Beiträge von Fenrir

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    Titel: Hatschi!

    Originaltitel: くしゃみ 浦沢直樹短編集 (Kushami: Urasawa Naoki Tanpenshuu)

    Zeichnungen & Story: Naoki Urasawa (teilweise in Zusammenarbeit mit Takahashi Nagasaki und Musiker Kenji Endo (Enken)

    Genre: Action, Comedy, Drama, Fantasy, Science-Fiction

    Erscheinungsjahr: 2019 (als Sammelband, Japan); 2024 (Deutschland)

    Publisher: Shougakukan Inc. (Japan); Carlsen Manga (Deutschland)

    Bände: 1 Band (Japan); 1 Band (Deutschland); abgeschlossen

    Story:

    In acht Kurzgeschichten mit sehr unterschiedlichen Stories erzählt Urasawa teilweise sogar etwas aus seinem eigenen Leben, oder das eines Freundes.

    Eine Story ist z.B. ein Reisetagebuch nach L.A., wo er unterwegs war, wieder eine Story erzählt die Geschichte eines jungen Mannes und seine Begegnung mit einem weissagenden alten Mann, oder war es doch nur ein Scharlatan? Eine Story widmet sich den mächtigen und grausamen Kaiju und ihrer Zerstörungswut und wieder eine andere erzählt die Geschichte eines Yakuza und seiner Begegnung mit einem sehr unterschiedlichen Duo.

    Quelle: Eigene Zusammenfassung

    Trivia:

    • Die Kurzgeschichten erschienen alle zwischen 1995 und 2018 in verschiedenen Magazinen und zu verschiedenen Anlässen. Der Sammelband "Hatschi" erschien in Japan 2019.
    • "Hatschi" bzw. das japanische Wort "Kushami" beschreibt umgangssprachlich auch Kurzgeschichten im Vergleich zu längeren Geschichten.
    • Urasawa verarbeitet in drei der Stories seine Liebe zur Musik.

    ~*~*~

    Eigene Meinung:

    Es ist schwierig etwas über den Manga zu erzählen ohne direkt zu viel von der Story zu spoilern, da die Geschichten eben meist recht knapp sind :sweatdrop: Sie waren überwiegend amüsant und deckten mehrere Genre ab, so dass eigentlich für fast was dabei sein sollte. Urasawa's Werke machen IMO seine grandiosen Mimiken und Gesten aus, die für mich realistischer wirken, als bei den meisten anderen Mangaka, auch spielt er gerne mit klischeehaften Darstellungen (bei asiatischen Menschen zeichnet er z.B. schmale Augen, oder hervorstehende Zähne). Zudem kann er einfach spannende Geschichten erzählen.

    In dieser Kurzgeschichtensammlung bekommt man das ganze Schaffen etwas komprimiert, aber zum rein schnuppern finde ich das gerade gut (':

    Am besten gefallen haben mir gerade die längeren Geschichten - "DAMIYAN!", "Wirf das Ding Richtung Mond" und "Das Königreich der Kaiju". Aber einen besonderen Narren hab ich auch an der komplett farbigen Story "Henry und Charles" gefressen, die aus dem Jahr 1995 ist, und bei "Solo Mission" überraschte mich das Ende :'D

    Man sollte bei einer Kurzgeschichtensammlung nicht all zu viel erwarten, denn auf der begrenzen Anzahl an Seiten bleibt oft die Tiefe der Charaktere oder der Story auf der Strecke, aber Urasawa kriegt mich doch immer wieder ^^

    Der Film lief in meiner Kindheit in Dauerschleife auf einer aus dem Fernseh-Programm aufgenommenen VHS-Video-Kassette - sogar noch mit einer Filmankündigung durch eine Moderatorin.

    Haha, war bei mir auch so - mein Vater hat in den 80ern und 90ern viel für uns (und sich) aufgenommen :D

    Moria war auf jeden Fall beeindruckend! Das wurde mega gut adaptiert und spiegelt die angespannte und gruselige Szenerie total gut wider :rice-thumbs-up:

    Splitter hat ein eigenes Manga-Label angekündigt und ihre ersten Lizenzen bekannt gegeben

    Der Splitter Verlag gründet eigenes Mangalabel und gibt erstes Programm bekannt
    Der renommierte Comicverlag Splitter hat mit Splitter Manga+ ein eigenes Label für Manga gegründet. Die ersten Manga werden ab März zur Manga-Com…
    www.anisearch.de

    Für "Tonari no Yokai-san" danke ich ihnen auf Knien - oh my f*cking goodness! Ich hab mir, nachdem ich den Anime gesehen hab, den Manga komplett auf Japanisch geholt und jetzt er scheint er echt bei uns ;-( ;-( ;-( :lovex:

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    Titel: 3x3 Augen

    Originaltitel: サザンアイズ (Sazan Aizu)

    Zeichnungen & Story: Yuuzou Takada

    Genre: Adventure, Action, Fantasy, Drama, Fighting-Shounen, Romance, Magie, Monster

    Erscheinungsjahr: 1987-2002 (Japan); 1997-2006 (Deutschland)

    Publisher: Kodansha Ltd. (Japan); Carlsen Comics (Deutschland)

    Bände: 40 Bände (Japan), 40 Bände (Deutschland); abgeschlossen

    Story:

    Yakumo Fuji kollidiert auf dem Weg zu seinem abendlichen Job mit dem Mädchen Pai, welches aus Tibet angereist ist und von einem Dieb beklaut wurde. Yakumo kann ihren Rucksack zurückerobern, doch ihr Stab bleibt dem Dieb. Yakumo nimmt das Mädchen mit zu seiner Arbeit und dort stellt sich heraus, dass sie einen Yakumo Fuji sucht – natürlich ist Yakumo der Gesuchte und sie überreicht ihm einen Brief seines Vaters. Yakumo dachte bisher sein Vater sei seit vier Jahren verschollen, doch Pai erzählt ihm, dass er verstorben ist und übergibt dem Sohn den Schädel des Vaters.

    Yakumos Vater war Professor für Ethnologie und erforschte das sagenumwobene Volk der Sanjiyan Unkara – ein sehr langlebiges und mächtiges Volk, zu dem auch Pai gehört. Da Pai die einzige Überlebende dieses Volkes sein soll wünscht sie sich, nach 300 Jahren Einsamkeit, sehnlichst ein Mensch zu werden. Professor Fuji hatte ihr versprochen, sie zu einem Menschen zu machen, doch vor seinem Tod übertrug er diese Aufgabe seinem Sohn; natürlich ist dieser nicht sonderlich begeistert von der Sache.

    Durch das Fernsehen werden die beiden darauf aufmerksam, dass ein riesiger einbeiniger Vogel in der Stadt wütet. Pai erklärt, dass das ihr Freund Takuhi ist, der in ihrem Stab wohnt und den sie beruhigen und einfangen muss, damit er nicht noch mehr Schaden anrichtet. Yakumo fährt mit ihr zum Ort des Geschehens und kommt dort zwischen die Fronten – Takuhi zerquetscht ihn förmlich und tötet ihn damit fast. Doch dann erwacht die Sanjiyan in Pai und übernimmt die Kontrolle, sie nimmt Yakumo seine Seele und lässt sie mit ihrer verschmelzen, dann sperrt sie Takuhi wieder in den Stab ein.

    Als Pai und Yakumo später erwachen wundern sie sich beide, dass es Yakumo gut geht, doch er glaubt nun an die Geschichten seinen Vaters und fährt zusammen mit Pai nach Hongkong zur „Gesellschaft für Dämonenabwehr“. Dort lernen sie die Chinesin Ling-Ling Lee kennen. Von ihr erfahren sie, dass Yakumo jetzt ein Wu und damit unsterblich ist – auf seiner Stirn prangt seitdem das Zeichen eines Wu (无; was in etwa „das Nichts“, oder „die Leere“ bedeutet).

    Doch die Unsterblichkeit hat auch Kehrseiten: so ist er als Wu der Sklave und Beschützer der Sanjiyan und er stirbt, wenn die Sanjiyan stirbt; aber er kann auch wieder zum Menschen werden, wenn die Sanjiyan zum Menschen wird. Also macht sich das ungleiche Paar zusammen mit Ling-Ling auf die Suche nach einem Artefakt, das Pai dabei helfen soll ein Mensch zu werden: Die Ningen-Statue. Aber natürlich sind sie nicht die einzigen, die die Statue wollen, auch andere Leute sind hinter ihr her, jedoch aus unterschiedlichen und zwielichtigen Gründen.

    Wird es Pai und Yakumo gelingen die Statue zu finden? Und ist es wirklich so einfach ein Mensch zu werden?

    Quelle: Eigene Zusammenfassung/Mein Blog ( Tatzes-Merch.de )

    Trivia:

    • Der Manga wurde zuerst gespiegelt in großen Alben veröffentlicht, die aus dem Amerikanischen übersetzt wurden. Nach fünf Ausgaben stampfte man diese Version aber ein und schwenkte auf das klassische Manga-Format um, das aus dem Japanischen übersetzt wurde.
    • Nach dem Erfolg von "3x3 Augen" zeichnete Yuuzou Takada mehrere Nachfolger (Einzelbände und kürzere Serien), die es aber allesamt leider nicht in den Westen geschafft haben.


    Spoiler anzeigen

    Die Rücken der Bände ergeben schicke Bilder (':

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    ~*~*~

    Eigene Meinung:

    Für mich war "3x3 Augen" einer meiner frühen Manga und ich habe die Abenteuer von Pai und Yakumo mit Spannung verfolgt. Neben der Tatsache, dass er ein actionlastiger und teilweise sehr brutaler/blutiger Manga ist, faszinierte mich damals vor allem die ganze Sache um Tibet, Indien etc. Man konnte einiges über asiatische Mythen, Monster und Götter lernen :) Es kommen immer wieder total coole und interessante Charaktere vor, leider manche nur am Rande, doch Ling-Ling wird wohl immer mein liebster Charakter bleiben; sie ist einfach zu cool :biggrin:

    Dadurch, dass der Manga so lang (und an manchen Stellen leider auch etwas langatmig :sweatdrop:) ist, komme ich nicht so oft dazu ihn zu lesen, wie ich es tatsächlich gern würde, denn dieser Manga ist in meinen Augen wirklich grandios! Leider bekommt man heute nur noch wenige der Bände zu einem anständigen Preis und die meisten findet man gar nicht mehr )': Aber da der Manga damals ziemlich untergegangen zu sein scheint wird es davon wohl auch nie einen Nachdruck geben, oder gar die Nachfolgerserien bei uns erscheinen *seufz*

    Über den Zeichenstil höre ich verschiedene Meinungen – die einen finden ihn gut, die anderen können damit gar nichts anfangen – ich persönlich mag ihn jedenfalls sehr und finde, dass er einen hohen Wiedererkennungswert hat. Pai wird eher niedlich dargestellt, wohingegen die Monster auch ziemlich eklig aussehen können. Was Hintergründe und Landschaften angeht finde ich, dass der Zeichenstil sogar recht realistisch ist. Am Alter des Manga kann man erkennen, dass Rasterfolie noch nicht so sehr im Einsatz war trotzdem schafft es der Zeichner die Stimmungen und Situationen immer gut zu transportieren.

    Ich würde ihn gern jedem empfehlen, der was für dasSetting übrig hat, aber allein die Tatsache, dass er so rar ist, macht es schwer ;-( Trotzdem wollte ich mir jetzt mal die Zeit nehmen ihn hier vorzustellen, nachdem ich bereits 2017 über ihn in meinem Blog geschwärmt hab, nachdem ich ihn mal wieder komplett gelesen hatte :ugly:

    (Und beim Durchblättern meiner alten Bände hab ich festgestellt, dass ich damals ein Fanart eingesendet hatte, das sogar in einem der Bände abgedruckt wurde :-D)