Ist zwar ein etwas älterer Thread, aber ich denke, dass das Thema an sich doch sehr interessant und noch lange nicht abgehackt ist, also greife ich ihn mal wieder auf. (Ich weis, ist ein wenig mehr Text geworden, aber ich hoffe ihr könnt euch die Zeit nehmen, ihn zu lesen und entsprechend eure Meinung abzugeben. Interessiert mich auch jeden Fall sehr.)
Mich interessiert vor allem auch die Entwiklung in dem Bereich Akzeptanz oder zumindest Toleranz eines auf den ersten Blick eher fremden Hobbys und vor allem auch die Entwiklung des Hobbys bei den betroffenen Personen. Ich persöhnlich komme aus einer Generation, die mit Animes im Nachmitagsprogramm (RTL2) aufgewachsen ist und danach noch die etwas "erwachseneren" Animes im Abendprogramm (MTV/VIVA) mitverfolgen konnte. Dies ist jetzt aber nach und nach zurückgegangen und erreicht zumindest nicht mehr die breite Masse. Dagegen ist die Zugänglichkeit von Animes und Mangas durch das Internet auf jeden Fall deutlich gestiegen, setzt aber hier schon ein gewisses Interessa an dem Thema vorraus.
Was bedeutet das nun für die weitere Entwiklung von Anime und Manga Fans? Nehmen sie ab und somit auch Akzeptanz des Hobbys bei der Masse? Oder wird durch eine Elterngeneration, die damit aufgewachsen sind eher mehr Interesse und den Jugentlichen entfacht? Was meint ihr zu dem Thema?
Ob es einem nun peinlich ist oder nicht, ist glaube ich auch nicht das wahre Disskusionsthema hier. Immerhin würden die Wenigsten, die sich dafür wirklich schämen, auf eine öffentliche Platform zugreifen, auch wenn diese ja nach Wunsch ziemlich anonym sein kann. Aber wie offen geht man mit dem Thema wirklich um? Würdet ihr es als Hobby in eine Bewerbung schreiben? (Bei einem Arbeitgeber, der nicht direckt mit dem Thema zu tun hat) Oder wenn ihr eine neue Person kennenlernt und diese euch nach Hobbys fragt, würdet ihr Animes und Mangas so selbstverständlich wie Lesen, Musik oder Sport angeben? Ich persöhnlich würde es nicht. Nicht weil es mir peinlich ist, sondern weil ich die Reaktion des Gegenüber noch nicht richtig einschätzen kann und nicht unbedingt Lust habe eine negative zu bekommen. Wie sich das mit der Zeit entwikelt ist wieder ein anderes Thema.
Zudem kommt dann noch das eigene Alter. Als einem der älteren Mitglieder hier kommt mir natührlich die Frage: Wie lange und wie intensiv kann man dieses Hobby noch ausleben. Immerhin nimmt es doch Zeit in anspruch. Und wenn man in ein Alter kommt, wo die Umwelt von einem eher erwartet, seine Zeit zum Aufbau einer Familie zu nutzen, kommt ein Hobby, welches von der Aussenwelt eher missverstanden wird kaum zu Gute. Natührlich haben die eigenen Hobbys eher wenig damit zutun, ob man bereit dafür ist sich "nierderzulassen", aber der Eindruck etsteht vielleicht bei anderen Leuten. Ausserdem ist es für einen Menschen durchaus üblich aus einem Hobby "herauszuwachsen". Dies kann mann wohl auch an den vielen Usern hier im Forum sehen, die trotz hoher Aktivität früher, heutzutage nicht mehr hier zu finden sind. (Es wird wohl auch viele andere Gründe dafür geben, aber ich denke das ist der Hauptgrund.)
Also meine Fragen an euch alle (vor allem an die unterschiedlichen Altersgruppen): Wie empfindet ihr das? Fühlt ihr euch mehr oder weniger akzeptiert? Wie glaubt ihr, wird sich dieses Thema weiter entwickeln? Findet ihr man sollte an einem gewissen Punkt im Leben solche Hobbys überwunden haben?