Heutzutage sind viele Social Networks gleich: Man teilt seinen Mitmenschen auch den dümmsten Gedanken oder Tätigkeit mit, egal ob das nun interessant ist, oder auch nicht. Um es gleich klarzustellen: Ich habe bei keines der angegebenen Plattformen außer tumblr, deviantart und Skype. Einfach aus dem Grund, weil ich mich nicht mitteilen muss. Ich erlebe nichts, was von belang wäre meinen Mitbürgern mitzuteilen und ich will auch nicht wissen, was Person xyz zum Frühtück gegessen hat oder warum Justin Bieber der beste Sänger der Welt ist. Es ist mir einfach egal.
Facebook ist dabei die schlimmste Webseite überhaupt. Davon abgesehen, dass Mark Zuckerberg alles kauft, was bei drei nicht auf dem Baum ist, wollen die wirklich alles wissen und sie überwachen auch alles, sei es dein Surfverhalten, deinen Standort oder deinen Lebenslauf. Das finde ich einfach nur beunruhigend. Menschen möchten nicht überwacht werden, melden sich aber bei Facebook an und werden trotzdem ausspioniert und sämtliche Privatssphäre wird ausgeschlachtet, das ist traurig. Von der extra nach deinem Online-Surf-Verhalten zugeschnitteten Werbung mal abgesehen. Auch höre von den Facebook-Usern nur Beschwerden: Die Timeline sei das unnötigste, was es gibt; Privatssphäre sei gleich null (hast du einen falschen oder nur deinen Vornamen, musst du deinen Personalausweis einschicken); immer wieder kehrende Werbung sowie Spieleeinladungen. Und trotzdem kommen sie nicht davon los. Viele Gewinnspiele laufen nur über Facebook ab oder du erhöhst deine Chance zu gewinnen (das kotzt mich besonders ab. "Folge uns und ihr bekommt Vorteile!" muss das echt sein? Noch nie was von Chancengleichheit gehört? Und wenn ich euch nicht folgen möchte, weil das meine Wall zuspammt? Pech gehabt!?)
Dann diese Menschen, die Freunde sammeln, die sie gar nicht kennen und sich dann wundern, wer Person A jetzt ist. Fremde Leute, mit denen ich eine Sekunde Augenkontakt hatte, müssen nicht wissen, was ich so gerne mache oder was ich so like. Das geht sie nichts an. Ich brauch keine Leute, die mich adden und nach 4 Wochen fragen, wer ich denn bin. Ich hab meine Freunde gerne bei mir und wer mit mir reden möchte, soll mich anrufen. Oder mich per Skype kontaktieren, das nur Personen haben, die ich auch wirklich kenne und mit denen ich mehr als einmal im Jahr spreche. Und wer Facebook braucht, um sich an die Geburtstage seiner Freunde und Familie zu erinnern, der tut mir einfach leid.
Aber hey, ich amüsiere mich gerne über Facebook-Fails. Das sind Leute, die über Facebook klar machen, was für Vollidioten sie sind, für jeden x-beliebigen Menschen in deiner Liste zum Mitlesen. Dann weiß man einfach, wie man sich fremdschämen kann. Tolle Sache.
Klar, ich übertreibe jetzt, aber Facebook lockt mich nicht und wem es gefällt dem wünsche ich nach wie vor alles gute.
Instagram ist für mich die "Seht mich an! Ich bin wunderschön/war am schönsten Strand/hab schön dekorierte Lebensmittel gegessen!"-Plattform, die noch unnötiger ist als die Bildzeitung. Für Menschen gedacht mit einem schönen Leben oder Reiseziel, die möglichst viele Komplimente abstauben wollen, um das eigene Selbstbewusstsein aufzupolieren. Wers braucht! Ich zumindest nicht. Ich brauche keine Aufmerksamkeit, um mich wohlzufühlen. Und ich glaube nicht, dass irgendwer das Schnitzel sehen möchte, das ich heute mittag verdrückt habe, egal wie viele Filter ich mit Photoshop drüber gelegt habe. So sieht das Fleisch auch nicht hübscher aus. Aber es schmeckte wenigstens.
Twitter ist Facebook und Instagram ziemlich ähnlich (na logisch), aber es ist mir zu minimalistisch und lieblos.
Google+ hat für mich keine Zukunft und ist genauso, wenn nicht sogar hässlischer als Twitter. Das wurde einem nur wegen Youtube aufgezwungen, ich kenne kaum Menschen, die das wirklich benutzen.
Myspace, ICQ, Wer-kennt-wen, Lokalisten, SchuelerVz, StudiVz gibt es glaube ich kaum noch oder gar nicht mehr.
Pinterest ist wie Tumblr nur ohne die dämlichen Moralaposteln und Feministen. Zudem muss man sich dort anmelden, um irgendwas sehen zu können und dann hab ich gleich das Fenster geschlossen. Wenn mir Grund-Inhalte verwehrt und eine Registrierung aufgezwungen wird, ist mir sowieso suspekt. Zudem sind sehr viele Bilder von tumblr oder Instagram geklaut. Also wenn ich bei tumblr bin, reicht mir das.
Youtube ist für mich kein Social Network, zumindest beschäftige ich mich so gut wie gar nicht mit der Community und schon gar nicht mit der deutschen, die nur aus uninteressanten und sehr nervigen Jugendlichen oder Kindern besteht. Ich höre dort Musik, schaue Trailer zu Filmen oder Serien und ab und zu ein paar lustige Clips. Das war es von mir mit Youtube. Mehr gibt es da für mich nicht.
Warum ich jetzt Deviantart, Skype und tumblr benutze?
Skype ist für mich das, was für andere Facebook ist. Nur ohne das nervige Zeug. Ich spreche und schreibe dort mit Menschen, die ich aus dem Internet kenne.
Deviantart ist meine Quelle für Photoshop-Ressourcen und Gestaltungsideen. Und Tumblr ist meine Bilderquelle.
tl;dr: Ryomou mag nicht so gern Social Networks, aber sie akzeptiert es, wenn das andere tun.