Es gibt zwei Geschlechter beim Menschen, weiblich und männlich - in Kombination zur Fortpflanzung befehigt. Dazu natürlich noch sehr seltene genetische Annomalien, bei denen eine Person dann z.B. beide Geschlechtsmerkmale aufweist. Der Anteil ist in der Weltbevölkerung aber doch sehr gering.
Hast du damit nicht eigentlich gerade selber gesagt, dass es nicht nur strikt männlich und strikt weiblich gibt? Ob das zur Fortpflanzung irgendeinen Sinn ergibt, oder nicht so häufig vorkommt, sei mal dahingestellt, existieren tut Intersexualität ja trotzdem. Die Pathologisierung davon haben wir ja auch nur unserem "entweder männlich oder weiblich"-Denken zu verdanken. Ist halt nicht alles nur 0 oder 1 in der Natur.
Beim Menschen ist dies aber nicht der Fall, da wandelt sich nichts "von alleine" um. Einem Mann der beschließt eine Frau zu werden, wachsen auch nach Operationen und Hormontherapie keine Eierstöcke, er kann auch nicht schwanger werden.
Eine Frau die beschließt ein Mann zu werden, kann auch nach Operation und Hormontherapie keine Samenzellen erzeugen und dementsprechend auch keine Eizellen befruchten.
Man kann sich also zu einem bestimmten Geschlecht zugehörig fühlen, sich ensprechend kleiden, so auftreten, sich so verhalten, aber das biologische Geschlecht lässt sich nicht ändern.
Das wissen diese Menschen. Und das finden die auch ziemlich scheiße. Wurde von der ein oder anderen trans-Person auch schon um eine eher schmerzhafte Periode beneidet, die freuen sich darüber also echt nicht. ¯\_(ツ)_/¯ Man kann ihnen aber immerhin den Gefallen tun, es so weit anzupassen, dass sie nicht am liebsten vor den Zug springen wollen, wenn sie sich im Spiegel ansehen. Wobei selbst das unfassbar schwer bis unmöglich gemacht wird.
Sicherlich ist es nicht bei allen so, aber bei vielen Leuten, die für sich beschließen ihr Geschlecht ändern zu wollen, habe ich das Gefühl, sie kommen auf den Trichter weil es gerade modern ist.
Hast du dich denn schon mal mit den Personen darüber unterhalten? Hast du dir mal angeschaut, wie hoch die Suizidraten sind? Wie inhuman der Prozess eigentlich ist? Das zieht niemand aus Spaß durch oder weil's halt grad trend ist. Und selbst wenn du keine Hormontherapie oder anpassende OP haben möchtest, hast du mit so viel Hass, Diskriminierung und Gewalt zutun, dass jeder, der das "weil's modern ist" macht, ganz schnell so gar keinen Bock mehr darauf hat. Das was du ansprichst betrifft eventuell eine Mini-Minderheit, aber die haben andere Probleme als trans sein.
"Modern" ist daran btw absolut gar nichts. Gibt's schon ewig, mittlerweile haben diese Menschen aber eine etwas lautere Stimme und trauen sich ein klein wenig mehr, aus dem Schrank zu kommen. Was super ist! :)
Es gibt nicht wenige die diesen Schritt dann später, oft schon nach einigen Jahren, bereuen.
Wo hast'n dafür Zahlen her? 'ne krasse, umfassende Statistik dafür gibt es nicht, aber von dem was es gibt: viele sind das echt nicht. Und noch weniger davon bereuen den Schritt tatsächlich aktiv. Die Hauptgründe für eine Detransition sind btw äußerliche Faktoren wie Druck von Familie, der Gesellschaft, etc.
Als schlimm und geradezu abartig empfinde ich es, wenn schon Kinder dazu ermuntert werden sie seien Transirgendwas, sei es von den Eltern oder insbesondere von Dritten.
Mhhm. Also von dem was ich weiß, wird Kindern und Jugendlichen eigentlich eher gesagt, sie können sowas doch noch gar nicht wissen, weil sie zu jung sind. Ist ja nur 'ne Phase und so. Gepaart mit dem ganzen anderen Mist, den die sich anhören dürfen. Die Eltern oder sonst irgendwelche Personen gehen ganz bestimmt nicht zu 'nem Kind und sagen "jo, du bist jetzt gefälligst trans
". Und wenn dir jemand das anvertraut ist es jetzt nicht verkehrt, die Person darin zu unterstützen, eine Identität für sich zu finden. Nennt sich Liebe und Fürsorge. Sollte man zumindest als Eltern schon haben. Der Weg zur Behandlung ist ja sowieso mit ewigen Wartezeiten, Menschen die dir bestätigen müssen, dass du auch das bist was du fühlst (lol) und anderen Dingen, die man erledigen muss, gefüllt. 