Katsuro
Während der Schrei der Kreatur noch in der Luft hallte, kamen noch mehr zwischen den Bäumen hervor gesprungen.
Es hat also seine Freunde gerufen.
Damit verschlechterte sich die Lage für mich augenblicklich. Einer war kein Problem, der würde es nicht einmal schaffen mich auch nur zu berühren, zwei waren auch noch nichts Schlimmes, bei dreien würde es schwer werden, aber so viele?!
Ich ließ meinen Blick über die Dämonen gleiten, darauf bedacht keine ihrer Bewegungen zu verpassen, und womöglich aus dem Hinterhalt überrascht zu werden.
Das war nicht wirklich eine geeignete Kampfsituation für einen Nahkämpfer wie mich.
Bei so vielen brauchte man schon einen Magier, der flächendenkende Angriffe beherrschte.
Als ob jemand meine Gedanken gelesen hätte, erschien eine große Feuerwand, welche die Monstren zwar nicht aufhielt, sie jedoch teilweise schwer verwundete.
Ich suchte den Ursprung dieses Angriffes und stellte fest, dass er von einem Mann kam, der gerade damit beschäftigt war, eines der Viecher mit zwei Erdplatten zu zerquetschen.
Doch ich hatte keine Zeit zu sehen, was er als nächstes tat, da ich von einem Dämonen abgelenkt wurde, der mir gefährlich nahe kam.
Ich warf Ila, welches ich in der linken Hand trug, gezielt in Richtung seines Halses. Die Schnurr welche am Griff befestigt ist, ließ ich durch meine Finger fahren, um das Schwert wieder zurückziehen zu können.
Dies tat ich dann auch mit einem Ruck, als die Klinge in der Kehle des Dings stecken blieb.
Es röchelte und Blut spritzte über seine verkohlte Haut, doch schien ich nicht genug Schaden angerichtet zu haben, denn es kam weiter auf mich zu getrottet.
Als ich in der Reichweite seiner Arme war holte es zum Schlag aus.
Ich duckte mich darunter hinweg und gelangte so hinter es. Mit einem Tritt in den Rücken brachte ich es aus dem Gleichgewicht, es verlor seinen Halt und fiel nach vorne weg.
Diese Gelegenheit nutzte ich, um die Klingen meiner zwei Schwert auf beiden Seiten seines Halses zu positionieren und sie wie eine Schwere zuschließen.
Ich fühlte wie sie die dicke, mit Knochen durchsetzte, Haut durchtrennten und sich der Kopf vom Körper löste.
Kopf ab war das Sicherste. Hätte ich ihn irgendwo anders verletzt, hätte ich mir nicht sicher genug sein können, dass ich ausreichend Schaden gemacht hätte.
Der Körper sackte vor mir auf den Boden und ich wand mich dem nächsten möglichen Gegner zu.
Ich hatte Glück und es war noch keiner der Dämonen soweit in meiner Reichweite, dass er mir gefährlich werden konnte.
Und dann sprang mir ein Gedanke in den Kopf, welcher sich bis dahin, vor dem Drang mich selbst zu schützen und meiner mangelnder Teamfähigkeit, versteckt hatte.
Der Typ in den Handschellen!
Da war ja was gewesen....
Suchend sah ich mich um und stellte fest, dass ihm schon jemand anderes zur Hilfe gekommen war.