Beiträge von Nyan-Kun

    Was mir aber auch sehr gut gefällt ist: die Dub versionen sehr gut gelungen ist!

    Der Synchronrgisseur bei den Monogateri Sachen ist Christian Zeiger. Spricht im Animebereich auch u.a. Eugeo in "SAO: Alicazation", Armin Arlert in "Attack on Titan" und Nagisa Hazuki in "Free!". Als Sprecher finde ich ihn ganz in Ordnung, aber als Synchronregisseur hatte er immer hervorragend abgeliefert. Als Synchron-Fan fasziniert es mich schon wie ein so junger Mensch so ein gutes Gespür für gute Synchronbesetzungen hat und die Sprecher dann auch noch so hervorragend führen kann. Schade, dass er diese Arbeit als Regisseur nicht mehr macht. Immerhin macht er noch die Sachen weiter für die er zuvor Regie geführt hat.

    Christian Zeiger war so ein Name gewesen, wo ich mich entspannt zurücklehnen konnte, wenn ich irgendwo gelesen habe, dass er die Synchronregie führt. Da ist er für mich sogar noch eine Nummer besser als René Dawn-Claude, der u.a. bei "Attack on Titan" und zuletzt "RE: Zero" und "The Promised Neverland" die Synchronregie geführt hat.

    Heute war ich in der Innenstadt und hab mir in der Bahnhofsbuchhandlung mit der sehr breit bestückten Mangaabteilung mir folgendes gekauft:

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    Yakuza goes Hausmann hab ich mir nach vielen positiven Empfehlungen nun doch noch gekauft und habe es nicht bereut. Leider dauert es noch sehr lange bis Band 2 raus kommt und den ersten Band hatte ich schon in der U-Bahn sehr schnell durch gehabt. Das nenne ich kurzweilig!

    Mir gefällt das Konzept des von außen harten, aber innerlich doch weichen Yakuza, der zu seiner aktiven Zeit von allen gefürchtet wurde und sich nun zurückgezogen hat, um als Vollzeit Hausmann seiner Frau zur Seite zu stehen. Vor allem ist die Hauptfigur trotz seiner weichen Seite ein harter Hund, der weiß wo der Pfeffer wächst. Endlich keine Otaku-Flachpfeife oder weinerliche Eigenbrötler-Lusche als Hauptfigur. Das gibt von mir schon mal deutliche Pluspunkte.

    Den 4. Band von Made in Abyss hab ich mir nun bei Gelegenheit auch noch gekauft. Hab noch nicht damit angefangen. Da werde ich mich nun auf unbekanntes Terrain begeben. Denn Band 4 setzt direkt am Ende der 1. Staffel der Anme-Adaption an, die ich schon gesehen habe.

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    Kizumonogatari Trilogi Filmreihe (2016-17)

    Bin ich tatsächlich der erste hier im Forum, der auf diese Filme zu sprechen kommt? Laut Suchfunktion scheinbar schon. Von daher werde ich mal den Anfang machen. Zunächst einmal habe ich null Ahnung vom ganzen Monogatari Universum. Ganz unbekümmert und unbefleckt habe ich mir diese Filme letzte Nacht spontan einfach mal angesehen.

    Die Handlung ist einfach und schnell erklärt: Es geht um Koyomi Araragi. Ein eher sonderbarer Eigenbrötler und an sich ein ganz normaler Schüler bis er eines Tages in einer U-Bahn Station der Vampirin Kiss-shot Acerola-orion Heart-under-blade begegnet, der man sämtliche Gliedmaßen weggenommen hat und sterbend daliegt. Völlig verstört und voller Angst läuft Koyomi zunächst davon und lässt die am Boden liegende und um ihr Leben bettelnde Kiss-shot alleine zurück, überlegt es sich dann doch anders und hilft ihr indem er ihr sein ganzes Blut zur Verfügung stellt damit sie sich wieder regenerieren kann. Das Ergebnis dieser selbstopfernden Entscheidung ist, dass er nun selber ein Vampir geworden ist. Kiss-shot erklärt sich aber bereit ihn wieder in einen Menschen zurückzuverwandeln. Hierzu muss er ihr jedoch dabei helfen die ihre Gliedmaßen von den Vampirjägern, die sie ihr gestohlen haben zurückzuerlangen, damit sie wieder ihre volle Stärke erlangt und damit auch die Kraft hat Koyomi wieder zurückzuverwandeln. Dabei ist Koyomi gar nicht bewusst mit was für eine Vampirin er sich eingelassen hat, die mehr zu verbergen hat als es der Anschein macht.

    Viel schwieriger ist zu beschreiben was für einen Stil diese Filme haben. Das muss man erst mal selber gesehen haben. Am ehesten könnte man dazu expressionistisch sagen mit gewissen LSD-Halluzinationen gepaart mit einem Fiebertraum. Gewöhnlich ist daran jedenfalls nichts. In jeder Sekunde wird man mit der abgedrehten Erzählweise, Inszenierung und Gestaltung der Welt konfrontiert. Das macht das ganze um einiges besonders, wirkt mit der Zeit wie ich finde aber auch überfrachtet. An sich finde ich diesen ungewöhnlichen Stil in Ordnung, der in seiner eigenen Liga spielt. An einigen Stellen wäre weniger jedoch mehr gewesen, vor allem an den Punkten, wo die ganze Aufmachung, Schnitte, Inszenierung mehr Selbstzweck sind als das sie zur Erzählung der Geschichte beitragen. Stellenweise kann es sein, dass Neueinsteiger sich zu Beginn so mit den Filmen etwas schwer tun und erst mal orientierungslos sind. Ich selber habe 30 Minuten vom ersten Film gebraucht um einigermaßen in der Welt drin zu sein.

    Die Charaktere lassen sich wie ich finde nur schwer erfassen. Jeder von ihnen scheint im inneren etwas zu verbergen, was sich einem als Zuschauer nur schwer oder gar nicht erschließen mag. Vor allem aus der sehr neugierigen und vollbusigen Klassenkameradin von Koyomi Tsubasa wurde ich nicht schlau. Sie und der mysteriöse Meme Oshino haben jedoch einen Charakter an sich der sich nicht wirklich in irgendeine Schublade einordnen lässt. Man neigt dazu diese und auch Koyomi in irgendwelche Schubladen einzusortieren. Dies muss jedoch ständig immer wieder verworfen werden, weil die Charaktere am Ende doch noch mit etwas aufwarten womit man nicht gerechnet hat.

    Diese Filme bilden die Vorgeschichte zu der 2009 herausgekommenen Animeserie "Bakemonogatari". Diese Serie kenne ich noch nicht und auch nicht die anderen Sachen aus dem Monogatari Universum. Da diese Filme der absolute Anfang sind kann auch ein Neueinsteiger gut sich darin zurecht finden. Zudem funktionieren die Filme auch fast als komplett eigenständiges Werk. Fast, weil ich in den Filmen eine genauere Erläuterung dieser Welt vermisst habe. Als unbedarfter Neueinsteiger wird man recht schnell reingeworfen. Erst im zweiten Film hab ich in etwa den Kern des ganzen erfasst, wobei mir die ganze Welt immer noch etwas verschlossen war. Kenner von "Bakemonogatari" werden sich in den "Kizumonogatari" sicherlich schneller einfinden können. Es klappt aber mit gewissen Abstrichen auch bei Neulingen, die die frühere Serie, die zeitlich nach den Filmen spielt nicht kennen.

    Kurz zur deutschen Synchro (falls es irgendwen hier interessiert): Die wartet mit Sprechern wie David Turba (deutsche Feststimme von Shia LaBeouf; Edward Elric aus Fullmetall Alchemist u.a.), Ulrike Stürzbecher (deutsche Feststimme von Jennifer Aniston, Kate Winslet u.a.), Klaus-Dieter Klebsch (deutsche Feststimme von Hugh Laurie, Alec Baldwin u.a.), Tobias Nath (deutsche Stimme von Ben Whishaw, Wyane Rigsby von The Mentalist u.a.), Peter Flechtner (deutsche Feststimme von Ben Affleck, Lupin III. u.a.) und Oliver Siebeck (Vegeta aus Dragon Ball Z u.a.) sehr hochkarätig auf und leisten auch alle Top Arbeit, sind zudem im Animebereich noch recht unverbraucht. Da kommt auch richtiges Hollywood Blockbusterfeeling auf, was den "Kizumonogatari" Filmen mehr als gerecht wird.

    Fazit: Die "Kizumonogateri" Filme kann man am besten als ein sehr ungewöhnliches und surreales Erlebnis beschreiben. Dabei warten die Filme an einigen Stellen mit einer dermaßen unglaublichen Härte auf mit der ich nicht gerechnet habe. Klar ist das alles FSK 16. Dennoch gab vereinzelt ein paar Szenen, die ich so bisher nur bei "The Walking Dead" (FSK 18) gesehen habe und bei einer Szene sogar noch darüber hinaus. Dementsprechend ist das ganze natürlich nichts für zartbesaitete, aber die haben schon spätestens bei der ersten Szene mit Kiss-shot in der U-Bahn abgeschaltet. Sicherlich gehören diese Filme zu der Kategorie, die man erst mal auf sich einwirken lassen muss. Und erst dann wenn man sich das ganze noch ein zweites, gar ein drittes mal nochmal angesehen hat lernt man diese Filme erst so richtig zu schätzen und vielleicht auch zu lieben. Sei es wegen den ungewöhnlichen Charakteren, die einem zum Ende hin doch näher gehen als gedacht, dem kaum zu erfassenden Stil und Design der Welt oder der Cinematographie, die von Anfang bis Ende eine klare Linie verfolgt, auch wenn es zunächst so aussieht als wäre alles völlig wirr inszeniert. Einen Wermutstropfen gibt es jedoch, die ich als Zugeständnis an die Anime-Otakus auffasse: Der diverse Fanservice um Tsubasas großer Oberweite und Koyomis verschämte, aber doch notgeile Reaktion darauf. Zugegeben, das wurde stylistisch schon sehr ungewöhnlich und eigen verpackt. Hatte mich jedoch nicht angesprochen und war eher zum Fremdschämen, vor allem im dritten Film, wo sich eine gefühlte Ewigkeit damit herumgeplagt wurde. Mit viel gutem Willen könnte man diese Szenen als komödiantische "Comic-Relief"-Momente betrachten, die die ansonsten ziemlich ernste Handlung ein wenig lockern, wobei ich dafür die Interaktionen zwischen Koyomi und der geschwächten Kiss-shot besser fand, die auch wirklich lustig waren und nicht eben zum fremdschämen peinlich. Wie gesagt. Dadurch, dass die entsprechenden Szenen künstlerisch und stylistisch sehr ungewöhnlich und kreativ in Szene gesetzt werden, wodurch es nicht völlig deplatziert wird kann man damit leben.

    Ich empfehle alle drei "Kizumonogatari" Filme mal eine Chance zu geben, auch wenn man mit "Bakemonogatari" nicht vertraut ist. Fans davon werden sich diese Filme ohnehin angucken, weil das so wie ich das sehe wohl notwendig ist, um Koyomis Charakter und Wesen besser verstehen zu können. Auch wenn einem das nicht wirklich anspricht so kommt man nicht umhin zu sagen, dass einem die Filme schon doch ziemlich überrascht haben und einiges doch spannend empfunden hat. Beim zweiten mal gucken könnte ich mir sogar vorstellen wirklich richtig gefallen an den Filmen zu finden.

    Gronkh würde ich inzwischen nicht mehr empfehlen. Zufälligerweise bin ich genau heute, bevor ich den Thread hier entdeckt habe, durch seinen Kanal gescrollt, weil ich wissen wollte, was ich zuletzt von ihm noch aktiv verfolgt habe. Das Ergebnis ist schade, denn das letzte LP, das mich interessierte, war vor über einem Jahr Grim Tales, und davor auch nur ECO mit Tobi. Seit er nur noch (teils bezahlte) AAA-Titel und Horrorspiele hochlädt, interessieren mich seine Videos nicht mehr. Ich würde mir wünschen, dass er zu seinen Wurzeln zurückkehrt und wieder Minecraft, Sims oder Trash-Spiele spielt, denn kaum einer konnte diese Spiele so unterhaltsam machen wie er.

    Ist mir auch schon länger aufgefallen. Genauso ist mir auch aufgefallen, dass die Videos mittlerweile schon seit einiger Zeit lediglich von seinen Twitch Streams aufgeteilte Video-Parts, die er auf Youtube hochlädt. Das scheinen mittlerweile viele größere Let's Player auf Youtube zu machen, die auch oder besser gesagt in erster Linie auf Twitch streamen. So fehlt dann immer ein Anfang und ein vernünftiger Abschied. Ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber mich stört sowas schon.

    Um noch eine Sache zu ergänzen: Ich verfolge schon lange in erster Linie nur noch englischsprachige Youtuber. Zu diesen Leuten hab ich im deutschsprachigen Bereich nicht wirklich was gleichwertiges gefunden. Einzige Ausnahme ist Yourtravel.TV, wo die Betreiber Stefan und Dominik Bamberger regelmäßig Flightreports abliefern und immer wieder aufs neue einen sehr schönen Einblick geben wie es bei den entsprechenden Flügen der Airlines, meist in der Business oder First Class, so aussieht. Für einen Otto-Normalsterblichen sind solche Flüge ja eher utopisch. Ich schätze auch ihre Transparenz sehr, wenn sie sagen, was eigentlich gesponsert ist. Bei Sam Chui, der ähnliches macht, sieht es da schon ganz anders aus. Zudem ist er mir mittlerweile viel zu künstlich-unecht geworden in seinen Videos, wodurch es schon fast gestellt wirkt.

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    Bei bestimmten Themen trifft das schon zu. Würde Walulis auch eher in dem Bereich Infotainment verorten. Da muss man beim Bereich "Information" immer gewisse Abstriche machen. Seine Videos können aber schon einen grundlegenden Überblick zu einem Thema geben, wenn man da nicht ganz im Bilde ist.

    Kommt es mir nur so vor oder lizensiert Trimax immer nur diese langweiligen Durchschnitts-Hentais mit mäßiger Animation und Schwerpunkt Rape, Bondage usw..

    Es gibt schon durchaus gute und interessante, auch gut animierte Hentai-Animes, aber die sehe ich kaum im Trimax Programm.

    @Son-Goku7

    Es gibt zwei Möglichkeiten wie man als Let's Player und/oder Twitch Gaming-Streamer Unterhaltungswert erlangen kann, sodass man jemanden gerne zuschaut. Entweder man ist richtig richtig gut beim zocken und versetzt die Zuschauer ins staunen oder man ist richtig schlecht beim zocken, weiß jedoch damit unterhaltungsmäßig damit was anzufangen und kreiert daraus lustige Momente.

    Gronkh kriegt letzteres meiner Meinung nach gut hin. Ich hab aber schon Typen erlebt, die einfach nur schlecht gezockt haben und das war es auch schon. Da war es schon eine Qual denen beim zocken zuzuschauen, weil die schlecht gezockt haben, frustriert dabei waren und im grunde genommen einfach nur langweilig waren. Das sind aber auch zumeist die Leute, die nicht so erfolgreich sind.

    Am sympathischsten ist mir Gronkh aber den kann ich leider nicht empfehlen, weil so sympathisch er zwar ist , so desaströs spielt er die Games. Sein Kumpel Sarazar ist noch schlimmer.

    Wer guckt sich denn Let's Plays von Gronkh und Sarazar in der Erwartung eines erstklassigen Gameplays an? ^.^

    Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass die beiden deswegen bei ihren Fans so gut ankommen, weil sie nicht so gut zocken und sich so immer selbst auf die Schippe nehmen können. So sind schon in der Vergangenheit zahlreiche bescheuert-lustige Momente entstanden oder eben auch mal Rage-Momente.

    Sarazar macht im übrigen mittlerweile nur noch selten Let's Plays seit er sich vermehrt auf seine Musiker- und DJ-Karriere konzentriert, was ich etwas schade finde. Zudem sind Gronkh und Sarazar schon lange keine Kumpels mehr. In meinem ersten Blog-Artikel zum Thema "Freundschaft und Geschäft" hatte ich das kurz mal angerissen.

    Das Ungleichgewicht der Emotionen ist durchaus ein beherrschendes Thema und im Endeffekt - was einige wohl stört - wird vieles in der Geschichte über Emotionen betrachtet und nicht rational.

    Emotionen sind die eine Sache, aber für mich war das wirklich schon zu viel, dass es schon fast an Gefühlsduselei grenzte. Naja, wie auch immer. Das was andere an genau dieser Serie so toll finden ist das was mich daran stört. Insofern werden ich und "Nagi no Asukara" wohl keine Freunde werden.

    Die Atmosphäre konnte mich auch nicht überzeugen. Da fand ich "Tari Tari" gelungener. Mit dem Charakterdesign der männlichen Fischmenschen kann ich mich immer noch nicht anfreunden und auf die Unterwasserwelt konnte ich mich wegen der wenig nachvollziebaren Serienlogik nicht einlassen. Wenn die Menschenwelt an der Oberfläche sich schon sehr an der Realität orientiert dann erwarte ich bei einer Unterwasserwelt mit Fischmenschen quasi um die Ecke liegend schon das sie sich sehr von der Oberfläche unterscheidet. Stattdessen will mir die Serie weiß machen, dass die Welt da unten exakt so ist wie die Menschenwelt, deren (ehemalige) Schule an sich auch so ist wie die der Menschen, die Fischmenschen da unten Fernsehen können und eine Telefonleitung zur Oberfläche haben. Die Gesetze der Physik unter Wasser scheinen für die Fischmenschen auch nicht zu gelten. Da kriege sogar ich in ein paar Stunden eine nachvollziebarere Fantasywelt auf die Beine gestellt. Mir kommt es so vor als hätten die Autoren der Serie sich nie wirklich Gedanken um die Fragen über die Welt, die sich beim schreiben automatisch gestellt hätten gemacht.

    Ich habe so einige Youtuber abonniert deren Inhalte ich ganz toll finde. Denjenigen den ich wirklich wärmstens empfehlen kann ist Townsends.

    Der Betreiber des Kanals Jon Townsend beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte und Kultur des (amerikanischen) 18. Jahrhunderts. Sei es nun die Küche, alltägliche Dinge wie Briefe schreiben und Kleidung oder interessante Biographien kleiner Bürger. Das macht er mit einer so Unglaublichen Leidenschaft, Begeisterung, Lebensfreude und Sympathie das man nicht anders kann als ihm gebannt bei seinen Ausführungen und Erläuterungen zuzusehen und zu lauschen. Ich selber hab kein Plan vom Amerika des 18. Jahrhunderts und eigentlich interessiere ich mich nicht dafür, aber Jon hat es tatsächlich geschafft, dass ich voller Begeisterung mir seine Videos anschaue, eben weil er selber mit so viel Enthusiasmus mit dabei ist. Die "Youtuber" , die ihren Kanal nicht in erster Linie als monetäres Geschäft betreiben, sondern vor allem deshalb Videos machen, weil ihnen das Thema, was sie in ihren Videos behandeln wirklich sehr am Herzen liegt waren mir schon immer sympathischer gewesen. Ohne diese Leute wäre Youtube bloß eine pubertäre Kommerzhölle.

    Handwerklich sind Jons Videos auch sehr kreativ und hochwertig gemacht. Da bewegen sich die Mundwinkel beim zuschauen schon fast von alleine nach oben.

    Der YouTube Kanal von Jon Townsend ist eigentlich nur ein nebenbei Ding von ihm den er auch dazu nutzt seinen eigenen Laden und Shop den er schon in zweiter Generation führt zu promoten (fällt nie negativ auf, wenn überhaupt!) . Da verkauft er wie sollte es anders sein authentische Produkte, Waren, Kleidung im Stile des 18. Jahrhunderts. Seine Tochter Ivy ist auch schon von Kindesbeinen an mit dabei und tritt auch sporadisch in den Videos mit auf.

    Ich fand den Film auch ganz nett als ich ihn im Kino gesehen habe, wobei mir damals "Blade Runner 2049" doch besser gefallen hatte. Die Sache mit den großen Augen wurde ja wirklich kontrovers diskutiert wie zuletzt das erste Design von Sonic in dem kommenden Realfilm.

    Am Ende hatte man die Augen ein Stückchen verkleinert im Vergleich zu das was man in den ersten Trailern gesehen hatte. Trotzdem hatte dies sicherlich viele abgeschreckt. Im Kino waren bei mir auch ein paar wieder rausgegangen als sie direkt als erstes Alitas "Alien-Glubschaugen" sahen. Es sollte wohl eine Anspielung auf den Original Manga sein, aber meiner Meinung nach ist das völlig missglückt und unnötig. Es harmoniert nicht zu den anderen Charakteren und war schon sehr an der Grenze zum Uncanny Valley, den einige schon als längst überschritten sahen. Ich selber konnte mich noch einigermaßen darauf einlassen, aber auch nur, weil ich mir eingeredet habe, dass Alita kein menschliches Wesen ist.

    Aber trotzdem brauche ich auch viele "Ruhephasen" oder "Ich-Zeit" und empfinde ich den Umgang mit Menschen oft unmittelbar oder im Nachgang als relativ anstrengend, erschöpfend, auslaugend.

    Klingt für mich eher mehr nach introvertiert. Extrovertiertere Personen lieben in der Regel den Kontakt zu anderen Leuten und blühen eher auf, wenn sie im Mittelpunkt stehen, was wiederum für Introvertierte eher unangenehm ist.

    Hab auch die Erfahrung gemacht, dass tendenziell eher extroviertiertere Personen sich schnell unwohl und einsam fühlen oder sich langweilen, wenn sie eine gewisse Zeit alleine sind. Die brauchen einfach die Interaktionen mit anderen Mitmenschen.

    Schaue gerade bei Vox "Men in Black".

    Wollte eigentlich "Erinnerungen an Marie" schauen, aber mein Vater wollte lieber MIB gucken. Ist auch ein toller Klassiker, der wie ich finde angenehm zeitlos ist... bis auf ein paar kleinere Popkulturreferenzen.

    Zitat von Light97

    Das größte Problem ist diese Monopolstellung. Jeder Publisher kann quasi eine Serie für sich beanspruchen. Man hat also nicht die Wahl zu jemand anderen zu gehen der eine bessere Qualität abliefert. Konkurrenz würde da für viele Verbesserungen sorgen, denke ich

    Wäre mir neu, wenn mehrere Verleiher/Rechteinhaber/Publisher die Rechte an genau derselben Serie oder Film haben können und gleichzeitig rausbringen können. Das ist im Realfilmbereich auch nicht so. Konkurrenz gibt es auf dem deutschen Anime Markt auch mehr als genug. Die haben alle auch ein unterschiedliches Portfolio.

    Flunkiii

    Nah. Da bleibe ich lieber beim Trickfilm. Hat mehr Charme, war farbenfroher und da wurde mein absoluter Nr. 1 Bösewicht Song "Seid bereit" nicht völlig verstümmelt. Außerdem gefiel mir die Kombi aus fiktivem Film mit "photorealistischen" Tieren überhaupt nicht. Für sowas schaue ich mir lieber echte Tiere aus einer Naturdoku an.

    Gab aber schon schlechtere Neuverfilmungen von Disney.

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    Eigentlich hatte ich vor mir "Cats" im Kino anzusehen. Also der Film von dem ich dachte es wäre eine Parodie auf das gleichnamige Musical. Als man mir zugesteckt hat, dass dieser Film ernstgemeint ist und man kurz vor Kinostart nochmal etwas am CGI herumgeschraubt hat damit es ein wenig besser aussehen soll in der Hoffnung die Zuschauer nicht komplett zu verstören bin ich mir da nicht mehr so sicher.

    Wenn ich es mir recht überlege spare ich mir lieber das Geld für das Kinojahr 2020. Da gibt es auch so einige Filme, die ich mir eventuell noch gerne ansehen würde. Im Animebereich hab ich mittlerweile "Weathering with you" für mich ausgeschlossen. Dafür wächst mein Interesse an "One Piece: Stampede". Keine Ahnung wieso. Die Serie hab ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen, aber wenn mein Bauchgefühl mir sagt, dass es eine gute Idee ist sich diesen Film anzusehen dann werde ich es wohl machen. Bisher lag mein Bauchgefühl bei der Auswahl der zu sehenden Kinofilme noch nie falsch.

    Japanisch spreche ich auch nicht. Trotzdem habe ich selbst bei meiner Meinung nach guter deutscher Synchro manchmal Angst vor "Verfälschungen".

    Da ich mich schon seit einigen Jahren sehr mit dem Thema deutsche Synchros beschäftige kann ich dazu was sagen. Im allgemeinen trifft dies auf alle fremdsprachigen Werke zu, die auf deutsch synchronisiert werden. Du stehst mit dieser Haltung auch nicht alleine da. Es gab in der Vergangenheit schon diverse deutsche Schauspieler, die ziemliche Hemmungen vor der Synchronarbeit hatten und dies nur widerwillig machten bzw. sich daran mal versuchten, aber schnell damit aufhörten, weil sie nicht dazu beitragen wollten durch ihre Arbeit das stimmliche und spielererische Werk eines auslänidischen Kollegen zu "verfälschen". Andere Schauspieler hatten das weniger eng gesehen und hatten die Synchronarbeit entsprechend öfters gemacht.

    Auch heute noch hört man vereinzelt Schauspieler, die beim Thema Synchron die Nase rümpfen und den O-Ton predigen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Schauspieler, die das Synchronhandwerk verehren wie z.B. Bastian Pastewka oder Oliver Kalkofe.

    Kurz gesagt: Jeder hat da eine andere Sichtweise und obwohl ich selber tendenziell lieber mehr die deutsche Fassung mir ansehe würde ich dir deine Sicht nicht absprechen wollen. In gewisser Weise hast du auch recht mit deinem Standpunkt. Auf der anderen Seite gab es auch schon so einige gute Synchros, die das dröge Original locker in die Taschen gesteckt haben. O-Ton Fanatiker würden wohl auch da von "Verfälschung" sprechen, aber für solche Leute sind die Synchros auch nicht gemacht. Da muss man wie ich finde beides getrennt voneinander betrachten.

    Was mich momentan vermutlich am meisten stört, ist das Aufspringen auf Hype-Trains. Mit SAO sind plötzlich dutzende Animes mit dem Thema "Online-Gaming" aufgetaucht, was dann auch in das Isekai-Genre überging. Es mag zwar hier und da Perlen in dem Bereich geben (Ixion Saga DT als Parodie auf SAO, oder Zombie Land Saga, das sich über das Genre eher lustig macht), jedoch sind die meisten Animes nach Schema F aufgebaut.

    Mich nervt das auch. Kenne ich auch aus dem Realfilmbereich. Sogar Disney Trickfilme hatte man verstärkt nachgeahmt nachdem diese in den 90ern wieder total angesagt und populär wurden. Auf eine mehr oder weniger kreative Idee mit guter und erfolgreicher Umsetzung folgen mehrere dutzend Trittbrettfahrer, die auch auf dieser Erfolgswelle mitschwimmen wollen. Schlimmstenfalls geht das dann solange bis das Hype-Pferd zu tode geritten wurde und nichts mehr rauszuholen ist.

    Um mal wieder das Beispiel mit den Disney Trittbrettfahrer und Nachahmer zu bemühen: Kaum einer erinnert sich noch an diese oder kennt die überhaupt noch. Titel wie "Die Schwanenprinzessin" oder "Ferngully" werden sicherlich die wenigsten noch was sagen, wenn überhaupt. Genauso wird es mit den dutzenden Durchschnitts-Isekai Titeln auch so enden. Am Ende bleiben einem nur noch die guten Platzhirsche den meisten hängen und der Rest wird schnell in Vergessenheit geraten.

    - Die elitäre Denkweise kommt eben schnell auf, wenn man sein eigenes Grüppchen (Anime, Manga) bildet und sich bewusst von Außenstehenden abheben möchte. Das ist - meiner Meinung nach - kein exklusives Problem der Anime-/Mangacommunity.

    Sehe ich genauso. Man bildet Gruppen mit gleichgesinnten, grenzt sich ab, usw.. Findet man überall und ist eine sehr menschliche Eigenschaft. Das einzige, was all diese Grüppchen, die sich voneinander abgrenzen gemeinsam haben ist, dass sie, welch Überraschung, sich als etwas besseres betrachten, unabhängig davon, ob das wirklich so ist oder nicht.

    Für mich sind solche "Gruppirereien" ein Greul, weshalb ich sehr lange Zeit nur stiller Leser in einigen Foren und Communities war und meist eher distanziert war und an sich immer noch bin. Der einzige Grund weshalb ich seit einigen Jahren anfange selbst mitzuschreiben ist, dass ich auch mal zu etwas meine Meinung kund tun möchte und mich mit anderen austauschen möchte. Zu irgendeiner Community lasse ich mich aber immer noch ungerne dazu zählen, auch wenn ich aktuell in einer mitschreibe. (';

    In dem Sinne finde ich auch die nüchterne Haltung von Youtuber "Tanzverbot" gut, dass er lediglich Leute hat, die ihm vielleicht gerne mal zuschauen (warum auch immer), aber keine Fans oder gar eine Community hat. Auf sowas verzichtet er im Gegensatz zu vielen anderen Youtubern/Influencern.