Beiträge von Haggard

    ich stelle mir das so vor, dass ich den Akku und das Display entferne, das Motherboard in ein separates Gehäuse packe


    Bis hier hin, kein Problem, aber hier...


    und noch ein paar Anschlüsse hinzufüge


    wird die Sache ungeheuer haarig, wenn nicht unmöglich. Ich hab mal eine defekte Mini-Usb Buchse bei einem Tablet ausgetauscht - und meine Löthand danach den ganzen Tag nicht mehr gespürt, vom konzentrierten stillhalten. Und Mini-HDMI ist nochmal ein ganz anders, filligraneres Kaliber...

    Und das wäre nur mal von der handwerklichen Möglichkeit her gesehen, selbst wenn im Motherboard selbst diese Möglichkeit vorgesehen wäre.
    Ich kann mir aber vorstellen, dass dies nicht der Fall ist, weder für HDMI noch für zusätliche USB-Ports.

    Gänzlich unmöglich ist es vielleicht dennoch nicht, mit Zusatzschaltungen könnte man vielleicht das Signal weiterverwenden, das das Tablet ans Display sendet, und für die USB Ports vielleicht einen Hub einrichten, wenn sich sowas konfigurieren lässt.

    Von daher würde ich behaupten, wenn du Punkt 1 und 2 gebacken kriegst sind der Rest kinkerlitzchen... aber du solltest dich imo besser zunächst in Fachforen über die Grundlagen schlau machen. Es ist vielleicht nicht möglich, aber ich verspreche dir ein echt hartes Stück Arbeit...

    Kapitel 2: Trägheit des Herzens

    Als ich vom Hügel herab die Stadt erreiche lässt sie keine Scham am Mord der unschuldigen Skyla verspüren; Gleichmütig hat der Mob die Fackeln gelöscht, die Mistgabeln liegen gut verteilt und rasch griffbereit an die Häuserwände gelehnt. Aus Furcht, möchte man glauben, zur Verteidigung, aber die Hasen sitzen zufrieden in ihren Stuben; Aus den Kaminen der Häuser strömt der Duft eines späten Abendbrotes über offenem Feuer. Ein Haus am Stadtrand betrete ich und als sich die Türe öffnet weicht die Häsin überrascht von ihrem Hasen zurück, dem sie über den Küchentisch gebeugt gerade einen Kuss geben wollte. Den ersten seit einem Jahr... als Dank für seine Tapferkeit bei der Hatz.

    Doch die Verwunderung verfliegt rasch, und Unmut tritt an dessen Stelle, der sie mich als Störenfried beschimpfen lässt; Nichts möchten sie hören von Skylas Tod, sagt sie, der Tag war lang und man möchte in Ruhe gelassen werden. Den Schlaf der Gerechten schlafen.
    Ich verstehe, sage ich - und verabschiede mich. Draussen fasse ich nach einer umherliegenden erloschenen Fackel, besteige das Dach, und stopfe sie tief hinab in den Kamin.
    Als ich vom Dach springe lande ich so unglücklich, dass die an die Wand gelehnte Mistgabel zur Seite kippt, und schräg über die Haustür gelehnt in der Verschlussnute des Türzapfens hängenbleibt...
    Einen Moment lang blicke ich zurück, zur verrammelten Haustür, dann setze ich meinen Weg in die Stadt fort.


    Weiter unten in der Stadt scheint man aber nicht zur Ruhe gekommen zu sein. Byvos Leiche wurde gefunden... und von Ex4 fehlt jede Spur. So posaunen es schon die Vögel von den Dächern - und täten sie es nicht, so wäre Katsu auch schon zur Stelle.

    Es fällt ihr sichtlich schwer so zu tun, als wäre sie zutiefst erschüttert. Zu gut liegt das Blatt, zu verlockend die Möglichkeiten, wenn sie nur die richtigen Karten spielt. Polternd verkündet sie ihre hehren Absichten... doch klingen sie nach beinahe nach einem Mennetekel. Denn ihre Worte erinnern mich an die Ballade von Belsatzar, einem König, der die Stadt Gottes bestohl und ihn anschliessend verhöhnte.


    Jehovah! dir künd’ ich auf ewig Hohn, –

    Ich bin der König von Babylon!

    Am Ende des Liedes... wird Belsatzar von seinen Knechten umgebracht.

    Ja eben; Weil Raucher bekanntlich nur dumm sein können, willensschwach und engstirnig, nebenbei geradezu diabolisch in ihrem Egoismus und in ihrer Menschenverachtung; Im Gesamten eben recht hohl im Kopf, blind für jede Kunst und Schönheit, schlichtweg Menschen zweiter Klasse - unmöglich dazu in der Lage ihre Leben auf die Reihe zu kriegen.

    Wie ichs mit dem Rauchen halte? Mal so, mal so. Aber wenn ich die Wahl habe geh ich lieber raus und quarze mit den Rauchern eine, während wir bei einem bösen Bier über irgend eine Belanglosigkeit lachen als dass ich den Abend an einem Tisch mit Leuten zubringe, deren gequälte, unzufriedene Gesichter sich unaufhörlich über die Ungesundheit von diesem oder jenem Brot oder die Kalorienanzahl im Joghurt echauffieren.

    Von daher, es gibt immer solche und solche. Aber das schöne an Rauchern ist, dass sie sich dem Gedanken nicht verschliessen, dass auch sie irgendwann einmal sterben könnten. Keine Ahnung, aber das scheint sie meinen Erfahrungen nach gerne mal auch zu den eher umgänglicheren, offeneren Menschen zu machen.

    Aus der Ferne hallt dumpfes Donnergrollen durch die Nacht, ein Windstoss streift über den Hügel, und weht den Geruch verkohlter Fackeln aus der Stadt herauf.
    Skylas Körper, blass, leblos und viel zu jung, taumelt vom Luftzug ergriffen knarrend am Galgen, während die Krähen sich schon um sie schaaren.
    Nicht aus Respekt, zur Totenwache - sondern um ein freudiges Fest zu feiern.
    Spottend, voller Häme hocken sie sich auf dem Galgenfirst und äffen krächzend und flatternd die Rufe und Gesten des Mobs nach, der Skyla hier oben auf dem Hügel das Leben entriss, und lachen gurgelnd über dessen Dummheit, ehe sie sich zunicken und sich hungrig auf Skylas leblosen Körper niederlassen...

    Für eine Weile betrachte ich das Schauspiel reglos. Ich weiss, ich habe ihr den Weg nach Hasington gezeigt, sie die Klippen und die blutverschmierten, steinigen Pfade gehen lassen, hierher in die Senkgrube der Lügen und der Erbarmungslosigkeit.


    Und einen Augenblick lang empfinde ich Reue und Mitleid, doch es vergeht rasch. Denn in dieser Stadt kämpft man nur für sich allein. Tut man es nicht, so stirbt man auch für sich allein.
    So verneige ich mich zum letzten Gruss vor Skylas von schwarzen Federn bedeckter, zappelnder Leiche. Dann wende ich mich um und schreite den Hügel lautlos herab, zurück in die Stadt...

    @katsu


    Aber ehe es soweit ist, könntest du mir, wenn du im Archiv bist, es dir nicht zuviele Umstände macht und du es grade bei der Hand hättest mal nachschlagen, in welchem Spiel Casu und Sura zum ersten mal vorkamen. Denn SelY hat Recht, das hatten wir schonmal - ich erinnere mich da auch daran; ich finds nur grad nicht mehr wieder ;-(

    Wenn noch ein Funken in mir lodert, der mich zögern lässt, der mich milde stimmt, der mir zu glauben erlaubt , dass es noch ein paar Gerechte in Hasington gibt, für die ich die Stadt verschonen sollte, so wird dieser heute Nacht mit Skyla sterben.
    Wenn der Mob es will; Und beim Anblick, der sich mir am Marktplatz im Stadtzentrum bietet scheint es nicht schwer, den Willen des Mobs zu erraten...

    Der junge Blue versucht die Räder der Mühle, die er anstiess noch aufzuhalten - unsicher lachend. Denn er weiss um den Wankelmut des Mobs... und er scheint nicht gewillt, es mit letzter Konsequenz zum Helden zu werden; Sich selbst in das Getriebe der Mühle zu werfen...

    Katsu sah ich nach meiner Begegnung am Stadtrand zum Archiv aufbrechen. Ich lächle bei dem Gedanken, wie sie, Licht und Lupe neben sich die Bücher wälzt. Die Wahrheit sucht, die sie schon kennt;

    sunny sah ich nach meinem Besuch am Flussufer nicht wieder - doch der Zorn in ihren Augen wird sie nicht nach Hause gehen lassen haben; Für einen Augenblick glaube ich, vom alten Glockenturm herunter einen Blick auf mir zu spüren, doch ob sunnys Zorn dort oben nach Ruhe sucht? Vielleicht ist es auch nur der Gerichtsmediziner... Er war einmal ein sorgsamer, hilfsbereiter und vernünftiger Hase, der sich der Wahrheit und dem Schutz der Frau des Bürgermeisters stets verpflichtet fühlte. Doch die Stadt hat sich das Beste von ihm geholt; Was von ihm übrig ist, ist ein desillusionierter, gleichgültiger Trinker.

    Ich lasse den Blick wandern... twofu, byvo, ununoctium, hentai-kun, ex4mple, Schattenmeer... wonach werden sie suchen? Welche Antworten werden sie finden..?

    Wer wird sie retten, wenn nicht sie selbst? Die Trägen? Die Mutlosen? Die Gleichgültigen? Oder wird es niemand sein?

    Wortlos schreite ich auf Katsu zu - an ihr vorüber. Denn es ist nicht jetzt und hier, da unsere Stunde sein wird.

    Sie blickt mir nach, ein Flackern von Groll in ihrem Blick, und lässt die tote Ente nun achtlos fallen. Denn sie wählt nun eilig einen anderen Gegenstand um sich Nachdruck zu verschaffen.

    Die Pfote, die eben noch die Ente hielt verschwand in den Innentaschen von Katsus Weste und holte ein etwa ellenlanges Stück gedrehtes Hanfseil hervor.

    Ein Galgenstrick, mit dem sie zunächst mir - dann der umstehenden Menge - schüttelnd, drohend, zuwinkte.

    Wehe dem, der nicht nach dem Wolf suchen würde.

    Wie lächerlich kommt mir ihr Verlangen vor dieser Stadt nach Wölfen suchen zu müssen... denn sie bordet vor ihnen geradezu über.
    SelYs Mörder allerdings... überlege ich, während ich Blue betrachte.

    Er gab zu, das gefährliche Spiel mit Skyla in Gang gesetzt zu haben; Er verstand es wohl mehr als kurzweiligen Spass, als harmlose Neckerei, als wollüstiges, eifersüchtiges Vergnügen. Und sein Blick verrät, das er die Wahrheit spricht. Denn es ist der eines Kindes, dass grausam mit einem Käfer spielt, und bei Nachfrage mit grossen Augen neugierig aufblickt; Im festen Glauben daran nichts Falsches zu tun.

    Erst wenn sie selber der Käfer sind werden sie vielleicht ihren Irrtum einsehen... doch SelYs Blut klebt nicht an Blues Händen.

    Während dumpf in der Ferne schon die Rufe der gesichtslose Meute erklingen, ihren Durst nach dem Blut der jungen Skyla durch die Strassen und Gassen hallen lassen, eilt Katsu mir von der Hauptstrasse her entgegen. Von weitem schon erkenne ich die Geste ihrer einen Pfote, mit der sie den Umstehenden mein Herannahen bedeutet.

    In ihrer anderen Pfote... hält sie eine der Enten hoch die sie unten am Fluss gefunden hat. Und heischt mit ihrem Anblick um Mitleid.

    Doch ich weiss... wenn die tote Ente ihren Zweck erfüllt hat, wird Katsu ihr keine Tränen mehr nachweinen. Ein Rülpsen vielleicht, wird sie noch für sie übrig haben, nachdem sie heute Abend - zunächst noch gut gestopft - in ihrem Schlund verschwunden sind.

    Denn Katsu ist gerissen und klug, und allein schon ihr hochmütiger Wunsch nach dem schimmernden Sheriffsstern lies sie schon die mannigfaltigsten Ränkespiele ersinnen. Päkte mit Sely, schwarze Magie, Blutzölle... selbst die Absicht sunny vor einiger zu ehelichen wäre kaum ein Akt des Vertrauens und der Zuneigung gewesen. Sondern entsprang vielleicht ebenso der puren Berechnung; Der Stärkung von Macht und Einfluss...

    Denn sunny ist Teil der ältesten Familien in Hasington. Eine Hochzeit mit ihr hätte Katsu viele Türen geöffnet...

    Ich verlangsame meinen Schritt nicht; Ich beschleunige ihn nicht. Ich weiss, Katsu und ich werden uns genau zur rechten Zeit gegenüberstehen;

    Also... Ich bin männlich und ein Kind der Berge (richtige Berge, keine Hügel), kein Deutscher, kein Österreicher und auch kein Schweizer oder Franzose... :pfeif:


    Hah! Sowas wie ein Rätsel?! Da komm ich nicht drum herum; :panda: Mal sehen, ordentliche Berge gibts auch noch in.... Italien.. vielleicht?

    Ansonsten Glückwunsch; Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste, aber die Sache mit der Weisheit scheint wohl nach wie vor an mir vorüber zu gehen x_x

    Und Elfen Lied kann ich zwar nichtmal betrunken ertragen, aber da mir auch vieles gefällt, was andere für dummen Kram halten nehm ich mir nicht heraus, dir den Genuss daran abspenstig zu machen. Und bei Steins;Gate oder Eureka 7 trifft man sich ja auch schon wieder :fangirl:

    Von daher, ich wünsch dir ne gute Zeit hier, und bis dann!

    @skyla

    Sorry, meine Posts tragen auch nicht unbedingt viel zum Verständnis bei. :gomen: Aber die kannst du fürs Erste auch einfach ignoriern;
    Versuch den Wolf zu finden, ihn zum Reden zu zwingen und so in die Ecke zu drängen und dabei nebenbei selbst zu überleben. Oder zeig einfach erstmal mit dem Finger auf jemandem. Je hahnebüchener dabei die Gründe für seine mögliche Schuld sind - umso besser! xD

    Mein Weg zum Stadtzentrum führt mich über verwucherte Pfalstersteinpfade an brachen Gärten und verlassenen Gemäuern vorbei. Am Giebel eines breiten, niedrigen Hauses quietscht ein verrostete Schild im Wind;
    "Zur goldenen Möhre" ist gerade noch zu erkennen, eingraviert, unter dem abblätternden Metall. Die Türen sind zugenagelt, die Kellerluke mit Beton zugegossen. Für einen Augenblick glaube ich eine weisse Gestalt am Giebelfenster vorbeigehen zu sehen, aber Fate ist lange gegangen; Vielleicht an einen besseren Ort.


    Ein Stück dahinter liegen die verkohlten Ruinen des alten Herrenhauses in dem vor vielen Monden Kinder verschwanden. So hiess es in Geschichten, die man Kindern erzählte.
    Und Kinder kamen wieder. Aus geweckter Neugier - und weil es ihnen verboten war. Doch auch sie verschwanden in der Tiefe, in die sie fielen, durch die Stufen des Treppenhauses.
    Vielleicht brannte man es deshalb nieder, ohne sein Geheimnis für alle Zeiten zu offenbaren und der kindlichen Verlockung so den Zauber zu nehmen.
    Denn die Wahrheit hat nicht viele Freunde in Hasington; Der Totengräber schon. Deshalb sucht man die Wahrheit nicht - man begräbt sie einfach;


    Doch aus der Tiefe der Asche klingt für die, die es hören wollen noch immer der Stundenschlag der alten Standuhr, die damals die Wahrheit kannte - und keine Ruhe geben will. Ka-tsu... Ka-tsu... Ka-stu...


    Als ich das Anwesen hinter mir lasse erblicke ich sunny am Horizont... trotz ihrer Jugend und ihrer Fröhlichkeit hat die Erfahrung sie grausam gezeichnet und ich empfinde eine melancholische Sympathie für sie, für den Blick in ihren Augen, hinter dessen warmer Fröhlichkeit ein kaltes Inferno lodert. Zorn... und Rache; Welchen Weg wird sie gehen, wird ihre Sehnsucht nach Rache sie mich vor den Mob treiben lassen? Ich hoffe es... Denn es ist der Mob, der in dieser Nacht die Wahrheit weder findet, noch sucht. Denn diese Nacht, die erste Nacht, und ihre Strick, ihre Rufe, ihre Fackeln - sie gelten in dieser Stadt seit ihrem Anbeginn dem Dorftrottel.

    "Was ist in der Kiste?! - WAS ist in der Kiste?!?"


    oder


    Kapitel 1: Masslosigkeit


    Es ist ein kühler Morgen in Hasington, kaum merklich wandelte sich die lichtlose Nacht zur fahlen Dämmerung. Die dunklen, schweren Wolken hängen düster im Himmel über der Stadt und stemmen sich in immer neuen Wogen gegen das Sonnenlicht. Es wirkt als läge lautloses Raunen in ihnen, ein stummes Wüten, mit dem sie sich gegen die Sonne wehren; Ihr klar machen wollen, dass die Sonne hier nichts verloren hat, weil die Stadt unter ihnen nur ihnen allein gehört.


    Seit Stunden sass ich reglos auf einer halbmorschen Bank am Flussufer und fütterte die Enten. Ich warf ihnen Krumen zu und betrachtete, wie sie sich darum stritten. Wie sie krächzten, schnatterten, nach einander schnappten und mit ihren Schnäbeln nach einander pickten um sich einen Krumen Brot streitig zu machen. Die Fettesten am Lautesten, am Wildesten.
    Und wenn sie einen Bissen ergatterten, am liebsten noch aus dem Schnabel einer anderen Ente schluckten sie ihn gierig hinunter und krächzten atemlos nach mehr;


    Und ich gab ihnen mehr; Ich gab ihnen, was sie verlangten, und sie frassen.
    Sie frassen, bis ihre Mägen barsten, sich ihr zorniges Schnattern zu einem seufzenden Quiecken wandelte und in ihren ersterbenden Augen die Erkenntnis aufflackerte, dass ihnen nicht mehr viel Zeit blieb um zu bereuen, während sie im Wasser taumelnd kraftlos flussabwärts trieben.


    Dann kehrte Stille ein; Für eine Weile.
    Aber kein Frieden. Denn jeder Windhauch, jeder Baum, jeder Strauch, jede Mauer, jeder Grashalm und jede Welle im Fluss flüstern einander mit jeder Bewegung, jedem Knarren lautlos jede schaurige Neuigkeit zu, wie hinter vorgehaltener Hand und in fremder, silbenloser Sprache; Sie wissen es nicht, doch sie alle sind meine Spione.


    Ich richte mich ruhig auf, wende mich um und mache mich mit gelassenen Schritten auf in Richtung Stadtzentrum; Denn SelY ist tot. Eine Stadtbekannte Diebin, und auch sie folgte den Trieben und Verlockungen ihres karottengierigen Herzens und ging nun zu Grunde.
    Aber ich halte einen Augenblick für sie inne, und wünsche ihr im Stillen, dass es ihr in der Hölle gefallen möge, denn sie war zwar eine bekannte Diebin; Aber in dieser Stadt war sie unter allen Dieben die Nobelste.


    Dann setze ich meinen Weg fort, denn ich weiss, man sucht schon nach mir, man fürchtet um meine Flucht. Aber sie müssen sich nicht fürchten. Ich tue es auch nicht. Und ich fliehe nicht... ...

    Naja, Schrammen werden bleiben, das tun sie immer, wenn Welten über einem zusammenbrechen.
    Und manchmal würde sich der Gedanke sich angesichts all der Trümmer gleich auch selbst mit zu entsorgen gar nichtmal verkehrt anfühlen. Aber zum einen sollte man (solang einem noch irgendwas an anderen Leuten liegt) nicht so selbstsüchtig sein - und zum anderen läuft einem der Tod ja nicht weg;

    Man versäumt also auch nichts, wenn man sich erstmal etwas Abstand zum Scherbenhaufen verschafft (viele gute Möglichkeiten hierzu haben meine Vorredner und Vorrednerinnen ja schon erwähnt!) Und naja, manchmal kommt später der Tag, an dem man sich dazu im Stande sieht, nochmal zu den Trümmern zurückzukehren um zu sehen, was von dem Schutt weg muss und was man doch noch verwenden kann um was Neues aufzubauen.

    Das Neue wird zwar vielleicht nie an das Erste, Alte heranreichen, weil man das Glasmosaik nicht mehr ganz so bunt kriegt, oder die Türme so hoch; Aber auch wenn die neue Welt, das neue Traumschloss immer etwas restauriert aussehen wird kann man darin noch und wieder sehr sehr glücklich werden;

    Bart

    “ Ha, wer wäre ich einen Schnapps abzulehnen !“ Ich lächelte wieder Harry an. Er hat scheinbar auch was mit erlebt und der Alkohol lockert seine Zunge bestimmt. Wir gingen also los und suchten etwas als und ein Gebäude mit etwas Abstand auffiel. “ Ah ein Manschaftsheim ! Perfekt !“ Ich klopfe ihm auf die Schulter mit zukommen und wie gedacht war nichts los. Waren ja alle außerhalb beschäftigt. Ich hebe dem Wort die Hand hoch und zeige eine Zwei. “ Schnapps und Bier, mal zwei !“ Wir setzen uns schließlich an ein Fenster das abgelegen war und warten. “ Also, was ist passiert als du mich da so stehen gelassen hast ?“ Und lächle ihn wie immer an.

    Narute

    Gerade eben war ich noch im Wald bei einem, was war das gleich ? Ich richte mich auf und hatte einen Verband um meine Hüfte. Am Verband selbst war noch etwas Blut. Langsam aber sicher zog ich mich wieder an und lief nach draußen in denn Flur. Mein Bogen ist weg ich brauch ihn !


    Harry - Ostschleuse


    Bart schien der Idee nicht abgeneigt; Im Gegenteil, denn so sass ich schon am Tisch im Mannschaftsheim und starrte auf den Kurzen vor mir (der einen beissend hochprozentigen Ausdunst verströmte) und zu dem sich auch gleich schon ein Glas Bier dazu gesellt hatte.


    “Also, was ist passiert als du mich da so stehen gelassen hast ?“ hatte mich Bart gefragt, aber meine Gedanken waren noch anderen Dingen nachgehangen und ich hatte die Frage nur am Rande bemerkt.
    "Hm...?" begann ich aber, als ich mich Barts fragendem Blick noch immer ausgesetzt sah, und mir wieder einfiel, dass ich ihm noch eine Antwort schuldete.
    "Ach das; Naja, ich kann nicht behaupten, dass die Sache danach nach Plan lief..." sagte ich, während mir das Gröhlen des Mulmwurms lebhaft in Erinnerung kam; Genauso wie der Gestank des schwärzlichen Blutes dieser Schattenhyäne, die mein Schwert zu schlucken versuchte...
    "aber ich hatte wohl Glück auf die Thunderforce zu treffen... und..."


    Ich hob den Kurzen vom Tisch, gestikulierte damit dankend zu Bart und versuchte ihn so schnell hinunter zu kippen das er mir nicht die Kehle verätzte.
    Das klappte zwar, aber der Effekt, das mich die Scheusslichkeit des Getränks Sekunden später mit einer gewaschenen Gänsehaut überzog blieb dennoch nicht aus.


    Ich schüttelte mich vor Graus, freute mich aber doch auch darüber dass sich doch eine etwas wärmende Wirkung einstellte. Wahrscheinlich wirkte Schnaps einfach nur aufgrund seiner Entsetzlichkeit, die den Blutdruck hochtrieb, irgendwie belebend.


    "...und" fuhr ich fort, nachdem meine Zunge wieder einigermassen soweit war um sprechen zu können. "Glück ist es wohl auch, dass ich bei Flora irgendwie einen Stein aufm Fensterbrett liegen hab.
    Sie und die anderen haben mir aus der Patsche geholfen - ich habe nur keine Ahnung,
    warum..."


    Ich schwieg eine Weile, ehe ich Barts Blick suchte. "Ich hatte schliesslich viel erwatet, bei meiner Rückkehr zur Ostschleuse, aber das ich mit dir locker einen kippen könnte - das nun wirklich nicht."
    Ich senkte den Blick.
    "Aber ich will mich nicht beklagen, ihr wurdet offensichtlich weniger positiv überrascht... wen hats erwischt? ...Nike?" druckste ich hervor, weil sie mir als Erste in den Sinn kam. Denn ich wusste mittlerweile nun nur zu gut, was passieren konnte, wenn man ganz allein da draussen war und nicht so viel Glück hatte wie ich...

    @Skyla Black Sehr schön - dafür hast du auch einen Freifahrtschein dafür, unserem meinem Zorn zu entgehen;
    Fürs Erste... xD

    @sunny Wie heisst es in Game of Thrones so schön; Was tot ist kann niemals sterben... :klug:
    Lassen wirs mal drauf ankommen; xD

    Edit: Hier auch ein kleiner Einspieler, als persönlicher Racheprolog (für den Fall, dass ich die erste Runde gar nicht erlebe xD)

    Spoiler anzeigen

    An den schmutzigen Fliessen der Bahnhofstoilette bricht sich das kalte Licht der Leuchstoffröhren zu blasser Fahlheit, die sich vermischt, mit dem Geruch nach Pisse und Erbrochenem. Das Plätschern aus dem Wasserhahn, dass das Surren der Lampen durchschneidet, das gleichgültige Gurgeln des Abflusses, in dem Wasser und Blut kräuselnd verschwinden... Es ist die Essenz dessen, was diese Stadt ausmacht. Gleichmut, Blut und der faulige Gestank von Bigotterie, Verfall und Tod.


    Auf dem Bahnsteig war ich dem Pfarrer begegnet. Aufs Land wolle er fahren, sagte er. Verwandte besuchen; Frische Luft schnappen. Urlaub machen.
    Ein paar Tage kommt man in Hasington auch ohne ihn aus, war er sich sicher. Die Kirche sorgsam zugesperrt möchte er für ein paar Tage auch mal seine Ruhe haben.


    Und warum sollte ich ihm nicht glauben, als er sagte, er wünsche einen guten Tag, aber er müsse sich nun entschuldigen, er wäre in Eile. Denn auch er weiss um die Zeichen. Bald ist es wieder soweit, bald wird etwas Geschehen, dass immer geschieht, wenn Hasington nach Blut verlangt.
    Und würde er nicht wegfahren, dann müsste er ihn höhren; Den Jammer und die Not des Dorftrottels, auf ewig erster Sündenbock, der in flehender Verzweiflung an die Kirchentür hämmert, nach Zuflucht und Hilfe suchend, den mit Fackeln und Blutlust bewaffneten Mob schon im Rücken.


    Er müsste sie sehen, die eifrigen Hasen, die an den Galgen und Särgen zimmern, und die Häsinnen, die die Scheiter bereitlegen, für die Feuer, die so hell lodern dass die blutroten Schatten in Hasington Winkeln und Gassen die ganze Nacht durchtanzen können...


    Ich drehe den Hahn zu, und wische mir mit einem modrigen Lappen die Pfoten von den letzten Spuren Blutes sauber. Und ehe ich aus der Türe verschwinde nicke ich im vorbeigehen meinem Abbild zu, welches mir aus dem trüben Blechspiegel an der Wand entgegenlächelt, fast so wie es der Pfarrer auf dem Bahnsteig zum Abschied getan hatte;


    Ich wünsche seiner Leiche eine gute Reise...

    Spät aber doch noch möchte auch ich mich den Geburtstagsgrüssen anschliessen; Ich wünsch dir alles Gute Mieow, für heute, für morgen - und für die Tage und Nächte, die an diesen Tag anschliessen! ^_^V

    *Dagelassen: Gummibärchen - zum Zweck, im Gegenzug ein Stück Kuchen abzugreifen... *
    :panda:

    @sunny Ja... nächste Runde ist Schluss mit der Grabesruhe; Denn ein Sturm wird kommen, und die Toten werden über das Antlitz der Erde Hasingtons wandeln... Und sie werden unter donnerndem Trommeln Anstoss nehmen, an der Gleichgültigkeit der Lebenden - und ihrer Anmassung so zu tun, als wären sie schon tot...

    Also... better be prepared... :veraengstigt:

    Aus wissenschaftlichem Interesse würde mich LSD mal reizen (Bicycle Day, ftw!), aber meine Dealerkontakte sind (vom Rauchen, Trinken und Spielen mal abgesehen, und was ja auch schon mehr als genug ist...) irgendwie zu dürftig um da ran zu kommen.

    Und ein "Sandwich" hab ich zwar bei Festivitäten auch schon mal gegessen, aber nachher wars das dann auch mit Party, weil ich davon innerhalb von Minuten einschlafe x_x

    Und was das härtere Zeug angeht; Ich versteh nicht viel von Chemie und Physik, aber doch genug um zu verstehen warum man davon tunlichst die Finger lassen sollte. Zumindest wenn man vorhat, sich noch eine Weile halbwegs auf seinen Verstand verlassen zu können.

    Ich meine, nicht dass der Teufel nicht jeden kriegen würde; Den einen giert es nach Drogen, den anderen nach exzessiver "Fitness" den dritten nach Geld, den vierten nach Likes - und mich eben nach allem zusammen xD

    Aber ab und zu bin ich dann doch noch ganz gerne selbst der Boss meines Lebens - und das kann ich nicht sein, wenn Koks oder Meth mir das Hirn wegbrutzeln.