des Dorfes aufgegriffen. Diese beeinflussen die Handlung auch zu einem gewissen Teil. Auch die Ablehnung der Soldatinnen und Bräuche des Dorfes werden aufgezeigt. Ansonsten besteht die Geschichte aus dem Alltag der Mädchen auf dem Fort. Doch zum Ende nimmt der Anime neue Ausmaße an, welche nichts mehr an einen entspannten Slice of Life erinnern.

    Großes Lob verdient der Anime auch beim Soundtrack. Die Untermalung mit der klassischen Musik wirkt sehr professionell und passt ebenso zum Anime. Einer der besten OSTs, die ich erlebt habe. Eine kleine Sache gab es aber doch, die mich gestört hat. Die Vermischung der 40er Jahre mit Panzertechnologien aus der Zukunft. Das passte mir nicht ganz ins Bild und erweckte gegen Ende hin den Eindruck einen Star Wars-Film zu sehen.

    Dennoch ist er sehr gelungen und greift trotz seiner augenscheinlichen Einfachheit komplexe Themen auf, welche sich jedoch nicht in den Vordergrund drängen. Er ist daher eine gute Empfehlung meinerseits.

    Für mich fällt der Anime in die Kategorie "Experimental-Anime". Augenmerk liegt hierbei auf der Handlung. Es fehlen Zusammenhänge und man wird in den Sachverhalt einfach hineingeworfen. Die 3-Minuten-Folgen, wo sich Onii-Chan verspeisen lässt, sind einfach zu trocken. Ich bin aber der Meinung, man könnte aus der Geschichte mehr machen.

    Interessante Geschichte. Beeindruckend finde ich, wie die Gemeinschaft so sehr gewachsen ist. Ich bin auch noch in einem anderem Forum (anderes Themengebiet) welches auch schon 15 Jahre auf dem Buckel und schon eine beträchtliche Anzahl an Beiträgen angesammelt hat. Fast 20.000 Themen wurden dort verfasst. Aber es liegt augenscheinlich im Sterben. Nun ja. Interessen kommen und gehen.

    Ich habe mich an eine weitere Szene erinnert. In Gunslinger Girl singen die Mädchen in der letzten Episode die "Ode an die Freude". Meiner Meinung nach auch relativ gut.

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    Titel: Amanchu!
    Episoden: 12
    Jahr: 2016
    Regie: Ken'ichi Kasai
    Studio: J.C.STAFF

    Hikari Kohinata ist ein fröhliches, leicht überdrehtes 16-jähriges Mädchen, das in der Nähe des Ozeans lebt und eine Leidenschaft fürs Tauchen hegt. Zu Beginn des neuen Schuljahres bekommt sie eine neue Mitschülerin, die verschiedener nicht sein könnte: Futaba Ooki ist ruhig und zurückhaltend und somit das genaue Gegenteil ihrer Gleichaltrigen. Nichtsdestotrotz freunden beide sich schnell an und Futaba kommt durch Hikari mit dem Sporttauchen in Kontakt.

    Meinung: Es ist ein Anime, welcher Freundschaft, Ehrgeiz und Mut in Hinblick auf Futabas neues Umfeld aufzeigt. Völlig befremdlich ist ihr alles, doch durch Hikaris Hobby wird schnell eine Beziehung geknüpft, wodurch das Ziel der Geschichte schnell klar wird. Futaba muss ihre Angst überwinden. Begleitet wird der Zuschauer von einer recht enspannten und sommerlichen Atmosphäre, welche auch ein wenig Humor mit einfließen lässt (z.B. Hikaris Fisch-Imitationen). Auch die Musik unterstreicht das Ganze. Was ich jedoch persönlich nicht mag, sind "Maskottchen" wie dieses (bohnengesichtige) Katzenwesen. Tut mir Leid, aber so etwas finde ich völlig fehl am Platz. Ansonsten ist der Anime von der Handlung, den Charakteren und der zeichnerischen Darstellung einfach gestaltet und in seinem Genre auch für Nicht-Tauchsport-Interessierte geeignet.

    Habe ich schon eigentlich erwähnt, dass ich wieder mit zwei neuen Anime angefangen habe? Ich glaube nicht.

    Der erste ist Aoi Hana. Er ist wundervoll gefühlsbetont und nicht so typisch für Slice of Life, School und weiß ich nicht was. Die Farben sind etwas dezenter, die Stimmung etwas entspannter und der Zeichenstil ist in seiner Einfachheit ebenso besonders (ähnelt Nichijou). Nun bin ich gespannt, wie sich die verschiedenen Beziehungen weiter entwickeln.

    Dann wäre da noch NHK ni Youkoso. Auch recht realistisch dargestellt, wie ich finde. Der Anime bietet nicht nur ernste Einblicke in die (befremdlichen) Welten von sozialen Außenseitern, sondern stellt diese mit einer passenden Portion Humor dar, ohne die Handlung unseriös werden zu lassen. Was mich jedoch am meisten beschäftigt, ist dieses junge Mädchen, das Satou's Leben neu ausrichten will.

    Ich bereue es ernsthaft, den Film nicht im Kino gesehen zu haben. Doch da ich nun mal früh raus muss und ich ohne Schlaf kaum auskomme, habe ich ihn (bei mehr Zeit) nachgeholt. Es ist ein wirklich gelungener Streifen.

    Der Film ist auf allen Ebenen "super" (mir fiel kein objektiveres Wort ein). Die Geschichte ist tiefgründig und bezieht diskussionsreiche Themen, wie Mobbing, sehr gut mit ein. Rückblenden und Schnitte wurden gut gesetzt und man erlebt als Zuschauer die Hoch-und Tiefpunkte der Hauptprotagonisten mit. Die Arten, wie die Handlungsträger auftreten sind auch recht vielfältig, besonders Shouko ist durch den Hintergrund ihrer Taubheit sehr gut gelungen. Die Liebesbeziehung die sich dann entwickelt wird auch nicht zu kitschig. An Grafik, Animationen usw. kann ich ebenso nicht meckern. Einzig in der Länge könnte der Film vielleicht etwas kürzer sein. Das heißt aber nicht, dass es langweilig wurde. Es ist ein gefühlvolles Drama, welches komplexe Themen behandelt und den Zuschauer und mich eingeschlossen zum Nachdenken angeregt hat.

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    Eine Frage noch. Da ich ziemlich dumm bin, bin ich leider nicht so ganz dahinter gekommen, was die Kreuze in den Gesichtern der Leute bedeuten. Sollte das die Distanz zwischen Shouya und den Menschen darstellen, weil er sich nicht integrieren konnte oder wie? Tut mir Leid, dass ich es nicht verstehe.

    MM! ist ein Anime, welcher Slapstick Humor, Schule und Romanzen mit einander vereint. An sich nichts Neues. Doch um dem Ganzen noch einen frischen Wind zu geben, wurde eine ordentliche Ladung perverser Verrücktheit und psychischer Erkrankungen in übertriebener Weise hinzu gegeben. Wir haben hier die sexuelle Erregung durch Schmerzen, Angst vor Männern, Rollentausch in das andere Geschlecht, Yuri und Liebesbeziehungen zu Familienmitgliedern. Eine Explosive Mischung, welche in Kombination mit Tsundere definitiv nicht in Frieden und Einigkeit enden kann.

    Ernst nehmen kann man den Anime jedenfalls nicht. Die Verhaltensmuster verändern sich von Folge zu Folge auch nicht sonderlich. Umso mehr war das Ende doch eine kleine Überraschung. Auch die Romanze lockert die Serie zwischendurch nochmal etwas auf. Doch unser Hauptcharakter
    Sado (Maso 8) ), welcher nicht zu wenig in realitätsferne und peinliche Situationen gerät, sitzt wie alle anderen in seiner Rolle fest. Wer noch eine Schippe an Perversität drauf haben will, sollte sich die von Fanservice durchtränken Kurzspecials ansehen. Sie sind ebenso humorvoll, wenn aber wesentlich bildintensiver, dargestellt.

    Animationen, Detailgrad und Hintergrundmusik sind für die Art des Anime wieder typisch. Und zwar 08/15. Doch wer sich einen witzigen Abend mit lockerer und komplett unseriöser Handlung gönnen will, hat hier sicherlich eine gute Serie zur Wahl.