In den ersten Kapiteln ist man ja hauptsächlich mit Lucas unterwegs und lernt von ihm wieder die verschiedenen Fähigkeiten, die man auch im ersten Spiel schon hatte (Ignifer, Extinguish und Odoris), außerdem bringt er einem bei wie man Teer herstellt und für sich nutzen kann. Später ist man dann primär mit Hugo unterwegs und muss ihn beschützen, aber mit Arnaud und Sofia schließen sich einem starke bzw. sympathische Freunde an, auch wenn Arnaud erst kein Freund ist und mir der Wandel vom Biest zum netten Kerl immer noch ein Rätsel ist. Ich meine, er war von Anfang an hinter einem her; ich hab nicht mal ganz gerafft warum er so wild darauf war uns zu schnappen, aber plötzlich beim Boss Fight gegen ihn - wo ich dachte er wäre verbrannt (die Szene wechselt da aber auch recht schnell, was es noch verwirrender machte
) - ist er am Schluss plötzlich wieder da und rettet einen vor den Ratten? WTF?! Ich meine, ja es ist klar, dass er Hugos Kräfte nutzen will, das kommt ja auf der Insel raus, aber auch so scheint er ja eigentlich ein netter Kerl zu sein, warum also die ganze Hatz und die Kämpfe? Das ist und bleibt mir bei dem ganzen ein Rätsel.
Dank Sofia gelangt man auf die Insel La Cuna und findet langsam etwas mehr über Hugos Traum heraus - der Graf und seine Frau zeigen sich nett, nachdem man sich gegen Arnaud stellt, und ich fragte mich da andauernd, warum Amicia hier so blind vertraut, dass die beiden wirklich so nett wären, wie sie tun; das kam mir spanisch vor und wenn man bedenkt, was sie bereits alles erlebt hat, wundert es mich, dass sie nicht komplett misstrauisch allen gegenüber ist.
Mit Sofia im Schlepptau erkundet man also die Insel und dringt erst in die Bastion (?) ein und später dann in das Heiligtum des "Sohnes der Glutasche"; hier stellt sich dann heraus, dass der Graf und seine Frau doch nicht so koscher sind und in den verfallenen Räumen des Gebäudes findet man Hinweise, dass vor fast 1000 Jahren Basilius, der erste Träger der Macula, hier gelebt hatte und dass er unter Experimenten des Ordens zu leiden hatte. Also machen sich die drei auf die Suche nach einem Heilmittel für Hugo, denn Amicia ist sich sicher, dass ihm hier auf der Insel etwas helfen kann.
Hugos Kräfte kommen einem auch immer wieder zugute - er kann dank der Ratten spüren wo sich menschliche Gegner befinden und vereinzelt konnte man kleine Rattenhorden lenken und auf Gegner hetzen, hehe 😏
In den Tiefen der Katakomben des Ordens finden sie aber nur das traurige Schicksal des Jungen und Amicia ist fest entschlossen, das ihrem Bruder zu ersparen. Sie flüchten vor den Rattenhorden an die Oberfläche und hier kommt es zur offenen Konfrontation gegen den Grafen und seine Frau, die die Mutter der Kinder getötet hat. Sie flüchten schließlich gemeinsam mit Sofia und versuchen zum Hafen zu gelangen; dort darf man noch Arnaud retten, der gehängt werden soll; was ich ganz gut fand, da er sich als schlagkräftiger Verbündeter erwiesen hatte. Gemeinsam flieht die Gruppe dann auf Sofias Schiff und verlässt die Insel. Der Graf erweist sich allerdings als hartnäckig und verfolgt einen mit einem Schiff - wieder kommt es zum Kampf und Arnaud kann Amicia retten, während der Graf sich Hugo schnappt und Sofia und Lucas über Bord gegangen waren. Am Stand kommt es dann zur nächsten Konfrontation und man kann dem Grafen endlich den finalen Hieb verpassen; leider stirbt auch Arnaud, was ich sehr schade fand (genauso wie dieser Jacob, der anfangs ja leider nur kurz dabei ist, dem wir aber die Armbrust verdanken). Gemeinsam mit Sofia und Lucas fliehen wir nach Marseille, das bereits völlig von den Ratten zerstört wurde, um Hugo zu suchen.
Ich will gar nicht zu sehr in's Detail gehen, da die letzten Szenen des Kapitels traurig und auch etwas verstörend waren, jedoch fand ich es sehr schade, dass man gezwungen war Hugo zu töten. Ich verstehe dieses Opfer natürlich, aber ich hätte mir einfach ein anderes Ende gewünscht.
Nach der Überblende sieht man Amicia ein Jahr später, wie sie mit Sofia los reist um den nächsten Träger der Macula zu finden; das hat sie sich jetzt zur Aufgabe gemacht und ich finde diesen Ansatz durchaus bewundernswert; mich würde nicht's mehr aus der einsamen Hütte meiner Mutter in den Bergen bringen, nach diesen ganzen Erlebnissen 
Die Schlussszene lässt uns ja mit Spannung zurück, ob es einen weiteren Teil geben wird; denn der Arm des Kindes, den man sieht, ist eindeutig von der Macula gezeichnet. Dazu kommt, dass man im Hintergrund eine Schwester mit Absätzen klackern hört und es klingt als wäre ein Beatmungsgerät zu hören - es könnte also ein neuzeitliches Plague Tale erscheinen in dem man dann vielleicht einen Nachfahren von Amicia spielt :) Wobei ich zugeben muss, dass ich das Ende auch so okay fand, für mich braucht es eigentlich keinen Teil mehr - ich finde die Spiele klasse, gerade wegen dem historischen Setting, aber es ist auch eine kleine Hass-Liebe wegen der vielen Kämpfe
Ob es in einem neueren Setting Bestand haben könnte, kann ich mir aktuell nicht vorstellen.