Ich arbeite in der IT eines in Deutschland relativ bekannten stationären Einzelhändlers aus Köln, nennen wir ihn hier einfach Mal "Lewe".
Mein Tätigkeitsfeld ist im regionalen Service, genauer gesagt betreue ich in NRW etwa 1000 Supermärkte von "Lewe" und "Lenny" bei Expansionen, Umbauten oder Schließungen, was die in unserer Verantwortung befindlichen Marktnetzwerke* betrifft.
* Ein Marktnetz besteht z.B. aus einem WAN-Anschluss, Router, Switches, Server, Workstations, A4-Drucker, Kassen, EC-Geräte, Service-Waagen, Access-Points, mobile Datenerfassungsgeräte, Werbe-Monitore im Service- und Vorkassenbereich, ESL (Elektronische Preisschilder) und noch andere Spielereien ;)
Meine Aufgaben sind zum Beispiel die Beantragung des Internet-Anschlusses für ein neues Objekt, die Abstimmung mit der verantwortlichen Bauabteilung was Termine und Hardwarebedarf angeht, die Bestellung der benötigten IT-Komponenten, die Koordination von Dienstleistern, die die Hardware vor Ort nach unseren Vorgaben montieren, die Kontrolle der Arbeiten der Dienstleister vor Ort, die Abrechnung mit den Dienstleistern, Eröffnungsbetreuungen in den Märkten, 2nd Level Support für die Markt-Hotline, Last Level Support bei eskalierenden Themen vor Ort im Markt, die koordinierte Umsetzung neuer Technologien in Form von Roll-Outs in den Märkten und noch vieles mehr, was aber langsam den Rahmen sprengt.
Dabei liegt übrigens im Speziellen die Region Dortmund in meinem Aufgabengebiet. Die Region erstreckt sich bis an die niederländische Grenze im Westen, Münster im Norden, Ostwestfalen im Osten und so über das Sauerland zurück in die Kölner Bucht, wo dann die Kollegen aus Hürth den Support bis runter in die Pfalz übernehmen.
Da ich seit etwa 2 Jahren nicht mehr selber im Kassentisch liege und die Hardware montiere, sondern die Einsätze aus dem HomeOffice über Dienstleister koordiniere, bin mit meinem Job eigentlich sehr zufrieden. Sicherlich ist der Job fordernd, da man für andere Abteilungen mitdenken muss, damit bei einer Eröffnung auch wirklich alles klappt. Aber ich habe auch viele Freiheiten und kann meist selber priorisieren, welches Thema am meisten brennt und bearbeitet werden muss. Die Bezahlung ist auch ok, ausbaufähig, aber ok. Da bin ich aber dran, nur eine Frage der Zeit.
Die Arbeit mit den Kollegen ist sehr angenehm. Sicherlich ist auch nicht immer Friede, Freue, Eierkuchen im Team, Probleme werden kontrovers diskutiert, aber gerade wenn man Problemfälle hat sind immer ein paar Kollegen da, die einem sofort helfen.
Wenn der Job sich so weiter entwickelt wie bisher, dann kann ich mir schon vorstellen, das bis zu meiner Rente zu machen.




