Lemura-Stadt der Magie und Fantasie (Spielthread) 2. Versuch

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  • Name: Katharina

    Sie blickte in die Schmiede und sah, dass diese geschlossen war. Etwas ärgerte sie das, da sie bereits dort war, dennoch ließen dahingehende Gedanken bei ihr immer recht schnell nach. Unglückliche Schicksale und schlechtes Timing schien in ihrer Familie vererbbar zu sein. Doch dies machte ihr wenig aus. Die einzige Sache, die sie wirklich nerven konnte, war das Verhalten anderer Menschen, insbesondere des ihres Vaters. Öfters wenn er das ganze Geld der Familie für Alkohol ausgibt, kommt in ihr immer dieser ein Hassgefühl hervor. Dieser idiotische Alkohol und die Schwäche ihres Vaters für ihn bauten eine große mentale Wand zwischen ihnen auf. Dennoch konnte und durfte sie dieses Gefühl niemals zeigen, weil sie wusste, dass sie ohne ihre Familie eigentlich nichts wert war. Doch wirklich viel von ihrer Familie war auch nicht geblieben. Eben nur noch ihre Mutter und ihr Vater.

    Ein leichtes Zupfen an ihrem Mantel bemerkte sie. Daraufhin wendete sie sich von der Schmiede ab und drehte sich um. Sie erblickte ein kleines Mädchen, ca. 10 Jahre alt. Mit einem breiten Lächeln sah das Mädchen zu ihr auf. "Madleen, schön dich zu sehen. Was machst du denn hier?", fragte Katherina leicht erstaunt mit neugieriger Stimme. Das Grinsen des Mädchens wurde immer breiter. Sie schien sich zu freuen wieder mal in Lemura zu sein. Und natürlich freute sie sich auch Katharina wieder zu sehen. Ihr Vater war Priester, der zusammen mit ihr und ihrem Bruder durch die Dörfer und Städte zog um die Leute von Gottes Taten zu überzeugen.
    Weiterhin zu Katharina aufblickend und lächelnt antwortete das kleine blonde Mädchen nur kurz, "Dort ist Vater. Wir sind hier auf der Durchreise." Dabei zeigte sie mit dem Finger auf einen recht leeren kleinen Stand an dem ihr Vater, ein eher zierlicher Mann mit langem Gewand auf dem ein großes Kreuz auf dem Rücken gestickt wurde, einkaufte.

    Mit einem kleinen Schmunzeln nahm Katharina Madleen an die Hand und führte sie auf die andere Seite zum Stand. Angekommen am Stand erwartete sie ihr Vater schon. Direkt erkannte, der glazköpfige alte Priester Katharina und grüßte. "Schön dich wieder zusehen, meine Kleine. Wir haben uns lange nicht mehr gesehen. Wie lang ist es her,1-2 Jahre?", fragte er. "Wohl wahr. Umlängst waren es 2 Jahre. Wie ist es Ihnen ergangen, auf ihren Reisen, Herr?", fragte sie neugierig. Zwar hatte noch nie das Land verlassen, dennoch interessierte sie die anderen Kulturen und besonders die Sagen aus den anderen Ländern sehr.

    "Neugierig wie eh un je", fügte er Priester schmunzelnd an, "wie ich sehe hast du dich gar nicht verändert, Katharina.. Ergangen ist es uns gut, schließlich wacht der Herr über uns beide, dennoch ist der Respekt vor Gottes Predigern leider nicht überall vorhanden. Besonders an der südlichen Küste scheinen heidische Ansichten ihren Weg in die Herzen der Menschen gefunden zu haben."
    Zunächst reagierend mit einem Lächeln, verschwand dieses nach kurzer Zeit. Es schien nicht so als würde die Reise erfolgreich gewesen sein."Schade..", murmelte sie leise. Ein lautes Geräusch ertönte. Es war das Läuten der Glocken. Es schien wieder Zeit zu sein. Für einen frühen Gottesdienst. Katharinas Blick für kurz zum Priester und wieder zur kleinen Madleen. Sie wusste, dass beide dem Ruf der Glocken in die Kirche folgen würde so lud sie, die beiden ein bei ihrer Familie vorbeizukommen um ein wenig über alte Zeiten zu plaudern.
    Recht zügig machte der Priester klar, dass diese Einladung liebend gerne angenommen wird. Mit einer kurzen Umarmung der kleinen Madleen und einem "Möge Gott euch behüten" verabschiedete sich Katharina von den beiden, die nun weiter zur Kirche zogen.

  • Name: Spike
    Ort: Jammermoor

    "Wer..? Wie..! Was hast du mit mir angestellt?" stammelte Spike kraftlos, verwirrt und zitternd vor Kälte, während die Fremde nach seinem Arm fasste und Spike auf ihre Schulter gestüzt hastig in Richtung der Büsche zerrte.
    "Halt den Mund, ich rette dir hier grade das Leben - mal wieder..!" zischte sie, Spikes Frage ignorierend und mahnte ihn zur Eile.
    "Nun komm schon, wir müssen endlich raus aus dem Mondlicht und der Sagas wird schnell merken, das die Illusion nicht ganz so bissfest ist wie das Original."
    Spike verstand noch immer nichts, doch die Begegnung mit der sonderbaren Bestie und die Furcht die sie verursachte steckte ihm tief genug in den Knochen um die Worte der Fremden diesmal nicht in Frage zu stellen.
    Sie hatten sich gerade hinter dem morschen Stamm einer knorrigen Moorkiefer in Deckung gebracht als die Bestie die Anhöhe herab gestürzt kam. In wilder Raserei lief das Tier Spike entgegen - oder auf das, was dort mit gesenktem Haupt wankend auf der Lichtung kniete und so aussah wie er - und sprang geradewegs auf ihn zu.
    Im Sprung neigte es seinen Kopf vollständig zur Seite, riss sein Maul weit auf und schnappte sich mit knurrendem Biss den Kopf der Gestalt, was mit solcher Wucht geschah dass der Körper noch meterweit über den Erdboden nach hinten mitgeschleift wurde.
    Das Ding schien vor Genugtuung über das geglückte Manöver aufzuheulen, doch der Ruf klang erstickt, da es darauf zu achten schien das sein vor Erregung zuckender Kiefer die Umklammerung weder lockerte, noch so weit verfestigte das der Schädel zwischen seinem Gebiss zermalmt wurde.

    Stattdessen fuhr es die Krallen seiner Vorderläufe aus und zerfetzte mit wilden Hieben die Bauchdecke seines Opfers, während Kleidung, Hautfetzen und Blut an seinen Krallen hängen blieben und vom fahlen Mondlicht erleuchtet zu allen Seiten davonspritzten.
    Dann stellte das Tier sich mit einem Satz über das Abbild von Spike und fixierte es mit seinen vier Beinen am Boden während es seinen Biss vom Kopf löste und seinen Schädel tief in den geöffnete Bauchraum stiess, um sich an dem zu laaben was sich darin befand.
    Doch nur einen Augenblick später heulte ein entsetzliches Gröhlen durch das Moor, in einem gequälten Aufschrei der Enttäuschung riss das Biest seinen Kopf aus der Bauchhöhle und reckte ihn zum Himmel. In rasendem Zorn lies die Bestie von der Illusion ab, drehte sich einige Male tollwütig brüllend im Kreise und stürmte davon, während sich die übel zugerichtete Gestalt am Boden in kleinen funkelnden Lichtern, die tanzenden Glühwürmchen ähnelten langsam aufzulösen begann. "Bei allen Göttern... " flüsterte Spike, der das Geschehen nur einen guten Steinwurf entfernt beobachtet hatte während ihm nicht nur aufgrund seines körperlichen Zustands flau im Magen wurde.
    Doch die Frau bedeutete ihm augenblicklich still zu sein - indem sie Spike ihre flache Hand kräftig auf den Mund drückte.
    "Sei still!" hauchte sie hastig, dann entledigte sie sich mit einem geübten Handgriff ihres Umhanges und breitete ihn über Spike aus, der sich von den Ereignissen auf der Lichtung abgewendet hatte und nun zusammengesunken am Stumpf des Baumes lehnte.
    Vergebens wehrte sich Spike dagegen, das Bewusstsein zu verlieren, mit jeder Sekunde klangen ihm die flüsternden Worte der Frau dumpfer und ferner in den Ohren.
    "Nimm den über und gib keinen Mucks von dir..."
    Den Rest konnte er nicht mehr verstehen, und während er das Gewicht des Mantels wie Blei auf seinem eiskalten Körper fühlte war die Frau im Nebel des Schleiers der sich in seinen Blick legte verschwunden...


    _________


    So - und hier für Interessierte die Fortsetzung bis zum Ende der Szene. Ich wollte die Singleplayer- Nummer endlich vom Tisch haben ohne noch fünf Posts zu brauchen o_o" Seid nicht zu enttäuscht, dass ich euch den Kampf mit dem Sagas fürs Erste auf so plumpe Weise vorenthalte, aber es hat vielleicht seine Gründe... ^^" Und wenn ihr mögt, lest den Mittelteil, - da gehts etwas um Magie und ihre Eigenheiten - und sagt mir, ob das okay geht. Ich musste mir eben irgendwas aus den Fingern saugen, damit nicht jeder erstbeste Zauberlehrling Spike wieder hinkriegen kann, lange bevor er überhaupt nach Lemura kommt x_X

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    Tief und traumlos lag Spikes Bewusstsein in seinem Körper gefangen als ein fernes Geräusch seinen Weg in die Tiefen seines Schlummers fand. Ein heiseres Knurren... nur ein kurzes Geräusch; Und doch der Zündfunke einer Kettenreaktion, welche Bilder und Erinnerungen ihn ihm hervor holten und ihn schlagartig ins Leben zurückriefen.
    Er riss die Augen auf - und blickte in die bluttriefende Fratze des Wesens, das er nun nur zu gut einem Sagas zuordnen konnte. Sein Herz erstarrte vor Entsetzen beim Anblick der messerscharfen, klingengleichen Zähne, die ihm aus nur einer Armlänge Entfernung entgegenbleckten.
    Doch plötzlich begann die furchtbare Fratze vor ihm eine Art schwankenden Tanz.
    "Üüch bin ein böhser Sagas - und möchte dich frääzzen..." erklang dazu begleitend eine übertrieben gestellte Frauenstimme, doch noch verging ein Augenblick, ehe Spike realisierte mit welch bösem Streich er es hier zu tun hatte.
    Mittlerweile war die Morgendämmerung angebrochen, und als Spike seinen Blick vom Maul des Monsters löste erkannte er im schwachen Morgenlicht allmählich die Fremde, die breit grinsend mit dem abgetrennten Haupt der Bestie in ihrer Hand vor seiner Nase herumfuchtelte und sich dabei kaum dagegen wehren konnte vor Vergnügen los zu glucksen.
    Hätte er den Namen der Fremden gekannt - er hätte sie und ihre Nachkommen in diesem Moment für Generationen verflucht. Stattdessen rollte er sich zur Seite weg und sprang erschrocken auf.
    "Bist du irre? Oder war zur Hölle hast du eigentlich für ein Problem?!" stiess er so wütend hervor, wie es sein völlig aus jedem Takt geratener Kreislauf eben zulies, doch nur einen Augenblick später musste er sich hinknien, da ihm seine kraftlosen Beine wegzuknicken drohten und fügte eben dieser Erkenntnis noch ein "...und was hast du nur mit mir gemacht?!" hinzu.

    Spikes Verhalten schien sich allerdings wenig darauf auszuwirken, dass die Laune der Frau ausgezeichnet war, sie wandte sich schwungvoll auf der Ferse um, und während die langen Locken ihres roten Haares tanzend der Bewegung folgten verstaute sie den Kopf des Sagas in einem Beutel und verschnürte ihn mit einem gekonnten Griff.
    "Also erstmal." begann sie und wandte sich dabei wieder Spike zu.
    "Ich habe heute einer äusserst mürrischen und undankbaren Person das Leben gerettet; Und das gleich zwei Mal!" grinste sie, und verlieh dem Satz mit einem entsprechenden Handzeichen Nachdruck.
    "Und ich habe einen Sagas im Alleingang zur Strecke gebracht, während sich gewisse Leute im Schutze meiner Tarnklamotten einfach mal genüsslich ausschafen, da ist ein kleiner Scherz auf ihre Kosten doch wohl drin oder?"
    Wobei sie bei dieser Bemerkung nach dem Umhang fasste, den Spike im Aufstehen am Boden liegen gelassen hatte.
    "Was heisst hier genüsslich ausschlafen?!" fuhr ihr Spike ins Wort. "Mir ist kalt, ich bin wie gerädert und kann mich kaum auf den Beinen halten, seit du diesen Trick mit mir abgezogen hast!"

    "Ach, komm schon." spottete die Fremde. "Der Imitaeanima- Zauber entzieht einem Menschen ein wenig Blut, Fett und ein ein paar Haare, und da ich keine Zeit hatte dich zu fragen nahm ich einfach mal an, das würdest du im Tausch gegen dein Leben wohl zu opfern bereit sein. Ausserdem, zwei warme Mahlzeiten und ein paar Mützen Schlaf und du bist wieder in Ordnung."
    "Und drittens, dein Pferdchen hab ich auch wieder gefunden." fügte die Frau noch mit einem Augenzwinkern hinzu, während sie auf Spikes Pferd deutete, welches einige Meter entfernt friedlich zwischen Moos und Farnen das spärliche Gras abweidete.

    Spike bemerkte sein Pferd, doch noch hingen seine Gedanken etwas anderem nach. Also war doch Hexerei und Magie im Spiel! Ein Gedanke, der ihn etwas besänftigte, denn seitdem er Ro vor Wochen verlassen hatte war ihm niemand begegnet dessen "Magie" über billige Kartentricks hinausreichte. Wenn die Frau tatsächlich mit echter Magie auskannte könnte sie ihm ja vielleicht auch seinen verlorenen Arm zurückholen!
    Angesichts dieser Möglichkeit ebbte Spikes Ärger rasch ab und er gab sich in seinem Tonfall ungleich versönlicher
    "Magie?! Etwa echte, richtige Magie?!"
    Die Frage wiederum erstaunte nun die Fremde.
    "Na klar echte Magie. Warum?"
    "Meine Güte..." flüsterte Spike und senkte den Blick einen Augenblick lang überlegend zu Boden, dann suchte er den Blick der Frau, kniete sich vor sie hin und zog mit seinem rechten Arm die Kleidung zurück, die den verstümmelten Stumpf seines linken Oberarms bedeckte.
    "Ich bin Spike aus Kyraius im Königreich Ro. Bring mir meinen Arm zurück und ich bin bereit zu zahlen oder zu tun, was immer du von mir verlangst."
    Eine Geste und ein Anblick, die der Fremden den Atem stocken liess und die Begegnung in einen Moment der Stille eintauchte.
    "Äh... " begann die Frau stammelnd und von Spikes Verhalten verunsichert. "Ich bin Joan Whitfort (für interessierte auch ein kleines Pic an dieser Stelle ^^) aus Sayle - und es freut mich zu sehen, das du offenbar ja doch zu Manieren fähig bist" Dann lies sie einen Augenblick vergehen, ehe sie in sanfterem Ton fortfuhr.
    "Nur auch wenn es mir um deinen Arm Leid tut, ich kann dir nicht helfen, selbst wenn ich wollte..."

    "Aber warum denn nicht?" fragte Spike enttäuscht und mit bitterer Stimme. "Du hast doch auch ein völliges Ebenbild von mir erschaffen, und das einfach im Handumdrehen."
    "Na, so leicht wie es vielleicht aussah wars ja nun nicht!" protestierte die Fremde.
    "Aber ein Illusionszauber nutzt Aura und Substanz eines Objekts oder Menschen als eine Art Durchschlag, sie erschafft keine Materie. Das ist ein grosser Unterschied."
    "Was meinst du damit?" fragte Spike, während er sich enttäuscht aufrichtete.
    Joan überlegte kurz.
    "Nun, was denkst du wohl ist der Grund, weswegen ich in Wäldern Monstern hinterherjage, wenn ich genauso gut irgendwo am Strand liegen und es mit einem Zauberspruch Goldmünzen und gebratene Tauben regnen lassen könnte?"
    Eine überraschende Frage auf die Spike nachdenklich eine Antwort zu finden versuchte.
    "Ganz einfach." fuhr die Frau aber schon fort.
    "Weil die Monsterjagd im Vergleich zu sowas ein Kinderspiel wäre. Ich meine, ich habe schon Magier gesehen, die die vier Elemente beherrschen und so auch Feuer oder Wasser kontrollieren und erschaffen können.
    Aber nur jedes für sich. Gegenstände oder gar lebendige Materie besteht gleichzeitig aus vielen unterschiedlichen Elementen und Verbindungen.
    Und diese Verbindungen spielen nochmal in einer völlig anderen Liga, denn auch wenn du zum Beispiel Zinn- und Kupfererz erzauberst ergibt das noch lange keine Bronze, blos weil du sie zusammen in einen Eimer schmeisst, verstehst du?"
    Spikes Gedanken rasten. Er verstand gar nichts - nur, dass er all seine Hoffnungen in die Zauberei gesetzt hatte. Versuchte die Frau ihm etwa gerade klar zu machen, dass sie vergeblich waren? Das konnte nicht sein..! Das durfte nicht sein!
    "Was versuchst du mir zu sagen?" fragte Spike bebend und Joan erkannte seine verzweifelte Erregung.
    "Naja, nochmals. Tut mir Leid wegen deinem Arm, aber ich wüsste nicht, wie ich dir helfen kann. Dazu wären ungeheure spirituellen Fähigkeiten nötig, und auch immenses Wissen in Alchemie und Transmutation, um die Elemente im Stadium des Zaubers verbinden zu können."
    Joan zögerte einen Augenblick lang nachdenklich.
    "Ich fürchte..."
    "Und was ist mit Lemura?!" unterbrach Spike sie hart, denn er kannte das Ende des Satzes. Er wollte ihn nicht hören.

    "Lemura..?" fragte Joan, und verstehen drang in ihre Gedanken.
    "Ist das etwa der Grund deiner Reise? Du suchst echt nach Lemura? hakte Joan nach und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
    "Und wenn es so wäre." erwiderte Spike, von ihrem Verhalten wiederum angesäuert. "Was gibt es da zu Lachen?!"
    "Ach, nichts weiter. Ich hätte nur nicht daran gedacht, das jemand, der noch vor ein paar Stunden Irrlichter, Sagas und jede meiner Warnungen als blanken Humbuk abgetan hat ausgerechnet nach Lemura sucht..." zwinkerte sie.
    Spike grummelte verstimmt unverständliche Sätze, wagte aber nach allem, was er in dieser Nacht erlebt hatte nicht zu protestieren.
    "Nun sag schon, kennst du nun Lemura, oder nicht?" fragte Spike und bemühte sich doch um ein wenig zweckdienliche Freundlichkeit, da er ja doch an Informationen gelangen wollte.
    "Ich kenne die Geschichten." erwiderte Joan und kratzte sich überlegend am Kinn. "Und ich verstehe nun auch, warum du nach ihr suchst, aber ob sie wirklich existiert weiss auch ich nicht..."
    Wieder stieg die Enttäuschung in Spike hoch. Ein Umstand, der Joan nicht verborgen zu bleiben schien.
    "Aber wenn es dir so ernst ist, dass du tatsächlich nur mit Sturmgepäck und riesen Glück von Ro bis hier her gekommen bist... ich kenne jemanden, der behauptete jemand zu kennen, der dir vielleicht helfen kann."

    Dieser Satz reichte aus, um augenblicklich Spikes volle Aufmerksamkeit zu erlangen.
    "Wen?! Zu wem muss ich gehen?" fragte Spike so hastig, das sich seine Stimme überschlug.
    "Du könntest es in Albion versuchen." begann die Frau. "Das ist eine kleine Hafenstadt, eine gute Woche in südöstlicher Richtung von hier entfernt. Ein alter Bekannter erzählte mir mal davon, dass der ehemalige Bürgermeister angeblich aus Lemura stammen soll..."
    Dann stoppte sie kurz und zog eine Augenbraue hoch.
    "Aber meine Hand ins Feuer lege ich für diese Info nicht. Der besagte Bekannte ist nicht mehr der Jüngste und erzählt sehr gerne Gesichten..."
    "Albion sagtest du?" sprach Spike mehr entschlossen als fragend. "Dann werde ich es dort versuchen."
    "Wenn du meinst. Aber mach lieber in Dryden Pause und rüste dich aus. Wenn du dem Pfad von gestern weiter folgst erreichst du das Dorf in einem halben Tag - und hör in Zukunft auch mal auf gut gemeinte Warnungen!"
    Spike schwieg etwas betreten, worauf die Fremde sich umwandte und sich zum Gehen bereitete.
    "Na dann, viel Glück. Ich muss auch los, ich krieg keine Prämie wenn vom Kopf des Sagas nur noch Sand übrig ist."
    Spike dachte nur an Albion, und die Möglichkeit einen Hinweis auf Lemura gefunden zu haben, aber als er gedankenverloren hinüber zu seinem Pferd blickte, das nach dem ganzen Albtraum wieder friedlich dastand musste er sich doch eingestehen, dass Joan, so sonderbar sie sich auch verhielt doch auch grosse Kühnheit zu besitzen schien und er ihr wohl trotz allem etwas schuldig war.
    "Danke." stiess er kleinlaut hervor. "Für alles..."
    "Geschenkt!" rief Joan im Gehen ohne sich nochmals zu Spike umzudrehen. "Aber empfiehl mich weiter!" lachte sie und verabschiedete sie sich dann mit einer Handbewegung.
    "Und viel Glück!"


    So, das wärs dann endlich.
    Inhalt des nächsten Posts mit dem ich euch aber noch ein Weilchen verschone: Spike erreicht nach einigen in aller Kürze zusammengefassten weiteren Ereignisen endlich Lemura, aber seine Odysse ist damit noch nicht zu Ende... ^^

    Wherever we are, it is but a stage on the way to somewhere else,

    and whatever we do, however well we do it,

    it is only a preperation to do something else that shall be different.

    Robert Louis Stevenson

    2 Mal editiert, zuletzt von Haggard (8. März 2015 um 19:05)

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    Puh, Haggard, da hast du dir ja echt was ausgedacht Oo
    Übrigens hoffe ich die Frau kommt noch öfters als einmal vor xD
    und das Pferdchen ist dann wieder da <3
    ~ Joan Whitfort ~, könnte ein Name sein an den ich mich nur zu schnell gewöhnt habe ^^

    Name: Adèle
    Auf dem Markt


    Der Junge blickte eigentlich immer ungläubiger drein und würde auf jeden normalen Menschen wohl nicht sonderlich sympathisch wirken, aber Adèle kümmerte das nicht im geringsten.
    "Mein Name ist Kahaw.", sagte er, und riss ruhig, aber bestimmt seinen Arm wieder an sich.
    Kalt blickte er sie an und wäre sein Blick reine Magie, dann wäre sie jetzt wohl ein Eisklotz geworden.
    "Was meinst du mit Brunder?", fragte er direkt darauf.
    "Kahaw" klang es aus ihrem Mund, als wäre sein Name ein ganzes Lied für sich alleine und ohne weiter auf seine Frage zu achten leuchtete eine der Glaskugeln kurz auf,ohne dass es jemand um sie herum bemerkte und das Kettchen wandelte seine ganze Farbe von durchsichtigem Glas in tiefblaue Saphire.
    "So bist du also, mein Bruder. Du bist ja etwas wirklich besonderes" und sie zog sich auf ihren Knien wieder näher an ihn heran - durch den Matsch - und langte nach seinem Arm, den er betont hinter sich gestreckt hielt.
    "Warum haben sie mir so lange nichts von dir gesagt? Ich dachte, du seist noch garnicht geboren!" fragte sie einfach zurück. "In allen Büchern heißt es immer, Menschen kommen als kleine Wesen zur Welt und sind nicht fähig zu sprechen, zu gehen... Du bist doch bestimmt schon viel älter! Keiner hier kann mir erzählen, dass die Bücher lügen! Sie haben dich mir vorenthalten und ... Wo warst du nur die ganze Zeit? Wieso haben unsere Eltern dich nicht beschützt, so wie mich!
    Das kann ich nicht zulassen, dass du ihnen so egal bist! Ich komme mit dir!
    Bist du etwa... Auf der Schule? Dort wo sie alle sind?! Das muss die Lösung sein!
    Sie bilden dich aus nicht wahr?..."
    sie flüsterte nun. "Ich habe doch recht! Gib es zu!. Hilf mir! Ich möchte nicht länger in einer Familie sein, die die eigenen Kinder verstoßen hat, nur weil sie... Warum? Erklär mir endlich jemand, warum Magie..."

    Der Junge schien auf das letzte Wort plötzlich wieder ganz Ohr zu sein, jedoch noch nicht begriffen zu haben, dass Adèle nie wieder von dem Gedanken abkommen würde, er sei ihr leiblicher Bruder und sie griff um ihn herum nach seinem Arm und packte diesen, im selben Moment war das Armband angelegt, nur noch nicht zugeknotet.

    Es soll dich immer beschützen. dachte das Mädchen, und sah an ihm vorbei zur Sonne, die langsam den Zenith erreichte, zuckte zusammen und wurde schlagartig still.
    "Da! Wir werden beobachtet..." flüsterte sie ihm daraufhin plötzlich ins Ohr.

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    Ich traue mich jetzt mal ILilyI. Damit bist du gemeint, du Spion :p

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    Erza: Ihr könnt sowohl Joan als auch Spike und Aram und meinetwegen auch das Pferd wiedersehen, als strahlende Helden, als tragische Opfer einer Intrige, als von Dämonen besessene Bösewichte, meinetwegen sogar nur als Leichen, mir egal xD Ich wär zu grossen Kompromissen bereit, wenn ich nur EINMAL in nem RPG mitspielen könnte, das nicht schon im Vorspann absäuft... ;____;

    Name: Spike
    Ort: Lemura, Hafen

    Mit Leibeskräften krallte sich Spike am zerborstenen Maststumpf des Piratenschiffes fest, während der Sturm das Meer aufbrauste, welches das Schiff umherschleuderte als wäre es eine Nussschale.
    Und der tosende Wind erstickte den Lärm und das wütende Kampfgebrüll rings um ihn in pfeifendem Rauschen. Doch Spike empfand nicht nur Beklommenheit, sondern auch endlosen Durst, obwohl es vom Himmel herabregnete, als hätten die bleischweren Wolken ihre Schleusen geöffnet um ihn und alles andere zu ertränken. Eine Gestalt stürmte durch den Regenschleier auf ihn zu, anfangs schemenhaft, doch als sie näher kam erkannte Spike den alten Rowen, Albions Exbürgermeister. Er gestikulierte wild und seine Augen funkelten noch irrer als gewöhnlich während er um Spike herumfuchtelte und ihn scheinbar mit aller Kraft etwas zurufen wollte. Doch wenn er den Mund aufmachte drang nur aufgeregtes Gegacker daraus, als hätte er eine Schar von Hühnern verschluckt. Spike wollte ihm zurufen, doch er brachte keinen Laut hervor. Dann ein Rums, als wäre das Schiff auf Grund gelaufen - und die Welt verschwand vor Spikes Augen in einem Schleier der Dunkelheit.

    Für einen Moment jedoch nur, den sein Bewusstsein begann zu erwachen und rief ihn aus der Traumwelt zurück - in den dünstigen Frachtraum der Suung, in welchem die augeschreckten Hühner zwischen Fässern. Frachtkisten und ihm selbst das verstreute Stroh wild aufwirbelten.
    Spike richtete sich etwas auf, was durch seine Rückenschmerzen etwas erschwert wurde, denn ein dünner Jutesack war nur ein dürftiger Polster für harte Eichenplanken gewesen.
    Er schmatzte einige Male um die Zunge vom vertrockneten Gaumen zu lösen und verstand nun sehr gut, woher dieses endlose Durstgefühl kam.
    Doch dann sprang er auf, denn da waren noch andere Geräusche, die während sich die Hühner allmählich wieder beruhigten die Oberhand gewannen. Ein Wirrwarr von Stimmen, und das Rattern von Rädern, die über Pflasterstein polterten!
    Konnte das sein?! War es endlich vorbei?!
    Spike stürmte den engen Gang durch die Frachträume entlang und die Treppe an Deck nach oben, vobei er an einer Stelle beinahe von frischem Hühnerkot zu Fall gebracht worden wäre.
    Und mit endloser Erleichterung fiel sein Blick auf den Hafen, in dem die Suung gerade verankert wurde und auf ein riesiges Holzschild das über einem der Kais angebracht gewesen war.

    "Lemura"

    Er hatte es geschafft. Er hatte eine Odysse hinter sich, er besass nichts mehr - den selbst sein Pferd hatte er verkaufen müssen um auf diesem alten Handelsschiff mitfahren zu können, seit Wochen hatte er weder gebadet, sich die Haare geschnitten, rasiert oder was anständiges gegessen - aber er hatte es wirklich geschafft! Er war in Lemura! Ab hier konnte es doch nur noch aufwärts gehen...

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    and whatever we do, however well we do it,

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    Robert Louis Stevenson

  • Raluca 8. Oktober 2018 um 23:14

    Hat das Label von Laufend auf Unterbrochen geändert.