Es gibt immer Gründe, warum es nicht klappen möchte. Ich denke man muss auch zwischen Beziehung und Liebe unterscheiden. Eine Beziehung bedarf nicht unbedingt der Liebe, da kann ggf. schon einfache Sympathie ausreichen, hört man auch oft in jungen Jahren, wo "das Alt werden mit jemanden", für den einen Partner keine Option darstellt.
Eine Beziehung ohne Liebe oder (anfängliches) Verliebtsein ist doch höchstens Freundschaft. Nur weil ich ne Person sympathisch und gegebenenfalls gutaussehend finde, heißt das nicht, dass ich mit ihr ne Beziehung führen möchte.
In jüngeren Jahren mag das vielleicht noch anders sein, wenn man mit der Einstellung, dass man sowieso weiß, dass es nur für kurze Zeit halten soll, rangeht. Aber ab einem bestimmten Alter finde ich, dass die "Beziehung" dann nur ne nettere Bezeichnung für Freundschaft+ wäre. Auch wenn ich finde, dass es gesund ist, im Hinterkopf zu behalten bzw. mit der Einstellung an eine Beziehung ranzugehen, dass es immer sein kann, dass man sich früher oder später trennen wird, auch wenn man das gegenwärtig nicht möchte. Aber das ist ja noch was ganz anderes als direkt zu wissen, dass man sicher früher oder später kein Bock mehr auf die Person hat.
Mit Liebe würde ich nämlich gar keine Zeit verschwenden. Dabei handelt es sich schlicht um einen chemischen Prozess im Körper und der ist meines Wissens nach nicht gezielt beeinflussbar. Am Ende hat man eh keine Wahl in wen man sich verliebt und sei es eine Person genau entgegen seiner eigenen Vorlieben.
Chemische Prozesse im Körper hin oder her, imo kann man das durchaus in einem gewissen Grad beeinflussen, in wen man sich verliebt und wen man liebt, z.B. indem man sich von der Person distanziert - auch psychisch. Aber sowas muss man halt auch wollen.
Jedenfalls finde ich die Aussage "Liebe ist Zeitverschwendung, weil es ein chemischer Prozess im Körper ist" seltsam. Nur, weil die Nahrung, die du zu dir nimmst, zersetzt wird ( = chemische Prozesse), hältst du es doch auch nicht für Zeitverschwendung, auf'n Topf zu gehen, oder? Was ich damit sagen möchte, dass etwas (Liebe) nicht nur Zeitverschwendung sein kann, weil es ein chemischer Prozess ist.
Daher würde ich die Zeit und Kraft vollständig darauf konzentieren mir sympathische Menschen anzulachen und darauf hoffen, dass dort vielleicht die richtige Person dabei ist. Sollte es daran scheitern, muss das Problem an einem selbst liegen. Das kann äußerliche Gründe haben, aber auch innere - auf jeden Fall liegt es aber an einem Selbst. Und diese für andere unattraktive Seiten muss man finden und über Sie bestimmen, ob man diese bewusst anwendet oder vielleicht nur aus versehen und man diese ändern möchte.
Oft sind einem die Probleme auch bekannt, man verdrängt Sie aber und hofft einfach, dass mal der oder die richtige kommt. Ich glaube damit betrügt man sich nur selbst und kommt in den typischen Kreislauf bei der Single-Suche.
+1
Wenngleich ich finde, dass es da vor allem auf Verhaltensweisen ankommt. Wenn jemand n Hobby von einem kacke findet, führt man es eben ohne die Person aus und labert sie damit nicht ständig voll. Aber wenn man z.B. schon durch sein Verhalten regelrechte Verzweiflung durchblicken lässt, dürfte das wohl sehr viele abschrecken; und da liegt dann wirklich der Fehler bei einem selbst.