Beiträge von Haggard

    Die Minuten zerfliessen in Schweigsamkeit, als mich Katsu darauf hinweist, dass sie den Tisch auf dem wir spielen aus Knochen gezimmert hatte... Ich führe meinen Becher zum Munde und frage mich, ob dies ihr Geständniss war.
    Dann leere ich ihn, und stelle ihn entschlossen auf dem Tisch ab.
    Es spielt keine Rolle mehr. Bald wird es an der Türe klopfen, und das Schicksal Hasingtons - so oder so - besiegelt sein...

    Für eine Weile lausche ich der Diskussion der Hasenkinder. Nicht gänzlich ohne Erstaunen, ihre Gehirne mögen noch nicht für alle Fragen eine Antwort zu finden in der Lage sein, doch noch wohnt in ihren Herzen der Mut und die Vernunft, die sie zur Saat einer besseren Zukunft machen könnte.
    Einen Augenblick lang meine ich, einen Hauch von Zweifel in mir zu fühlen. Sollte ich die Stadt, der ich ihr Ende schwor, vor ihrem Untergang bewahren..? Den drei Hasenkindern nicht die Möglichkeit rauben, den Duft des Frühlings zu erleben? Die Liebe des Sommers? Sollte es ihnen gestattet sein, sich am Unmöglichen zu versuchen und zu den Sternen jenseits dieser düsteren Wolken zu reisen..?


    Doch die Zweifel vergehen rasch; Denn war nicht jeder in dieser Stadt einmal Kind? Jeder, der um das Feuer stand, jeder, der eine Fackel trug? Der Hase, den ich aufs Pferd gesetzt hatte - und die, die ihn wieder herunterholten..?
    Ich..?


    Nachdenklich verlasse ich die Steinbrücke in Richtung der Stadtgrenze, die in wenigen Gehminuten an das nahegelegene Wäldchen anschloss. Ich betrat es, atmete den Geruch feuchten Mooses und obwohl ich nur spazieren gehen wollte, führten mich meine Schritte zu der Hütte im Wald. Katsus Hütte im Wald...
    Vielleicht war es nur Zufall... vielleicht erhoffte ich mir hier Antworten auf meine Fragen;
    Ich betrat die Hütte in dessen ungetäfelten Inneren Katsu an einem alten Eichentisch sass, den man zum Schreibtisch umfunktioniert hatte. Doch alle Utensilien dafür lagen verstreut am Boden. Auf der leergefegten Tischplatte befand sich nur ein kleiner Tonkrug - und ein Kartenspiel.


    Sie erschrak nicht, als ich hereintrat, im Gegenteil. Sie erwartete mich, oder schien es zu tun; Bedeutete mir, auf dem freien Stuhl ihr Gegenüber Platz zu nehmen. Ich tat es - und nickte gelassen, als sie mir mit einem Blick einen kleinen Tonkrug anbot. Sie stellte ihn zufrieden vor mich und füllte ihn grosszügig mit Karottenschnaps, der glucksend aus der Flasche strömte.


    Dann mischte sie die Karten mit der Selbstverständlichkeit, wie es unter alten Freunden üblich ist, die sich nicht fragen müssen, ob sie eine Partie Schach spielen wollten. Man traf sich, und holte das Brett mit stiller Selbstverständlichkeit hervor.


    Doch wir waren keine Freunde, und wir spielten nicht zum Spass. Das verriet die Stille, die nur vom Ticken der alten Wanduhr durchsetzt war. Das verriet die Anspannung bei jedem Schluck, den wir aus den Krügen taten. Das verriet die Blicke, die wir wechselten, das Baltt, das wir spielten. Denn auch wenn kein Einsatz auf dem Tisch lagen wussten wir beide, dass der Einsatz das Schicksal Hasingtons war...


    Doch wer Waren wir, die wir uns gegenüber sassen und Karottenschnaps tranken? Wolf und Killer? Igel und Hase? Ratte und Fuchs?


    Und wenn sie mich für den Killer hielt... warum suchte sie nicht nach dem Wolf? Wer wäre denn der herrliche Held, der SelY tötete? Wenn ich doch vieles war, doch nichts davon..?

    @Katsu


    (Danke für den Hinweis! ^^)

    Nette Idee mit der Strasse um die Ecke, aber dieses Spiel kann man auch anders spielen.

    Ich bin der fünfte Spieler, du die Zwölfte.

    12 * 55,5 (Drei fünfen für jede der drei Runden, in denen du mir ans Leder willst...)

    = 666 (!)
    ...


    Edit: Und was deine Frage angeht, ich hab n bisschen Titan im Bein, deshalb bring ichs vielleicht noch zum Cyborg, aber hopsen und sprinten ist nicht mehr drin... xD

    [spoiler=Nur die Kurzversion, heut Abend gibts Nachschlag ^^"]

    Um Skyla möglicherweise vor dem Galgen bewahren zu können, was ich dann nicht tat, weil

    Sie war so ein gutes Kind, sie opferte sich für das Wohl des Volkes von Hasington. Ein Opfer, das du Haggy, mehrfach mit Füßen trittst


    Oh ja, das tue ich; Eine Stadt, die zu ihrem Wohl Jungfrauen opfert verdient den Untergang. Du allerdings würdest Hasington selbstverständlich gern noch ein wenig ausweiden erhalten wollen... Skylas Opfer dürfte dir sehr recht gewesen sein...

    [/spoiler]

    Der etwas schmächtige, segelohrige Hasenjunge, an den die Frage ging zuckte ratlos mit den Schultern.

    "Ich habe auch keine sicherer Erklärung dafür, weshalb vorgestern nur SelY starb... Aber seht mal!"

    Dann kniete er sich zu Boden, hinunter zur Zeitung, die dort für alle drei Hasenkinder einsehbar lag, und zeigte mit seiner Pfote auf einen Artikel darin.

    "Hier steht doch, dass der Killer eine unbekannte Existenz wäre. Vielleicht jemand unauffälliges, zurückhaltendes - aber Katsu doch nicht. Selbst meine kleine Schwester mümmelt schon ihren Namen, und die wurde erst mit dem letzten Frühlingswurf geboren!"

    "Ihr meint, sie ist weder der Wolf, noch der Killer?!"

    "Ich meine, wenn - dann ist sie der Wolf, und die ganze Trauer um SelY ist nur Show..."

    Ein entsetztes Erstaunen erklang unter der Brücke hervor.

    "Das kann unmöglich sein. Du musst dich irren, Katsu selbst sagte, SelY wäre ihr lieb, sie wäre wie ein Haustier für sie..."

    "Ja genau, das hab ich auch gehört;"

    Eine Weile schwieg der dritte kleine Hase.

    "Naja... Haustiere wurden ursprünglich dazu gezüchtet, einen bestimmten Nutzen zu erfüllen. Zur Arbeitserleichterung, als Tauschobjekte - oder um hungrige Mägen zu besänftigen. Und ich weiss, dass Katsu lügt wie gedruckt, vorgestern habe ich sie nämlich auf dem Marktplatz sagen hören:


    Mich hatten bisher Unu und Haggy öffentlich verdächtigt, aber wenn Unu für Skyla gestimmt hat, dann kann er es nicht gewesen sein. Und ich bin mir nicht mal sicher ob Haggy mich richtig verdächtigt hat...
    Aber es wundert mich nicht wirklich, dass ich eine Stimme habe. Wenn es etwas gibt, was ich in doubt am besten kann, dann ist es in der ersten Runde gehängt zu werden.

    Ehrlich gesagt gefällt mir die Stimmverteilung im Moment überhaupt nicht. Eigentlich wollte ich doch Skyla beschützen, aber dazu müsste ich entweder Blue oder mich opfern. Das gefällt mir beides nicht besonders.
    Allerdings wäre ich dann wieder bei Se-chie... Ich vermisse sie so sehr, dass ich mir schon einbilde ihre Stimme zu hören Q__Q


    "... aber das war alles gelogen! Denn vorhin hab ich sie wieder in der Stadt getroffen, wie sie sich mit Blue unterhalten hat - und da erzählte sie ihm:


    Also bei der Stimmverteilung die du da gerade raus gesucht hast, habe ich für mich gestimmt.

    Ich kostete den Moment in vollen Zügen aus, niemand würde den Untergang Hasingtons mehr aufhalten können und meine Fantasie beflügelte mich.
    Wie die Propheten von neuem den Mob schicken würden um mich zu hängen. Und wie die Erkenntnis in sie einsickern würde, dass sie falsch lagen, und endgültig verloren waren - in dem Moment, in dem ich in die Hölle zurückkehrte.

    Meine Gedanken schweifen lassend ging ich im Gewitter spazieren; Ich hatte Zeit, und das Wetter lud mich ebenso dazu ein wie meine gute Stimmung. Der Mob würde mich schon finden.
    Ich schritt hinab in die Stadt, und überquerte gerade die alte Steinbrücke kurz vor dem Marktplatz, als ich eine sonderbare Unterhaltung junger Stimmen vernahm.

    "Denkst du, Katsu hat SelY getötet, dass sie der Wolf ist? Dieser herrliche Held, von dem da so viel geschrieben steht?"
    "Mmm... ich glaube nicht. Wenn, dann ist sie vielleicht der Killer..."
    "Der Killer? Warum das denn?"

    "Wisst ihr, da steht doch, dass der herrliche Held im Wolfspelz steckt und sich um die Diebesserie gekümmert hat."
    "Ja, und?!"
    "Eben, worauf willst du hinaus?"
    "Na, ich glaub nicht, dass Katsu der Wolf ist, weil... naja... fragt nicht, woher ich das weiss, aber SelY hat hin und wieder einen schönen Tropfen Karrottenschnaps mitgehen lassen."
    "Echt?!"
    "Ja... und ich glaub, das hat sie für Katsu gemacht, so als Geschenk oder so, vielleicht."
    "Okay, und weiter?"

    Ich verlangsamte meinen Schritt und suchte nach der Quelle dieser Fragen, denn wer stellte sie sich in dieser Stadt den noch?!?
    Kurz darauf entdeckte ich sie; Als mein suchendes Auge auf einige Hasenkinder fiel, die unter der Brücke Zuflucht vor dem Wetter suchten und ihre Nasen tief in eine Zeitung steckten, die ein Hasenjunge mitgebracht zu haben schien, der sie, wie er sagte, von einem Jungen mit einer sonderbaren Ballonmütze geschenkt bekommen hatte...


    "Wenn es der Wolf war, der sich um SelY gekümmert hat... wars nicht Katsu. Katsu kann deshalb nur Killer sein, oder? Aber was hat sie, oder der Killer, denn dann in der ersten Nacht gemacht...?... ??"

    Five Shades Of Greed

    oder

    Kapitel 3: Die Früchte des Zorns


    Der Hügel der Grausamkeit lag nun Hintergrund, die Stadt der Falschheit vor ihr zu ihren Füssen.
    Und ich schritt umher; Über, unter und in ihr.
    Ich besuchte den grössten Bauern der Stadt, und stahl ihm sein ältestes Pferd. Den reichsten Bankier besuchte ich, und nahm ihm eine Kupfermünze. Den Gärber. Ihm stahl ich den löchrigsten Mantel. Den feisten Hutmacher, von ihm holte ich mir den zerlumptesten Hut. Und die geizige, mürrische Schneiderin. Ihr nahm ich ein altes, rotes Halstuch, dessen Zwirn noch nicht einmal aus Hasington stammte...


    Dann kehrte ich gemächlich zum Hügel zurück, zu den Büschen am Wegesrand. Ich holte den schlafenden Hasen aus dem Unterholz, kleidete ihn sorgsam ein, band ihn aufs Pferd - und trieb es dann aus der Stadt.


    Ich selbst blieb auf dem Hügel stehen, während das Pferd müde aber in verzweifelter Erwartung seiner Erlösung aus den Fängen Hasingtons gen Osten trabte. Dorthin, wo die Sonne vielleicht irgendwann aus den bleiernen Wolken über der Stadt herausstiege.
    Ich sah hinab in die Stadt, lies meinen Blick wandern, und dann rief ich, der ich ein Mörder war, mit lauter Stimme hinab in die Ebene:
    "Seht dort, der Mörder auf dem Pferd, haltet ihn!" Denn ein Mörder war auch er.
    Doch mein Ruf verhallte ungehört im plötzlichen Tummult der nunmehr erwachten Stadt.
    Denn der Bauer war schon von seinem Gehöft herangeeilt. Schwitzend vor Eile.


    "Haltet ihn!" rief er mit wutschnaubender Stimme, "er hat mein bestes Pferd genommen!"
    "Haltet ihn!" rief der Bankier, noch im Morgenmantel, "er hat all mein Geld gestohlen"
    "Haltet ihn!" rief der Gerber. "Er trägt meinen vornehmsten Mantel!"
    "Haltet ihn!" rief die Schneiderin, deren Stimme vor Zorn bebte, "er hat mir den wertvollsten Zwirn geraubt!"
    "Haltet ihn!" rief der Hutmacher, "er stahl mir meinen edelsten Hut!"


    So riefen sie, und stürmten auf ihm zu um ihm den Weg abzuschneiden; Welche Kraft ihnen ihre Gier verlieh, und ihr Zorn, ihr blankes Entsetzen darüber, dass man es auch nur gewagt hatte, sie zu bestehlen.
    Bald schon hatten sie den alten Kläpper eingeholt.


    Und die Kraft ihres Zorns lies sie den Hasen packen, sie fassten mit gierigen Händen nach seinem Leib, sie zerrten ihn mitsamt dem Pferd zu Boden - und knüppelten ihm die Seele aus dem Leib, lange bevor die Vernunft an diesen Ort gelangen konnte. Noch nicht einmal ihre Neugier war stark genug, um sich mit ihrem Zorn zu messen...


    Ich betrachtete das Schauspiel, während hinter mir aus dem stürmischen, grauen Wolkenmeer Blitze durch die Nacht zuckten, und mir der Wind die Kunde zutrug, von Schattenmeers und Hentai-kuns tragischem Ende.
    Doch ich spürte keine Reue mehr, kein Mitleid, die Reste meines toten Herzens zerbarsten mit dem Donnergrollen über der Stadt.


    Ich lächelte nur. Ich grinste. Ich lachte leise, und dann lachte ich laut; Ich bebte vor Lachen, denn diese Nacht hatte das Schicksal dieser Stadt untrennbar an das Meine geschmiedet...

    Ich esse eigentlich alles. Nur eines nicht - oder eben nur in höchster Not...

    Kuttelsuppe. Das sind in Streifen geschnittene Mägen von Rindern. Alte Leute lieben es aber - zumindest taten sie es in dem Altersheim, in dessen Küche ich meinen Zivildienst abgeleistet habe; Und die glorreiche Aufgabe hatte, eben diese Streifen zu schneiden.

    Und allein das hier jetzt zu schreiben ruft mir diesen eigentümlichen, säuerlichen Geruch in Erinnerung; Und die haarige, wie mit lauter kleinen Pilzen bewachsene Konsistenz dieser Häute...

    :frieren:

    Ich Hornochse x_x

    Ununoctium fand sein Ende ja auf dem Scheiterhaufen, nicht am Galgen...
    :aggro:

    Dabei reiz ich die schreiberische Freiheit und eure Geduld diesmal so schon mehr als aus... vielleicht find ich heut Abend die Zeit, wenigstens das nochmal etwas auszubügeln :twirl:

    Der wankelmültige Zorn des Mobs der züngelnd an mich herangetreten war hatte noch einmal von mir abgelassen.
    Aber nicht, um nach Besinnung zu suchen, nach Vernunft; Sondern nur, um sich anstatt meiner Stelle über Ununoctium zu entladen, dessen Sterne heute Nacht ebenso standen, wie am Tage seiner Geburt.

    Die Sterne, sagte jemand einmal, wären gerecht; Sie würden immer über allen sein. Doch über Ununoctium sind sie nicht zu sehen, über ihm tanzen nur die flackernden Schatten, die das lodernde Feuer des Scheiterhaufens in den wolkenverhangenen Himmel malt.
    In die Gesichter des Mobs. Und auf das Gesicht Skylas - oder dem, was die Krähen nach ihrem Festmahl davon übrigliessen. Reglos hängen ihre Überreste noch immer am Galgen, einen Steinwurf entfernt. Abseits der Menge. Das schimmernde Licht der Glut erreicht gerade noch ihr Antlitz, und lässt sie in diesem Licht beinahe traurig herüberblicken, trotz ihrer leeren Augenhöhlen.

    Als die Scheite heruntergebrannt sind durchschneidet ein kühler Wind die wohlige Wärme des Feuers und lässt den Mob unruhig werden;
    Um nicht zu friern raunt er noch einige Flüche, ehe er sich reulos vom Hügel abwendet; Manch ein Prophet und Wahrsager findet sich aber noch, der die Unklugheit dieser Entscheidung im Nachhinein mit vielsagenden Worten bemängelt und blind vor Dunkelheit Düsternisse aufziehen sieht.


    Oder auch nur mit leeren Floskeln, denn vielsagende Worte alleine haben kaum Substanz. Zu wenig, um einen Wolf zu fangen, zu wenig, um einen Mörder zu stellen, zu wenig, um ein Loch im Zahn damit zu füllen.


    Gelangweilt wende ich mich ab und gehe. Denn es gibt noch viel zu tun in dieser Nacht. An einem von Büschen und Sträuchern gesäumten Stück des Weges vom Hügel herunter trete ich von hinten an einen der Hasen heran, der bei Ununoctiums Hinrichtung am lautesten, gierigsten gröhlte. Aber schon ein paar Tropfen Chloroform reichen nun aus, um ihm den Mund zu verschliessen.
    Seinen bewusstlosen Körper sorgsam haltend zerre ich ihn hinein, in die Schatten des Dickichts...

    Als sich die Ereignisse am Marktplatz doch noch in aufkeimenden Tummult kleiden tritt Katsu auf mich zu. Und reicht mir Pfote und Strick zugleich. In Hasington ist auf die Feinde verlass, überlege ich. Und muss lächeln bei dem Gedanken, dass sie diese Eigenschaft beinahe schon zu Freunden macht.

    Doch ich winke dankend ab; Rette dich lieber selbst, Katsu; Du hättest allen Grund dazu...

    Naja, es heisst, die Ewigkeit würde alles Sterbliche beneiden.
    Und ich denke mir beinahe, sie wird auch wissen, warum.

    Zum einen wäre es zwar persönlich in gewisser Weise schön, sich mit allem beschäftigen zu können, ausser der Frage nach der Zeit, und niemals jemanden zu verlieren, aber wenn das Alte für immer bestünde würde das Neue unweigerlich eingehen.

    Und eine Gesellschaft, die sich nicht mehr erneuert würde dies wohl ebenfalls tun.

    Während des fahle Licht des Sonnenuntergangs am Horizont die Stadt durch die dichten Wolken hindurch blutrot färbt versammelt sich der Mob vor meinen Augen. Unsicher noch schielen die ersten Blicke in meine Richtung, unbeholfen noch das Taumeln ihrer Schritte. Doch gemeinsam werden sie den Mut finden mich zum Hügel treiben zu wollen, berauscht von der Lust nach Blut, einer neuen Jagd, einer neuen Hetze.

    Hentai-kun tritt vor, und hält seinen Strick hoch, während Blue diesen Mut nicht findet, sich sorgsam bedeckt hält im Schleier der Gesichtslosigkeit. Ich lächle angesichts Hentai-kuns Geste. Er wird untergehen, genau wie diese Stadt. Er wird den Weg alles Lebendigen gehen, ganz gleich welchen Weg man mir aufzudrängen versucht.
    Doch er hat Mut. Ich sehe es in seinen Augen, das kurze Aufblitzen jenen Lichtes, dass diese Stadt vielleicht hätte retten können. So als trüge er in seinen Augen einen Glassplitter, das einen Augenblick lang den Lichtschein der Sonne reflektiert, die hinter finsteren Wolken einen Fingerhut breit klaren Himmel erblickt.

    Ich blicke zurück auf den Mob, auf sein unzufriedenes Raunen, auf sein Verlangen mich in Angst zu sehen; Denn wo bliebe die Würze einer Jagd, wenn das Opfer nicht flieht, sich nicht fürchtet?

    Doch ich fliehe nicht, ich fürchte mich nicht; Fliehe nie vor etwas Unsterblichem, das erregt seine Aufmerksamkeit, hörte ich vor unzähligen Monden jemanden sagen. Damals verstand ich diese Worte nicht, heute ist das anders; Heute verstehe ich; Ich bin lange genug schon tot, um zu verstehen.

    Und ich werde am Galgen baumelnd nicht nach meiner Kehle fassen; Meine Hand wird sich an Hasingtons Kehle klammern... bis zum Tag, an dem ich wiederkomme, um das zu Beenden, was ich zu beenden geschworen habe.

    Noch während ich die Ereignisse betrachte legt sich der bleierne Schleier des Schweigens über die Stadt und erstickt die schwachen Funken des erstens Entsetzens. Enttarnt und offenbart sie als geheuchelte Empörung - die man sich auch schenken kann wenn man nicht in die Verlegenheit kommt, in irgendwelchen Augen eine Aufrichtige sehen zu müssen.

    Man sieht sich an, und wenn der Erste mit den Schultern zuckt tut man erleichtert das Selbe.
    Ich sehe es, Katsu sieht es; Natürlich sieht sie es...

    Die Geschöpfe dieser Erde sind ein Buch und ein Gemälde
    und ein Spiegel unsren Seins.

    Unserm Leben, unserm Sterben, unsrer Lage, unsrem Lose
    können sie ein Zeichen sein...

    Doch wer seinen Blick nicht schärft, sein Auge nicht übt, seine Ohren nicht öffnet, die Zeichen nicht findet und nicht setzt, dem bleibt auf ewig nur das Rätsel.

    Da denkt man, man hätte als alter Wolf alles gesehen, und dann kommt so ein Junghase - und zieht einem mit Geschick und Rafinesse einfach mal das Fell über die Ohren;


    Von daher wird das Trauma, das du mir in Spiel 100 verpasst hast noch lange in mir nachhallen. Und am Besten könnte ich es wohl bewältigen, wenn ich meinen Racheengel auch mal an deine Tür klopfen liesse... ... :please:


    Aber nicht heute! Denn heute möchten Harry und ich dir, der wo immer man ihm hier in Forum begegnet ein Garant für Spass und gute Unterhaltung ist, die besten Glückwünsche aussprechen!


    Lass es dir gut gehen, auf der neuen Reise um die Sonne, gib Dani nen Schmatz - und bedank dich dann bei ihr mit etwas, das sie auch gebrauchen kann :panda: - und das Allerwichtigste: Feier schön!

    Oder wie Meister Yoda es weise ausdrücken würde: