(Quelle: https://www.xbox.com/de-DE/games/st…er/9n072vv7mfk7 )
Beschreibung
The Planet Crafter ist ein klassisches Survival-Open-World Game, wo wir allerdings nicht rein die Umwelt ausbeuten, sondern dafür Sorgen, dass sich durch unseren Einfluss die Umwelt mit der Zeit verändert. Man fängt komplett isoliert auf einem kahlen, staubigen Planeten an. Die ersten Minuten sind reiner Stress: Der Sauerstoff wird knapp, Wasser ist Mangelware und man zimmert sich hektisch einen winzigen Unterschlupf zusammen. Dannach geht es allerdings erst richtig los. Sobald man die ersten Heizungen und Bohrer platziert sind, setzt man eine Kettenreaktion in Gang. Das Besondere daran ist, dass man die Veränderung des Planeten nicht nur in Menüs abliest, sondern live miterlebt. Das ewige Eis schmilzt, aus Tälern werden riesige Seen und irgendwann wächst das erste Gras, bis schließlich Fische und Insekten die neue Natur bevölkern. Gleichzeitig schaltet man immer bessere Maschinen frei, mit denen sich die Basis automatisieren lässt. Weil das Spiel komplett ohne Kämpfe oder Monster auskommt, bleibt das Erkunden der Map voller abgestürzter Raumschiffe und alter Ruinen extrem entspannt. Das funktioniert solo genauso gut wie im Koop mit Freunden.
Das DLC Humble wirft einen noch mal komplett zurück an den Start, allerdings auf einer völlig neuen Map. Wer das Hauptspiel kennt, findet sich sofort zurecht, muss aber mit komplett neuen Biomen und Ressourcen umgehen. Der DLC lebt vor allem von diesem unverbrauchten Entdeckerdrang der ersten Stunden und liefert nebenbei neue Details zur Hintergrundgeschichte der Spielwelt. Mit Toxicity landet man nicht in einer unberührten Natur, sondern in einer industriellen Giftmüllhalde. Bevor man überhaupt an Pflanzen oder Seen denken kann, muss die Umgebung erst mal von toxischem Schlamm und Altlasten befreit werden. Mit neuen Werkzeugen reinigt man das Ökosystem Schritt für Schritt, erkundet eine ziemlich skurrile Pilzlandschaft und deckt die Machenschaften der Sentinel Corp auf.
Trailer
Eigene Meinung
The Planet Crafter hat mich von der ersten Sekunde an absolut gefesselt. Dieses Spielprinzip, bei dem man komplett bei Null anfängt und sich mühsam alles selbst erarbeiten muss, motiviert mich einfach ungemein. Am Anfang läuft man noch panisch von einer Sauerstoff-Kapsel zur nächsten, sammelt erste Rohstoffe vom Boden auf und zimmert sich eine winzige Notunterkunft zusammen. Aber je weiter man sich zu den fortgeschrittenen Maschinen vorarbeitet, desto genialer wird es. Es ist unglaublich befriedigend zu sehen, wie sich der eigene Einsatz auszahlt: Die leblose Einöde verwandelt sich nach und nach, das Eis schmilzt und plötzlich erwacht dieser tote Planet zum Leben. Mit Planet Humble bekommt man im Grunde das gleiche wie beim Hauptspiel: Man landet auf einer komplett frischen Map und fängt bei Null an. Obwohl sich am eigentlichen Gameplay natürlich nichts ändert, spüre ich diesen Entdeckerdrang durch die neuen Gebiete und Geheimnisse sofort wieder wie in der allerersten Spielstunde. Toxicity bricht dagegen komplett mit der bekannten Routine. Hier steht man nicht vor einer unberührten, leeren Landschaft, sondern mitten in einer industriellen Giftmüllhalde. Man muss den Planeten erst mal mühsam aufräumen und entgiften, bevor überhaupt an Natur zu denken ist. Diese Kombination aus dem Beseitigen der alten Umweltsünden, den neuen Technologien und der etwas düstereren Atmosphäre in den verseuchten Zonen hat mich ebenfalls wieder komplett reingezogen.

