Und beachte: Besagte Animes haben meistens eine niedrige FSK.
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Zitat von Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft
Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen. [...] Gemeinsam mit den FSK-Grundsätzen bildet das Jugendschutzgesetz (JuSchG) die Grundlage der Arbeit der FSK. Das Jugendschutzgesetz dient dem Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit. Es regelt u.a. Abgabe, Verkauf und Verleih von Filmen und Computerspielen. Laut JuSchG müssen Kino- und Videofilme mit einer Altersfreigabekennzeichnung versehen werden. Diese Bildträger dürfen in der Öffentlichkeit (zum Beispiel in Handel und Videotheken) nur an Kinder und Jugendliche abgegeben werden, die das gekennzeichnete Alter haben.
Wenn man bedenkt, das solche Prüfungs-Gremien der FSK u.a. aus Journalisten, Lehrern, Psychologen, Medienwissenschaftler, Filmhistoriker, Studenten, Sozialarbeiter, Richter und Staatsanwälte bestehen können, welche die von dir als Beispiel benannten Anime geprüft und freigegeben haben, stellt sich mir die Frage: Warum sind die letztlich anderer Meinung als du? 
Zu deinem verlinkten "Erfahrungsbericht" (falls dieser nicht sogar von dir selbst stammen sollte?)...
1. Die besuchte Con fand in London statt. Also gibt hier erst einmal der britische Gesetzgeber die Vorgaben. Ich habe mich bisher mit dem britischen Grundgesetz und Jugendschutz kaum beschäftigt, da diese hierzulande nicht greifen und kenne daher auch nicht die genauen Unterschiede oder Gemeinsamkeiten. Jedoch lassen die Bilder und Eindrücke des Berichts einige Parallelen schließen. Wie auf dem zweiten Bild zu erkennen, hat der Händler die Ware mit Stickern zensiert (eventuell weil das zeigen von Nacktheit auf öffentlichen Veranstaltungen in England unter den Jugendschutz fällt). Also ist er mit seiner Zensur-Maßnahme auf Seiten des gültigen Rechts. Der Verkauf von solchem Material dürfte auch in den UK nur an Erwachsene erfolgen (in Japan übrigens auch!). Und da die Manga auf Bild 2 japanische Verlags-Ware zeigt und eindeutig dem Hentai-Genre zuzuordnen sind, fallen diese schon einmal aus unserer Diskussion raus... Die Manga, die vor dem kleinen Stand liegen, sind übrigens US-Titel von Hentai-Manga, die nach gültigem US-Recht erlaubt und publiziert wurden.
2. Laut dem Verfasser gab es wohl keinen abgetrennten "Adult"-Bereich, wie man ihn hierzulande beispielsweise auf Film- und DVD-Börsen vorfindet. Das dürfte die Waren-Zensur von oben auch nochmals erklären und ist letzten Endes Sache des Veranstalters. Er trägt die Verantwortung, die Auflagen und muss bei Verstößen mit einer Strafe rechnen, ebenso die Händler - welche aber meist ganz genau wissen, wie sie etwas verkaufen dürfen und wie nicht.
3. Folgender Satz: "Japan ist die einzige Mitgliedsnation der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), in der Besitz von Kinderpornografie nicht unter Strafe steht, vermutlich, um ihre weltweit geliebte Manga- und Animeindustrie zu schützen." ist eine großartige wie haltlose Behauptung, die wohl von viel Fachwissen herrührt? Nebenbei hat Japan den Besitz und das Vertreiben von kinderpornographischen Material unter Strafe gesetzt. Inwieweit nun die japanischen Behörden dagegen vorgehen und das Gesetz auch durchsetzen, liegt in ihren Händen. Du könntest vielleicht mal Nobuhiro Watsuki (Rurouni Kenshin) diesbezüglich fragen...
3.1. "Es wird behauptet, dass man im Laufe der Zeit eine verzerrte Sicht auf Kinder entwickelt, wenn man sich diese Art Bilder regelmäßig ansieht." Behaupten kann man viel, sehr viel...
4. Das Zitat von Shihoko "Junior Idol entstand, kurz nachdem das Gesetz verabschiedet wurde, welches die Zurschaustellung nackter Kinder verbietet. Die Intimstellen werden nicht gezeigt, aber die Kinder sind im Grunde nackt." könntest du als Anstoß dafür nehmen, mal der Entstehungsgeschichte von Manga und Anime in Japan und den darin enthaltenen gesellschaftlichen Komponenten (Wandel, Ansichten, Wirtschaftslage, Gesellschaftsstrukturen, Gesetzgebung, etc.) auf den Grund zu gehen. Ich habe keine Ahnung wie lange der Autor schon in diesem Medium bewandert ist, aber anscheinend nicht lange genug, um zu wissen, dass dies kein Problem der heutigen Manga- und Anime-Szene ist und auch nicht das der letzten 10 oder 15 Jahre... Es ist sehr viel älter...