Beiträge von Freigeist

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    Im Italien der zwanziger Jahre gibt es eine Gegend in der Adria, die von fliegenden Räuberbanden heimgesucht wird. Doch man ist bei weitem nicht wehrlos. Immer wenn sich der Staat der Lage nicht gewachsen fühlt, ruft man nach „Porco Rosso“, einem tollkühnen Piloten, einem Ass hinter dem Steuerknüppel, einem Draufgänger… einem Schwein. Man erfährt nicht, wer oder was den Piloten Marco in den ungewöhnlichen Zustand versetzt hat, in dem er sich befindet. Aber augenscheinlich ist ihm das auch egal. Er hat sich mit dem faschistischen Staat, den gierigen Menschen und den harten Zeiten arrangiert, was ihm einen leicht zynischen Humor eingebracht hat. Doch im Laufe des Films muss er die Meinung über seine Mitmenschen noch einmal überdenken.

    Meinung

    Scheinbar benötigt dieser Ghibli-Film etwas mehr Aufmerksamkeit. Er mag zwar weniger bekannt sein, doch das heißt nicht, dass der Film unbedingt schlechter ist. Miyazakis Handschrift ist hier deutlich zu erkennen. Seine Leidenschaft für Flugzeuge ist dabei ein maßgebliches Thema, was ich sehr begrüße. Porco wird in der Adria gefürchtet, beneidet, aber auch geliebt. Doch eigentlich will er mit all dem nichts zu tun haben und genießt das Leben in seiner abgelegenen Bucht. Würde ich auch machen. Sein Charakter als einsames Wolf Schwein gefällt mir jedenfalls sehr. Da sich dennoch Leute mit negativen Absichten in sein Leben einmischen wird er bald zum Handeln gezwungen. Immer in Begleitung seiner roten Maschine. Auch wenn ich es schon vorweg nehme, trifft Porco bald auf die junge Fio. Ein selbstbewusstes und leidenschaftliches Mädchen. Ebenfalls ein Charakter, der mich unter anderem an Nausicaä erinnert und mir daher so gut gefällt. Nun versucht er seinen Weg zwischen Liebe und Hass, die ihm entgegenschlagen, zu finden.

    Kritik zum Ende

    Hier sehe ich aber auch den einzigen Schwachpunkt der Geschichte. Am Ende geht es ja nur noch darum, wer Fio behalten darf. Dass das ganze in einem schier endlosen Faustkampf ausartet, finde ich dann doch etwas zu grotesk und langatmig. Das hätte nicht sein müssen.

    Ein sehr romantischer Film. Nicht nur Romantik im Sinne von Beziehung, sondern auch in Sachen Atmosphäre. Das Fliegen, die blaue Adria... Man spürt schon fast die Meeresbriese im Gesicht. Dazu wieder wunderbar mit Hisaishis Musik untermalt. Was will man mehr?

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    Eigentlich möchte Denji nichts weiter, als ein friedliches Leben führen. Unglücklicherweise muss er vorher erst seinen gigantischen Schuldenberg loswerden. Deswegen macht er im Auftrag der Yakuza gemeinsam mit seinem teuflischen Haustier, Pochita, Jagd auf andere Teufel, um Geld zu verdienen.

    Doch sein Auftraggeber verrät ihn und Denji gerät in einen Hinterhalt. Dabei sollte er eigentlich sterben, aber Pochita rettet ihn im letzten Moment, indem er sich mit dem toten Körper seines Herrchens verbindet. Dadurch erhält Denji nicht nur eine zweite Chance, sondern auch die Fähigkeit, Teile seines Körpers in Kettensägen zu verwandeln. Als "Chainsaw Man" kann er nun noch effektiver die Teufel jagen. So zieht er bald schon die Aufmerksamkeit einer Sondereinheit professioneller Teufelsjäger auf sich, die ihn und seine Kräfte nur zu gerne für ihre Zwecke nutzen wollen.

    Meinung

    Da es anscheinend aus unerfindlichen Gründen kein Thema dazu gibt, muss ich jetzt wohl ran. Ich hab den Anime nun beendet und finde ihn gar nicht mal so schlecht.

    Nun ja, was die Geschichte angeht ist nicht so viel Tiefe drin. Denji ist gebeutelt vom Leben und sein einziger Beweggrund, um weiterzumachen, ist sich durchzufuttern und Moppies anfassen. Irgendwie verständlich aber auch so naja. Gibt's keinen besseren Grund? Wie wäre es mit Freundschaft? Hm, ohne zu spoilern muss ich sagen, dass das bei einem so tödlichen Job eher schwierig ist. Also geht es im Grundlegenden nur darum, dass Denji bei dieser Teufelsjäger-Sondereinheit mitmacht, weil er zu einer extrem starken Kettensäge mutieren kann. Es gilt das Gesetz des Stärkeren. Übermächtige Gegner liefern sich mit dem Team brutalste Kämpfe in feinster Splatter-Manier. Was ich aber nicht verstehe: Da fließen literweise Blut, Gedärme fliegen durch die Gegend und dann wird aber Erbrochenes zensiert. Wusste nicht, dass das noch schlimmer ist, als die ganze Gewalt. Ich fand die Action trotzdem ziemlich klasse, bis mich Folge 8 geschockt hat. Das kam wie aus dem Nichts.

    Aber zum Glück war das ja nicht das Ende. Das Ende ist ja eigentlich noch offen. Bleibt also auf eine Fortsetzung zu hoffen. Was ich sonst noch sehr loben kann sind die Animationen und die Synchronisation. Die ist spitzenmäßig. Alles in allem ein qualitativ hochwertiges Metzelfest.

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    So schön und traurig zugleich :nuu:

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    Ich würd schon sagen, dass ich eher misanthropisch veranlagt bin. Mich stören Menschen um mich herum. Besonders, wenn es viele sind oder wenn ich theoretisch allein bin und mir dann doch jemand begegnet. Wenn ich schon draußen unter meinesgleichen bin, versuch ich immer mich mit Musik abzukapseln, da mich manche Menschen enorm triggern, ohne es zu wissen. Auf der Arbeit arbeite ich auch am liebsten allein und rede ziemlich wenig. Ich erwarte auch nicht, dass man mir hilft. Im Gegenzug halte ich mich bei anderen Situationen, in denen man meine Hilfe benötigen könnte, heraus.

    Versteht mich aber nicht falsch. Ich lehne nicht alle Menschen ab. Es müssen halt einfach die richtigen Menschen sein. Menschen, mit denen man sich versteht, zusammen lachen kann und sich unterstützt. So etwas bezeichne ich als ein gutes Umfeld, in dem ich mich auch wohlfühlen würde. Und dann würde ich auch sicherlich meine Abneigung verlieren. Ich denke, tief im Inneren bin ich schon eine nette und hilfsbereite Person. Nur ist dieser Kern von einer harten Schale aus Misstrauen und Verbitterung umhüllt.

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    :wacko:

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    Einen Großteil unserer Lebenszeit verbringen wir mit Schlafen. Oder mit dem Warten auf den Zug, der wieder ausfällt :crazy: Doch wie sieht es eigentlich mit unserem Medienkonsum aus? Insbesondere Animes? Welch ein Glück, dass man sich Listen machen kann. Internetseiten, wie MyAnimeList rechnen bequem die Zeit zusammen, die man mit Animes anschauen verbracht hat. Sicherlich wird nicht jeder so etwas machen, doch es ist bestimmt ganz interessant zu sehen, was man schon alles durch hat. Man kann ja auch schätzen.

    Ich führ auf Anime-Planet Buch. Leider wird nur dort eine grobe Zeit angezeigt. Mein Resultat bis jetzt: Insgesamt zähle ich 482 Animes (Serien, Filme, OVAs), die ich gesehen habe mit insgesamt 5.292 Folgen. Insgesamt macht das mindestens 3 Monate.

    Und? Schafft ihr das zu überbieten?

    Habe mal heute mit Chainsaw Man angefangen. Hach, es ist ein wunderschönes Gemetzel. Wahrlich etwas für die Augen. Dass Denji aber nur so eisern durchhält, um endlich mal ein paar Melonen streicheln zu dürfen, erinnert mich stark an so manch andere Ecchi-Comedy-Animes, die ich damals gesehen habe :rolleyes: Aber immerhin kommt das durch die Optik nicht so albern rüber. Erstmal abwarten. Vielleicht wird ja aus dem kleinen Lüstling noch was.

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    Mensch, wie die Threads einfach tot sind. Muss ich wohl mal kurz wiederbeleben.

    Mir gefiel ja schon Requiem for the Phantom. Nun habe ich mit Noir eine ebenso gute Serie im Regal stehen.

    Das Aufbauprinzip der Geschichte ist simpel. Mireille schnappt Kirika auf und um ihre Vergangenheit zu lüften, werden die beiden unweigerlich zu Partnern. Dabei erfahren sie immer stückchenweise neue Sachen, die damals passiert sind. Bald schon stecken sie zu tief drin und müssen sich entscheiden, ob sie ihrem Schicksal folgen oder nicht. Ich muss sagen, aufgrund dessen läuft ein Großteil der Folgen immer relativ gleich ab. Die beiden machen einen Auftrag, liefern sich Schusswechsel mit haufenweise Schlipsträgern, Kirika führt dazu noch coole Stunts aus und vielleicht haben sie am Ende noch einen weiteren Hinweis. Zugegebenermaßen ist das etwas eintönig. Doch die spannende Hintergrundgeschichte, in der beide verstrickt sind, macht das wieder wett. Am Ende gibt es natürlich einen großen Showdown. Zur Musik muss ich auch nichts weiter sagen. Man erkennt sofort, das Kajiura wieder ihre Finger im Spiel hatte.

    Trotzdem hab ich aber immer noch Fragen, die sicherlich auch niemand beantworten kann. Warum ist Kirikas Gedächtnis gelöscht? War es wirklich Kirika, die Mireille zu Anfang der Serie auch die Mail geschickt hat? Bleibt nur Spekulation bei einem sonst sehr überzeugenden Anime.