Beiträge von Haggard

    Harry - Auf dem Weg zum Arsenal -> Im Gebäude

    Glücklicherweise schien mich Leala nicht bemerkt zu haben, da sie sich in Richtung der Kantine aufmachte als ich noch etwa einen Steinwurf vom Gebäude der Krankenstation entfernt war. Ich atmete durch - und machte keineswegs Anstalten mich bei ihr grossartig bemerkbar zu machen. Ich würde ihr noch früh genug begegnen, kein Grund also die Konfrontation mit ihr herauf zu beschwören, solange es sich vermeiden lies.


    Als ich beim Arsenal ankam schienen sich die gestrigen Ereignisse rumgesprochen zu haben, denn die beiden Soldaten am Eingang erkannte ich zwar nicht wieder, ihr Blick weitete sich allerdings verstehend als ich mich ihnen auf einige Meter näherte. Sie schienen durchaus zu wissen wer ICH war! - und stellten sich mir in unmissverständlich abwehrender Pose vor dem Eingang entgegen um mich am eintreten zu hindern.


    Noch immer genervt vom Gedanken an Leala und vom Verhalten der beiden provoziert stand mir der Sinn gerade nicht nach Freundlichkeit.
    "Zur Seite, ihr Lackaffen - " brummte ich ungehalten, während ich ihnen mit der freien Hand Floras ID-Karte entgegen hielt die sie mir ausgeliehen hatte um mir den Zugang zum Arsenal zu ermöglichen. "wenn ihr nicht wollt, dass Whitings euch den Hintern versohlt!"

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    Sorry, die Sache mit Floras Karte ist zwar Deus Ex Machina nach Lehrbuch, aber ich kann Harry am Tag vor der Mission nicht schon wieder seitenweise das nächste Drama vom Zaun brechen lassen o_o" Aber wenns euch zu sehr an den Haaren herbei gezogen scheint änder ichs natürlich gern!


    Zunächst machten die Beiden keine anstalten zur Seite zu treten. "Pass lieber gut auf was du sagst, du Kröte!" knurrte der eine, und hielt mir seine Waffe entgegen, während mir der andere Typ mit der Bemerkung "Das Ding ist doch bestimmt gefälscht!" die Karte unsanft aus der Hand riss.


    Dann untersuchte er sorgfältig die Karte und bedeutete dem anderen Kerl mit erstauntem, ungläubigen Blick, ebenfalls einen Blick darauf zu werfen. Wortlos sandten sie sich dann gegenseitig vielsagende Blicke zu, zuckten dann aber mit den Schultern, gaben mir grummelig die Karte zurück und traten dann schweigend, aber nur wiederwillig einen Schritt zur Seite um mir den Weg frei zu machen. Auch wenn sie mich dabei nicht einen Moment lang aus den Augen liessen.


    Ich betrat das Arsenal und beschloss angesichts dessen das ich im Grunde nach wie vor in langer Unterwäsche rumlief keine Zeit zu verlieren. Ich legte das Zeug das ich mit mir herumschleppte auf eine Art langgezogene Werkbank, auf dem sich ordentlich durchnummeriert allerlei beschädigte Waffen und Rüstungen befanden, die wohl erst kürzlich - wie ich vermutete, auch gestern - so zugerichtet worden waren.
    Dann machte ich mich auf die Suche nach der Abteilung in diesem Gebäude, in welcher meine nigelnagelneue Gladiatorenrüstung schon auf mich warten würde.


    Es dauerte auch nicht lange und ich hatte gefunden was ich suchte. Einen kompletten Satz der selben Rüstung, um die ich den Kerl in der Krankenstation erleichtert hatte. Mit dem Unterschied, das diese nicht einen Kratzer hatte. Vergnügt klaubte ich mir jedes Teil heraus - aber während ich mich im Obergeschoss umzog kamen mir allmählich Zweifel an meiner Wahl.
    Zum einen, da die Tatsache, dass diese Rüstung für das, was Flora mit mir vorzuhaben vorgab möglicherweise keine besonders gute Entscheidung zu sein schien. Denn anders als der übel zugerichteten Rüstung fehlten dieser - weil unbeschädigt - jegliche Art von Lüftungsschlitzen, und obwohl ich mich in dem Teil doch vor Verletzungen recht sicher fühlte - wenn mich Flora in voller Montur damit zu sehr abhetzte schien es mir nicht ausgeschlossen darin durch einem Hitzschlag drauf zu gehen.
    Und ich war mir nicht mehr sicher, ob die Stärke dieser Rüstung aufgrund mangelnder Kühlung nicht doch eher im Wächter- oder Paradebereich lagen.
    Zum zweiten blinkte und glitzerte das neue, auf hochglanz polierte Metall wie eine Bordelltür...

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    (kleiner Mein Name ist Nobody- Tribut an der Stelle xD")


    Auch das gefiel mir wenig, denn weder entsprach das so ganz meinem Stil - noch war ich scharf darauf weder bei Leuten noch bei Kreaturen die mir nach dem Leben trachteten allzu viel Aufmerksamkeit zu erregen, nur weil ich wie ein Spiegel schimmerte.


    Und der dritte Grund... das mich Flora meine Ausrüstung selbst wählen lies konnte immer noch eine Art Test sein. Möglicherweise hatte sie durchaus bestimmte Vorstellungen, nach welchen Kriterien ich meine Ausrüstung wohl aussuchen würde. Ein Gedanke, der mir nicht besonders gefiel, zumal sie die beiden gegenüberliegenden und wahrscheinlichsten Schubladen - nämlich blinde Gier und falsche Bescheidenheit - dabei sicherlich in Betracht gezogen hatte.
    Würde ich ihr also durch diese Wahl irgendwie in die Hände spielen, oder etwas von mir preisgeben, das zu einem Nachteil für mich werden konnte?

    Die unvergesslichen Werke von Klaus Kinski und Werner Herzog! :quarz:

    Das hört man nicht von vielen Leuten aber ich glaub, die Filme kennt man einfach nur zu wenig. Völlig zu Unrecht.
    Deshalb, guter Mann, Chojin :up1:

    Aber sonst sind hier viele sehr gute Titel vertreten. Tim Burton, Quentin Terentino, Martin Scorsese... die haben schon auch ein Händchen für Epicness.
    Und Corpse Bride zum Beispiel ist sowieso auch in meinen Augen eine der amüsantesten, vielschichtigsten (und selbstlosesten) Liebesgeschichten ever...

    9, auch eine Produktion von Tim Burton ist übrigens auch ganz gut.

    Und ein Film den ich noch besonders erwähnen könnte (und den ich zumindest nie wieder vergessen werde seit ich ihn das erste Mal sah) ist Requiem For A Dream

    Verstörend - und genial.

    Edit:

    Und natürlich Terminator 2!
    Warum? Darum... :nuu::xd::almost::wein:

    kennt ihr eigentlich dieses Gefühl, das man manchmal hat, wenn man glaubt so langsam echt alles gesehen zu haben..? :wind:

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    :D"

    Harry - Vor der Kommandozentrale -> unterwegs zum Arsenal


    "So, und jetzt suchen wir dir mal vernünftige Ausrüstung aus dem Arsenal. Wenn du willst kannst du dir selbst was aussuchen."

    "Na, dann mach ich das doch. Bin gleich zurück, Flora." antwortete ich freundlich und salutierte mit der einen Hand salopp, während ich mit der anderen die im Hemd verpackte und vor der Kommandozentrale abgestellte Ausrüstung auf meinen Rücken schwang , mich zum gehen umwandte - und meine Schritte in Richtung Arsenal lenkte.
    Ich hatte nicht lange gezögert bei dem Angebot. Zum einen kam es mir nur mehr als Recht mich selbst ausstatten zu dürfen und zum anderen... gewann ich mal etwas Abstand zu Flora und hatte Zeit, mir ein paar Gedanken über sie zu machen.
    Denn ich fand es nach wie vor seltsam, dass sie ausgerechnet an mir einen solchen Narren gefressen hatte das sie mir einfach so das Du anbot und überhaupt so freundlich zu mir war.


    Und sicherlich, sie setzte mich ins Bild, was ihre Ansichten bezüglich der Soldaten und Wachleute angingen - aber als sie mit dem Soldaten sprach, der für sie das Tablett zurück in die Kantine bringen sollte ähnelte der Tonfall frappierend jenem, den sie auch mir gegenüber anzuschlagen in der Lage war. Auch dem Colonel gegenüber lies sie in ihren Worten keinerlei Unbehagen erkennen - während ihr Blick beim Verlassen des Büros weitaus mehr Subtext enthielt. Wie also würde sie dann in meiner Abwesenheit über MICH sprechen?


    Ich musste mir eingestehen, dass Flora vielleicht etwas sehr biestiges an sich hatte; Eine Vorstellung, die mich faszinierte, aber mich auch zur Vorsicht mahnte. Denn auch in einem Waldbrand lag für mich stets eine gewisse Faszination in dessen unberechenbarem Temperamtent und dessen Ästhetik. Aber nur solange man alles mit der nötigen Vorsicht und aus sicherer Entfernung genoss. Denn wer sich aus lauter Leichtsinn von den Flammen eingekesselt wiederfand - für den verflog der Zauber rasch, überlegte ich gedankenverloren während ich mich dem Arsenal näherte.
    Und dabei vor der Krankenstation Leala über den Weg lief.

    Harry - Arrestzelle -> Ausgang Forschungslabor

    "Na dann mal los Harry, bevor die Wachen wiederkommen und mit mir reden wollen. Auf dem Gang kann ich wenigstens so tun als hätte ich es eilig."

    Na, dass lies ich mir dann doch keineswegs zweimal sagen! Da Flora sich schon um das Tablett kümmerte legte ich das Oberhemd der alten Ausrüstung auf der Pritsche aus, packte den ganzen restlichen Ausrüstungskram der noch in der Zelle rumlag darauf und schnürte mit Hilfe der Hemdärmel ein Packet daraus. Dann warf ich es über die Schulter und verschwand mit raschen Schritten aus der Zelle, während Flora an der Zugangstüre des Traktes bereits auf mich wartete.

    All das Zeug wog zwar das Seine wie ich feststellte - dennoch war mein Gang an Floras Seite sehr viel leichtfüssiger als er es gestern Abend gewesen war; Als man mich herein gezerrt hatte... und als wir an einem der Wachsoldaten vorbeigingen und dieser Dank Flora auch freundlich beiseite trat musste ich mich schon sehr beherrschen, um ihm im Vorbeigehen nicht spöttisch die Zunge entgegen zu strecken. Aber Floras Verhalten hielt mich noch immer neugierig.

    "Sagen Sie mal..." begann ich im Plauderton, als wir das Gebäude verlassen hatten - oder besser gesagt: hinausgehechtet waren - besann mich dann aber doch eines etwas förmlicheren Tonfalls. "...und ich entschuldige mich für meine Neugier. Aber sie scheinen die Gesellschaft von Wachleuten und Soldaten ja nicht ausgesprochen zu geniessen..." wobei ich Floras Blick suchte um ihr mit einem kurzen Seitenblick zu bedeuten, dass ich auf ihre Worte und ihr Verhalten beim Verlassen des Zellentraktes anspielte. "Ich muss gestehen, das finde ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen etwas ungewöhnlich. Sie leiden doch nicht etwa an einer... speziellen Allergie..?"

    Charakter: Harry Rowland
    Aufenthaltsort: AR-Basis, In Begleitung Floras auf dem Trainingsgelände
    Momentane Ausrüstung: Rüstung, Waffen und Schild unbekannten Ursprungs...
    Körperlicher Zustand: Ungewaschen, unrasiert, kleinere Nachwehen eines verstauchten Knies. Seiner Frisur wurde bei den Ereignissen im Arsenal ein neuer Scheitel gezogen, siehe untere Reihe mitte.


    Vorhergehende Ausrüstungen und deren eventueller Verbleib:

    • Schwer beschädigte offizielle Gladiatorenrüstung: Entwendete Harry einem verwundeten Soldaten. Befindet sich im Arsenal
    • Gebrauchte militärische Freizeitbekleidung: Im einem Badezimmer der Krankenstation versteckt.
    • Eisdolch: Von Scarlet erhalten, wurde bei der Attacke auf Lealas Wasserwesen zerstört.
    Harry´s Logbuch:


    20. August 84
    Transfer von Animus zu AR-Basis, Schreierangriff, diverse Begegnungen mit mir unsympathischem Gesindel. Diebstahl einer Gladiatorenrüstung, von Leala im Arsenal zur Rede gestellt und von Katsuro in Panik versetzt.
    Bei der Flucht aus dem Gebäude leicht verletzt, von Spyridon gestellt und von Kioshi und der MP verhaftet.
    Die Nacht in der Arrestzelle verbracht.

    Harry - Arrestzelle

    Ich beobachtete Flora dabei, wie sie sich mit nachdenklichem Blick an die Zellenwand gelehnt hatte und einige Schlussfolgerungen bezüglich der vergangenen Ereignisse und der Wachleute zog, die mich durchaus amüsierten. Selbst wenn sie sich dabei eher mit sich selbst als mit mir zu unterhalten schien. Sie erwähnte auch eine gewisse Katarina und einen Arkanmagier - wobei ich mir allerdings in dieser Sache keinen Reim darauf machen konnte, wen sie wohl damit meinte.
    Dann aber wandt sich Flora mir zu.
    "Wenn wir hier raus sind sollten wir erstmal schauen ob das Zeug da" - begann sie, und deutete dabei auf das Bündel am Boden - "überhaupt intakt ist. Wahrscheinlich hat Leala, diese Inkompetente Zicke, das erstbeste genommen was sie gefunden hat."


    Ich war immer noch misstrauisch, ob das nicht doch irgend ein Test war. Also nahm ich mir noch einen Moment Zeit, in welcher ich das Frühstück damit beendete den letzten Schluck Kaffee ausgiebig zu geniessen, die Tasse dann vorsichtig abzusetzen und das nun leere Tablett auf der Liege neben mir abzustellen.

    Dann beugte ich mich im Sitzen vor, nahm das Bündel auf meine Oberschenkel, öffnete es und begann damit die Sachen einzeln hervor zu nehmen und sie zu überprüfen - wobei ich sehr mich um einen neutralen und kritischen Gesichtsaudruck bemühte; Denn dass das Zeug tatsächlich einfach nur ein Haufen Schrott und für mich keineswegs standesgemäss war, das hatte ich schliesslich schon im Arsenal bemerkt..!


    "Hm..." begann ich also, und überlegte mir wie ich den Anschein erwecken konnte dass ich - bescheiden wie ich mich gab! - zwar damit zufrieden sei, aber auch gegen was Besseres nichts einzuwenden hätte. Denn wenn vielleicht ja wirklich die Möglichkeit bestand was Besseres zu kriegen, dann wär ich doch schön dumm, sie nicht zu nutzen, fand ich.

    "Die Grösse scheint ja schon zu passen..." meinte ich, während ich probeweise eine der Armschienen anlegte und in einen wackeligen Flickenteppich einer Konstruktion aus Lederriemen und Kohlefaserplatten geschlüpft war, die wohl sowas wie einen Brustpanzer darstellen sollte.


    "...auch wenn mich die Sachen hier..." ich deutete dabei auf die auffälligsten der zahllosen Stellen, an denen schwerste Beschädigungen repariert, verstärkt und nachgebessert wurden. "sehr hoffen lassen, dass ich im Kampf mit den Dämonen weitaus mehr Glück habe als die Leute, die darin bestimmt schon gestorben sind..."
    meinte ich - und beendete den Satz mit einem möglichst vielsagenden Schmunzeln, das sehr bewusst viel Platz für Interpretationsmöglichkeiten lassen sollte.

    Harry - Arrestzelle

    Was war denn hier los, fragte ich mich, während ich Floras Ausführungen verständnislos gefolgt war. Die Verwunderung traf mich so sehr dass ich glaubte, kleine Dampfwölckchen aus meinen Ohren entweichen zu spüren. Wie ein Kessel, der unter immensem Druck stand und zu explodieren drohte, so hatte ich mich noch vor einem Moment noch gefühlt. Aber was die Frau da redete, das schlug meinem Wutfass irgendwie den Boden aus - und die heisse Luft darin ächzte kraftlos ins Freie.

    Denn sie hatte sich von den Wachen einen Stuhl bringen lassen und sie dann fort geschickt, ehe sie mich freundlich darüber aufklärte, was sie tatsächlich von Leala zuhalten schien. Sie sprach davon den Colonell zu begrüssen, dass ich hier rauskäme - aber erstmal noch in Ruhe frühstücken sollte, und ich Flora meine Sicht der Dinge schildern könnte.

    Ich war vor Rührung den Tränen nahe - am liebsten hätte ich gleich damit angefangen ihr zu erzählen, wie gemein Naitomea und Katsuro zu mir gewesen waren, dass ich die Rüstung ja eigentlich NUR deshalb gestohlen hatte weil sich offenbar ausser mir niemand in dieser Basis Sorgen um MEIN Leben zu machen schien - und das Leala an dem was geschehen war ja immerhin eine Mitschuld trug. Sie hätte ja wohl wissen müssen, das niemand ruhig bleibt wenn er so in die Ecke gedrängt wird. Sie hätte die Sache erst regeln könnrn - und später ihrem Schätzchen um den Hals fallen. Und nicht umgekehrt.


    Doch als ich schon den Mund aufmachen wollte, da stiess ein Gedanke meinem Kiefer eilig einen Riegel durch die Scharniere!
    Was, wenn die Frau nicht vorhin, sondern jetzt gerade dabei war mich aufs Glatteis zu führen? Denn der Trick, jemanden zum plaudern zu ermutigen, nur um dafür zu sorgen dass er sich damit um Kopf und Kragen redete, der war ja schliesslich auch nicht gerade neu;


    Misstrauisch prüfte ich Floras Haltung, ihren Blick und ihren Gesichtsausdruck, aber wenn sie mich täuschte machte sie die Sache gut, und ich musste mir schon eingestehen, das es doch wirklich eine willkommene Abwechslung in meinem Leben war, mal ein freundliches Gesicht zu sehen. Und ich schämte ich mich angesichts dessen auch ein wenig für die wüsten Beschimpfungen, die ich der Frau vielleicht zu Unrecht in meinen Gedanken an den Kopf geworfen hatte.


    Ich beschloss deshalb die Sache anders anzugehen, mich zurück zu halten was meine Ansichten betraff und mich stattdessen etwas folgsam und motiviert zu geben. Denn zum einen: Wenn Flora das, was sie sagte auch ernst meinte, dann wärs auch ungerecht wenn ich ihr das Leben zur Hölle machte. Denn dann würden Kioshi, Leala und die anderen Kotzbrocken sie nachher vielleicht auch noch dafür auslachen, es im Umgang mit mir mit etwas Menschlichkeit versucht zu haben - und es ihr vielleicht sogar als Schwäche auslegen.


    Dieser Grund gefiel mir zwar nicht besonders, schliesslich biederte sich Harry Rowland niemandem an..! Aber glücklicherweise brachte mich der Gedanke an Leala und Kioshi auch auf eine Rechtfertigung, die eher nach meinem Geschmack war.
    Denn Flora war Meisterin, genauso wie Leala und Kioshi - wenn ich aber nur bei Flora als Schüler annähernd funktionierte, während sich Kioshi und Leala an mir bitter die Zähne ausbissen wäre das für die beiden ein schmerzhafter Tritt für ihr Ego - und auch in die Weichteile ihrer Führungskompetenz.


    Und wenn es so war, dass auch Flora mich tatsächlich nur verarschte, dann würde es ihr wenig helfen wenn ich mich keineswegs so verhielt, wie man es wohl von mir erwartete.

    "Ist schon gut." begann ich freundlich und winkte beschwichtigend ab. "Aber hier rauszukommen, das hört sich fantastisch an. An der Architektur hier drin sieht man sich nunmal leider schnell satt." lächelte ich und senkte dann den Blick
    "Ausserdem schätze ich, etwas Training an der frischen, ungesiebten Luft wird mir wirklich gut tun."

    Denn vom rumsitzen hatte ich tatsächlich genug - und ausserdem war ich durchaus mal neugierig zu erfahren, was jemand, der sich Meister schimpfte wirklich draufhatte. Denn Kioshi und Leala zumindest schienen sich immerhin wohl nicht wenig darauf einzubilden. Ich wollte gerne mal sehen, was beim Militär abseits von Hochmut und Selbstgerechtigkeit übrig blieb.

    Auch ich möcht an erster Stelle mal herzlich den Gewinnern gratulieren, ich war ja nämlich auch ungemein gespannt daraug wie andere mit der Vorgabe und dem Thema umgehen, was ihnen dazu einfällt, und was sie daraus machen. Und ich muss sagen, ich fands sehr interessant und begeisternd was mit Kreativität und Können daraus gemacht wurde.
    Natürlich unterscheidet sich in diesem Punkt meine Meinung vielleicht von manchem anderen - aber das gestatte ich mir einfach mal, zumal ich mir von gewissen Ansichten was Kreativität und Einfallsreichtum betraf ja leider auch kein eigenes Bild machen konnte. Vielleicht ändert sich das ja beim nächsten Mal.

    Ansonsten danke ich allen Teilnehmern (Vielfalt ftw!) und auch jedem, der sich die Zeit genommen hat sich die Sachen anzugucken und seine Stimme dazulassen - sonst wärs schliesslich auch mau mit dem Wettkampfflair xD
    Und dann geht noch mein spezieller Dank an jeden, der sich wie Ryo zum Beispiel auch noch die Zeit genommen und die Mühe gemacht hat die eigenen Gedanken und Ansichten konstruktiv einzubringen. (Wobei ich mich bei ihr entschuldigen möchte - sie machte sich ja auch letztes Mal auch schon die Mühe mir die eine oder andere Schwäche klar zu machen, aber wenn vielleicht auch nicht alles stimmt was man über alte Hunde sagt - ein wahrer Kern steckt wohl doch darin... xD")

    Und dann noch ein Lob, an SelY und jeden, der beim wichtigsten und zugleich undankbarsten Teil des Wettbewerbs mitgemacht hat - nämlich dem Organisatorischen - und eine Entschuldigung; Nämlich bei den kreativen und kunstfertigen Leuten, derer Werke ich mich bedient hab um mich damit gegen die Natur Kunst zu versündigen. Aber so wie immer, und wie nächstes Mal wieder plädiere ich da halt mal dreist auf Unzurechtnungsfähigkeit. :panda:

    Hab mir grad auf Tele 5 die Startrekfolge "Das Standgericht" angesehen. Nach wie vor eine der intelligentesten, gesellschaftskritischsten, zeitlosesten und besten Episoden ever. Sogar auch für Nicht-Trekkies empfehlenswert, imo ^^"

    Harry - Arrestzelle

    "Kein Grund so förmilch zu sein." begann ich, und suchte dabei Floras Blick "Sie können mich auch einfach nur Harry nennen..." lächelte ich, Floras Gesichtsausdruck nachahmend und fügte dem Satz in Gedanken noch: ...Sie passiv-aggresive Beisszange... hinzu.
    Denn in mir brodelte es nach Floras Worten vor Zorn und Enttäuschung. Enttäuscht von Flora - und von mir selbst; Enttäuscht darüber, dass ich mich von einem Kaffee und ein paar freundlichen Worten dazu verführen gelassen hatte mehr in Flora zu sehen als dass, was sie war - nämlich wohl sowas wie Lealas BFF.

    Ich müsste mich bei Leala entschuldigen?! Eher würde ich auf einem tollwütigen Schreier nach Animus reiten und mit einem Hund und einem Huhn auf meinem Kopf einen auf Bremer Stadtmusikanten machen!
    Ich bebte vor Zorn, bei der Vorstellung in meiner Fantasie, in der ich, der zerlumpte Aussätzige vor Leala, der Königin mit Krone und Zepter kniete und ihr unterwürfig die Füsse küsste, während sie mich dabei nur eines gelangweilten, hochmütigen Blickes würdigte und mich nach dieser Geste einfach von ihrem blauen Monster mit einem groben Fusstritt die Stufen vor dem Thron hinunterstossen lies. Und einen Moment lang war ich versucht meinem Ärger Luft zu machen und Flora ihr süssgiftiges Lächeln mit Hilfe des Tablettes in meinen Händen aus dem Gesicht zu wischen.

    Aber ich tat es nicht. Denn ich tat das, was ich gestern noch nicht konnte. Das, was ich hier aber schon gelernt hatte. Ich schluckte kurz - und würgte den Kloss aus Zorn, Enttäuschung und Demütigung schweigend hinunter. Bei der Seele meiner Schwester, ich würde die Schmach und die Demütigung zu einer Quelle meiner Kraft, zu einem Granitblock im Fundament meiner Rache machen, und am dem Tag, an dem ich den letzten Dachziegel auf die Turmspitze dieser Festung setzte - da würde es sich noch zeigen, wer hier wen als Dämonenköder benutzte.

    "...und was die Entschuldigung bei Leala angeht." sagteich ruhig. "Ich habe wohl keine Möglichkeit der Sache durch eine Ersatzstrafe zu entgehen, Fünfhundert Liegestütze, vielleicht?" zwinkerte ich, wartete aber keine Antwort ab.
    "Also gut, ich bin einverstanden."

    Harry - Arrestzelle


    Eine Weile war es ruhig geblieben nachdem mich Sadareen und Katsuro ihrer Gesellschaft beraubten. Was ich wirklich nicht bereute, dennoch; Die Tatsache das ich immer noch hier festgehalten wurde - und zwar ohne Idee für wie lange! - machte mich doch etwas unruhig.
    So lag ich äusserlich entspannt auf der Pritsche, innerlich aber war ich doch hin und hergerissen, ob ich vielleicht die Wachen mal anlabern sollte. Denn zwar interessierte es mich schon ob ich was rausfinden könnte, zum anderen aber wollte ich ihnen keinesfalls die Genugtuung geben zu glauben, sie hätten mich irgendwie an der Angel.


    Doch während ich in Gedanken dabei war die richtigen Worte dafür auszuloten bemerkte ich, wie man sich draussen vor der Zelle neugierig in Richtung der Eingangsschleuse des Traktes umwandte, ehe man zackig salutierte. Allerdings mit einem Gesichtsausdruck der ungewöhnlich milde war für Wachen, die sich ansonsten auf zwei mögliche Mimiken beschränkten. Giftig oder Ernst.
    Neugierig beobachtend verfolgte ich die Szene, die sich vor meinen Augen abspielte und mir zu verstehen gab das ich möglicherweise unliebsamen Besuch bekäme. Ein Gedanke, der Blutdruck und Adrenalin dazu veranlassten schon mal vorsichtshalber auf gelben Alarm zu gehen.


    Was dann aber in mein Blickfeld trat war eine hochgewachsene brünette Frau - die aber trotz des Tablettes in ihrer einen Hand nicht den Anschein machte als gehörte sie zum Servicepersonal. Denn über ihrem langen ockerfarbenen Mantel trug sie eine filligran gefertigte Rüstung - und auch das schmale aber kunstfertig geschmiede Schwert das im seitlich am Halfter um ihre Hüfte baumelte entging mir nicht.
    Sie trat an die Wache vor der Zellentüre heran und bedeute ihr nur mit einem sanften Blick die Zelle zu öffnen - und die wie vom Blitz getroffene Wache zögerte keinen Moment lang um das Gitter zu entriegeln und es zuvorkommend für sie zur Seite zu schieben.


    Verdutzt folgte ich dem Geschehen von meiner Warte aus, - nämlich der Pritsche auf der ich noch immer lag - ehe die Frau mich mit den Worten: "Guten Morgen junger Mann, ich bin Flora Whitings, deine zukünftige Meisterin fürs Training zum Gladiator." begrüsste und
    das Tablett und eine Art Bündel, das sie im anderen Arm transportiert hatte geschickt vor mir auf dem Boden abstellte.


    "Ich hab dir deine Sachen und Frühstück mitgebracht."


    Ungläubig fiel mein Blick abwechsend auf das Tablett, das Bündel und die Frau, die in meiner Zelle stand. Nochmal langsam, mahnte ich mich dabei, wie war das? Flora Whitings? Meisterin für das Training zum Gladiator? Guten Morgen..???


    War das ein Trick, ein schlechter Scherz auf meine Kosten? Misstrauisch fiel mein Blick auf das Tablett, auf die belegten Brötchen darauf - und auf die dampfende Tasse Kaffee daneben. Die, obwohl sie fast bis zum Rand gefüllt war nicht den Anschein machte, als wäre auch nur ein Tropfen daraus verschüttet worden.
    Ich wusste nicht, ob das was die Frau sagte tatsächlich der Wahrheit entsprach - aber was ihre Balance und Geschicklichkeit mit dem Tablett anging - die war ohne Zweifel tatsächlich meisterhaft.


    Ich setzte mich mechanisch auf, musterte die Frau dabei mit unsicheren Blicken und zog dann das Tablett vorsichtig zu mir, ehe ich mit beiden Händen nach der Tasse griff, kurz daran schnupperte und einen vorsichtigen Schluck tat.
    Das heisse, bitterköstliche Aroma in meinem Mund glich einem Feuerwerk, ja einem Elexier für meine Lebensgeister! Ich gluckste innerlich vor Freude bei der Erkenntnis, dass das noch nichtmal die Instantimitation von Kaffee war mit der ich es die letzten Wochen zu tun hatte. Das war der echte Stoff!
    Ich konnte mir vor Genugtuung ein genussvolles Seufzen nicht verkneifen, als mir der Schluck Kaffee den Rachen hinunter lief und ich festigte klammernd den Griff um die Tasse. Denn was immer passieren würde - wenn man sie wiederhaben wollte solange sich noch auch nur ein Tropfen Kaffee darin befand, dann würde man sie schon meinen kalten, toten Händen entreissen müssen.


    Ich nahm noch einen Schluck daraus, wobei mein Blick über die Tasse hinweg auf das Bündel am Boden fiel. Nun erkannte ich den Kram erst wieder, das war doch die Ausrüstung, die mir diese Leala im Arsenal übergeben hatte, ehe die Dinge... nunja, etwas durcheinander gerieten...


    Was hatte die Frau gesagt, Flora Whitings, ihres Zeichens Meisterin? überlegte ich. Auch Leala war doch Meisterin, das behauptete sie zumindest. Und wenn sie der Frau schon die Ausrüstung für mich übergeben hatte, dann lag es wohl nahe dass sie Whitings auch in anderen Lebensbereichen über mich ins Bild gesetzt hatte.
    "Harry."begann ich ruhig "Harry Rowland..." und hob den Blick dann vielsagend. "...aber ich nehme an, das wissen Sie bereits."
    Ich überprüfte ihren Gesichtsausdruck auf irgend eine verräterische Veränderung in ihrer Mimik, die mir einen Hinweis auf eine verborgene Taktik in ihrem Verhalten lieferte, doch Flora schwieg nur, wirkte aber nach wie vor freundlich und gelassen.


    Und ich musste mir eingestehen, das ich mich allmählich doch etwas entspannte. Denn wenn Flora Lealas Sicht der Dinge vermutlich wirklich brühwarm aufgeschwatzt bekommen hatte war es schliesslich nur umso erstaunlicher dass sie sich mir gegenüber höflich verhielt;


    Schön, möglicherweise war auch nur so eine Zuckerbrot und Peitsche- Geschichte... dennoch. Flora hatte sich bei ihrer Vorstellung auf Freundlichkeit und ein Frühstück beschränkt ohne auf für mich denütigendenen Fakten rumzureiten. Nämlich das ich zusammen mit meinem Diebesgut hinter schwedischen Gardinen sass.
    Ich wusste nicht, warum sie es tat; Ob sie es einfach nur zu erwähnen vergessen hatte - oder ob ich es tatsächlich mal mit jemandem zu tun hatte der sowas wie Grösse bewies -aber ich fühlte mich ihr gegenüber doch etwas dankbar dafür.


    Ich fasste nach einem der duftenden, gut belegten Brötchen und prüfte es vorsichtig auf seinen Härtegrad. Aber sie waren frisch und weich und liessen mir das Wasser im Munde zusammenlaufen.


    "...und Sie belügen mich auch nicht?" fragte ich übertrieben misstrauisch, während ich eine Augenbrau hochzog und einen Bissen tat, den ich geräuschvoll kaute und hinunterschluckte.
    "Denn ich muss sagen, irgendwie sieht mir das hier beinahe schwer nach Henkersmahlzeit aus."

    Harry - Arrestzelle

    Es verging eine Weile, ehe mich der Tummult im Zellentrakt aus dem Schlaf gerissen hatte. Verwirrt und schlecht gelaunt wälzte ich mich auf meiner Pritsche von der einen Seite zur anderen und versuchte wieder einzuschlafen. Denn nachdem ich mich hingelegt hatte und zur Ruhe kam, da fror es mich aufgrund der noch feuchten Kleidung noch eine ganze Weile, was mir den erholsamen Tiefschlaf sehr madig gemacht hatte.
    Und nun, da er mir endlich vergönnt war musste dieser Kobayashi- Kerl schon wieder Krach machen, grummelte ich in Gedanken.


    Das ratternde Geräusch einer sich öffnenden Zellentür rüttelte meine Aufmerksamkeit dann aber doch schlagartig wach - und während ich weiter so tat als würde ich schlafen lauschte ich neugierig den Dingen, die sich gerade abspielten.


    Ich erkannte Sadareens Stimme, die meinem Zellennachbar kurz angebunden Anweisungen entgegen kommen lies.
    "Hier sind deine Sachen!" zum Beispiel. Und irgendwas wegen seinen Waffen, die er "erst zur Mission" zurückbekommen sollte.


    Mission? ging es mir durch den Kopf. Die einzige Mission von der ich mal was hörte hatte Scarlet in Martinez Aufrag in der Krankenstation angesprochen. Das war doch diese Sache mit der Ostschleuse, überlegte ich. Ich versuchte angestrengt mich daran zu erinnern, ob ich den Kerl dort gesehen hatte, aber mir kam nur die Begegnung mit Scarlet, Naitomea, Spyridon und diesem Set Fei in den Sinn.


    Ich beschloss darauf zu hoffen, dass es beim Militär mehr als nur diese eine Mission gäbe - hauptsächlich deshalb, weil ich auf ein Wiedersehen mit ihm keinen grossen Wert legte, wie ich fand.


    Und nachdem Sadareens Instruktionen mit einem ungeduldigen "Na los jetzt!" geendet hatten - nach dem er Katsuro anwies in einer Stunde vor der Krankenstation anzutanzen - hallten nun die sich entfernenden Schritte der Beiden allmählich leiser und leiser durch den Zellentrakt.


    Ich lies mir noch eine Minute Zeit, ehe ich auf den Rücken liegend die Augen öffnete, und mich fragte, wie lange ich wohl geschlafen hatte. Dabei hob ich mein Bein an und wechselte dessen Haltung ein paar Mal prüfend zwischen gestreckt und angwinkelt, wobei ich beruhigt feststellte, das die Schmerzen in meinem Knie einem leichten Ziehen gewichen waren.
    Zumindest meine Selbstheilungskräfte schienen durch das Prügeltraining dass man mir in Animus hatte zukommen lassen einigermassen in Form gekommen zu sein, überlegte ich, und lies das Bein sanft zurück auf die Liege fallen.


    "Und was jetzt?! Frühstücken, vielleicht?" murmelte ich vor mich hin, um das Unbehagen zu vertreiben, da ich - anders als dieser Katsuro - noch immer in dieser Zelle festsass...

    Geld allein macht nicht glücklich, das seh ich auch so; Andererseits... wenn ich zum Beispiel manchmal keinen Bock habe mir Frühstück zu machen, dann geh ich einfach ins Cafe und lass mir ein Käffchen und ein leckeres Croissant bringen.
    Und naja, während ich das dann genüsslich verputze schätze ich mich schon glücklich, das einfach so tun zu können; Ansonsten müsste ich erstmal einen Acker pflügen, Getreide anbauen, hoffen, das die Ernte auch was wird, dann Mehl mahlen und das Ding auch noch backen - und dann hätt ich noch immer weder Milch noch Kaffee xD


    So lass ichs mir alles schön heiss und fertig an den Tisch bringen und auch wenn ich kein Mammon bin - ich muss mir deswegen nicht Gedanken machen, ob mich dieser Luxus ans Hungertuch bringt.


    Und dann finde ich schon, das ich eigentlich ein glücklicher Mann bin. Und das ich es gut habe, weil es sich nicht jeder leisten kann hin und wieder im schönsten Sonnenschein faul in nem Cafe zu sitzen ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob jemand auf ihn schiessen wird, oder er irgendwo auf eine Miene tritt, während er versucht dem kargen Boden irgend etwas anderes als trockenen Staub abzuringen um nur mal heute nicht zu verhungern.


    Von daher, Geld macht nicht glücklich, aber zu behaupten, das bittere Not und der nackte Kampf ums Überleben es täten, das wär mir doch zu zynisch.


    Und ich denke Glück und Unglück kann man ohnehin nicht einfach so als Weiss und Schwarz definieren. Vielleicht ist es Pech, das ich nie im Lotto gewonnen habe; Und vielleicht ist es auch Glück. Vielleicht hätte mich die Tatsache einen Ferrari in der Garage meines Penthauses zu haben mich in einen noch freudloseren Menschen verwandelt als ich es eh schon bin, dann wäre ein Lottogewinn mein Pech gewesen. xD


    Und vielleicht war auch manche falsche Entscheidung, Enttäuschung oder Niederlage wirklich ein Unglück in meinem Leben - aber vielleicht stellte manche - wie die Österreicher sagen würden - Waatschn xD auch die Weiche um, um schlimmeres zu verhindern. Wer weiss das schon?


    Aber wenn ich eine Antwort darauf geben sollte, was Glück für mich bedeutet, dann würde ich die Sachen nennen die ich mir bei Menschen auffallen, die mir glücklich zu sein scheinen.
    Gelassenheit, Zufriedenheit - und auch eine gewisse Leidenschaft in dem, was sie tun. Es ist zum Beispiel für mich zumindest immer eine Augenweide, wenn man jemanden etwas tun sieht, das er wirklich gerne macht, worin er auch eine gewisse Erfüllung findet. Die Sache selbst scheint dabei nebensächlich, wenn Herzblut und Begeisterung drinnen steckt scheinen sie dabei immer glücklich zu sein.

    Ja, diese Abstimmung wird noch ihre Schatten werfen. Nicht nur, weil wir nun ohne die Briten das letzte Geld aus Griechenland pressen für dieses arbeitsscheue, korrupte Griechenland und den Rest dieses Südländergesindels aufkommen müssen... ... ... :quarz:

    Whah, ich merk grade, der Post eben kam vielleicht etwas missverständlich rüber :onion-lol:

    Man wendet die stabile Seitenlage natürlich auch bei schwangeren Frauen an! - nur dreht man die Person nach Möglichkeit eben auf ihre linke Seite. Das versorgt das Herz mit mehr Blut und entlastet es, muss ja schliesslich für zwei schlagen :3

    War nur eben der Merksatz, mit dem mans mir beigebracht hat; Schwangere links liegen lassen... xD

    Die Augen geschlossen haltend lauschte ich der Antwort, die dadurch, dass den Umweg über die Zellenwand entlang nehmen musste etwas gedämpft klang.

    "Nicht die ganze Nacht von dir vollgejammert werden..." begann der Kerl mit einem Seufzen, "Ich denke, ich werds überleben."


    Ich quittierte seine Bemerkung amüsiert mit einen leichten Luftstoss durch meine geschlossenen Lippen.
    Meinetwegen sollte er eben das letzte Wort haben wenn er zumindest einen Sinn für Sarkasmus besass überlegte ich, während die Schwere der Müdigkeit allmählich meinen Körper befiel und mich kurz darauf einschlummern lies...

    Hat der Kopp- Verlag nicht letztens den goldenen Aluhut Award bekommen..? xD

    Was das Universum betrifft ist es aber schon so, das auch Platon schon auf die Idee kam, dass das, was wir Menschen erkennen und begreifen nicht unbedingt die ganze Wahrheit sein muss. (-> Höhlengleichnis) Ich fands auch ganz interessant, als unser Physiklehrer mal meinte, das jede phsikalische Elementarkonstante (Lichtgeschwindigkeit, Gravitation, Kernkräfte usw,) im Grunde ganz genau so ist, wie für das Universum und unsere Existenz notwendig.

    Wäre zum Beispiel die Gravitationskonstante nur geringfügig anders, hätte sich Materie vielleicht zu sehr angezogen - und im Universum gäb es nichts ausser einem riesigen schwarzen Loch; Oder die Materie hätte sich zuwenig angezogen und das Universum würde noch immer nur aus Wasserstoffwolke bestehen.
    Mit der Lichgeschwindigkeit ist es ebenso; Schliesslich weiss man mittlerweile um E=mc² Brachte ja bekanntlich nicht nur Gutes mit sich, aber hätte das kleine c einen anderen Wert würden sich ebenso viele physikalische Zusammenhänge ändern.

    Und er meinte, dass natürlich auch alles nur guter Zufall sein könnte das alles so ist, wie es ist - und es neben diesem Universum auch andere existieren könnten, mit anderen willkürlicheren Naturgesetzen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass alles so gut mit einander harmoniert wäre wohl ungefähr die Selbe, wie wenn man sämtliche Einzelteile einer 747 in die Luft schmeisst - und wenn sie am Boden ankommen wär das Flugzeug fertig xD

    Und natürlich finde ich auch heute noch diesen Gedanken recht faszinierend - aber ich nehme mir nicht heraus da wirklich dahinter zu kommen. Vielleicht sind die Menschen in 1000 Jahren ja auch wieder küger. Oder haben sich ausgelöscht. Scheint mir beides möglich. ^^"

    Ansonsten, um auf das Thema Verschwörungstheorien zurück zu kommen. Ich persönlich finde mich von vielen gut unterhalten, dennoch halten sie oft auch keinem kritischem Blick oder gesunder Skepsis stand. Allerdings denke ich auch, dass es sehr naiv wäre zu glauben, das man dem Pöbel haarklein aufbrüht, welche Musik genau auf so manchem politischen und wirtschaflichen Bankett gespielt wird.

    Von daher, die Dinge hin und wieder mit Vernunft und Sorgfalt zu hinterfragen erscheint mir im Umgang mit beiden Lagern am gesündesten.