Beiträge von Kruadon

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    Ähm und wer kommt denn darauf dass man den Wert eines Menschen an einer Punkteskala misst? Das ist mal absoluter Schwachsinn, man gibt den Wert eines Menschen gewöhnlich nicht mit Zahlen an.


    Entschuldige, dass ich Metaphern nutze, ich halte mich demnächst zurück. Einen Menschen bewertet man gar nicht, daher weder mit einer Skala noch in sonstiger Form.

    Klingt realistisch dass es immer so sein wird. In etwa so realistisch wie dass Mond und Erde heute noch zusammenprallen werden. Du glaubst an ein lückenloses Rechtssystem in dem sowas nie passieren wird, dass jemand zu Unrecht hingerichtet wird? Ich habe ja erwähnt wie realistisch das in der menschlichen Gesellschaft ist.


    Ich gehe vollen Ernstes davon aus, dass man ohne unanfechtbare Beweise in Deutschland keinen Menschen hinrichten wird.

    es ist doch toll wenn ein Mensch irgendwann bereut, und dann war die Bestrafung erfolgreich


    In der Theorie ist das auch richtig, das sei auch den meisten Straftäter durchaus gegönnt. Kinderschänder und Massenmörder sind eine Hausnummer bei der ich keine Gnade akzeptieren will. Mit welchem Recht haben solche "Menschen" eine faire Behandlung verdient? Aus Wahrung der grundlegenden Menschenrechte haben solche Entitäten noch gerade so eine würdevolle Hinrichtung zu erbetteln. Was hat ein vergewaltigtes Kind von einem Täter der es bereut? Was eine junge Familie deren Mutter plötzlich tot ist? Ich jedenfalls würde besser schlafen wenn ich wüsste, dass es den Verantwortlichen dafür nicht mehr gibt. Um die Täter zu weinen ist schön und gut wenn die Opfer vergessen werden! Angenommen ich hätte Kinder und sie wären von jemanden (mutwillig) getötet worden - der Täter könnte von Glück sprechen, wenn er rechtskräftig hingerichtet wird bevor ich Ihn in die Finger kriege.

    Wenn du jemanden Tötest beraubst du ihm des "Ich" seins (seiner Würde)


    Natürlich tut man das nach aktueller Rechtslage, wäre das anders würde es diese Debatte auch gar nicht geben. Es geht ja gerade um die theoretische Änderung des Grundgesetzes. Sich auf Begebenheiten zu stützen, die hier diskutiert werden, macht keinen Sinn. Wie soll man Rechte ändern (in der Theorie versteht sich) wenn man sich auf die aktuellen Gesetze bezieht? :pinch:
    Meiner Ansicht nach ist Freiheitsberaubung in jeder Art genau so menschenrechtsverletzend wie die Todesstrafe, nur weil es diese "Schranke" gibt (ohne welche wir natürlich nicht auskommen würden) ändert das diese Tatsache nicht.

    aber ein paar Argumente sind mir zu lächerlich um darauf jetzt einzugehen


    Sehr freundlich - und absolut verständlich wenn man Sie nicht widerlegen kann.

    Das ergibt sich daraus das der Richter abwägen soll ob der Mensch es verdient hat zu leben, wenn er hingerichtet werden soll wird er als wertlos befunden, wie ich mehrmals erwähnte


    Das ist ja mal absoluter Schwachsinn, über ein Menschen wird gerichtet und keine Punkte auf einer Skala vergeben.

    Und der Irrglaube dass es in Deutschland keine Fehlverurteilungen gäbe


    Das habe ich auch nie behauptet, ich sagte in einem Extremfall wie der Todesstrafe würde sich das Gericht dreifach überschlagen bevor es dieses Urteil fällt, erst Recht bei unklarer Beweislage.

    erklärt warum der Tod eine geeignete Strafe ist


    Da hat sich aber ein Wort eingemogelt, von geeignet war grade gar nicht die Rede. Ich nehm mal die Freiheit mich selbst zu zitieren:

    Mit wirklich schweren Straftaten (ohne hochgradig psychotische Störungen) hat der Täter bei mir selbst die Chance auf Buße und Wiedergutmachung vertan.


    In meinen Augen ist das die ultimative Strafe, selbst die Chance zu verlieren für seine Taten Buße zu tun und sein Gewissen damit wenigstens teilweise zu reinigen. Alles weitere steht auch schon in meinem ersten Post zum Thema.

    Wenn du jemanden zu Tode verurteilst gegen seinen Willen tust du ihn zu einem Objekt herabstufen.


    Das gleiche gilt auch wenn du einen Menschen gegen seinen Willen wegsperrst. Damit kommen wir nicht weiter.

    und somit zu entscheiden wie viel Wert dieser ist


    Zu keiner Zeit wurde vom Wert eines Menschen gesprochen. Menschen einen Wert zu zusprechen macht sie zu Objekten, was ich selbst eher für verwerflich halte.

    und das ist derart altmodisch


    Was macht das denn bitte altmodisch und was hat das überhaupt für eine Relevanz für das Thema? Sozialer Umgang und friedliches Zusammenleben ist weit älter als die Todesstrafe, macht es das auch altmodisch?

    Und teilweise kriege ich hier den Eindruck es geht bei manchen hier eher Auge um Niere, Zahn um Leber...


    In meinen Augen ist ein unschuldiger toter Mensch um einiges tragischer als ein hingerichteter Mörder. Aber anscheinend Ansichtssache.

    warum denn der Tod bitte so eine Strafe für den T Ä T E R selbst ist


    Wenn es keine Strafe ist mehr zu Leben, dann kann es ja wohl auch kaum so tragisch sein einen Menschen hinzurichten?

    Es sind genau so Menschen wie wir


    Ich möchte ungern mit einem Mörder verglichen werden.

    dem habe ich auch nicht allzu viel zu sagen denke ich


    Mhh erinnert an Kreationismus, gute Einstellung.

    wie manche bereit sind hier Leben wegzuwerfen


    Das Leben wirft weder das Volk noch der Richter weg, sondern der Täter selbst.

    sogar von Unschuldigen teils


    Um es nochmal klar zu stellen, eine Fehlverurteilung hat absolut nichts mit der verhängten Strafe selbst zu tun, nicht mal entfernt. Sollte es die Todesstrafe geben würde ich fast garantieren, dass zumindest in Deutschland niemand ohne hieb- und stichfeste Beweise hingerichtet werden würde.

    の バカ Natürlich kann ich mir das nicht vorstellen, könnte ich das wäre ich jetzt gerade dabei Psychologie zu studieren. Es ist genau wie du es angesprochen hast, die Störung außen vor, sind es ganz normale Menschen. Menschen die das Gesetz kennen und davor auch nicht verschont bleiben, nur weil sie die Straftat nicht nachvollziehen können. Das erinnert mich an den Fall des Jungen, der nach mehrfachen Totschlags freigesprochen wurde, nur weil er 'es nicht gelernt hat was für Folgen sein Verhalten hat'. Ein Mensch der weder Straftat noch Gesetz versteht, in welcher Form auch immer, ist in meinen Augen als schwerstbehindert einzustufen und gehört darauf auch eher weggesperrt als umgebracht, aber ist definitiv nicht mit Samthandschuhen zu behandeln.

    Und ja ich benutze ganz gerne 'sollte' weil ich mit dem aktuellen Rechtssystem nicht wirklich zufrieden bin.