KRIEGSTAGEBUCH - TAG ZWEI
Der zweite Tag war weniger schwer,
er machte mir keine Schwierigkeiten mehr,
Ich gewöhnte mich daran, auch weil Ima mir half.
Mit der Maske zu spielen, hatte ich keine Lust.
Doch ich musste mir ja die Zeit vertreiben,
sollten wir wieder so lange im Schutzraum bleiben.
Ich stellte mir vor, Hussein zu treffen.
Was hätte ich ihn gefragt,
ihn gebeten, gesagt?
Ich dachte und dachte und entschied mich dann.
Als Erstes stellte ich ihm die Frage,
die viele von euch wohl gern fragen würden
und auf die ihr keine Antwort bekommt:
>>Warum schießen Sie Raketen auf uns?<<
Saddam antwortet ganz nett:
>>Weißt du was? Geh jetzt ins Bett.
Ich wusste nichts von Raketen auf Israel.
Aber wenn es so ist, haben sie´s wohl verdient.<<
Doch er sagte nicht, wozu und warum.
Deshalb fragte ich weiter:
>>Haben Sie chemische Waffen? <<
>>Ja, ich besitze chemische Waffen.<<
>>Und für wann heben Sie diese Waffen auf?<<
>>Wenn meine Lage aussichtslos wird,
doch ich bin sicher, das wird nicht geschehen.<<
Und plötzlich sagte Nachman Schai,
wir könnten die Gasmasken runtertun
und den Schutzraum dürften wir auch verlassen.
So fand das Gespräch schon bald ein Ende.
Doch ich bin sicher und hoffe es sehr,
bald gibt es keine Sorgen mehr,
bald ist ales wieder, wie es war,
ganz ohne Sirenen und Angst vor dem Gas.