Beiträge von Kruadon

    Vorausgesetzt, man könnte den Verfall von Körper und Verstand garantieren, dann fände ich das schon verführerisch. Es gibt so viel zu lernen und entdecken und nur so begrenzte Zeit. Leider wird diese mit Arbeit gefüllt, damit wir das Wohlergehen von uns selbst und den uns nahe stehenden Personen garantieren können, bis wir die Fähigkeiten verlieren um zu tun, was wir sonst noch erreichen wollen. Das ist natürlich auch erfüllend, aber hätte man die Zeit, dann könnte man so viel mehr machen und auch sein.

    Der Verlust von geliebten Menschen ist natürlich harter Tobak, den bestimmt jeder schon in irgendeiner Form erlebt hat. Aber jeder Mensch lebt weiter, so tragisch auch die Umstände sind. Negatives gehört zum Leben dazu und wer sich auf die Unsterblichkeit einlässt, der erlebt halt mehr davon. So unverschämt wie sich das anhört, aber der Verlust von geliebten Menschen wird meiner Meinung nach nicht schlimmer, man stumpft eher ab. Ob man dadurch irgendwann herzlos wird ist die Frage, aber es muss ja einen Preis geben.

    Über Langeweile würde ich mich bestimmt nicht beschweren können, ich meine ich unterhalte mich zur Zeit ja schon fast alleine durch die derzeitigen Medien, den Alltag und die Arbeit. Man könnte jedes Instrument spielen lernen, alle Kulturen nicht nur kennen lernen, sondern leben! Man könnte ganze Wälder eigenhändig Pflanzen, seine eigene Burg bauen und annähernd jeden Beruf ausüben. Man erlebt jeden technischen und medizinischen Fortschritt mit, kann im All reisen (wozu man dadurch ganz gut geeignet wäre) und praktisch jeden Quadratmeter der Welt besuchen. Zudem entstehen jede Minute Wissen, Musik, Bücher und Videos, ein Vielfaches von dem, was man aufnehmen könnte.

    Der persönliche Einfluss einer unsterblichen Person ist auch nicht zu unterschätzen. Durch praktisch unbegrenzte Erfahrungen und Wissen in so ziemlich jedem existierenden Feld könnte man einen sehr starken Einfluss auf die Welt haben, sowohl positiv, als auch negativ.

    Gesellschaftlich und wirtschaftlich wäre das natürlich der Super-GAU, also würde ich das, so dreist wie ich bin, dann nur auf mich beschränken :D

    Musste ich beim Netflix-Stöbern mal wieder dran denken :D

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    Wie der Stand im Moment ist weiß ich nicht, da ich wenig mit Teens zu tun hab :D
    Vor 5-10 Jahren galt meines Wissens der Stereotyp noch und wird einen Großteil der 20er und 30er betreffen, die hier im Forum auch reichlich vertreten sind.

    Was ich mir überhaupt nicht ansehen kann: Scripted Reality im Deutschen Fernsehen, DSDS, Dschungelcamp, Bachelor, Tatort, Topmodel, ältere Sitcoms (Seinfeld etc.)

    Im Prinzip alles, bei dem sich das Hirn durch den Darm verabschiedet, Shows die vor 20 Jahren mal komisch waren und diese gehaltlosen Serien, die täglich von hobbylosen Personen diskutiert werden :D

    Naja, wahrscheinlich ist da ein Körnchen Wahrheit dran. Nach dem Stereotyp ist der Animefan gesellschaftlich weniger geltungsbedürftig und hatte damit wahrscheinlich weniger Grund, um in der Jugend damit anzufangen. Das muss nicht stimmen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass unter Animefans durchaus prozentual weniger Raucher sind, als unter "Normalos". Genauso in bestimmten Personengruppen. In einer meiner Vorlesungen (Grundschullehramt) gab es eine kleine Umfrage mit etwa 150 Teilnehmern, davon haben keine 5% geraucht. Die Stichprobe ist zwar nicht repräsentativ, aber ich denke, dass sich da nicht viel tut.

    Ich rauche keine Zigaretten, aber alle paar Monate mal Shisha und zu ganz besonderen Anlässen vielleicht eine Zigarre. Zigaretten schmecken mir überhaupt nicht, den Geruch finde ich widerlich und auch generell sehe ich da sonst nur Nachteile ;)

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    Ich schlage vor, dass du dich in einem weiteren Thread noch einmal richtig vorstellst. Es gibt viele Gründe sich hier anzumelden, aber dich so zu präsentieren führt zu nichts, wie du siehst ;)

    Ich bin mal so frei und mache hier dicht, bevor es noch zu unschönen Kommentaren kommt.

    MfG Kruadon

    Ich habs jetzt auch zu 100% durch, nach etwa 55 Stunden. Besonders die Story und die Optik haben mir sehr gut gefallen, aber ein paar Punkten hätte man etwas mehr Aufmerksamkeit schenken können. Das Kampfsystem hat mich von Anfang an gefesselt, zum Ende hin wurde es aber etwas monoton. Was mich zB gestört hat ist, dass beinahe jeder Schwachpunkt einer Maschine gepanzert ist. Das hieß für mich, dass wenn ich sie ausnutzen will, ich zuerst präzise Rüstungsteil für Rüstungsteil entfernen müsste. Die Alternative dazu: Einfach mit purem Schaden, oder Feuerpfeilen, draufhalten. Das ist schneller, einfacher und vor allem auch günstiger. Wenn ich auch nur an die Grauhabichtgruppen denke, dann hatte man beinahe keine Möglichkeit, als sie wenig elegant mit Pfeilen zuzuspammen. Sie fesseln, oder ihre Schwachpunkte ausnutzen konnte man eigentlich nur, wenn man bereitwillig Schaden einsteckt, oder den Kampf ewig herauszögert.

    Ein weiterer Kritikpunkt ist die Plünderbeute, denn sie ist praktisch nutzlos. Wieviele rare Gegenstände benötigt man quer durch das Spiel, vielleicht 10? Zum Ende des Spiels hatte ich rund 60000 Metallschreben, die ich nur für Modpakete ausgeben konnte, weil sie sonst keinen Nutzen hatten. Meine ersten Skillpunkte gingen in die Beute, weil ich gehofft habe, im langen Zug daraus zu profitieren. Pustekuchen. Generell haben sich die Hälfte der Skills so nutzlos angefühlt, als wären sie nur als Füllmaterial entworfen worden.

    Trotz der Kritik ist Horizon aber ein erstklassiges Spiel und ich bereue den Kauf in keiner Weise :)

    dass mir jede andere Strafe lieber gewesen wäre

    In diesem Zeitpunkt geht es ja genau da drum. Es gibt wahrscheinlich keinen negativeren Reiz als Schmerz für ein Kind. Mir war aber als Kind schon bewusst, wenn ich die Grenze dafür überschritten habe und hab es deswegen in der Regel sein lassen. Es ist grobschlächtig, unschön, aber als Reiz ungemein effektiv im Vergleich zu anderen Strafen.

    Wenn ihr ernsthaft der Meinung seid, ein Kind würde - nachdem "alles" nichts geholfen hat - plötzlich wie von Zauberhand durch Gewalt gemaßregelt, habt ihr euch mal sowas von geschnitten.

    Du verkaufst als Fakt, was ich an meinem Beispiel allein schon wiederlegen kann. So funktioniert das nicht


    Ich habe bereits geschrieben, dass es keine Wunderwaffe ist. Es kann funktionieren. Bevor ich einen Fremden an der Psyche meines Kindes rumfuhrwerken lasse, werde ich diese Methode im Ernstfall ausprobieren. Wenn es nicht funktioniert, gibt es keinen Grund, daran festzuhalten.

    Im Übrigen liegt die Beweislast nicht bei uns, sondern bei euch.

    Wir sind nicht vor Gericht, ich habe weder die Fähigkeiten, noch das Wissen, um Gesetze anzufechten. Genau so, wie wir nicht beweisen können, dass unsere Methode nicht funktioniert, könnt ihr es ebenfalls nicht. Ihr gebt als absolut an, was auf dem Papier steht, obwohl ich seine Gültigkeit schon durch mein eigenes Beispiel wiederlege.

    Statt jedoch Verantwortung dafür zu übernehmen und die eigene Methodik zu überdenken, wird kategorisch das Kind beschuldigt und als Problem betitelt.

    Davon hat keiner gesprochen. Wenn mein Kind "Probleme" verursacht, dann liegt das an meiner Erziehung und höchstens in Ausnahmefällen am Kind selbst. Wie jeder andere, mit ein wenig Vernunft gesegnete Mensch, werde ich zunächst komplett gewaltfrei erziehen. Wenn meine Erziehung nicht fruchtet, dann werde ich reflektieren, woran es lag. Wenn ich in diesem Fall einen Hinternklopfer, durch meine persönlichen Erfahrungen, als sinnvoll erachte, dann und auch nur dann, greife ich darauf zurück.

    doch auch dafür gibt es Lösungen.

    Die einzige Lösung, die ihr präsentiert, ist: Ich konsultiere Experten. Ich als Kind würde mir stets bewusst sein, dass ich derartig schwierig war, oder sogar psychische Probleme/Krankheiten hatte, dass meine eigenen Eltern sich nicht mehr zu helfen wussten. Diese Tatsache, dass ich meinen Eltern solche Probleme bereitet habe, würde mich definitiv länger verfolgen, als ein paar Minuten leichten Schmerzes, über Jahre verteilt. Ich will mich wirklich nicht selbst loben, aber wenn ich ein schlechter Vater werde, dann tret ich einem Kloster bei und bitte Gott täglich 10x um Vergebung. Ich behaupte von mir selbst, vernünftig genug zu sein, um meine Fehler zu erkennen, sie einzugestehen und zu beheben.

    Schade ist auch, dass mein Geschriebenes oben, vor allem der Satz aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch hier vollkommen ignoriert wurde? Obwohl allein dieses Gesetz all dem widerspricht, was ihr so für "richtig" hält. Das tut mir im Herzen Leid für euch.

    Natürlich steht das da drin, ohne so eine Grundlage kann man auch wirklich gewalttätige Eltern nicht vor Gericht zerren. Die Sache dabei ist, dass diese Regelung zwar in Deutschland besteht, aber durchaus Kontroversen erzeugt. Gesetze sind nicht gottgegeben, ändern sich auch gerne mal und niemand zwingt dich, dieses Gesetz persönlich als sinnvoll zu erachten. Effektiv wird wahrscheinlich niemand fürs Hintern versohlen bestraft, solang es nicht regelmäßig passiert, oder ausufert. Ich bin kein Jurist, aber ich bin mir sicher, dass jeder von uns auf annähernd täglicher Basis gegen irgendein weniger sinnvolles Gesetz verstößt.


    Umso mehr erfreuen mich Menschen wie @Akihito , die eine gesunde und soziale Einstellung pflegen und bestens darüber Bescheid wissen, dass der kleinste "Klappser" bei Kindern vollkommen UNNÖTIG ist, und es 10000000000000000000 Methoden gibt, mit dem noch so schlimmsten Quälgeist, klar zu kommen.

    Du verkaufst als Fakt, was ich an meinem Beispiel allein schon wiederlegen kann. So funktioniert das nicht :D

    Ich bin ebenfalls von Horizon begeistert, aber das Kampfsystem flacht leider schon etwas ab. Ab einem gewissen Level sind fast alle Schwachstellen gepanzert und müssen erst aufgebrochen werden. Bis ich das gemacht habe, ist das Tierchen viel einfacher, schneller und günstiger abgefackelt, indem ich wie ein Berserker mit Feuerpfeilen drauf halte :D

    Mir ist aber zusätzlich aufgefallen, dass sich ein paar Sachen fast ein bisschen so lesen, als könne man sich nur mit Gewalt, wenn auch in sehr geringem Maß, Respekt und Autorität verschaffen.

    Das sehe ich natürlich nicht so, für mich ist die Erziehungsgrenze nur bei dem Klaps erreicht. Das heißt, es ist für mich der letzte Ausweg, bevor ich mich geschlagen gebe. Oberstes Ziel ist es auch bei mir, gewaltfrei und deeskalierend zu erziehen. Sollte ich "Glück" mit meinen Kindern haben, dann wird es auch nie zu Gewalt kommen, wobei ich Gewalt selbst für einen eher untreffenden Begriff halte. Autorität basiert für mich auf Respekt, nicht Dominanz.


    Lehrer haben gar keine Wahl, als sich Respekt ohne Gewalt zu verschaffen. Und viele kriegen das auch hin.

    Viel zu oft erwarten Eltern doch mitlerweile, dass Erzieher und Lehrer ihren Job machen. Nämlich dem Kind Regeln, Respekt und alles drum herum beizubringen. Das kann nur nach hinten losgehen.

    Genau das ist ja die Situation. Das Problem dabei ist, dass es nicht nur das eigene Kind betrifft, sondern gleich 20-30 andere. Ist mein Kind verzogen und macht schon Zuhause Probleme, dann hat kein Lehrer die Möglichkeiten, das selbstständig zu beheben. Umso schlimmer ist es dann, wenn man gleich mehrere solcher Kinder betreut. Wäre ich als Elternteil betroffen, dann würde ich mich in Grund und Boden schämen, aber an diesem Punkt ist es schon schwer, das Verhalten des Kindes kurzfristig zu korrigieren. Deswegen halte ich es für wichtig, dass das Kind zumindest ein grobe Idee hat, wo es steht, bevor es die Strukturen auslegt, wie es lustig ist.

    selektiver Kooperationsverweigerung

    Das funktioniert Zuhause wahrscheinlich auch ganz gut, aber mit einem "fremden" Erwachsenen wahrscheinlich weniger.

    Entweder man nimmt dem Kind kurzzeitig etwas weg, während es in der Schule ist und nichts davon merkt, oder man zahlt ihm kein Taschengeld mehr/kauft keine Spielzeuge da man bestohlen worden sei und nun kein Geld mehr habe (wer ganz fies ist, spart hier bei den Weihnachtsgeschenken).

    Ähnliches wurde auch mit mir versucht, aber ich hab dann doch immer irgendwas gefunden, mit dem ich mich beschäftigen konnte. Geld hatte ich zu dem Zeitpunkt kaum bis garnicht, oder habe es fast nur gespart. Es kann klappen, bei mir hat es das aber leider nicht :D

    Ich finde das am Thema vorbei und bin der Meinung, wir bringen unseren Kindern damit lediglich bei, Gewalt sei eine legitime Maßnahme.

    Das ist ein negativer Effekt, den man nicht abstreiten kann. Das Problem dabei ist aber, dass Kinder immer einer Form von Gewalt ausgesetzt sein werden, ob im TV, dem Schulhof, oder sogar Büchern. Das war bei mir nicht anders. Wer mich als Kind verletzt hat, der bekam es dreifach zurück. Du hast ja selbst Erfahrungen damit gemacht. Ein Weg drumrum ist utopisch, deswegen wurde mir auch beigebracht, mich zu verteidigen. Es ist keine gute Idee, Kindern Gewalt als legitim zu verkaufen, aber sie sollten damit rechnen, Ziel von Gewalt zu werden.