Stimmt schon, dieses Detail habe ich wohl auch nicht mit einbezogen. Natürlich wird jemand, der von sich aus sagt, er sei bisexuell, beide Geschlechter ungefähr gleich attraktiv finden, allerdings lebt er dann trotzdem eher in einer heterosexuellen, oder homosexuellen Beziehung. Da war mein Ausdruck in dem vorletzten Beitrag vielleicht doch etwas "plump". Spannend ist trotzdem die Frage, ob ein Bi-Mensch letztendlich glücklich wird, wenn er sein Leben jetzt nur noch nach einem Geschlecht ausrichtet, z.B. in einer Ehe. Bisexuelle werden ja nicht nur offene Beziehungen führen.
Also ich habe auch nach 6 Jahren nicht das Gefühl, dass mir irgendwas fehlt. Weil ich jetzt "nur" noch mit einem Mann Sex habe und nicht mehr auch mit Frauen... und ja, ich hatte vorher auch schonmal eine gleichgeschlechtliche Beziehung und weiß daher, was ich nun "verpasse". Und ja, das Thema kam in unserer Beziehung tatsächlich schon mal auf. Mein Freund kam auf mich zu uns wollte mit mir drüber reden, ob ich eventuell sexuell irgendwas vermisse, weil ich meine Bisexualität nun quasi nicht mehr so frei ausleben kann. Er hat mir dann sogar eingeräumt, dass er mir sexuellen Kontakt zu anderen Frauen erlauben würde, allerdings wirklich nur zu Frauen. Nicht zu anderen Männern. Weil er wohl auch irgendwie dachte, als bisexuelle Person müsse einem irgendwas fehlen, wenn man jetzt nur noch die eine Seite auslebt... ich habe das abgelehnt und ihm erklärt, wie genau sich das verhält mit der Bisexualität und das ich rundum glücklich bin und nix vermisse. Natürlich mag es auch Bisexuelle geben, die unzufrieden sind und beides ausleben müssen, um sich vollkommen zu fühlen... aber das ist nicht die Regel. Es gibt genauso auch genug Heterosexuelle, die nicht nur mit ein und der selben Person Sex haben, sondern sich lieber austoben möchten... daher das Konzept der offenen Beziehungen. Das hat nix mit der sexuellen Ausrichtung zu tun, würd ich mal behaupten. ;D