Beiträge von Haggard

    Tja, mal sehen ob ich euch nicht doch mal wieder was vorstetzen könnte; Und tatsächlich habe ich etwas provokante, aber gut geschriebene Gesellschaftskritik gefunden, die eine junge Frau - die sich PinkPantherin nennt - in ihrem Blog gepostet hat.

    Ein paar harte Beats

    Ich liebe Diskotheken.

    Gespräche an der Bar, Reibungen auf der Tanzfläche, Sex auf der Toilette und Erbrochenes in der Kloschüssel. Wenn ich mir vorstelle, die Zigarette eines Fremden zu rauchen, ist das für mich erotischer als jeder billige Porno. Da ist Spannung in der Luft, die Atmosphäre ist erfüllt mit Schweiß, Alkohol und Parfüm, überall toben einsame Herzen und notgeile Schwänze, die auf verlassene Muschis warten.

    Ich bin nicht vulgär. Allerdings befinden wir uns in einem Club, einer Höhle von betrunkenen Wahnsinnigen, und wenn man verstanden werden will, dann kommt man von der Blümchensprache schnell ins Wesentliche.
    Ist er geil oder nicht? Ein Weichei oder ein Aufreißer? Wer hat den weitesten Ausschnitt und die größten Brüste?
    Die Nachfrage ist groß und die Auswahl, naja, die hält sich in Grenzen, wenn man solche hohen Erwartungen hat wie ich.

    Als ich mir einen Drink bestellen will, Wodka Orange für den Start, warte ich geduldig neben einen süffisant grinsenden Marlbororaucher, der ein wenig aussieht wie ein texanischer Cowboy. Er trägt eine Lederjacke mit Reiterstiefeln. Auch ohne Hut verbreitet er eine Art amerikanischen „Freiheitscharme“.

    „Netter Club“, meint er lächelnd und bläst geduldig den Rauch in die Luft. „Der DJ ist echt gut.“
    „Man sollte seine Schallplatten verbrennen.“
    Er lacht. „Vielleicht hätte er Versicherungskaufmann lernen sollen.“
    Ich blicke hinüber zu dem kleinen haarigen Zwergen, der am Pult willkürlich einige Platten hin und her dreht. Er gleicht eher einem fünfzehnjährigen Pubertierenden als einem angesagten Musiker.

    „Ich wette mit dir, er soll uns nur dazu bringen, mehr Alkohol zu konsumieren“, sage ich.
    Der Cowboy grinst, drückt seine Kippe aus und nimmt ein Schluck Bier.
    „Wenn das so ist, macht er seine Sache wirklich gut“, gesteht er. Ich lächele. Netter Kerl. Ob er es mir wohl auf dem Mädchenklo besorgen würde? Schwierig. Er ist sicher schon über zwanzig, vielleicht auch etwas reifer als die anderen Idioten, aber er sieht aufregend aus.
    Schwarze Haare und grüne Augen. Darauf bin ich schon immer abgefahren.

    „Du hast schöne Brüste“, bemerkt er freundlich. „Sie sind rund und straff, hängen nicht und können einen nicht erdrücken.“
    Ich weiß nicht, was ich darauf antworten soll.
    „So etwas hat mir noch nie jemand gesagt.“
    Er sieht verwundert aus. Nimmt sich eine neue Zigarette aus der Schachtel.
    „Ich finde es Blödsinn, einer Frau nicht zu sagen, dass sie tolle Rundungen hat. Immerhin kauft ihr euch doch das weitausgeschnittenste Top, um uns zu zeigen, was für begehrenswerte Mädchen ihr seid.“
    Ich sehe ihn an, halb lachend, halb empört. „Ich bin geehrt, was für ein nettes Kompliment!“

    „Willst du eine Zigarette?“, fragt er. Mir kommt die Idee, dass man diesen Mann super in die Werbebranche einsetzen könnte. Jede Frau würde sich bei seinem Anblick sofort neue Klimmstängel kaufen.
    „Ich hab’s aufgegeben.“
    „Warum?“
    „Meine Exfreunde waren Raucher.“
    Er lacht. Seine grünen Augen funkeln mich verführerisch an.
    „Dann fängt das mit uns zweien ja gut an.“
    Was soll ich sagen, er hatte Recht. Nach zehn Wodka 0 und fünf Zigaretten fühlte ich mich wie die erotischste Frau im ganzen Universum. Meine Erwartungen sanken und das Angebot wurde besser. Selbst der DJ entwuchs der Pubertät und mutierte zu Robbie Williams, nur ohne Brusthaare. Mit dem Cowboy debattierte ich über Nietzsche und Freud, obwohl ich keine Ahnung hatte, in welchem Jahrhundert diese Gestalten überhaupt gelebt hatten. Ich widerlegte nur leidenschaftlich gerne alles, was er behauptete.

    Irgendwann im Laufe des Abends sagte er, er müsse verschwinden. Als ich fragte, in welche Toilette er wollte, lachte er nur und meinte: „Du bist eine außergewöhnliche Frau.“
    Ich blickte ihn verwundert an. „Du willst also nicht mit mir schlafen?“
    Er küsste mich zum Abschied. „Zwischen uns ist was Besonderes, das will ich nicht kaputt machen.“
    Natürlich sah ich ihn nie wieder. Das war das Schöne an Diskotheken. Man trifft Fremde, man geht als Fremde, und egal was passiert, man bleibt immer alleine.

    Ein paar Mal noch besuchte ich den Club, und, was soll ich sagen, außer Idioten waren da nur Rauch und Nebel, und hier und da ein paar harte Beats.
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    Wozu noch reden?

    Kinder verhungern durch Missernten in Niger, kämpfen in Kriegen gegen Kongo, sterben am verdreckten Wasser, was sie tagtäglich trinken müssen. Wissen Sie was? Ganz ehrlich. Mir geht das gehörig auf den Sack.

    Sicher, es ist traurig, dass dort unten Mädchen vergewaltigt werden. Tragisch, solche Geschichten. Aber um mich kümmert sich auch keiner. Was mache ich, wenn ich meinen Job verliere? Sagen Sie mir nicht, das wäre egoistisch. Da sterben junge Frauen! Die haben noch ihre Zukunft vor sich!
    Ja, sicher.
    Mit was können Sie besser schlafen? Ihrer sicheren Arbeit oder dem Wissen, das irgendein Mädchen von einem afrikanischen Rüpel verschont wird?
    Ich muss gestehen, ich habe in letzter Zeit einen etwas unruhigen Schlaf.

    Aber das hat einen anderen Grund. Wissen Sie, vielleicht kommt das von der japanischen Nuklearkatastrophe. Jetzt, wo das Ding in die Luft gejagt wurde, wollen sie die Atommeiler bei uns abbauen. Eine klasse Idee. Der Traum von Wasserkraftwerken und Solaranlangen. Wer begleicht mir jetzt meine höhere Stromrechnung?
    Bezahlt deshalb Ihr Arbeitgeber mehr? Also, Sie müssen ein Glück haben, aber meiner zahlt’s nicht. Wir müssen sehen, wo wir bleiben.

    Und das mit den Hühnern, die in der Bodenhaltung gequält werden, traurig, nicht? Hat mich schockiert. Wissen Sie, was mich noch mehr erschrocken hat? Dass Freilandeier fast einen Euro mehr kosten. Also, man kann es doch auch übertreiben, oder? Und den Hühnern in der Bodenhaltung geht’s bestimmt nicht so schlecht, wie sie immer erzählen.
    Den Nachrichten kann man auch nichts mehr glauben.

    Das Geschwafel über das Aussterben von Tierarten hab ich übrigens auch satt. Ich meine, was bilden sich die penetranten Arschlöcher eigentlich ein, mir so ein Schuldgefühl aufzulasten? Was kann ich für das Aussterben der Wale? Ich bitte Sie. Wenn Sie abends ins Bett gehen, gedenken Sie dann eine Minute an die Delphine draußen im Pazifik? Also, ich jedenfalls nicht. Ich gedenke auch nicht eine Minute an die Kinder in Afrika oder an den Terror in der Welt.

    Einen unruhigen Schlaf hab ich aber trotzdem.

    Vielleicht sollte ich mich wieder verlieben. So ganz ohne Blumen und den romantischen Scheiß, wissen Sie? Viel zu teuer.
    Zieh dich aus und komm in mein Herz. Mein Herz ist ein Bordell, und wenn du genug Geld hast, kannst du solange bleiben wie du willst. Lass die Kondome weg und lass uns nicht reden. Ich will keine Kinder und heiraten will ich dich auch nicht.

    Ich habe Hunger, ja, großen Hunger, aber du machst mich nicht satt, also schenk mir deine Seele! Ich werde sie kaufen und du wirst bezahlen, und wir werden zusammen unglücklich.

    Vielleicht sollte ich es mit Schlaftabletten versuchen. Ob die was bringen?

    Zurzeit probiere ich’s mit Zigaretten. Ja, ich weiß, Sie werden jetzt denken: Solange man Geld für Kippen hat, soll man sich nicht beklagen! Und erst die Gesundheit! Ja, Sie denken an meine verschissene Gesundheit, weil Ihr Versicherungsgeld für meine kaputte Lunge drauf geht. Dass an meiner kaputten Lunge ein Haufen Arbeitsplätze hängen, daran denken Sie natürlich nicht. Und dass, obwohl das Thema Arbeitsplatz eine Alroundausrede für alle Missstände in unserer fantastischen Gesellschaft ist. Rüstung, Afghanistan, Kernenergie. Um Himmels willen, was soll mit diesen Leuten passieren, wenn sie nicht mehr beschäftigt sind? Liegen den Staat nur auf der Tasche. Oder noch schlimmer: Stellen Sie sich vor, die würden anfangen, zu denken!

    Wissen Sie, ich habe in letzter Zeit wirklich einen etwas unruhigen Schlaf.

    Weil ich weiß, dass ich nichts tun kann. Ich kann reden und reden, und nie wird sich etwas ändern, ohne das Handeln erfolgt. Aber was soll ich machen, so als einzelne Frau? Wenn ich im Supermarkt stehe, und mich ein Top für drei Euro anlächelt, dann bleibt mir nichts anderes übrig, als es zu nehmen, denn Geld für das Teurere hab ich auch nicht. Tja.

    Können Sie mir vielleicht sagen, wo man günstige Schlaftabletten herbekommt?


    (Edit: Verf...te Textformatierung)

    Yep, so ists angenehmer ^_^V

    Und du schreibst ja ganz amüsant, aber die Story wirkt unheimlich temporeich weil du teilweise sehr kurze Sätze verwendest. Wie in diesem Teil hier zum Beispiel:

    >Fräulein Polizistin!!<

    >Ja<

    >Sofort herkommen Lady Integra möchte mit dir sprechen. <

    Seras packte ihre Waffe weg und wollte loslaufen doch Pip hielt sie am arm fest.

    “ Lass los!”

    “Noch nicht!”

    Seras verdrehte die Augen sie würde zu spät kommen und Lady Integra war nicht gerade geduldig.

    “ Du liebst ihn stimmt´s?”

    “Wen?”

    “ Deinen Meister!”

    “ Was für ein Schwachsinn!”

    “Ach ja? Aber ich habe Beweise!”

    “Beweise?”
    ...

    Versteh mich nicht falsch, das ist immer noch besser als n langatmiger Schreibstil der über 15 Seiten eine einzige Szene beschreibt, aber es wäre interessant, würdest du etwas näher auf Details eingehen. Also zum Beispiel wie reagiert Pip, als er Seras am Arm festhält und sie damit konfrontiert, dass sie ihn lieben würde. Macht er ein ernstes Gesicht dabei, oder lächelt er vielsagend. Und wie reagiert Seras auf die Aussage? Ist sie überrascht davon - oder wird sie vielleicht rot, oder reagiert sie verärgert oder so. Und welchen Grund hat es denn, dass sie die Augen verdreht? Hält sie Pips Vorwurf für absurd oder fühlt sie sich ertappt, oder genervt.
    Das wären halt so Details, die der Story und den Figuren wirklich Leben einhauchen und Charakter und das fänd ich halt ganz prima;
    Wobei ja nicht nur beim essen jeder seinen eigenen Geschmack hat. Von daher, sieh es einfach nur als ne Meinung.
    Aber ich les weiter.

    Nya, Bye Shaddy o_O

    Auch ich wünsch dir ne gute Reise, nur vergiss nicht, um etwas zu verändern braucht es mehr als nur die eine oder andere beherzte Aktion oder gute Idee, sondern auch viel Nachhaltigkeit und auch Geduld. (Hab ich halt mal gehört xD); Ich will damit nur sagen, ich fänds halt nicht gut, wenn du blos gehst weil du enttäsucht darüber bist, dass deine Bemühungen hinsichtlich der Aktivität im Board nicht gleich die tollsten Früchte tragen.

    Denn naja, falls es dir nur um Aufmerksamkeit ginge wärs wohl wirklich vergebens ne Menge Zeit in dieses Board hinein zu investieren, aber ansonsten isses doch prima, wenn du hin und wieder mal reinschaust wenn du Zeit hast, und vielleicht ja wieder wo was zum posten findest.Auch das tut dem Board gut, auch wenn man dir dafür vielleicht keinen Orden verleiht.

    Aber wie du dich auch entschliesst, die Sache mit dem Anime-Forumworld in Zukunft zu handhaben, ich wünsch dir alles Gute! :thumbup: