Beiträge von keisuke

    Die Frage ist ja auch, was ist für die Kids eigentlich besser: Mit dreißig Leuten den ganzen Tag mit Maske oder im Schichtbetrieb und nur teilweise mit Maske, wie vor den Ferien. Man sieht viele Kids im Alltag, die sich vorbildlich verhalten, die ganz selbstverständlich mit Maske alleine in den Supermarkt gehen und sich dort erst mal die Hände desinfizieren. Aber auch, wenn man sich an den Anblick der Masken gewöhnt hat: 40 Stunden pro Woche nur von Leuten mit Maske umgeben zu sein, finde ich jetzt abgesehen von der Anstrengung, auch etwas... irreal. Da kann man eigentlich nur auf die Anpassungsfähigkeit der Kinder hoffen.

    Ryomou Ja, du hast geschrieben, was du von der Maskenpflicht an Schulen hälst. Das interessiert halt nur die Politiker wenig. Zumindest in NRW gilt nach den Ferien von Schulbeginn bis Schulende Maskenpflicht. Irgendwie scheint das bei dir nicht richtig angekommen zu sein. Und an Ganztagsschulen dürften das je nach Schule um die 8 Stunden sein. Oder gibt's noch irgendeinen Ort (außer dem Lehrerzimmer evtl.), an dem in NRW dann an den Schulen keine Maske getragen werden muss Anlapis?


    Kruadon Danke für den Link. Das sieht tatsächlich interessant aus. Nur scheint die Maske (nicht mehr?) über den Online-Shop bestellbar zu sein. :/ Und wie ist deine Erfahrung mit dem Atmen darunter - z.B. im Vergleich zu einer gewöhnlichen Einwegmaske?

    Ryomou Musstest du noch nie länger eine Maske tragen? Es ist nicht nur infektionstechnisch schlecht, wenn sie feucht ist, man kann dann auch noch schlechter atmen. Und wenn du sie 8 Stunden am Stück tragen musst, dann wird sie mehr als ein bisschen feucht. Da muss sie definitiv zwischendurch ausgetauscht werden - zwischendurch trocknen lassen und erst dann wieder aufsetzen geht ja nicht.

    Wang Fugui Sorry, aber ich informiere mich, soweit ich es für meinen Alltag brauche - und definitiv auch noch ein Stück darüber hinaus. Aber ich bin kein Student mit Hauptfach Corona.


    Was die Schmierinfektion angeht - da war ich wohl nicht ganz deutlich: Ich meinte die Verbreitung über Oberflächen. Händeschütteln lasse ich schon seit März sein und an der Kasse lasse ich mir auch nicht das Geld in die Hand drücken. Das sehe ich jetzt auch nicht als große Einschränkung. Aber die Desinfiziererei, Händewascherei und nicht ins Gesichtfasserei wegen einer möglichen, nicht geklärten Übertragung über Oberflächen finde ich halt nervig - eben, weil sie nicht geklärt ist und eben wenig Interesse daran zu bestehen scheint, es zu klären.


    Anlapis @_@ Ich würde vorschlagen, die betreffenden Politiker mal eine Woche mit Mundschutz in einen Klassenraum zu setzen. Dann geht ihnen vielleicht selbst auf, dass dieser Plan unzumutbar ist. Natürlich ist es sicherer mit Mundschutz, gerade wenn man 30 Leute ohne Abstand in einen Raum pfercht. Aber ähnlich sicher wäre es, wenn man die Hälfte der Leute mit Abstand in den Raum setzt, ohne dass es unbedingt einen Mundschutz braucht. Ich vertrage den Mundschutz nicht und kann es nur aus meiner Sicht sagen, aber ich finde den Schichtbetrieb zumutbarer, als für den ganzen Schulbetrieb Mundschutz von Anfang bis Ende - für Ganztagsschulen müssten das übrigens um die 8 Stunden sein. Außerdem sollen die Masken gewechselt werden, wenn sie feucht sind. Wieviele braucht man denn dann so am Tag?

    Ich kann das aus Zeitgründen zwar nachvollziehen, aber Du gehst damit auch das Risiko ein, dass Dir Tiefe an Information fehlt. Das holt man auch nicht ohne weiteres nach.

    Sorry, aber ich muss nicht bis in alle Tiefe informiert sein, wie es gerade überall auf der Welt aussieht. Ich informiere mich auführlicher über die Sachen, die mich betreffen. Für alles andere reicht mir eine kurze Info in Form einer Überschrift.


    Während ich keine Zweifel an der Tröpfcheninfektion habe und entsprechende Maßnahmen auf mich nehme, da ich sie für sinnvoll halte, geht mir die Desinfiziererei, Händewascherei und nicht ins Gesichtfasserei um einiges mehr auf die Nerven, eben weil ich mich schon frage, wie notwendig das eigentlich ist. Wenn ich sehe, wieviele Leute (gerade auch ältere = Risikogruppe) sich durchs Gesicht fahren, um die Maske hoch und runter zu schieben oder eben mit dem Handy unterwegs telefonieren, obwohl sie ihre Hand damit im Gesicht haben. Und dass es gerade bei ersterem nach Einführen der Maskenpflicht zu keinem wirklich sichtbaren Anstieg der Fälle geführt hat, dann Frage ich mich halt schon, warum man das nicht mal richtig untersuchen kann, um vielleicht zumindest in dem Punkt etwas Entwarnung geben zu können.

    Solange es darüber keine eindeutige Einschätzung gibt, mache ich den Kram weiter, aber ich finde es halt lästig, dass das Interesse von Politik und Wissenschaft eher gering zu sein scheint, den Punkt genauer unter die Lupe zu nehmen.

    Also ich lese in der Zwischenzeit hauptsächlich nur noch Überschriften in einem Newsticker, ebenso in der lokalen Zeitung. In Artikel rein klicke ich meistens nur, wenn sie etwas betreffen, was mich auch betrifft. Ansonsten lese ich noch Berichte über wissenschaftliche Ergebnisse, wenn ich zufällig über sie falle. Auf den Kram, der in den sozialen Medien geschrieben wird, würde ich meine Zeit nicht verschwenden.


    Was mich wirklich ärgert, ist, dass es immer noch keine eindeutige Studie über die Schmierinfektion gibt. Sozusagen im Nebensatz der Heinsbergstudie wurde gesagt, dass nur ganz wenige Proben aus den Haushalten lebende Viren enthalten haben, aber es könnte sein, dass das so ist, weil in Krankenhaushalten ohnehin viel geputzt wird. Warum kann man nicht einfach mal täglich *vor* dem Putzen bei mehreren Infizierten in der Wohnung Proben nehmen?


    Vrakath Ich bin mir gerade nicht sicher, auf was du hinaus willst. Dass die Informationslage verwirrend ist? Dass du selbst die Maßnahmen für übertrieben hälst? Ich hinterfrage bei unseren lieben Politikern auch, das kannst du mir glauben, mehr Glauben schenke ich schon den Wissenschaftlern. Auch Berichten und Bildern aus Ländern, wo die Eindämmung nicht so gut läuft, glaube ich - wobei ich die in der Zwischenzeit nicht mehr lese, weil es leider immer dieselben Szenarien sind und mir reichen schon die Überschriften, um zu wissen, dass immer mehr Länder an diese Grenze geraten. Auch der Austausch mit einer Italienerin aus einem der Brennpunkte (Mailand) war ganz interessant. Der Rest ist für mich Logik: Bei uns war es kein Wunder, dass wir bis jetzt glimpflich davon gekommen sind, sondern eben die Maßnahmen.


    Neulich hat ein Bekannter übrigens von einem deutschstämmigen Amerikaner erzählt, der vor ein paar Wochen wieder nach Deutschland gekommen ist - und sehr erleichtert darüber war, weil er sich hier um einiges sicherer fühlt.

    Vrakath  Nyan-Kun Also bei mir gab's da auch schon einen Tadel, obwohl der alte Post Wochen her war. Die wurden auch dann noch vom Mod zusammen gelegt. Dass das mit dem DP nach einer gewissen Zeit in Ordnung ist, kenne ich aus anderen Foren. Ist ja auch eigentlich sinnvoll, aber damit wären wir wieder bei einem Thema, das hier nicht gerne gesehen wird.


    Vrakath Wie gesagt, ich gehe da von lokalen Unterschieden aus. Ich schreibe nur, was ich so in meiner Umgebung wahrnehme. Und ich gönne mir z.B. neue Manga oder Bücher. Aber ich gehöre z.B. nicht zu den Leuten, die sich grundsätzlich alle Manga mit Extra kaufen, obwohl sie der Manga evtl. gar nicht interessiert oder jeden Manga zweimal, damit einer unangetastet im Regal stehen kann.


    Edit: Und guck doch mal in den E-Scooter Thread. Die Dinger kosten ja schon etwas, auch wenn der Kunde selbst sie 'nur' leiht. Trotzdem haben die Leute wohl offenbar keinerlei Respekt davor und sehen darin ein Wegwerfprodukt.


    Nyan-Kun Wie gesagt, ich bin dafür, dass denen der Job gekündigt wird. Begründung: infektionstechnisches Sicherheitsrisiko für die anderen Mitarbeiter (und je nach Betriebsart die Kunden). Das muss weh tun - sonst raffen sie es nicht. Und ein Risiko für die jeweilige Firma sind sie ja wirklich.

    Vrakath Gelöscht habe ich den Post, weil es mit dem Neuen, das ich heute gepostet habe, ein Doppelpost gewesen wäre. Das hätte die Mod-Polizei auf den Plan gerufen.


    Ich denke, es gibt da mit Sicherheit lokale Unterschiede. Die Leute hier sind auch nicht superreich, aber haben halt genug, um sich jährlich Kram neu zu kaufen und den alten - noch völlig brauchbaren - in die Tonne zu treten. Und auch die Kinder wachsen mit dieser Mentalität auf. Ich bin nicht Minimalist und drehe auch nicht jeden Cent um. Aber was nicht kaputt (egal, ob Klamotten, Elektronik oder sonstwas) ist, wird benutzt, bis es wirklich nicht mehr geht. Dadurch kaufe ich erheblich weniger unnützen Kram.

    Vrakath Ich liege verdienstmäßig, gesundheitlich sogar unter den 1400 und fühle mich hier in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern sogar immer noch priviligiert - gerade jetzt in der Krise. Gut, ich habe kein Auto - definitiv ein Kostenpunkt, aber ansonsten verstehe ich nicht ganz, wofür die Leute ihr Geld eigentlich so ausgeben. Klar, muss es nicht die Billighose sein, die sonstwo von Kindern hergestellt wurde, aber es muss auch nicht die teure Markenhose sein. Da gibt's ja immer noch was dazwischen. Die teure Technik, die jedes Jahr erneuert werden muss, die völlig heile Einrichtung, die irgendwann was neuem weichen muss, die neuen Klamotten, die man jedes Jahr braucht, um "in" zu sein, die Sorglosigkeit, mit der mit Sachen umgegangen wird - wenn's kaputt geht, kann man ja jederzeit was neues kaufen, entzieht sich einfach meinem Verständnis und ist für mich das Zeichen einer verwöhnten Wohlstandsgesellschaft. Ich sehe es, an meinen Großeltern, die den Krieg erlebt haben und total sorgsam mit ihren Sachen umgehen. Denen würde nicht im Traum einfallen, was wegzuschmeißen, was noch brauchbar ist. Das habe ich zum Glück übernommen - ich schätze, deswegen habe ich auch weniger Panik vor finanziellen Einbußen.


    Ich weiß, ich reite sehr auf dem Thema Schule herum, aber ich kann einfach sowas

    https://www.gmx.net/magazine/p…en-corona-regeln-34942930

    nicht ernst nehmen, so lange unsere Politiker der Meinung sind, dass all das überall gilt - nur nicht an den Schulen.


    Und einen herzlichen Glückwunsch an die 15 000 Intelligenzbestien, die sich in Berlin zusammen gerottet haben. Eigentlich müsste man denen allen den Job kündigen und jemandem geben, der durch Corona seinen verloren hat...

    Ich habe Band 4 der Perfect Edition hier liegen und die Luft ist raus. Ich habe einfach keine Lust, den Band in die Hand zu nehmen und zu lesen. ;-( Bei Band 1 ist mir ja schon die fehlende Atmosphäre durch das Hochglanzpapier und die gestochen scharfen Linien übel aufgestoßen, aber die Story hat mich noch einigermaßen mitreißen können. Das wurde aber von Band zu Band weniger. Ich bin mir nicht mal sicher, ob es an der Story oder am Mangel an Atmosphäre liegt. Aber ich werde die Perfect Edition nicht mehr weiter kaufen. Sollte ich irgendwann mal das Glück haben, die alte Auflage zu erschwinglichen Preisen zu ergattern, werde ich damit mein Glück versuchen.

    Dass die simple Umbenennung so teuer gewesen sein soll, verstehe ich aber auch nicht. Wie kommt denn diese Summe zusammen? oO

    Das Problem ist halt das diese kleine militante laute Minderheit innerhalb von solchen Gruppen es oft schafft auch die halbwegs normalen heutzutage ebenfalls gegen andere aufzustacheln.

    Ich finde noch viel ärgerlicher, dass sie ein schlechtes Licht auf die ganze Gruppe werfen. Ich lebe z.B. vegan, predige niemandem und habe schon oft mit Fleischessern zusammen gelebt, ohne versucht zu haben, ihnen den Appetit zu verderben. Da ist es dann schon bei der WG-Suche vor einigen Jahren negativ aufgestoßen, dass es WGs gibt, die nach entsprechenden Erfahrungen mit aggressiven Veganern, gleich schreiben, dass sich keine Vegetarier/Veganer bei ihnen zu melden brauchen.


    Und so ist es halt auch bei denen, die weder Mann noch Frau sind. Du bist genervt von denjenigen, die Krawall machen und abbekommen tun es eben auch die anderen, die - wie bereits gesagt, einfach nur ruhig ihr Leben leben wollen und nicht ständig mit Herr oder Frau Soundso angeredet werden wollen.

    Ich hoffe, dass die EU damit beginnt, von wichtigen Dingen, Vorräte zu lagern. Wie sinnvoll das ist, haben ja Finnland und Südkorea gezeigt.

    Darüber gesprochen wird ja schon. Nur ein Politiker meinte, es sei einfacher, Firmen hier Subventionen dafür zu zahlen, dass sie jederzeit ihre Produktion zu wichtigen Gütern switchen können. Das ist für mich aberr genauso naiv gedacht, wie die letzten 75 Jahre hier. Nur weil dieses Mal die Produktion hier größtenteils weiterlaufen konnte, heißt das nicht, dass beim nächsten Mal, nicht was passiert, durch das hier gar nicht mehr produziert werden kann.

    Drachenbrut Das sprachliche Gendern hat übrigens rein gar nichts mit der Gruppe zu tun, über die wir hier sprechen. Vor 15 Jahren oder so hat soweit ich weiß eine andere Gruppe - nämlich die Feministen darüber geklagt, dass mit "Studenten" die StudentINNEN nicht angesprochen werden. Wie gesagt - ich würde das in-Anhängsel komplett aus der Sprache streichen, aber die Feministen sind da anders drauf. Und dass die Hochschulen keinen Bock hatten auf "Studenten und Studentinnen", kann ich verstehen. Jetzt das Wort Studierende grammatikalisch auseinander zu nehmen, um es zu kritisieren, finde ich aber auch übertrieben. Ich finde die ganzen Anglizismen auch eher unschön in unserer Sprache, aber was bringt's dagegen auf die Barrikaden zu gehen? Energieverschwendung auf etwas, das einem nicht wehtut.

    Feministen sind übrigens auch so eine Gruppierung, wo die die laut Palaver machen, die sind, die eben (negativ) auffallen. Von denen habe ich schon welche live und in Farbe erlebt, die ich einfach nur aufdringlich und übergriffig fand. Die, die einfach nur still und leise nach den Regeln der Gleichberechtigung leben, bemerkt man eben nicht wirklich.

    Vrakath Hast du es schon mal mit Heilpraktiker oder Ostheopath versucht? Zweiteres, weil ich letztes Jahr mit Überraschung festgestellt habe, was so alles vom Bewegungsapparat kommen kann. Da kann ich z.B. den nächsten Fail auspacken: monatelange Magenprobleme, die kein Arzt erklären konnte. Letztendlich habe ich dann selbst durch Zufall heraus gefunden, dass sich der Magen nach oben verschoben hatte. Mein alter Hausarzt hat zudem auch noch monatelang mit den Schultern gezuckt, der neue hat wenigstens von sich aus Untersuchungen eingeleitet.


    Und leider habe ich auch noch einige Fails mehr erlebt und bin in der Zwischenzeit ähnlich misstrauisch wie du. Ich gehe z.B. auch zu einem jährlichen Organcheck - vorbeugend, bis jetzt alles im Lot. Mit dem Arzt bin ich auch sehr zufrieden. Einmal bin ich aber dummerweise bei seiner Kollegin gelandet (Gemeinschaftspraxis), weil er nicht da war. In meinen Unterlagen ist auch vermerkt, dass ich vegan lebe (zu dem Zeitpunkt 7,5 Jahre). Da fing die Tussi an mir irgendwelche Horrorgeschichten zu erzählen, wegen Mangelernährung, Vitamin B12-Mangel und hast du nicht gesehen. Ich habe ihr dreimal gesagt, dass ich keine Lust habe, mir diese Horrorgeschichten anzuhören. Sie hat immer wieder angefangen. Und als dann ein paar Tage später die Blutuntersuchungen zurück waren, hat sie durch die Zähne gesagt, dass da ja noch alles in Ordnung sei. (Ihrer These nach hätten schon nach drei Jahren meine Vitamin B12 Reserven aufgebraucht sein müssen...)


    Eine Hausärztin meinte mal, dass sie sauer auf mich sei, weil wegen mir irgendein Mann in der Praxis gewesen sei und rumkrakelt hätte. Außer meiner Mutter wusste eigentlich niemand, dass sie überhaupt meine Hausärztin ist. :rolleyes: Als ich nachgehakt habe, um die Sache zu klären, meinte sie, sie hätte keine Lust mehr, über die Sache zu reden. Vorwürfe machen und dann nicht klären wollen. Herzlichen Dank. Da bin ich nicht wieder hin.


    Eine Bekannte ist fast verzweifelt wegen stechenden Schmerzen am Kopf. Krankengymnastik und MRT haben nichts gebracht. Dann ist sie nach Monaten schließlich zu einem Arzt, der als Rentner noch einmal pro Woche in einer Gemeinschaftspraxis mitarbeitet. Der hat die Symptome gehört und ganz lapidar gesagt, da ist der Nerv XY entzündet. Sie hat dann Spritzen an die Stellen bekommen und gut war. Sie hat den Arzt auch gefragt, warum seine jüngeren Kollegen das nicht wissen. Er meinte, dass die heute keine Fortbildungen mehr machen...


    Ich glaube ja, dass das Medizinstudium an sich eine Rundumerneuerung bräuchte. Alleine schon die Tatsache, dass bei der Zulassung der Abischnitt zählt und es keinen interessiert, wie derjenige mit Menschen klarkommt - außer er will in die Forschung, dann ist's egal. Aber ich hatte mal mit einer Medizinstudentin gesprochen (die hatte in den Wartesemestern sinnvollerweise eine Ausbildung zur Krankenpflegerin gemacht) und hatte sie eingangs gefragt, ob sie in die Forschung will und sie meinte, ne, sie wolle schon mit Menschen arbeiten, aber einige ihrer Kommilitonen würden besser in die Forschung gehen... Und dann ist das Medizinstudium halt leider wie so ziemlich alle Unistudiengänge übelst theoretisch. So ein guter alter Landarzt könnte den Studis mit Sicherheit einiges beibringen, das sie an der Uni nicht lernen können.

    Drachenbrut Ich kann jetzt nicht ganz nachvollziehen, was du an der gegenderten Sprache unsinnig findest. Ich finde es auf jeden Fall um einiges umständlicher immer "Studenten und Studentinnen" zu sagen, als einfach Studierende. Aber wenn es nach mir ginge, würde ich die Sprache auch dahingehend vereinfachen, dass das in-Anhängsel für Frauen einfach gestrichen wird und mit Studenten einfach alle gemeint sind. Im Englischen gibt es ja sprachbedingt ohnehin wenige Berufe, die irgendwie einen Unterschied zwischen Männern und Frauen machen. Und da hat man schon vor über zwei Jahrzehnten diese wenigen angepasst - aus Fireman wurde Firefighter u.ä.

    Drachenbrut Naja, aufmerksamsgeile Leute gibt es überall. Als ich damals bis 2005 Cons besucht habe, fand ich viele Cosplayer nervig aufmerksamsgeil. Ob das heute immer noch so ist, weiß ich nicht. Und es sind auch mit Sicherheit nicht alle der Leute, die sich als weder männlich noch weiblich einordnen so drauf, wie die, die in vorderster Reihe stehen und Palaver machen. Das sind nur die, die am meisten auffallen und eben auch nerven können. Ist z.B. bei Veganern genauso.

    Es gibt bestimmt auch viele, die einfach nur in Ruhe leben und nicht dauernd mit Herr oder Frau Soundso angesprochen werden wollen.


    Kannst du genauer erklären, was du mit gegenderter Sprache und sexuellen Identitäten meinst?

    Aerishi Okay, wenn ich so ein Label höre, bin ich froh, dass ich da schon vor Jahren aufgehört habe, zu versuchen diese Labellei zu verstehen. Gilt aber auch für die verschiedenen Sexualitäten. Da bin ich bei pansexuell und demisexuell ausgestiegen. Außerdem frage ich mich bei dem von dir genannten tatsächlich, ob das evtl. Ranma 1/2 Fans sind. @_@

    Es reicht doch wirklich ein einfacher Oberbegriff.

    keisuke

    Das binäre System ist ja auch die Norm und diese neuen "Geschlechter" sind eher eine Erfindung der Gegenwart.

    Zum einen bedeutet Norm nicht, dass es nicht auch Abweichungen geben kann. Und zum zweiten Teil des Satzes: google mal Indianer und Two-spirited.


    Und nur, weil du die Existenz ignorierst, heißt es nicht, dass sie nicht existieren. Und bitte, was meinst du mit der Beeinflussung des Schulsystems? oO


    Wang Fugui

    Das manche Menschen mit defekten geboren werden ist bekannt und tragisch.

    Es sind keine Defekte, sondern Abweichungen von der Norm. Und das Tragische ist nicht, dass die Kinder so geboren werden, sondern dass solche Kinder oft im Babyalter von Ärzten verstümmelt werden - nennt sich offiziell Geschlechtsangleichung. Da werden dann die Eltern unter Druck gesetzt, dass sie für ihr Kind das zukünftige Geschlecht entscheiden. Und obwohl es die Menschenrechte verletzt, ist es in Deutschland noch immer nicht verboten.


    Manchmal frage ich mich auch, wo ihr, die ihr genervt von dem Thema seid, euch eigentlich im Netz herum treibt. Ich bin zwar recht gut informiert, aber ich kann nicht sagen, dass ich viel von Leuten, die sich "zusammengerottet" haben, lese.

    Wer nun meint diese Toleranz ausnutzen zu müssen und Leute mit seiner Ideologie oder was auch immer belästigt

    Die Idee vom binären Geschlechtssystem ohne Abweichungen ist auch nur eine Ideologie.

    Beim Stichwort Orthopäde: Bei meiner Schwester war ein solcher nicht in der Lage einen Tennisarm zu diagnostizieren. 8| Stattdessen hat er sie zum Neurologen geschickt, der natürlich auch nichts finden konnte. Sie ist dann jahrelang damit unbehandelt rumgelaufen, bis ihr mal jemand den Tip gegeben hat, sich auf einen Tennisarm untersuchen zu lassen.