The Man in the High Castle

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    Genre: Science Fiction, Thriller
    FSK: 16
    Länge: 60 Minuten
    Stand (Staffel): 1 Staffel (10 Episoden) bisher

    Die Achsenmächte haben den zweiten Weltkrieg gewonnen, und die einstigen Vereinigten Staaten von Amerika in drei Zonen (Japanische Pazifik-Staaten, das Großdeutsche Reich und eine neutrale Zone dazwischen) aufgespalten. Gut 20 Jahre sind seitdem vergangen. Die Nazis treten weiter eisern für ihre Rassenlehre ein und erproben ihen Technologieglauben um Düsentriebwerke, Atombomben und die Medienwelt der Riefenstahl, während das Kaiserreich mittlerweile ob seiner deutlichen Rückständigkeit und unter ihrer Yamato-Folgsamkeit das Nachsehen hat. Der kalte Krieg brodelt, während ein deutscher Agent Informationen während einer Rede des japanischen Kronprinzen an die Japaner weitergeben will, während das Orakel vom Berge merkwürdige Filme über einen anderen Geschichtsverlauf unter die Menschen bringt und ihnen Hoffnung macht, während eine junge Frau, deren jüdischer Freund Repliken amerikanischer Kultur für die japanischen Besatzer anfertigt, einen solchen Film in die neutrale Zone schmuggelt und auf einen Trucker mit einer ähnlichen Aufgabe trifft. All das mit schrecklichen Folgen, im großen wie im kleinen Rahmen...

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    Das Ganze ist natürlich eine Adaption der gleichnamigen Novelle von Philip K. Dick (Blade Runner), passenderweise gar mit Ridley Scott als Ausführenden Produzenten für diese Amazon-Show. Showrunner ist Akte X-Schreiber Frank Spotnitz, der einige teils sehr krasse Veränderungen zur Vorlage eingebaut hat, sich aber sinnig einzufügen wissen. Die Darsteller brauchne anfangs ein wenig um sich in das wirklich ungemütliche Szenario einzufinden, kommen dann aber mit der schauerlichen Alltäglichkeit wirklich gut klar. Dazu noch ein bisschen subtiles CGI, gute Modellarbeit und dem Szenario entsprechende Gewalt, die mal mehr und mal weniger direkt ist (eine gewisse Gaskammerszene mag sogar dem Niveau eines Schindlers Liste nahekommen), ohne aber den Unterhaltungswert gänzlich zu ertränken. Und dann ist da noch die wirklich schauderhafte Albtraum-Interpretation von Edelweiß im Vorspann.

    Trailer:

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  • "The Man in the High Castle" hatte mich schon interessiert, seit Amazon mir seinen Trailer aufgezwungen hatte - die Serie klang jedoch sehr interessant, so dass ich rein schaute.

    Man wird ein bisschen unvermittelt in das Geschehen hinein geworfen, was es mir persönlich erschwerte am Anfang dem Verlauf zu folgen; so habe ich zum Beispiel erst in einer der späteren Folgen begriffen, dass die Frau mit dem Film Julianas Schwester war.
    Juliana ist alles in allem ein mir sehr sympathischer Charakter; ich konnte sie teilweise sehr gut verstehen auch wenn ich nie in solchen Situation war (irgendwie logisch). Ihr Freund Frank geht am Anfang auch etwas unter, aber spätestens nachdem er und seine Verwandtschaft von der Kempetai geschnappt werden, bekommt man etwas Zugang zu seinem Charakter.
    Joe lernt man auf eine andere Weise kennen und ich finde ihn eigentlich auch recht sympathisch; gegen später wird es jedoch immer undurchsichtiger ob man ihm trauen kann oder nicht, aber ich denke das muss jeder für sich selbst entscheiden ;)

    Nachdem man den ersten Film gesehen hatte, blieb es natürlich spannend was das zu bedeuten hatte; jedoch bleibt es bis zum Ende der Staffel mit den Filmen recht mysteriös.

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    Der zweite Film hingegen lässt ja einige Vermutungen zu; und ich persönlich bin ja überzeugt davon, dass es sich hierbei um eine Art Parallelwelt oder um verschiedene Zukünfte handelt.

    Bei den verschiedenen Charakteren, die es neben Juliana, Frank und Joe gibt, kann man sich nie sicher sein wer auf wessen Seite steht, oder ob nicht sogar jeder sein eigenes Süppchen kocht. Alles in allem ist es eine sehr interessante und auch spannende Serie, die viel Platz für Vermutungen lässt (wundert mich nicht, dass ausgerechnet Frank Spotnitz da seine Finger im Spiel hat; das passt zu ihm :D )

    Es bleibt also spannend, und ich warte auf Staffel 2 :popcorn:

    Dass die Serie auf einem Buch basiert, wurde mir erst beim Intro klar, jedoch klingt es interessant und ich überlege ob ich das Buch mal lese, auch wenn es anders sein soll.
    @Ringlord Hast Du das Buch gelesen? :)

  • Dass die Serie auf einem Buch basiert, wurde mir erst beim Intro klar, jedoch klingt es interessant und ich überlege ob ich das Buch mal lese, auch wenn es anders sein soll.@Ringlord Hast Du das Buch gelesen? :)

    Ja, mehrmals, mein Lieblingsbuch von Dick neben Ubik.

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    Die Identität des Orakels und sein Grashüpfer sind da bspw. völlig anders (im Buch ist der Grashüpfer ein Roman, der in den Pazifikstaaten frei erhältlich ist), die Japaner deutlich weniger Nazi-hörig (auch wenn die Japaner ebenso wie in der Serie technologisch rückschrittlich bleiben) (wobei der Judenhass wiederum im Buch einige sehr krasse Spitzen treibt, grade auch für die Schönheisindustrie), und ihre "Liebe" für Americana auf einem ganz anderen Level liegt. Vom dritten Reich/ kriegt man praktisch Null zu sehen, das Q-Ding ist ebenfalls deutlich stärker vertreten (und ich hab immer och keine Ahnung wie das Stäbchenwerfen funktioniert...).


    Also das Lesen lohnt sich, und allzu dicke ists mit knapp 350 Seiten auch nicht ;)