Mm. Interessantes Thema zu dem man sich schonmal ein paar Gedanken machen könnte.
Da mir das Sich-Gedanken-machen aber immer etwas zu mühsam ist, greif ich halt einfach mal in die Vorgefasste-Meinung-Kiste xD"
Und noja, deshalb bin ich nicht der Anischt, das man wirklich so pauschal bestimmen kann, welcher Mensch natürlich oder verändert ist - zumindest noch nicht. Denn solang man nicht genetisch getunte Menschen züchtet - oder Cyborgs o_O - denke ich nicht, dass sich bereits ein Neugeborener Europäer wirklich schon so sehr und so grundlegend von einem Eskimobaby oder Indianerkind unterscheidet, als dass es automatisch schon zu einer veränderten Gattung Mensch zählt. Denn ich glaub, zumindest in diesem Stadium kann sich der Mensch noch mit jeder Lebensart oder Kultur zurechtfinden.
Nur, was später kommt und was die Kultur angeht, da stimme ich zu, da wage ich auch nicht zu behaupten, das der Kapitalismus und die Gier und die Rücksichtslosigkeit welche die Kultur einer Industrienation prägen, trotzdem vielleicht auch noch ne handvoll Andersdenkende darunter sind ( = naive Träumer) noch irgendwas mit Natürlichkeit zu tun hat, den die Natur basiert doch irgendwie auf dem Geben und Nehmen- Prinzip. Und auch darauf, dass es auch mal genug ist, n Löwe zum Beispiel reisst auch wenn er könnte nicht hundert Gazellen, da ihm eine einzige genügt um seinen Hunger zu stillen.
Beim Menschen ist das oftmals anders, er hat nie genug, niemals. Wenn man sich allein mal das Prinzip ansieht, auf welchem schon die Wirtschaft basiert und nach welchen Regeln sie funktioniert, und was mit nem Land passiert, dessen Wirtschaft nicht Jahr um Jahr um wenigstens 2% wächst... ... Wahnsinn eigentlich, wenn man bedenkt, das unser Wohlergehen davon abhängt, dass es in Ewigkeit so weitergehen muss.
Woran das liegt, das wir so anders ticken, das weiss ich nicht, ich musste lachen als ich mal im Westen nichts Neues las und einer der Soldaten der Ansicht war, das die Bosheit von der Bildung käme, den es fällt mir wirklich schwer zu glauben dass ein Bauer der weder Lesen noch Schreiben kann aber dafür seiner Arbeit nachgeht, die ihm Zufriedenheit und Genugtuung verschafft jemals im Leben auf die Idee käme ne Armee in den Krieg zu führen um immer mehr und mehr Land zu haben oder so.
Nur, im Grunde genommen bin eigentlich auch kein Fan von der Vorstellung alle Bücher zu verbrennen und Häuser und Städte abzureissen um wieder Hütten zu errichten und sich in Felle zu kleiden. Ich finde, der Mensch hat durchaus das Recht dazu neugierig zu sein und auch Neues zu entdecken, zu lernen und sich Gedanken zu machen und sich auch das Leben zu erleichtern und sei es nur durch warmes Wasser oder elektrisches Licht.
Aber in Hochmut abzuheben und sich für allmächtig zu halten, das ist ne widerliche Eigenschaft, aber das wird manch einer vielleicht ja mal dann verstehen wenn er mit knurrendem Magen und mit nem iPhone in der Hand - den er nunmehr als Spaten verwendet - versucht nen Acker zu bestellen um hoffentlich spätestens am Nachmittag schon Brot ernten zu können...
Letzten Endes jedoch, selbst wenn es mir als eingefleischten Pessimisten schwerfällt sowas zuzugeben, hege ich doch eine kleine Hoffnung dass der Mensch eben doch noch in den Kinderschuhen seiner Entwicklung steht, das doch trotz allem Potenzial in ihm steckt, und das er, auch wenn er sich noch mehr als einmal kräftig die Finger verbrennen wird, es letztendlich irgendwann mal zu ner gewissen Erkenntnis und Reife bringen kann; Das ist auch seine einzige Chance...
Und noja, ich merk auch, ich hab jetzt ziemlich dahingeplappert und eher neben dem Thema dahingeschlittert als es wirklich getroffen. xD"