@ Seki-kun Es ist ja nicht so, dass gar keine guten Animes mehr produzierten werden, im Gegenteil ist bei der reinen Masse, die mittlerweile produziert wird, sogar die Wahrscheinlichkeit größer, dass etws dabei ist, was den eigenen Geschmack tifft. Es wird halt nur immer deutlicher, dass Finanzen eine immer größere Rolle bei der Herstellung spielen. Während früher vier Animes mit je 50+ Folgen produziert wurden, sind es heute in der selben Zeit 20 Animes (bzw "Staffeln") mit je 12 Folgen. Das geschieht oft, weil die Studios sich absichern möchten. Statt einem "FLop" mit 50 Folgen durchziehen zu müssen, kann man nach 12 Folgen droppen, weitere Staffeln verwerfen und was neues anfangen.
Dies geht meiner Meinung nach aber auf Kosten der Quallität der einzelnen Serien. Oft wird gequetscht, verändert (bei Animes die auf anderen Sachen basieren) oder offene sinfreie Enden gelassen, ohne das die Story fortgesetzt wird. Damit meine ich nicht, das jeder Anime 50+ Folgen braucht, aber es gibt nunmal sehr viele, für die 12-13 einfach nicht ausreichen. Und selbst, wenn weitere Staffeln folgen, gibts teilweise lange Pausen zwischen, oder gezwungene Anfänge und Enden in den einzelnen Staffeln, um sie abzugrenzen, die aber den Storyfluss stören. Man kann ja auch kein gutes Buch nehmen, die Hälfte davon lesen, dann ein - zwei Jahre Pause machen und dann der Rest lesen.
Besonders Animes, die auf anderen Sachen basieren (meistens ja auf Mangas) werden teilweise nur produziert, um die Vorlage zu bewerben. Diese werden dann oft massiv zurechtgeschnitten und hören irgendwann plötzlich auf, damit die Leute zur Vorlage greifen. Für jemanden, der aber lieber Animes guckt und nicht immer auch den Manga, das Game oder die Lightnovel dazu nehmen will, ist dies einfach eine weitere "minderwertige" Serie.
Es gibt also nach wie vor geniale und großartige Animes, aber es gibt leider auch umso mehr mittelmässigen, bis schlechten Kram drumherum, der vielleicht deutlich besser wäre, wenn nicht so viele finanziele Ängste mitspielen würden. Dazu muss mann sagen, das gerade das Publikum wohl die größte Schuld an dieser Entwicklung trägt... also "Mea culpa"