Ich sehe den Wert dieses Arguments nicht. Eine gute Tat wird nicht dadurch schlecht, dass sie aus schlechten Motivationen ausgeführt wird. Wer aus schlechten Motivationen heraus handelt, ist natürlich weniger lobenswert, aber das Resultat kann trotzdem noch gut sein.
Ob die Motive von Hollywood moralisch gut oder schlecht sind war überhaupt nicht mein Punkt. Es geht mir darum, dass die Filmindustrie gezwungen ist einzuknicken, um den Gewinn zu maximieren. Einknicken gegen Kritik, die sich gegen die Kreativität der Künstler richtet.
Den letzten Punkt verstehe ich am wenigsten. Warum sollten moderne Moralvorstellungen in modernen Kunstformen nichts verloren haben? Hollywood ist eine der größten Unterhaltungsindustrien weltweit. Gerade in so einer Position, finde ich, hat man eine gewisse Verantwortung, mit gutem Beispiel voranzugehen und auf Dinge wie gute Repräsentation zu achten.
Zunächst spricht hier niemand von Moral, dazu aber später mehr. Kunst hat keine gesellschaftliche Funktion zu erfüllen, dafür gibt es Politik. Kein Künstler sollte sich verpflichtet fühlen müssen, irgendwelche Wertvorstellungen vertreten zu müssen, nur um sich auf dem Markt durchzusetzen. Zumal das die breite Masse auch nicht die Bohne interessiert, bis die Hühner anfangen zu schreien; dann wird auf den Shitstorm aufgesattelt und mitgeritten.
dass Moralvorstellungen nicht in Unterhaltung gehören
Da legst du mir aber Worte in den Mund. Moral ist ein sehr mächtiges Werkzeug der Filmindustrie, nur haben SJWs kein Monopol auf moralisches Verhalten, tatsächlich untergraben sie es sogar. Künstler, die eigentlich die freiesten Köpfe der Gesellschaft sein sollten, werden von diesem Tumor eingeschränkt. Was auch immer meine erfundenen Charaktere sind hat mit Moral aber auch nicht das Geringste zu tun.