Beiträge von Haggard

    "Wie viele Berge und Flüsse muss ich überqueren, um das Land, in dem es keine Einsamkeit gibt, zu erreichen?
    Und obwohl ich weiß das es so ein Land eigentlich nicht gibt mache ich mich auch heute erneut auf die Reise..."

    Die Zeilen stammen aus einem Gedicht von Wakayama Bokusui und irgendwie musste ich dran denken als ich das Gedicht gelesen hatte.
    Ich finde Träumen ist ein unheimlich gefühlsstarkes Gedicht, selbst als eher unterkühlter Typ wird man gepackt von der Sehnsucht und der Hoffnung verleihenden Vorstellung des durchs Dunkel brechenden Lichtes und sehr gut gelungen ist auch die Darstellung des Ichs in dem Gedicht, das wirklich authentisch wirkt. Man nimmt ihm die starken Empfindungen und das tiefe Vertrauen das es in das Du setzt sehr schnell ab, denn es findet sich keine Spur von Wankelmut in dessen Glauben und wenn das Ende des Gedichtes auch ein tragisches ist... irgendwie hat man doch das Gefühl, dass der Weg des Ichs noch nicht beendet ist und naja, am liebsten würd man ihm Glück wünschen xD
    Und naja, ein Gedicht das einen Leser mal soweit bringt, dem muss man seine Qualitäten wahrlich zugestehn. Klasse gemacht!

    Also irgendwie muss ich an Kill-Bill denken....xD
    Das deshalb, weil man auch dort zur Einsicht gelangte dass Zuneigung oder Liebe nicht unbedingt ein Hinderniss sein muss für Kampf oder Mord. Erst isst man noch schön was zu Abend und dann wird mit der 5 Schritte Herzexplosionstechnik nicht blos der Tisch abgeräumt xDD
    Aber ich denke, grade das macht es aus. Gefühl und Vernunft sind ohnehin dafür bekannt nicht unbedingt immer so super miteinander auszukommen. Und aus diesem Blickwinkel betrachtet wirkt Fiebertraum beim ersten Durchlesen zwar bereits etwas seltsam, bedauernd, fast bemitleiden einerseits, aber auch seltsam kühl, melancholisch und distanziert andererseits.
    (Vor allem die vorletzte Strophe verstärkt das nochmals gut)

    Dann kommt man zum Ende des Gedichtes, das trotz dem zwar schon etwas unguten Gefühls sehr überraschend rüberkommt und mit dem man das Werkzeug in die Hand bekommt, mit dem sich die volle Bedeutung des Gedichtes aufschlüssen lässt. Und Enden dieser Art, sind mit der richtigen Vorbereitung die ich bei Fiebertraum vorhanden finde Stilmittel die immer ein köstliches Vergnügen bereiten.
    Von daher, ich fands originell und gut.

    Also das Ende ist bestimmt nicht so schlecht gewählt als das es so nicht stehen bleiben könnte, am Ende eines Kapitels genauso wie überhaupt. Von daher, diese Geschichte ist damit abgeschlossen aber falls dir mal ne andere in den Sinn kommt schreib sie auf, du hast Talent ooV

    Und naja, sofern man seine Familie und seine Freunde nicht wirklich aus tiefster Seele hasst sollte man wohl wirklich versuchen weiterzumachen bis sich die Wege von allein verlieren und es wirklich keinen mehr schert - oder so Oo
    Und Selbstmord is halt nunmal kein einfaches Thema, weder kann ich sagen dass es immer und überall was ganz schlimmes und feiges ist (oder wärs so verwerflich wenn jemand der Alzheimer hätt oder sonst was ganz beschissenes sich so lang es geht noch n schönes Leben macht und sich dann sagt, nu is aber Gud, eh er sich dreimal am Tag von einer Seite auf die andere drehen lassen und sich die Windeln wechseln lassen kann) und andererseits, manchmal SCHEINT ES zumindest so als würden Menschen ihr Leben wegwerfen obwohl sie immer noch für etwas gut wären, sie immer noch etwas tun könnten würde sich ihnen nur die Chance bieten dass sie ihre Bestimmung fänden und man fragt sich einfach nur warum? Und dann ist da auch noch die Sache mit Depressionen und so, da stehn dann oft auf der einen Seite die, denen die Sonne immerzu ausm Arsch zu scheinen scheint und die dann so gute Reiss-dich-mal-zusammen Ratschläge parat haben während die andern sich vorkommen müssen wie der letzte unwürdige Dreck - und das dann womöglich noch zu unrecht, weil so n Gehirn is ne verdammt sensible Geschichte und n kleines bisschen zu wenig von dem Enzym hier oder dem Hormon da und schon sieht man die Sonne nicht mehr aufgehen ohne heulen zu müssen, trotzdem man nicht dümmer oder schwächer oder weicher ist als "normal" oder eben alles sowas.
    Von daher, ich weiss eben nie so recht wie ich darüber denken soll, vielleicht ist ein Selbstmord auch einfach nur das schlichte, grausame Resultat eines unnachvollziehbaren Bündels von einzelnen, winzigen Teilen von denen jene des einen denen eines anderen in manchem ähneln und in anderem wieder ganz verschieden sind, und so, eben verdammt komplex und zu verflochten und undurchsichtig um sagen zu können, so und so ist das, und wer zu weich ist für das Leben, der soll ruhig in der Hölle schmoren - oder so, aber jetz is auch wirklich genug mit Spam x_X

    Also, Fazit: Schwieriges Thema, sehr gute Geschichte.

    Die Geschichte ist zu Ende... möchte man meinen, aber da sie bisher als Rückblick spielte darf man ja noch gespannt sein wie es weitergeht und ich muss gestehen, bei diesem Schreibstil darf man sich auf eine Fortsetzung freuen, sowohl der Erzählung als auch den Dialogen fehlt es nicht an Details oder Ausdruck und man liest sich mühelos von Zeile zu Zeile durch.
    Was den Inhalt angeht, zum Thema Selbstmord halte ich mich mal zurück, gut is es nicht aber ob man es falsch findet oder okay, man soll sich Urteile verkneifen. Aber du hast die Bedrückung, den Selbsthass und die Einsamkeit der Figur recht gut dargestellt und man kann das Motiv des trügerischen Trostes der Dunkelheit gut nachvollziehen und deren Teufelskreis in dem die Gedanken sich wie zu einer Schlinge flochten. Wobei das Ende dann doch wieder überrascht und ein seltsames Phänomen darstellt.(und ich mein nicht die Sache mit dem Handyvideo, das war vielleicht ne Spur bizarr aber noja, die Figur hatte ja ihre Gründe dafür xD) Irgendwie ist es wohl auch wirklich in der Natur des Menschen, das er eigentlich lieber kämpft als aufgibt, so mag es merkwürdig erscheinen, der plötzliche Sinneswandel nach dem Schnitt mit der Klinge, jedoch wischt die Erkenntnis in Lebensgefahr zu sein alles nicht elementare vollkommen zur Seite, und das führt in den Kampf darum, zu überleben - nur zu überleben. Und dieser Aspekt war auch gut dargestellt, auch wenn es eben nichts mehr nützte, aber ich fands passend und nachvollziehbar realistisch, von daher, nö...alles in allem, über ein weiteres Kapitel könnt ich nun wirklich nicht die Nase rümpfen O_oV

    Tag: Donnerstag, 11. 09.
    Uhrzeit: 03.49
    Letzte Aktivität: Zu Abend gegessen? Gefrühstückt? Man weiss es nicht ^^"
    Nächste Aktivität: duschen
    Letzter Anruf von: Sergio
    Letzter Anruf an: Alex
    Letzte SMS von: Verena
    Letzte SMS an: weiss nich mehr... ich hasse es zu smsen x_X
    Letzte Nahrung: Wurstbrot
    Letztes Getränk: Cola
    Letztes Lied: La cucharacha (ehrlich, lief im Radio, ich schwörs! xDD)
    Kleidung: Jeans, T-Shirt und Hemd
    Wetter: bewölkt und regnerisch
    Feeling: weiss nich genau, aber ich denk okay
    Grund: weil ich müde bin aber ich mich nich erschöpft fühl, denk ich, und nein, das ist kein Widerspruch xD
    Frage d. Tages: Dir ist schon klar dass ausruhen grad ganz schlecht is, oder?
    Antwort darauf: Jo klar, ist mir blos Schnuppe
    Erkenntnis d. Tages: Er... öh.. war lang...? ^^"
    Guter Vorsatz für morgen: Yin und Yang mal wieder ins rechte Lot bringen xDDD

    Ich post einfach ma hier rein, der Spielthread soll ja nich ganz allein den ganzen Spam abkriegen, ich wollt nämlich eh blos fragen ob ich da was falsch verstanden hab weil ich dachte das Geschenk das Seishiro Kira geben wollte wäre eben ja der Biss gewesen und gebissen hat er sie ja dann schon, von daher dacht ich, er hätt sie nicht mehr in der Hand, aber okay dass sie ihn zwar hasst aber ihm gehorcht - sagen wir bis zu einem bestimmten Grad, das müsst sich auch verwenden lassen, die Tage komm ich zwar ma wieder zu nix, aber als nächstes werd ich darüber schreiben wie Alester in den Kerker hochstolziert, sich vielleicht n wenig am Zwist mit Shin und Kairi ergötzt und sich Kira gegenüber gespielt gönnerhaft gibt, während Seishiro allerdings schon seine eigene Absprache mit Kira getroffen hat was ihre Befreiung angeht xDD
    Und die verfluchte Stadt hab ich einfach mal Tarragona getauft - hoffentlich haben die Spanier nix einzuwenden, weil so nen Ort gibts natürlich schon O_o aber ögal, noch kann er bei missfallen auch geändert werden ^^"

    (Huiuiui, glücklose Liebe und verschmähte Gefühle, das is doch Stoff mit Pfeffer xDD könnt witzig werden wenn man das mit reinpacken könnt nur grad eben glänz ich ja nich so in meinen Rollen, aber ich gelobe Besserung x___X)

    Na denn...

    du bist mir im RPG Bereich schon aufgefallen... O_ó ... ... im positiven Sinn und mir ist auch nicht entangen dass du heute Geburtstag hast, und du bist zwar erst einen Tag hier und kriegst so wahrscheinlich keinen eigenen Thread weil NIEMAND KRIEGT DAS!!! - aber ich wünsch dir trotzdem nen schönen Tag und ein paar entweder köstliche oder brauchbare Geschenke xD

    (Das passt schon, ich denke so reibungslos wird das ohnehin alles nicht ablaufen, vor dem Ritual schon nich und danach erst recht nicht mehr xD Und Seishiro mit ins Boot zu holen, als jemand der n bisschen abseits von allem steht und in die Sache reingerät, da hätt ich nichts dagegen, aber ich möcht Kira ungern vor vollendete Tatsachen stellen, is immerhin dein Charakter, nur weiss ich eben nicht genau wie es um Kira und Seishiro steht weisst du, sieht sie ihn wirklich als den bösen Buben oder isses so ne Art Hassliebe das die beiden verbindet, so wärs manchmal eben hilfreich wenn man etwas von dem mitbekäm was Kira fühlt und denkt, sonst erwähn ich noch dass Seishiro irgendwann mal was führ Kira empfand - oder umgekehrt, wobei du dann nur die Nase rümpfen kannst oder so)

    Ich muss gestehen, etwas unheimlich war mir seine Gestalt immer noch, und ich war froh dass der Kerl eher lichtscheu war und der schwache Fackelschein tief im Gewölbe des Schlosses die Schatten mit der die Kapuze sein Angesicht verdeckte nur kaum zu vertreiben vermochte denn allein nur dass, was sie hin und wieder freigaben glich eher einer verdorrten Fratze eines mumienhaften Greises als einem Gesicht, und nicht selten fragte ich mich was den Kerl überhaupt am Leben hielt.
    "So hat sich eure Geduld also bezahlt gemacht, mein Herr..." entgegnete er mir mit seiner üblichen trockenen, tiefen Stimme die klang als wär sie schon lange vor ihm ins Grab gestiegen und holte mich aus den Gedanken zurück in welche ich abgeschweift war nachdem ich ihm von Kira´s Festnahme berichtet hatte.
    "...ich werde alles vorbereiten" beendete er den Satz und verschwand ohne ein weiteres Wort in die Dunkelheit.
    "Gut" erwiderte ich. Geschwätzigkeit war ohnehin stets etwas gewesen dass wir beide nicht zu schätzen schienen, und womit ich mich nun zu befassen hatte war mir klar, Kira musste für das Ritual verlegt werden, doch würde ich auf der Hut sein müssen und durfte nichts überstürzen, und angesichts ihrer Kraft würde es nun, da sie sich gefügt hatte sinnvoll sein ihr ersteinmal etwas entgegen zu kommen um die Entstehung allzu hoher emotionaler Wogen zu verhindern... ich beschloss, zu diesem Zwecke den Kerker zu besuchen um Kira durch etwas angedeutete Verhandlungsbereitschaft milde zu stimmen...

    (So, das mal hierhin, die Weltanschauungen von meinem Mr. Voldemort erspar ich euch noch etwas, sie sind noch etwas grob geschnitten, aber falls jemand ne Idee hat für nen Namen einer Stadt, der schon so verflucht klingt das man das Unheil förmlich riecht, immer raus damit xD)

    (Mist, das wär jetzt der ideale Zeitpunkt für den Auftritt einer Figur, ein Informant der verdeckt im Widerstand operiert vielleicht oder sogar Alester nen kleinen Schritt voraus ist und eingreift um die Sache n wenig durchzurütteln xD aber ich fürcht ja schon dass sich meine beiden Charaktere die ich jetzt schhon hab irgendwie noch ähneln könnten, am Ende und kein Mensch braucht drei charakterliche Klone O_o
    Aber ich versuch mir was auszudenken - morgen ^^"V)

    Langsam verhallten die letzten Schritte dieses ereignisreichen Abends in den weiten Hallen des Thronsaales und die angenehme Stille, die nur durchzogen war von den Geräuschen der Nacht und dem knisternden lodern der Fackeln kehrte zurück. Ich verharrte noch einen Augenblick auf dem Thron um sicherzugehen tatsächlich alleine zu sein und verzog mich dann - so eilig es eben ging, hinkend und mit schmerzenden Gliedern, von denen es mir schien das ich sie nur am abfallen hindern konnte in dem ich sie festhielt in das kleine Hinterzimmer das zu meinen Gemächern führte wo ich mir ein Bad einlassen lies dessen lindernde Wirkung ich in vollen Zügen zu einem Glas Wein genoss. Denn wenn mich der Kampf mit Kira auch etwas mitgenommen hatte, meine Laune war bestens, ich gluckste gradezu vor Glück und musste immernoch lachend den Kopf schütteln bei der Erinnerung an mein Geschwafel von vorhin, fünfhundert Mann, ich hätte mich Ohrfeigen können in dem zügellosen Moment als mir diese Zahl über die Lippen kam, was, wenn Kira zweifel gekommen wären? Denn die Sache mit der Fahne zog ich zwar jeden Morgen tatsächlich gross auf und gefälschte Belege über Sold, Lebensmittel und Lieferungen in die Berge verbarg ich aus Absicht ab und zu nur schlampig. Aber Nifelheim, das kleine Königreich zwischen der Steppe und dem Gebirge war ein netter Ort zum leben aber die Bevölkerung bestand aus Bauern, Handwerkern und einigen Händlern, allessamt armseliges, niederes Pack, überlegte ich während ich beobachtete wie sich meine Hand durch einen sachten Griff knapp über die Wasseroberfläche mit feinem Schaum füllte...
    Und mein Bestreben Kira hervorzulocken hatte zusammen mit dem Söldnerpack unter meinen Männern ohne das ich nicht auskam das Land finanziell an den Rand des Verblutens gebracht, dadurch, dass Kira so lange auf sich hatte warten lassen musste ich sogar schon soweit gehen den Handel mit Niefelheim über Umwege geheim in falschem Namen zu unterstützen um zu verhindern dass es für mich gar nichts mehr zu unterdrücken gab, ich stand in Wahrheit also mit dem Rücken schon tief in Wand, anstatt nur davor. "Von wegen fünfhundert däumchendrehende Mann in Waffen" lachte ich laut.
    Doch dies war mein Geheimnis und da Kira zwar stolz war aber ebenso Krieg scheute würde es seinen Zweck erfüllen... ich grinste zufrienden und mit dem Vorsatz morgen mit IHM das weitere Vorgehen abzusprechen tauchte ich plätschernd in das noch herrlich warme Wasser der Wanne ab...