Aufregen passt hier nicht ganz, aber unfassbar nervig finden:
Wenn ein minimaler Infogehalt maximal aufgeblasen wird. Siehe Youtube Videos, die für eine kleine Info auf 10 min und länger gestreckt werden; siehe Artikel, die ewig um den heißen Brei herumlabern, nur damit man als Leser im letzten Viertel feststellt, dass es sich mal wieder um hohles Gelaber handelt, ohne Hand und Fuß; siehe auch öffentliche Beiträge von Usern (quer durch diverse Plattformen), die einen einzigen Schwall an unwichtigen Details darstellen, mit denen sich der Verfasser im worst case sogar noch selbst schadet indem er sich zur Zielscheibe von Hohn und Spott macht. Das bedeutet natürlich nicht, dass Videos, Artikel usw. nicht umfangereich sein sollen - so lange die Inhalte gehaltvoll sind, schaue und lese ich sowas gerne. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille.
Die andere ist die (mögliche) Intention hinter diesem Verhalten. Und je länger man darüber nachdenkt, desto größer wird meine Abneigung.
Klar könnte man jetzt argumentieren, dass man sowas ja nicht schauen oder lesen muss, und das stimmt natürlich. Nur weiß man ja oft nicht, was einen erwartet, somit erst mittendrin klar wird, dass es sich mal wieder nur um heiße Luft oder lediglich um einen Versuch einer perversen Selbstdarstellung handelt. Außerdem macht es die schiere Menge an solchen Inhalten schwierig, diesen einigermaßen gezielt auszuweichen. Würde sich das mengenmäßig im Rahmen halten, könnte mir dieses Phänomen egaler nicht sein. Ist aber nicht so, es gibt kein Entrinnen, außer man meidet konsequent das Internet. Und das will man sich ja eigentlich nicht versauen lassen und nicht selten ist man nunmal darauf angewiesen.