So, nach einer kleiner Pause habe ich den Anime endlich beendet und möchte natürlich auch noch etwas dazu schreiben (einen Teil davon editiere ich direkt oben in meine Meinung, aber einfach um den Thread zu pushen, poste ich es noch mal extra
)
Mit "DQ: Dai no Daibouken" bekommt man einen richtig schönen klassischen Shounen-Anime vorgesetzt, dessen Story sich auch nach 30 Jahren noch sehen lassen kann. Der gutherzige Junge Dai, der bei Monstern aufgewachsen ist, soll nun ausziehen und die Welt retten. Nun ja, ganz so schnell geht es natürlich nicht, davor müssen viele Hürden überwunden werden - Techniken müssen trainiert, Freunde gefunden und kleinere Feinde besiegt werden, bevor man sich an den Obermotz machen kann. Auch wenn die Story bis zu einem gewissen grad voraussehbar ist (weil das in klassischen Shounen-Anime halt doch meist nach Schema F abläuft), so macht sie dennoch Spaß und man fiebert mit Dai und seinen Freunden mit; zumindest ging es mir so.
Dais Freunde machen da auch einen ganz gewaltigen Punkt aus - da wäre zuerst mal der, der Dai überhaupt den entscheidenden Impuls gibt: Avan. Er bildet ihn in seinen Schwerttechniken aus und versucht dem Jungen auch Magie beizubringen, was diesem bis dahin nie gelungen war.
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Als er sich dann Hadlar im Kampf stellt und mit dem Zauber "Megante" sogar sein eigenes Leben einsetzt sind Dai und Popp am Boden zerstört, aber gewillt den Kampf gegen den Dunklen Herrscher aufzunehmen, der sich bald erheben soll.
Dann wäre da Popp, der Magieschüler, der anfänglich ein Angsthase ist und eigentlich gar nicht gegen das Böse in Person kämpfen mag, sich aber als erster mit Dai zusammentut und ihm die ganze Reise lang ein treuer Freund bleibt (IMO macht er charakterlich, wie auch kräftetechnisch die beste Wandlung durch).
Die junge Priester-Kriegerin Maam, die sich den beiden Jungs auf dem Festland anschließt, ist mein Lieblingscharakter der Serie
Sie und Popp streiten sich ständig, aber sie möchte mit den beiden ziehen, weil sie ebenfalls unter Meister Avan trainiert und von ihm ihre Magie-Kanone bekommen hat.
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Anfänglich arbeitet sie ja nur mit der Magie-Kanone, aber als diese dann im Kampf gegen Flazzard zerstört wird denkt Maam um, verlässt die Gruppe für eine Weile und kommt als Kampfkünstlerin wieder 
Sehr wichtig für die Gruppe ist auch Leona, die Prinzessin von Papnika - eigentlich ist sie die erste Person, mit der Dai sich anfreundet, da sie für eine Prüfung auf die Insel Dermeline kommt. Dai rettet sie und die beiden werden Freunde; zum Dank schenkt sie ihm einen Dolch mit der Insigne von Papnika. Später trifft man sie wieder und erst eine ganze Ecke später schließt sie sich der Gruppe tatsächlich an; klar, als Prinzessin hat man auch noch andere Pflichten, aber als es dann hart auf hart kommt, steht sie zu der Gruppe.
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Auch sie macht einen gewaltigen Sprung. Sie kann primär Heilmagie und wirkt am Anfang eher typisch prinzessinnenhaft, aber was ich an ihr direkt bewundernswert fand, war ihre Weisheit, Sanftmut und politische Einstellung. Dieses Mädchen hat es in jungen Jahren schon ganz schön drauf. Dass sie noch nicht regiert liegt auch nur daran, dass ihr bettlägeriger Vater noch lebt, lol. Später wird sie jedenfalls noch sehr nützliche Zauber erlernen und ist bis zum bitteren Ende an Dais Seite 
Die restlichen Freunde, erringt Dai im Laufe der Geschichte und es sind einige Großkaliber darunter.
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Zuerst möchte ich da Krokodin nennen, den Dai als erstes quasi überzeugen kann und den ich selbst auch einfach total mag. Er ist als ehemaliger Kommandant der Monster-Legion unter Hadlar mit dem Stolz des Kriegers gesegnet und weigert sich deswegen Zaboeras fiese Tricks anzuwenden; als er sich Dai dann später anschließt ist er ein wertvoller und starker Verbündeter, der bis zum Ende an der Seite der Freunde bleibt.
Als nächster folgt natürlich Hyunkel, ein weiterer Kommandant unter Hadlar. Wie Dai, wurde er von einem Monster aufgezogen und auch wenn er auf Avan lange einen Groll hegte, so trainierte er doch als erster Schüler unter ihm und war ihm am Ende doch ein treuer Freund. Bei Hyunkel denke ich, er ist der typische Charakter, auf den alle fliegen (sieht man ja auch an Maam und Amy
), ich selbst finde diese schweigsamen, mürrisch wirkenden Typen irgendwie nie so interessant (deswegen verstehe ich auch den Hype um Vegeta wohl nicht so ganz, lol). Er hat krasse Techniken drauf und ist auch wirklich ein guter Kerl, aber ich wurde irgendwie nie warm mit ihm 
Das gilt auch für die meisten anderen, die sich der Gruppe noch angeschlossen haben, oder sie anderweitig unterstützen, wie z.B. Baran, Larhart oder Lon Beruk. Einzig für Hym konnte ich am Ende noch Sympathie hegen und natürlich für Königin Flora von Carl, hehe.
Kommen wir ein bisschen zur Story, obwohl ich ja schon etwas vorgegriffen hab:
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Anfänglich geht es ja erst mal nur darum Hadlar zu besiegen und niemand denkt, dass sie sich so vielen Gegnern und Gefahren stellen müssen. Doch einen nach dem anderen besiegen sie die Legionskommandanten und schließlich auch in einem weiteren Kampf Hadlar; doch dieser Typ ist scheinbar nicht tot zu kriegen, immer wieder taucht er auf und macht Ärger.
Man lernt Baran kennen und mir war recht schnell klar, dass er eine Verbindung zu Dai haben muss; natürlich ist er sein Vater, was auch sonst? Die Hintergrundgeschichte von Baran und Soala fand ich ja wirklich rührend, aber dass er deswegen so einen kompletten Hass auf alle Menschen hat, konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Die Kämpfe mit ihm fand ich auch eher lästig und dass Dai sich später mit ihm zusammen tut war zwar nur eine Notlösung, aber im Endeffekt hat das Gute ihn ihm doch gesiegt (so irgendwie jedenfalls ...), ohne ihn hätten sie Hadlar kein weiteres Mal besiegen können und sie kamen auch dem Dunklen König Vearn etwas näher.
Mit Hadlars Schachfiguren und Zaboeras Überwesen wurden noch einige Gegner in's Feld geschickt, die es zu besiegen galt. Zwischendrin bekamen aber Dai, Popp und Maam jeweils die "Gelegenheit" neue Techniken zu lernen und so kommt Dai mit seinem Schwert von Lon Beruk an, Popp lernt Medroa und Maam wird zu einer gefürchteten Kampfkünstlerin.
An einem Punkt in der Serie (ich glaube es war so bei Folge 75 rum) habe ich mich gefragt, was eigentlich noch alles kommen soll, denn immerhin hatten sie da schon Kaglimmer eingesetzt und den Vearn-Palast angehalten, aber wie man es von einem guten Shounen-Anime kennt dauern Kämpfe hier gerne mal mehrere Folgen, es gibt Twists, neue Gegner oder Hürden zu überwinden; so auch hier. Das Wiederauftauchen von Avan hatte mich sehr gefreut. Zuerst dachte ich es wäre eine Finte von Killvearn, aber dann erzählt Avan, was passiert ist und dass er beim Kampf gegen Hadlar auf der Insel Dermeline gar nicht gestorben war, weil ihm das Emblem von Carl das Leben gerettet hat.
Mit Mystvearn und Killvearn traten zwei extrem lästige und bis kurz vor Schluss undurchsichtige Personen auf den Plan, die immer wieder für Ärger sorgten. Bei beiden war ich tatsächlich am Ende überrascht, auch wenn ich bei Mystvearn nach seiner Enthüllung erst dachte er wäre einfach Vearns Sohn. Den Twist mit dem Zeitzauber fand ich aber ganz cool :D Killvearn hatte mich tatsächlich überrascht, zum einen weil eben nicht der Typ sondern das kleine Vieh Piroro der eigentliche Strippenzieher war und zum anderen, dass er von Velzar, einem der Drachen aus der Unterwelt, geschickt wurde um Vearn zu töten. Das war eine interessante Wendung zum Schluss des Anime.
Der Kampf gegen Vearn zog sich etwas hin, da entweder er etwas Neues aus dem Hut zauberte, oder Popp und Dai sich gegenseitig angespornt haben. Hier zeigt sich wieder einmal Popps wahre Stärke, denn ohne ihn hätte Dai hier (und auch schon ein zwei mal davor) aufgegeben 
Das Ende mit Gomechan hatte mich auch sehr überrascht; das war ein Twist mit dem ich nicht gerechnet hatte, aber ich fand es ziemlich cool
Auch wenn damit das süße kleine Maskottchen am Ende weg fiel
Das Ende lässt ja generell offen, was mit Dai passiert ist, aber wie Leona sagte: so lange der Stein an Dais (zweitem) Schwert noch leuchtet, lebt er noch und wird sicher irgendwann zurück kehren 
Ach, ich könnte jetzt noch seitenweise über den Anime schreiben. Teilweise erinnere ich mich kaum noch an Geschehnisse, aber anderes ist so präsent geblieben, dass ich fast nur schwärmen (und minimal meckern) kann. Keine Ahnung, ob ich es wirklich noch mal schaffen werde 100 Folgen zu schauen, aber irgendwann würde ich ihn tatsächlich gern rewatchen, weil es einfach so Spaß gemacht hat 