So, Band 10 der Ultimative Edition ist verschlungen und jetzt möchte ich gleich die Gelegenheit nutzen meinen Senf dazu zu sagen:
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Holy cow! Der Manga war echt spannend bis zum Schluss, die Kämpfe in den letzten Bänden blieben hart, blutig und nicht ohne Opfer; und am Ende zeigte selbst Dino Golzine, dass ihm tatsächlich was an Ash lag, auch wenn das - für mich persönlich - nicht reicht um ihn in's rechte Licht zu rücken, denn er war nunmal ein Gangster, Mörder, Zuhälter und Vergewaltiger. Ich fand es klasse, dass Chun bis zum Schluss auf der "richtigen" Seite blieb und sich nicht beirren ließ; ihn mochte ich auch extrem gern, genauso wie Shorter vor ihm.
Hinter das Geheimnis der namengebenden Droge kam man ja bereits gegen Mitte der Serie und es spielte am Ende eigentlich auch keine große Rolle mehr - es wurde mehr und mehr zu einem Drama um Ash selbst, umso trauriger war ich um das Ende: Ash wird von Lao erstochen, einfach so? Yo. Es wird zwar damit begründet, dass er wegen dem Brief von Eiji unvorsichtig wäre, aber das passt IMO nicht zu Ash, der sonst so feine Sinne für Gefahren hat. Zumal Ash schon so viele Verletzungen (Stich- und Schusswunden) davongetragen hat und dann an einer Wunde stirbt, die nicht mal die lebenswichtigen Organe getroffen hat? Ja, klar kann man daran verbluten, aber warum lässt er es so einfach geschehen? Wegen seiner Aussage, dass Eiji nie wieder mit dieser brutalen Welt in Kontakt kommen soll? Kaum vorstellbar, denn über das Ticket nach Japan hat er sich offenbar gefreut.
Also, keine Ahnung warum die Zeichnerin da noch so ein dramatisches Ende reinklatschen musste, ich hatte mir etwas friedlicheres für Ash und Eiji gewünscht - dass Ash z.B. nach Japan fliegt und dort bei Eiji bleibt, oder so. Keine Ahnung, was weniger dramatisches halt ![]()
In einer der anschließenden Kurzgeschichten sieht man Eiji 8 Jahre später in den USA leben und immer noch am Tod von Ash knabbern - verständlich - ihm steht Chun zur Seite, der ihm jedoch nie gesagt hat, wer für Ash's Tod verantwortlich ist.
Eine weitere Kurzgeschichte befasst sich mit dem ersten Treffen zwischen Shorter und Ash, die ich ganz cool fand und noch eine handelt davon wie Blanca und Ash sich kennenlernen und man beginnt etwas besser zu verstehen, warum Blanca Ash im Manga nicht töten konnte.
Mit "Flyboy in the Sky" wurden Eiji und Shunichi in jüngeren Tagen in's Licht gerückt - eine ganz nette Kurzgeschichte, aber nur lose mit "Banana Fish" verknüpft.
Schade, dass eigentlich nur ein kleiner Teil des 10. Bandes tatsächlich zur Story von "Banana Fisch" gehört - ich hatte hier mehr erwartet - und der Rest kurze Side Stories dazu waren; wobei sie nicht uninteressant waren und einen guten Blick auf Sachen gaben, die bisher nicht genauer erwähnt wurden.
Alles in allem war ich mit der Geschichte zufrieden und fand auch die Aufmachung des Manga echt hübsch und noch handlich, trotz doppelbändiger Ausgabe :)
