Beiträge von RafaelM

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    Ich bin im Moment fast komplett in "My Teen Romantic Comedy SNAFU" gefangen. Warum die Serie als "RomCom" bezeichnet wird, ist mir ein wenig schleierhaft, da es zwar hin und wieder lustige Momente (meistens zwischen Isshiki und Hikigaya) gibt, aber der Fokus eher auf die ziemlich realistischen zwischenmenschlichen Beziehungen liegt.

    Manchmal zaubert das Zusammenspiel der Figuren einem ein Lächeln aufs Gesicht, oft zieht es einen aber auch total runter und man will ihnen einen Stoß in die richtige Richtung geben, während sie immer weiter auseinanderdriften.

    Ohne die Original-Tonspur zu kennen, empfinde ich die deutsche Synchro ausnahmsweise mal als sehr angenehm.

    Nach der ersten Staffel muss ich sagen, dass mir die Serie - mit einigen kleineren Abstrichen - sehr gut gefällt. Besonders die entschleunigende, manchmal lustige, manchmal melancholisch-traurige Stimmung hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Von dem Zusammenspiel Lawrence & Holo kann man wirklich nur schwer genug bekommen, aber auch Nora hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

    Dass die Handlung weniger (am Ende etwas mehr) auf Dramatik und mehr auf Handelsgeschick wert legt, ist mal eine völlig neue Erfahrung. Hin und wieder sind diese Szenen etwas zäh, aber sobald Holo mitmischen darf, werden sie sofort ein wenig aufgelockert.

    Das Einzige, was mich etwas gestört hat, war die Sache mit Chloe. Einerseits finde ich die Einführung dieses Anime-Only-Charakters sehr gelungen, er gibt den ersten Folgen durch das Motiv der verschmähten Liebe eine zusätzliche Tiefe, andererseits wird Chloe dann sehr schnell aus der Handlung genommen und taucht nur noch sehr kurz in der 12. Folge auf. Da hätte ich mir zumindest noch ein letztes Aufeinandertreffen mit Lawrence gewünscht, so bleib dieser Charakter etwas in der Luft hängen.

    Übrigens haben bei meiner dritten Blu Ray die deutschen Untertitel teilweise nicht richtig funktioniert, deshalb hab ich den finalen Plan mit dem Goldschmuggel vielleicht nicht richtig verstanden. Ich dachte, es ging darum, das Gold in den Mägen der Schafe zu schmuggeln, stattdessen hat es der Kerl von der Handelsgilde einfach in einem Säckchen transportiert. Was war denn da jetzt der große Plan, für den sie Nora gebraucht haben?

    Na ja, wie auch immer, ich kann die zweite Staffel trotzdem kaum erwarten. Aber bis dahin wird es noch etwas dauern - vielleicht auch nur bis zur nächsten Rabattaktion ...

    Da "Puella Magi Madoka Magica" (zugegebenermaßen eine ganz andere Serie als Magical Girl Site) mein Interesse am Dark-Magical-Girl-Genre geweckt hat, wollte ich es mal mit dieser Serie versuchen. Leider habe ich beim Kauf das "Sept" auf dem Cover der beiden Bände erst zu spät bemerkt und erst kurz vor dem Lesen erfahren, dass es sich um ein Spin-Off handelt und nicht um die Hauptserie.

    Vielleicht war es ein Fehler, die Mangas trotzdem zu lesen, statt mir erstmal die eigentliche Serie zur Gemüte zu führen. Mir kam der erste Band sehr oberflächlich gestaltet vor, als hätte der Autor eine Checkliste für einen Rape-n-Revenge-Plot abgearbeitet. Da es schon nach kurzer Zeit von der lediglich angedeuteten Charakterentwicklung zur Zerstörung der selbigen übergeht, hab ich es nicht geschafft, einen wirklichen Bezug zu Hyoka und Tsurara aufzubauen.

    Die Fortsetzung macht es da nicht besser, besser, besonders aus der geheimnisvollen Anjo wird man überhaupt nicht schlau. Ist vielleicht auch nicht gewollt, aber mir war das zu konfus. Und dass die verschmähte Geliebte von Tsuraras Peiniger sich als noch durchgeknallter entpuppt und zufällig in den Besitz eines "Zauberstabs" gelangt ist, empfinde ich auch nicht als großen Wurf. Zumal die Bösen hier nicht mehr sind als charakerlose Ärsche.

    Tsuraras Entwicklung hat in Band 2 dann allerdings besser gepasst, wie sie nach und nach psychisch gebrochen wird, hat der Mangaka sehr ergreifend und drastisch in Szene gesetzt.

    Ansonsten weiß ich nach dem Spin-Off nicht so recht, ob ich es mit der Hauptserie noch versuchen soll. Überzeugt haben mich diese beiden Bände jedenfalls nicht.

    Mittlerweile bin ich schon drei Bände weiter, und ich muss sagen, inzwischen ist die Serie echt gereift bzw. hat ihren Rhythmus gefunden.

    Band 4

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    Nun wird also die Haupt-(?)Handlung fortgeführt. Mizuke, die "Patin von Downtown", die im ersten Band frustriert ihr Geschäft aufgegeben hat, kehrt zurück, um Miko zu unterstützen. Diese wird weiterhin von allerlei Geistern verfolgt, selbst im Kino, wo ihr ein Monstrum die Sicht auf den Film versperrt. Anschließend lernt sie den geheimnisvolle Romm Shindo kennen, der ebenfalls Geister sehen und sie auch bekämpfen kann. Dieser scheint seine eigenen Pläne haben, und, wie sich am Ende herausstellt, kennen Mizue und er sich bereits.

    Daneben wird Miko von den dämonischen Schreinmädchen verfolgt, die sie bereits einige Male vor bösen Geistern verfolgt haben. Der Tempel, in dem sie sie einst versehentlich beschworen hat, ist allerdings verschwunden und erweist sich als unheimlicher Wald und Tummelplatz unheimlicher Gestalten. Ihr Versuch, die Schreinmädchen mit einer Opfergabe (ein Teller frittierter Tofu, da würde ich glaube ich auch sauer werden!!!) zu besänftigen, geht gründlich nach hinten los. Glücklicherweise wird sie von Mizue vor dem Zorn dieser Gestalten gerettet.

    Man merkt, wie sich die Serie immer weiterentwickelt und sich eine größere Handlung aufbaut. Die Zeichnungen der Monstrositäten sind wie immer sehr detailreich und schwankend von abstoßend-unheimlich bis zum Schmunzeln anregend. Überhaupt regt jede Szene, in der Hana auftaucht, genau dazu an, ihr Charakter ist für mich inzwischen das Salz in der Suppe. Gleiches kann man von Yuria behaupten, die leider diesmal nur einen kleinen Auftritt erhält.

    8,5/10 Punkte

    Band 5

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    So, Romm Shindo ist also ein ehemaliger Lehrling der Patin, die auf diesen allerdings nicht so gut zu sprechen ist. Derweil muss sich Miko in der Schule mit einem Geisterkoch herumschlagen, der andere Kreaturen vor ihren Augen verarbeitet, während Hana und sie Kochunterricht haben. Später rettet Hana den Talisman eines Jungen aus einem Fluss, fängt sich dabei aber nicht nur eine Erkältung, sondern auch ein monströses Geschöpf ein, das ihr bis nach Hause folgt und langsam die Energie entzieht.

    Als Miko davon erfährt, nimmt sie kurzerhand Yuria mit zu Hana, wo sie gemeinsam ihre Freundin so sehr zum Essen bringen, dass das Geschöpf von Hanas Aura stark geschwächt wird. Schließlich tauchen sogar die Schreinmädchen und der unheimliche Berggott aus Band 2 auf und attackieren die Mädchen, werden aber von Hanas Aura vertrieben.

    Um dieser Gestalten Herr zu werden, nimmt sich Romm Shindo Miko an und nimmt sie mit zurück zu dem Berg, wo sich der Tempel des Berggottes befindet. Doch Mizue, seine Lehrmeisterin, hat etwas dagegen ...

    Für mich stellt dieser Band der bisherige Höhepunkt der Serie dar. Besonders, weil Hana im Mittelpunkt der Handlung stehen darf und als unfreiwillige Heldin, verunglückte Köchin oder krank im Schlafanzug einfach immer eine knuffige Figur macht. Allein schon die Szene, in der sie von einem Jungen aus dem Fluss gerettet wird, indem sie in ein Baguette beißt, das er ihr hingehalten hat, hat es in sich, ebenso ihre Fressorgie, bei der Reisbrei, Äpfel, Donuts und diverses andere dran glauben muss.

    Auch Romm Shindo ist eine interessante Figur, einerseits ein Betrüger, andererseits jemand, der über gewisse Fähigkeiten verfügt und Miko aus unerfindlichen Gründen helfen will. So geht es bei der Handlung um den Berggott langsam in die entscheidende Phase.

    Die Mischung aus Horror, Comedy und Mystery hat sich nach den eher unzusammenhängenden Einzelgeschichten am Anfang der Serie (abgesehen davon, dass der "Es juckt"-Geist hier nochmal einen Kurzauftritt hat) echt gemausert.

    09/10 Punkte

    Band 6

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    Auf dem Tempelberg kommt es zum Showdown zwischen Miko, Mizue und Romm auf der einen sowie dem Berggott und den Schreinmädchen auf der anderen Seite. Dabei nimmt Miko die Rolle des Lockvogels ein und wird unter anderem von der monströsen Kreatur verschlungen, die sich schließlich als abstoßend grinsendes Geschöpf mit Glöckchen-Augen entpuppt.

    Daneben erfährt man noch einiges aus Romms und Mizues gemeinsamer Vergangenheit und wie sie ihren heutigen Charakter erhalten haben. Zudem tritt nun auch Mizues Lehrmeistern Towako Oka auf den Plan, die Mizue und Romm vor Jahren schon einmal vor dem Berggott gerettet hat und sich anschließend in ein Monster verwandelt hat - genauer gesagt in eines der Schreinmädchen, die dem Berggott dienen. Romm will sie nun unbedingt befreien ...

    Da die Haupthandlung diesmal - abgesehen von Mikos Outfit, als sie dem Berggott gegenübertritt und der bizarren Gestalt dieser Kreatur - fast gänzlich ohne den üblichen Humor auskommt, gibt es am Ende noch ein lustiges Bonuskapitel, indem sich Hana auf die Suche nach Miko macht, dann aber Yuria und Kyosuke zu Mrs. Donut "verschleppt". Yuria versteht natürlich wieder einmal alles falsch und glaubt, in Mikos Bruder einen mächtigen Geistervernichter zu erkennen.

    Ja, das war schon etwas ungewöhnlich. Statt dem typischen schrägen Humor der letzten Bände wird hier viel Wert auf Erklärungen, Charakterentwicklung und Dramatik gesetzt. Mizue und Romm sind zwar interessante Figuren, aber (fast) ohne Hana und Yuria hat dieser Ausgabe das gewisse Etwas gefehlt. Dennoch finde ich es toll, wie sich die Handlung entwickelt hat und dass die Schreinmädchen nicht einfach nur böse Dienerkreaturen sind.

    Das schräg-lustige Bonuskapitel entschädigt dann in Sachen Humor ein wenig.

    08/10 Punkte

    Ich sehe die Serie ähnlich, hätte allerdings eher 7,5 von 10 Haremshäuser gegeben. 😉

    Die Charaktere sind im absolut positiven Sinne total überdreht, besonders der zu 101 % ehrliche Naoya, während insbesondere das Zusammenspiel seiner (süßen) Freundinnen und die, die es gerne wäre, für die meisten Lacher sorgt.

    Was mich allerdings stört, ist die ewige Schreierei und die Animations-Qualität, die hin und wieder doch zu wünschen übrig lässt. Deshalb ziehe ich in diesem Fall mal wieder den Manga vor.

    Normalerweise bin ich ja nicht so der RomCom-Fan, aber zur Entspannung ist diese Serie wirklich mal nicht schlecht.

    Da kann ich RafaelM nur zustimmen. Ich mochte den Anime auch sehr und war auch etwas traurig, dass es keine Fortsetzung gab. OP und ED habe ich auch auf meiner Playlist und höre ich auch immer mal wieder zwischendurch :)

    Bei mir läuft inzwischen auch fast jeden Tag die Szene, in der Tina aus Rentaros Bett kriecht und Kisara die Polizei rufen will. Überhaupt gibt es so viele lustige Tina-Szenen. ^.^

    Mieruko.jpg

    Inhalt:

    Die Oberschülerin Miko Yotsuya plagt sich seit einiger Zeit mit einer furchteinflößenden Fähigkeit herum: Sie ist in der Lage, Geister und andere Kreaturen wahrzunehmen, die für die meisten anderen Menschen unsichtbar sind. Zudem versuchen diese Geschöpfe ständig, Kontakt zu ihr aufzunehmen, was Miko nur verhindern kann, indem sie sie ignoriert. Doch die Erscheinungen scheinen von Tag zu Tag aufdringlicher und zudem von ihrer besten Freundin, der meist nur an die nächste süße Mahlzeit oder den Umfang ihrer Brüste denkenden Hana Yurikawa, magisch angezogen zu werden.

    Selbst eine Wahrsagerin ist mit Mikos Fähigkeiten überfordert. Unterstützung erhält sie jedoch von der ebenfalls "sehenden" Mitschülerin Yuria Niguredu, die Miko jedoch für eine mächtige Exorzistin hält und dementsprechend von einem Missverständnis ins Nächste läuft. Und schließlich ist da noch Mikos unheimlicher neuer Klassenlehrer, der von einer Schar tierischer Totenseelen umgeben wird ...

    Meine Meinung:

    Um ehrlich zu sein, wollte ich diese Serie eigentlich schon nach der ersten Ausgabe aufgeben. Das Artwork mag - besonders bei den Geistwesen - sehr aufwendig, detailreich und schaurig sein und insbesondere Mikos beste Freundin Hana sorgt durch ihre hirnlose, von Süßigkeiten besessenen , gleichzeitig aber auch leicht zu ängstigenden Art für einige Lacher, andererseits besteht der Auftakt nur aus einer Aneinanderreihung unzusammenhängender Geistererscheinungen, eine durchgehende Story existiert zunächst nicht. Seltsamerweise gibt es am Ende eine interessante Entwicklung, als auch noch Mikos toter Vater auftaucht, welcher dann aber in den beiden Nachfolgebänden überhaupt nicht mehr in Erscheinung tritt.

    Band 2 bietet da schon eine leichte Steigerung, was vor allem an der Einführung der von Fliegenpilzen besessenen Mitschülerin Yuria liegt, die durch ihre Eigenart, sich von Miko ständig ein völlig falsches Bild zu machen, den Humor-Level deutlich in die Höhe treibt. Außerdem entwickelt sich in Sachen Geister scheinbar ein erster Roter Faden in Form einer Gottheit und zwei mysteriösen Helfern, die Miko vor angreifenden Monstern retten. Und auch Zen, eine unheimliche Nebenfigur aus dem ersten Band, taucht wieder auf. Daneben bietet der Manga allerdings auch wieder zahlreiche in keinem wirklichen Zusammenhang stehenden Erscheinungen, die die Handlung eher ausbremsen als voranbringen.

    Im dritten Band, der für mich das bisherige Highlight der Serie darstellt, gibt es zunächst ein Wiedersehen mit Yuria, die gemeinsam mit Miko und Hana ein Geisterbahn-Labyrinth überstehen muss, um zwanzig Gratis-Donuts zu gewinnen. Das schräge Zusammenspiel der drei Mädchen ist ein echter Gewinn für die Serie, deshalb darf Yuria dann auch immer öfter auftauchen. Zudem bietet diese Ausgabe endlich einmal eine durchgehende Handlung, bei der der neue Klassenlehrer Zen Tohno in den Mittelpunkt rückt. Dieser erscheint zunächst als den Tod anziehender Psychopath, bis Miko eines Besseren belehrt wird. Scheinbar zumindest, denn am Ende wendet sich das Blatt noch einmal ...

    Wer (wie ich) den Auftakt der Serie eher etwas einschläfernd findet, sollte "Mieruko-Chan" auf jeden Fall noch eine Chance geben. Die Handlung entwickelt sich Stück für Stück weiter, als hätte der Autor sich erst einmal selbst in sein Konzept hineinfinden müssen. Mal sehen, wohin das alles noch führt, ich bin auf jeden Fall gespannt.

    Da die "Higurashi"-Serien allesamt schön aufgesplittet zu Mondpreisen in Deutschland verkauft werden, bin ich für die ersten beiden Staffeln auf die britischen Blu-Rays umgestiegen. Da ich eh immer in OmU schaue und dem Englischen mächtig bin, war das eine ziemliche Ersparnis (knappe 95 € statt über 400 €).

    Allerdings hätte ich vor einigen Wochen die ersten drei Staffeln (auch auf Englisch und originalverpackt) auch für 36 € bei Ebay ersteigern können, wenn ich das Ende der Auktion nicht verschlafen hätte ... ;-(

    Higurashi.jpg

    Nach meiner ersten Archonia-Bestellung muss ich sagen, dass die Mangas erstens schnell geliefert wurden und zweitens sehr gut verpackt waren. Nur schade, dass man die Versandkosten nicht mit einem höheren Bestellwert reduzieren kann.

    Inzwischen hab ich die Serie bis zum Ende durchgelesen - es waren ja nur zehn Bände, wobei ich finde, dass die Geschichte voll auserzählt wurde - und blicke schon ein bisschen wehmütig zurück. Der Mystery-Anteil blieb bis zum Schluss überraschend gering, meistens ging es vor allen Dingen um die Beziehungen der Charaktere untereinander oder zwischen Schülern, die einmal einen großen Auftritt erhielten und später als Nebenfiguren immer wieder auftauchten.

    Die Auflösung empfand ich als besser gelöst als im Anime und auch ein wenig düsterer.

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    Yukos Sterben wurde zwar im Anime noch länger und intensiver dargestellt, dafür empfand ich die Erkenntnis, dass Yukos eigene Schwester (Kiries Großmutter, deren Rolle in der Vergangenheit im Anime von einer Freundin namens Asa eingenommen wurde) sie durch ihren Fanatismus zum Tode verurteilt hat, ungemein schmerzhafter.

    Yuko wird hier auch nicht durch einen besonders schönen Kuss auf der Erde gehalten, sondern wäre fast freiwillig ins Licht gegangen, um sich dann im letzten Moment für Teiichi zu entscheiden und scheinbar trotzdem du verschwinden. Teiichi gelingt es aber, sie - obwohl das alte Schulgebäude zerstört wurde - durch neue, von ihm gestreute Gerüchte über ihre Existenz zurück ins Diesseits zu holen, wodurch sie auch nicht mehr an die Schule gebunden ist. Und die Abteilung für Paranormales löst am Ende noch einen weiteren Fall - mit Kirie als "großer" Exorzistin.

    Was ich allerdings schade fand, war, dass die letzte Begegnung von Yuko und Yukariko in der Gegenwart nur als Skizze ans Ende der letzten Ausgabe angefügt wurde. Erstens mal wäre das eine eminent wichtige Szene gewesen, da Kiries Großmutter so sehr plötzlich aus der Handlung verschwindet, und zweitens verstehe ich nicht, warum eine solche Szene aus Platzgründen rausgeschnitten werden muss, wenn sie am Ende doch abgedruckt wird.

    Insgesamt war es auf jeden Fall eine Serie, die man nur schwer aus der Hand legen konnte, gerade durch das Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren.

    Jetzt ist "Spice & Wolf" (die alte Version, muss man ja mittlerweile dazu sagen) bei mir an der Reihe. Die ersten zwei Folgen haben mich schon mal gepackt, vor allem wegen dem Zusammenspiel der beiden Hauptcharaktere und der viel ruhigeren Herangehensweise als bei den meisten anderen Serien. "Frieren" ist dafür ja auch ein gutes Beispiel.

    Das OP gehört jetzt schon zu meinen Favoriten, aber das ED ist ja F-Ü-R-C-H-T-E-R-L-I-C-H. Warum musste das Lied auch unbedingt auf Englisch eingesungen werden?

    Mir hat die Serie auch richtig gut gefallen. Die Hauptfiguren, ein sogenanntes CivSec-Ermittlerduo, bestehend aus dem 16-Jährigen Rentaro Satomi und der 10-jährigen Enju Aihara, sind über die leider wieder einmal nur 13 Folgen sehr ans Herz gewachsen, allein schon durch ihre immer zum Lachen wie auch zum Weinen verleitende Chemie. Enju ist in Rentaro verliebt, der diese Gefühle aber natürlich durch den Altersunterschied nicht erwidert, obwohl er sich im Laufe der Folgen immer mehr seinen starken (familiären) Gefühlen zu seiner Partnerin bewusst wird.

    Überhaupt bietet die Serie eine wahre emotionale Achterbahnfahrt. Von spektakulär animierten Actionszenen, über lustigen Abschnitten (Rentaros vom Doc beschriebener "Loli-Harem", als Tina unter der Decke hervorschlüpft, der unterbrochene Flirt mit Lady Seitenshi usw.) bis hin zu erschütternden, traurigen Passagen (die zumeist verfluchten Kinder und ihr an die Nieren gehendes Schicksal betreffen) hat der Anime eigentlich alles zu bieten - manchmal allerdings auch ein bisschen zu viel davon. Der komplexe Hintergrund wird oft nur angerissen, man erfährt manchmal nur Einzelheiten, bei denen es angesichts der Fülle an Informationen schwer ist, sie alle zu erfassen. Diese 12, 13 Folgen sind zwar das übliche Serien-Format, aber hier hat man wieder mal gemerkt, wie sehr ein paar Folgen mehr geholfen hätten, die Hintergründe ein wenig deutlicher aufzudröseln.

    Deshalb hat es mich auch etwas irritiert, dass Enjus vorübergehende Flucht zu den anderen Kindern bereits in der zweiten Folge geschieht, wo man noch kaum Bezug zu den Figuren aufgebaut hat. Ein paar Episoden später hätte das viel mehr Eindruck hinterlassen, finde ich.

    Und schade ist es natürlich, dass es nie eine Fortsetzung gab - auch weil der Autor der Light Novels mit dem Erscheinen des Animes abtauchte und nicht mehr weiterschrieb. Der Anime bietet zwar für Rentaro und Enju ein schönes, zu Tränen rührendes Ende, andererseits ist so vieles offengeblieben bzw. wurde angedeutet, ohne dass es jemals aufgelöst wurde.

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    Ganz besonders hätte mich die Entwicklung der Freundschaft von Rentaro und Kisara interessiert, die ja in der letzten Folge quasi zu seiner Feindin geworden ist.

    Wie Di$turbed$oul würde ich die Serie trotzdem absolut weiterempfehlen. Die OP- und ED-Songs werden sicher noch eine ganze Weile bei mir rauf und runter laufen ...

    09/10 Punkte

    Nach den ersten elf Bänden (dem Ende des Goldy-Pond-Arc) muss ich mal ein etwas zwiespältiges Serien-Fazit ziehen. Einerseits gefallen mir das Worldbuilding, der detailverliebte Zeichenstil und der dynamische Handlungsverlauf, andererseits bin ich der Meinung, dass der Mangaka es sich stellenweise zu einfach macht. Ich meine z. B. dass Emma ausgerechnet da in Goldy Pond eintrifft, als die Bewohner des geheimen Jagdreviers einen Aufstand initiieren, ist schon ein riesiger Zufall - genau wie schon das Zusammentreffen mit Sonju und Mujika.

    Andererseits kommt niemals Langeweile auf, es werden immer wieder neue, interessante Charaktere eingeführt, die sich durchaus auch weiterentwickeln. Gerade der Kampf um Goldy Pond wurde wirklich eindrucksvoll und mitreißend in Szene gesetzt.

    Allerdings ...

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    ... dass angesichts der zahlreichen brutalen und gefährlichen Feinde - und der üblen Verletzungen der Jugendlichen - niemand gestorben sein soll, finde ich extrem unglaubwürdig. Und dann sollen all die Schwerverletzten auch noch eine dreiwöchige Reise ohne jegliche medizinische Versorgung (die Medizin ist ihnen bereits in Goldy Pond ausgegangen) überstanden haben? Ne, ne, ne, das funktioniert nicht.

    Und Norman lebt auch noch? Ich hatte schon bei seinem vermeintlichen Abschied vermutet, dass so etwas geschehen könnte, und genauso kam es (leider) auch. Nicht, dass ich mir nicht ein Happy End mit Emma, Ray und Norman wünschen würde, aber wenn alle Charaktere immer alle unmöglichsten Szenarien überleben, verliert eine Serie irgendwann an Spannung.

    Andererseits würde ich mir wünschen, das Leuvis überlebt hätte. Seine Leiche wurde ja als einziges Mitglied der "Jagdgesellschaft" nicht mehr gezeigt, nur eine große Blutlache ...

    Trotzdem bleibe ich weiterhin am Ball, dazu finde ich das Szenario einfach zu interessant, und natürlich will ich wissen, wie es ausgeht.

    Da Thalia die Mangas nicht hatte, die ich gesucht habe, hab ich es stattdessen mal bei Hugendubel versucht. Von vier Mangas waren binnen fünf Wochen nur zwei gekommen, einer davon beschädigt. Einer wurde trotz anfänglicher Prognose von 3-4 Wochen Lieferzeit auf etwa acht Wochen verschoben, ein anderer sollte nächste Woche kommen, wurde aber stillschweigend komplett aus dem Programm genommen. Wenigstens lief die Stornierung am Ende ohne Probleme. ?(

    Ärgerlich ist nur, dass ich einen der beiden stornierten Mangas bei Amazon extra abbestellt habe, um ihn bei Hugendubel zu bestellen, doch jetzt ist er überall ausverkauft.

    Ich habs jetzt mal bei Archonia mit einer Bestellung probiert und warte gespannt.

    Wenn man Wandern als Sport bezeichnen kann, dann hat Sport für mich eine große Bedeutung. Fitness-, Muskeltraining usw. interessiert mich überhaupt nicht, mir geht es beim Wandern auch weniger um die sportliche Betätigung an sich, sondern eher darum, durchzuatmen, meine Seele zu entlasten und Zeit in der Natur zu verbringen. Häufig fühle ich mich dabei wie ein völlig anderer Mensch, zumal ich auch bemerkte, dass ich mich umso fitter fühle, je anspruchsvoller die Wanderungen werden, obwohl ich sonst nicht trainiere.

    Ich schaue gerade "Black Bullet". Nach 7 Folgen erschaudere ich schon bei dem Gedanken, dass es bald wieder vorbei sein soll, wie bei vielen anderen Serien zuvor. Die CG-Animationen geben dem Szenario etwas Bilgewaltiges, die Charaktere sind toll getroffen und die Story ist sehr komplex und manchmal auch ziemlich traurig.

    Allein, machmal wirkt der Story-Hintergrund etwas überfrachtet, sodass es schwer fällt, der Handlung zu folgen ...

    Ich hab mir den Anime nun auch gegönnt, und auch wenn mich die Sachen, die wilo genannt hat, auch, sagen wir mal, irritiert haben, hat mir die Serie richtig gut gefallen. Ja, man kann sich schon denken, dass

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    die beiden Hauptcharaktere alles überleben und sich näherkommen,

    aber das hat mich überhaupt nicht gestört. Vor allem, weil ich es Himiko gegönnt habe, nach allem, was sie durchmachen musste, und Ryota hat ja auch einiges an Charakterentwicklung gebraucht, damit daraus auch was wird.

    Überhaupt hat es mir gefallen, dass hier nicht nur irgendwelche Psychos und Gutmenschen aufeinander losgehen, sondern alle Charaktere ihre eigene Persönlichkeit und einen ausgearbeiteten Hintergrund aufweisen, der oft von großer Tragik und Brutalität geprägt ist. Andererseits sind natürlich auch die Actionszenen das Herzstück der Serie, die zumeist sehr aufwendig animiert und inszeniert sind.

    Die sexuelle Gewalt, mit der man hier konfrontiert wird, ist teilweise schon ziemlich heftig, artet meiner Meinung nach aber nicht zum Selbstzweck aus, auch wenn dieser Akechi wirklich der übelste Widerling von allen war und ich ihn am liebsten selbst in die Luft gesprengt hätte. Na ja ...

    Mich wundert, dass der Anime auf einigen Plattformen immer wieder als einer der schlechtesten Animes dargestellt und mit "Highschool of the Dead" (eine Serie, die mir trotz gewisser Ecchi-Anwandlungen auch sehr gefallen hat) verglichen wird, was ich total unpassend finde. Schade ist allerdings, dass die Serie in Japan ja so gefloppt sein soll, weshalb nie eine Fortsetzung produziert wurde. Trotzdem bietet das Ende zumindest einen halbwegs runden, versöhnlichen Abschluss.

    Nebenbei bemerkt, im (Ohrwurm-)Vorspann sieht Ryota seltsamerweise kurz aus wie Tokaku im OP von "Akuma no Riddle". Da bin ich jedesmal drüber gestolpert. (';

    Insgesamt 09/10 Punkte von mir.