Brynhildr in the Darkness

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  • Originaltitel
    Gokukoku no Buryunhirude / 極黒のブリュンヒルデ
    Erscheinungsjahr
    2012 - 2016 (Japan)
    Anzahl Bände
    18
    Abgeschlossen?
    Ja
    Genre
    Horror
    Romance
    Science-Fiction
    Verlag
    TOKYOPOP
    Autor/Mangaka
    Lynn Okamoto

    Brynhildr3.jpg

    Zitat

    Klappentext Band 1:

    In seiner Kindheit musste Murakami ein dramatisches Ereignis verarbeiten: Seine Freundin Kuroneko, die fest davon überzeugt war, dass es Außerirdische gibt, kam bei einem Versuch, Murakami deren Existenz zu beweisen, auf dramatische Weise ums Leben. Seit dieser Zeit setzt Murakami seinereits alles daran, die Existenz von Aliens zu beweisen.
    Als eines Tages eine neue Mitschülerin in seiner Klasse auftaucht, die Kuroneko bis aufs Haar gleicht, gerät Murakamis Welt aus den Fugen. Er ist sicher, dass es sich bei Kuroha im die totgeglaubte Freundin seiner Kindheit handelt ...

    Meine Meinung:

    Auch hier habe ich erst die Anime-Serie gesehen und habe mir anschließend (bisher) die ersten 11 Mangas besorgt. Interessanterweise bilden hier bereits die ersten vier Volumes die Grundlage der Anime-Handlung bis zur Mitte der 10. Folge, man kann schon sagen, dass man sich dabei ziemlich eng an die Vorlage gehalten hat. Einige Szenen wurden für die Adaption leicht verkürzt und in eine andere Reihenfolge gebracht, erst bei Band 4 merkt man schon einige Unterschiede mehr (etwa, dass Ryoutas die Sternwarte 2x besucht und beim ersten Mal zunächst wenig beeindruckt abzieht, um kurz darauf zu erfahren, dass Kanas Vision doch eingetroffen ist; die Konfrontation mit Nanami läuft im Manga auch deutlich länger und Ryouta erhält einen weiteren Hinweis darauf, ob Neko mit seiner Jugendfreundin identisch ist).

    Obwohl natürlich das süchtig machende Intro fehlt, gefällt mir der Manga immer noch einen Ticken besser als der Anime, weil - wie ich finde - die Charaktere und ihr Gefühlsleben noch etwas deutlicher zur Geltung kommen, mal von dem gefälligen Zeichenstil abgesehen. Die Serie lebt von ihrer auf den ersten Blick extremen Mischungen aus achterbahnfahrenden Gefühlen diverser Jugendlicher, die entweder durch ihre Kindheit (Ryouta) traumatisiert sind oder keine Ahnung haben, wie sie mit ihrer durchbrechenden Pubertät umgehen sollen (Neko, Kazumi, ...), sowie Mystery-SF-Elementen und blankem Horror, der einen immer wieder völlig unvorbereitet heimsucht.

    Was ich persönlich amüsant finde, ist, dass der Manga mit einem "18+"-Flatschen versehen ist, aber niemals die Mädchen völlig nackt zeigt, während der Anime ab 16 freigegeben ist und mit blanken Brüsten wahrlich nicht geizt. Muss man jetzt nicht unbedingt verstehen.

  • RafaelM 24. Dezember 2023 um 13:50

    Hat das Label Science-Fiction hinzugefügt.
  • RafaelM 24. Dezember 2023 um 13:50

    Hat das Label Horror hinzugefügt.
  • Und gleich noch mein Kommentar zu Band 5 hinterher: In dieser Ausgabe wurden zum ersten Mal nur einzelne, kurze Abschnitte für den Anime adaptiert, nämlich, dass Ryouta und die Mädchen für den Abschluss büffeln und anschließend ans Meer fahren wollen.

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    Meiner Meinung ist das der bisher beste Band der Serie, weil man hier gleichzeitig mehr über Vingólf erfährt - durch den Einbau der Wissenschaftlerin Yuki Tsuchiya, die in das Labor versetzt und direkt mit den unmenschlichen Versuchen und dem traurigen Schicksal einer weiteren Magierin konfrontiert wird (übrigens ist das Alien AOO8 im zweiten Vorspann des Anime zu sehen, ohne je in einer Folge aufzutauchen) -, Nekos Gefühle mehr in den Vordergrund rücken und gleichzeitig Kazumi eine emotionale Achterbahnfahrt durchlebt, als sie erfährt, dass sie bald sterben wird. Und das Zusammenspiel Ryouta/Kana ist einfach zu niedlich. ;-) Außerdem taucht zum ersten Mal der Begriff "Hexenjagd" auf, wenngleich zwei Mitglieder schon in Band 3 einen Kurzauftritt hatten.

    Vielleicht wäre es besser gewesen, den Anime mit dieser Story, die ja noch im nächsten Band fortgesetzt wird, zu einem runden Abschluss zu bringen, statt so viel Stoff in die letzten beiden sehr hektischen Folgen zu stecken. Für Band 5 gibt es jedenfalls von mir 9,5/10 Punkte.

  • Hier die Fortsetzung meiner Weihnachts-Lesereise:

    Band 6

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    Die Fortsetzung des Vision-Arcs bietet eigentlich alles, was Band 5 versprochen hat: Ein spannendes Verwirrspiel, um die Magierin und Ichijikus Helfer aus dem Konzept zu bringen (der am Ende der Story auf ziemlich blutige Weise aus der Serie genommen wird), dazu viele Emotionen, besonders bei Kazumi, die nun endlich Nägel mit Köpfen zu machen scheint, was Ryota angeht ... zumindest behauptet sie es. ;-)

    Anschließend folgt der Trip ans Meer, den man schon aus Folge 10 des Animes kennt - allerdings taucht hier auch eine vor Eifersucht rasende Kitsuka auf, die für einige Schmunzler sorgt, und auch eine von Kanas Visionen wurde nicht aus dem Anime adaptiert.

    Ich bleibe dabei, das wäre ein besserer Abschluss für die Anime-Serie gewesen, als fünf Manga-Volumes in drei Folgen zu quetschen. Auf jeden Fall nimmt die Serie immer mehr Fahrt auf, besonders, da jetzt Mako frei ist und eine Spur aus Tod und Zerstörung hinter sich herzieht.

    Band 7

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    Wäre das ein Anime und kein Manga, könnte man Band 7 auch gut und gerne als Fanservice-Folge bezeichnen. Drei Mal geht es ins heiße Gemeinschaftsbad, Hatsuna darf sich an Kotoris Brüsten vergreifen und indirekt die Frage in den Raum werfen, ob diese eher auf Frauen steht. Jedenfalls ist letztere (wie im Anime) die Einzige unter den Mädchen, die nie ein mehr als freundschaftliches Interesse an Ryouta zeigt. Gut, Kana eigentlich auch nicht, im Anime dagegen schon.

    Auf jeden Fall beschäftigt sich der Band - abgesehen von der anfänglichen Konfrontation mit Mako - komplett mit dem Gefühlsleben der Protagonisten: Angefangen mit Hatsuna (die hier als weitere, aus dem verunglückten Transport von Band 1 entkommene Magierin eingeführt wird, statt wie im Anime als Bewacherin von Mako), die bei ihrem ersten Auftritt wahrlich nichts anbrennen lässt, über Kazumi, die verzweifelt um Ryoutas Liebe kämpft und ihn auch gleich zweimal küssen darf, bis hin zu Neko, die von Kana endlich erfährt, dass sie in Ryouta verliebt ist. Und schließlich ist da auch noch Mako selbst, deren gespaltene Persönlichkeit endgültig zum Vorschein kommt, als sie von Chisato geohrfeigt wird.

    Hatsumi ist es schließlich auch, die Ryouta den Hinweis gibt, dass es sich (wie man schon aus Band 1 weiß) bei Neko und Kuroneko handelt, was schließlich auch den finalen Cliffhanger bildet.

    Obwohl in diesem Band etwas zu viel herumgefummelt wird, war eine reine Romantik-Story mehr als überfällig und gibt der Handlung noch mehr emotionale Tiefe, gerade, wo mit Band 10 das Zyklus-Finale immer näher rückt.

    Band 8

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    Es geht nun Schlag auf Schlag: Erst wird es emotional, weil Ryouta nun definitiv weiß, dass Neko und Kuroneko identisch sind, was wiederum Kazumi hart trifft, die sich immer noch Hoffnungen macht, Ryoutas Herz für sich zu gewinnen. Dann erscheinen Chisato und Mako auf der Bildfläche und zeigen den Magierinnen die Grenzen auf, bis schließlich auch (die indirekt von Ryouta herbeigerufene) Hexenjagd-Gruppe eingreift und die Situation halbwegs zum Guten wendet. Zwar wird Kotori von Chisato und Mako entführt, doch der bei der Auseinandersetzung getötete Ryouta kann von Hatsuna wiederbelebt werden. So weit ist die Handlung fast mit Folge 12 des Anime identisch.

    Allerdings wird Ryouta von der Information stark getroffen, dass es sich bei den Drasil (den Wesen im Inneren des Harness) in Wahrheit um das "Gehirn" der Mädchen handelt und er bereits Nanamis Drasil nach deren Tod zertreten hat. Außerdem zieht die Gruppe anschließend ausgerechnet bei Ryoutas Onkel Kogorou ein und es kommt zu einem weiteren Treffen mit Hexenjagd, bei dem weitere Hintergründe zu den Aliens, Vingólf und die Takachiho, die wahren Feinde im Hintergrund, offenbart werden. Und während Chisato Kotori gefangenhält und Mako mit dessen nicht vorhandenen Gefühlen für sie konfrontiert wird, ist Hexenjagd gezwungen, ausgerechnet Kazumi für die Suche nach Chisato einzuspannen ...

    Dieser Band bietet im Prinzip ein Highlight nach dem anderen, besonders durch Ryoutas Beinahe-Tod und die Reaktion aller Magierinnen darauf. Mit den Erklärungen zum Hintergrund der Handlung geht es dann vielleicht etwas schnell, außerdem finde ich, dass sich diese Hexenjagd-Gruppe insgesamt ziemlich amateurhaft anstellt, aber insgesamt war Band 8 wieder ein Highlight der Serie.

    Band 9

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    Fängt dieser Band mit dem Hacker-Duell und neuen pikanten Details aus Yukio Tsuchiyas Privatleben noch etwas schräg an, wandelt sich die Handlung spätestens ab dem Moment, als Neko Ryouta scheinbar aufs Abstellgleis stellt. Spätestens in der zweiten Hälfte wird man mit einem schockierenden, blutigen Zwischenfall (Kazumis explodierender Kopf, Hatsuna wird direkt pulverisiert, ein fremdes Mädchen wird in Fetzen gerissen, einem Hexenjagd-Mitglied wird der Arm abgerissen usw.) nach dem anderen konfrontiert, wobei besonders Kotoris langsames Sterben ziemlich unter die Haut geht und um einiges heftiger und trauriger in Szene gesetzt ist als im Anime. Der Umstand, dass Chisato kurz vor seinem Tod direkt mit der Tatsache konfrontiert wird, dass Kotori die ganze Zeit über ihre wahre Identität als seine Schwester Bescheid wusste und er sie quasi selbst erneut getötet hat, gibt dem ganzen noch eine zusätzliche tragische Note.

    In diesem Fall hoffe ich einfach mal, dass Hatsunas und Kazumis Wiederbelebung beibehalten wird (und sich Kana nicht wirklich umgebracht hat), sonst überlebe ich Band 10 wahrscheinlich nicht. ;-)

    Band 10

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    Puh, was für eine Schlacht! Für das Zyklus-Finale (das Duell Neko - Mako wurde im Anime innerhalb weniger Sekunden abgehandelt) werden hier noch einmal alle Register gezogen, was zu einer gewaltigen Blut- und Zerstörungsorgie führt, bei der eine ganze Stadt samt Einwohner dem Erdboden gleichgemacht wird. Endlich äußern Neko und Ryouta ihre Gefühle füreinander, und natürlich verliert erstere am Ende ihr Gedächtnis ... :rolleyes: Auf jeden Fall hatte es das finale Duell wirklich in sich, und dass Kana nun wieder laufen, aber keine Magie mehr anwenden kann, bietet einiges an Potenzial für die künftigen Bände

    Band 11

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    Nach dem actionreichen Zyklus-Finale schippert die Serie erst einmal in ruhigeren Fahrwassern. Von Ryoutas Onkel geht es zurück in die Sternwarte und später auch wieder in die Schule, wobei die Nachwirkungen von Nekos hartem Kampf noch deutlich zu spüren sind. Nicht nur, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat, sie kann ihren alten Freund nicht einmal mehr leiden, obwohl sie sich tief in ihrem Herzen noch an ihre Liebe zu ihm zu erinnern scheint. Kazumi - die glücklicherweise von Hatsumi gerettet wurde - hingegen versucht es wieder einmal auf jede erdenkliche (und plumpe) Art, ihre Chance bei Ryouta zu nutzen. Und da Kana nun wieder laufen kann, kommt sie auch auf die Mittelschule - ausgerechnet in Kitsukas Klasse. Nach rauem Start (und durch Ryoutas Mithilfe) schließen die beiden bald eine neue Freundschaft, wobei Kitsuka auf ziemlich drastische Weise von dem Geheimnis der Magierinnen erfährt.

    Nebenbei wird eine neue Leiterin des Vingólf-Labors eingeführt, die ziemlich gestört und zugleich auch selbst eine Magierin zu sein scheint; außerdem erfährt man, dass Kana eine größere Schwester hat, die auf der Suche nach ihr ist und Chisatos Helfer, der nach seinem vermeintlichen Ableben in Band 6 überraschenderweise noch am Leben ist - obwohl sein Hirn klar ersichtlich an der Heckscheibe des Wagens verteilt wurde. Na ja. Drei Magierinnen sollen ihn nun töten, die zuvor zufällig Kana über den Weg gelaufen sind, weshalb diese sich nun an ihre Fersen gesetzt hat. Und in derselben Nacht will auch Kanas Schwester den Schwerverletzten aus dem Krankenhaus befreien. Das sind doch einige Zufälle auf einmal, musste das wirklich sein?

    Jedenfalls ist es auf den letzten Seiten mit der Ruhe vorbei, als bei einer der drei Magierinnen der Drasil erwacht und diese sich in ein Monster verwandelt, das mit einer blutigen - in dieser Form bei "Brynhildr" noch nicht dagewesene - Splatterorgie zeigt, zu was diese Wesen fähig sind.

    Tja, und das war es dann für mich fürs Erste, da es aktuell scheinbar unmöglich ist, sich irgendwo Band 12 zu besorgen ...

  • Band 12 ist ja wirklich extrem schwer zu finden, höchstens, wenn man sich bei Ebay oder so noch einmal die komplette Serie besorgt. In den Comicläden, die ich kenne, ist die Serie nicht mehr zu finden (u.a. weil ich die letzten Exemplare gekauft habe ;-)) und bei allen Online-Händlern bzw. Tokyopop selbst ist dieser Band vergriffen. Nur bei Thalia heißt es, er wäre "in Kürze" verfügbar, was immer das bedeuten soll.

    Waren alle Leute so scharf auf das Cover mit den Mädchen im Maid-Outfit? Jedenfalls sehr ärgerlich ...

  • Jetzt hab ich es endlich geschafft, Band 12 in die Finger zu bekommen, und ich muss sagen, es hat sich wirklich gelohnt. Nach dem Vorgänger war ich noch nicht so ganz von der Richtung überzeugt, in der die Serie nach der Chisato-Mako-Storyline driftete, aber mittlerweile scheint sich die Handlung zu steigern. Wobei man sagen muss, dass der Horror-Anteil um einiges ausgeprägter ist als in den früheren Bänden und einen noch krasseren Gegensatz zu den leichtherzigen, lustigen Romantik-Szenen bilden.

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    Vor allem gefällt mir aber, dass nun Kitsuka (die in Ryouta verliebte Nachhilfeschülerin) immer mehr an Charakter gewinnt und auch von den Magierinnen erfährt, wenngleich Kana (die nun eine der Hauptrollen einnimmt und eine folgenschwere Entscheidung treffen muss) immer noch versucht, sie um ihrer Sicherheit Willen auf Distanz zu halten. Daneben wird mit dem gewalttätigen, aber eigentlich gutherzigen Masashi ein ganz neuer Charakter eingeführt, was einerseits frischen Wind bringt und andererseits den lustigen Harem-Tanz der Mädchen, den sie um Ryouta ausführen (wobei die Szenen im Maid-Café wirklich zum Schießen sind ('; ), ein wenig durchbricht. Denn Masashi hat sich ausgerechnet in Hatsuna verliebt und denkt nicht daran, sich von einem Korb abwimmeln zu lassen.

    Dass Neko sich weiterhin an nichts erinnern kann, aber grundsätzlich eifersüchtig wird, sobald sich eines der Mädchen Ryouta nähert, sorgt auch immer wieder für gute Laune ...

    Im Hintergrund laufen dann weitere Handlungen, wie etwa die Suche von Kanas Schwester nach selbiger, wobei es ihr jetzt gelungen ist, den halbtoten Wissenschaftler aus dem Krankenhaus zu entführen. Die neue, psychopathische Leiterin von Vingulf scheint ebenfalls neue Pläne zu schmieden, ebenso Takachiho und dessen Tochter, denen es anscheinend gelungen ist, einen vollständigen Außerirdischen heranzuzüchten.

    Und am Ende gibt es wieder einen heftigen Cliffhanger. Nun soll sich also auch noch Hatsuna in ein Monster verwandeln!

    So kann es auf jeden Fall weitergehen. Wobei es schade ist, dass nur noch sechs Bände folgen werden, denn so richtig kann ich mir nicht vorstellen, wie die Serie so schnell beendet werden soll. Immerhin wurden hier gerade die Weichen für viele neue Handlungen gestellt.

  • Hier noch die restlichen Bände meiner "Brynhildr in the Darkness"-Lesereise.

    Jetzt ist es leider vorbei ... ;-(

    Band 13

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    Diesen Manga kann man eigentlich in zwei Teile trennen: Zunächst dreht sich alles um Hatsuna und die Hilflosigkeit der Freunde, die absolut nichts dagegen tun können, dass sie sich in ein Monster verwandelt. Selbst Ryouta kann diesmal nichts zum Geschehen beitragen, dafür ist es der von Hatsuna besessene Masashi (eine echt schräge Figur, aber irgendwie auch der absolute Gegenentwurf zu Ryouta). Die Szenen, als Monster-Hatsuna ihren eigenen Körper verschlingt und auch Masashi fast auffrisst, gehen genauso unter die Haut wie jene vor kurzem im Krankenhaus.

    Dafür taucht erneut Makina auf (von dem ich zuvor dachte, er wäre eine Frau 😉), besiegt das Monster und verguckt sich ausgerechnet in Neko, bevor er wieder zurückgeschlagen werden kann. Sein Auftauchen hatte etwas von „Deus ex Machina“, andererseits bin ich lange wirklich davon ausgegangen, dass das Hatsunas Ende sein könnte. Dafür hat sie jetzt einen sexbesessenen Stalker an der Backe …

    Der zweite Teil der Handlung bedient wieder die romantische Seite der Serie. Kazumi glaubt, endlich mit Ryouta zusammenkommen zu können und verabredet sich mit ihm auf ein Date, wird dann aber krank, wobei Kana ausgerechnet Neko als „Ersatz“ schickt. So kommt es zu einem schräg-lustigen Date, bis Ryouta – nur sich über die ahnungslose Neko lustig zu machen – seine Begleitung, wie Kazumi es ursprünglich geplant hat, in ein Love-Hotel schleppt!!!

    Auch wenn wieder einmal viele Zufälle zusammenkommen, wie es seit dem mit Band 10 abgeschlossenen ersten Zyklus oft der Fall ist, hat mich Band 13 erneut mitgerissen und am Ende auch zum Lachen gebracht.

    Band 14

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    Ach, endlich wird sich Ryouta mal so richtig seines Verhaltens bewusst. Seine bescheuerte Idee, Neko aus Spaß in das Love-Hotel zu schleppen, erweist sich als kompletter Bumerang, da er damit nicht nur Neko verletzt hat, sondern auch alle anderen Mädchen, insbesondere Kazumi. Einen Moment lang habe ich wirklich gedacht, sie würde sich deshalb um bringen, bis plötzlich Ichijukos Helfer aus dem Labor wieder auftaucht und Amok läuft.

    Kanas Anblick, nachdem sie niedergeschlagen wurde, war da wirklich nur schwer zu ertragen …

    Immerhin wendet sich alles später halbwegs zum Guten, es zeigt sich (wie schon früher mal angedeutet wurde), dass der Mann durchaus Gefühle für die wegen der Experimente getöteten Magierinnen empfindet, besonders für Nanami. Und schließlich wird er nach einigem Hin und Her sogar noch für Hexenjagd rekrutiert.

    Anschließend geht es wieder auf eine Herzschmerz-Achterbahnfahrt: Neko findet ihr Notizbuch mit all ihren Erinnerungen wieder und muss erkennen, wie sehr sie in Ryouta verliebt war. Gleichzeitig offenbart Kazumi ihm all ihre Gefühle, woraufhin Ryouta tatsächlich nachgibt, sie küsst und für immer mit ihr zusammen sein will. Und schließlich offenbart Neko ihm in der Schule, dass sie sich wieder in ihn verlieben will, muss aber erkennen, dass es dafür schon zu spät ist.

    Am Ende wird es dann wieder düsterer: Hrist, die neue Valkyria, muss einige üble Erfahrungen mit den Mitarbeitern von Vingolf machen, gleichzeitig erschießt Ryoutas Onkel Kogorou einen Kollegen, der die Erkenntnisse über den Alien-Embryo aus Profitgier publik machen wollte.

    Insgesamt wieder eine sehr spannende, emotionale Ausgabe, die alle Stärken (und auch Schwächen) der Serie offenbart: Der Kontrast zwischen unschuldiger, inzwischen etwas weitergehender Liebe, blankem Horror, SF und den kranken Experimenten von Vingolf. Wenn nur nicht immer diese Zufälle wären, bei denen man das Gefühl hat, der Autor hätte es sich ein wenig zu leicht gemacht hat …

    Band 15

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    Äh, ja …

    Das dürfte wohl der schrägste Band der Serie gewesen sein. Abgesehen davon, dass Kazumi immer besitzergreifender wird und unbedingt selbst auch die Heldin spielen wird, geht es nun auch noch zu einem Schulausflug auf eine Urlaubsinsel. Da die Mädchen kein Geld haben, drängen sie Hatsuna dazu, Masashi die Kosten übernehmen zu lassen. Seine Bedingung: Er will seiner vermeintlichen Freundin 24x die Brüste begrapschen. Und natürlich fängt er damit gleich im Maid-Café an, wobei er Hatsuna dabei buchstäblich zum Kochen bringt …

    Ach ja, und Neko wäre wohl auch gern von Ryouta begrapscht worden …

    Ich weiß auch nicht, ich glaube, da sind dem Autor ein wenig die Pferde durchgegangen.

    Etwas seriöser verläuft der Handlungsbogen um Kana, die (natürlich zufällig …) ihre Schwester wiedertrifft und sie zunächst abweist, nur um später – nach gutem Zureden der anderen Magierinnen – doch einen Schritt auf sie zu macht und sich ihr öffnet. Und so kann sie dann auch mehr oder weniger an dem Schulausflug teilnehmen.

    Um ehrlich zu sein, die Abschnitte, die sich um den Urlaub drehen, empfand ich als ein wenig langweilig und seltsam unemotional. Es passiert einfach nicht viel, bis es am Ende schlagartig wieder brisant wird. Kogorou hat seine Entdeckungen bezüglich des Alien-Embryos offenbar an die NASA und den US-Präsidenten weitergeleitet, der nun auf einer Pressekonferenz die Existenz von Außerirdischen bekanntgeben will. Da verübt Makina im Auftrag von Takachiho einen Anschlag auf das Weiße Haus und tötet den Präsidenten vor laufender Kamera …

    Okay, ich gebe zu, mit so etwas hätte ich echt nicht gerechnet. Ein Cliffhanger, der sich gewaschen hat, nach einer Ausgabe, die mich mit einem Stirnrunzeln zurückgelassen hat.

    Band 16

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    Nach dem eher merkwürdigen Vorgänger geht es hier jetzt wieder richtig weiter – und wie. Erst scheint sich Ryouta endgültig von Neko zu lösen, dann taucht Makina wieder auf, verletzt Neko schwer, reißt Ryouta den Kopf ab und tötet auch Kanas Schwester, als diese ihr das Leben retten will. Schließlich verschwindet er mit Neko, wobei es fast noch zu einem Kampf zwischen Kana und Kazumi kommt, weil erstere natürlich will, dass Hatsuna ihre Schwester rettet und nicht Ryouta.

    Ganz schön harter Tobak und selbst für die Verhältnisse der Serie brutal dargestellt. Aber da sie sich wohl in Richtung großes Finale bewegt, ist das nicht verwunderlich …

    Anschließend offenbart Makina Neko mehr über die Hintergründe der Aliens, zeigt ihr eine „neue“ Kotori, die sich an nichts mehr erinnern kann und bringt Neko auch zu dem Socerian A008, der plötzlich erwacht und Makina verschlingt. In dieser Szene wird nicht nur deutlich, was den wahren Hintergrund der Serie bildet, es wird auch zum ersten Mal der Begriff „Brynhildr“ im Bezug auf Neko in den Raum geworfen. Und am Ende ist sie wieder in dem Labor gefangen.

    Das Ende bildet dann wieder eine heitere Passage, als Ryouta von einem seltsamen Mädchen, das sich ihm als Göttin Aphrodite vorstellt, zu einem Date überredet wird. Anschließend will sie ihm verraten, wie er das Labor von Vingolf finden und Neko retten kann. Doch natürlich begegnet ihm dabei Kazumi …

    Ich muss sagen, mit jedem Band fällt es mir schwerer, zu glauben, dass die Serie bald zu Ende ist. Man merkt zwar, dass alles mit großen Schritten der Entscheidung entgegenstrebt, aber Potenzial für 10, 15 weitere Bände wäre sicher noch da gewesen. Diese Ausgabe ist auf jeden Fall wieder ein Highlight, besonders die Passage, in der Kanas Schwester stirbt.

    Band 17

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    Eine Wendung jagt die nächste, dabei verläuft der Anfang noch relativ ruhig. Dass es sich bei „Aphrodite“ ausgerechnet um Nanami handelt, die noch einmal einen Tag wie ein völlig normales Mädchen verbringen wollte, war allein schon eine ziemliche Überraschung. Dazu erfährt man, dass Ryouta nicht mehr lange zu leben hat, Takachiho niemand anderes als sein Vater ist und Makina sein ebenfalls totgeglaubter Bruder war.

    Gerade für Ryouta, der bisher immer einen kühlen Kopf bewahren konnte, kommt es so knüppeldick, dass er kurz davorsteht, den Verstand zu verlieren. Sein Vater will ihn an Loki verfüttern, der erst alle Götter vernichten und dann mit einer „Eva“ eine neue Menschenrasse züchten soll. Auch Neko soll ihm geopfert werden, erlangt dabei aber ihr Gedächtnis wieder und kann sich retten, nur um kurz darauf von Takachiho angeschossen zu werden. Schließlich tauchen Kana, Hatsumi und Kazumi auf und retten beide, doch Loki hat noch lange nicht aufgegeben …

    Okay, einerseits erfährt man nun endlich, was mit Ryouta und Neko vor zehn Jahren wirklich geschehen ist und dass er ebenfalls modifiziert wurde, ohne selbst zu einem Magier zu werden. Trotzdem ist es … seltsam, dass das Schicksal ausgerechnet Neko und ihn wieder zusammengeführt hat, während sein Vater, der seinen Tod vorgetäuscht hatte, davon lange nichts ahnte. Ein ziemlicher Zufall – oder eben Schicksal. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.

    Andererseits wird die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite hochgehalten, und allein Nekos Rückkehr samt Showeinlage und der Auftritt der mit Maschinengewehren und Sonnenbrille ausgestatteten Kana und Hatsuna waren echte Highlights.

    Trotzdem … dass es jetzt bald zu Ende sein soll, erscheint mir immer noch etwas unwirtlich.

    Band 18

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    Es kommt also zum ultimativen Showdown, aber erstmal müssen Ryouta und die Magierinnen aus dem Labor entkommen. Dabei erhalten sie unerwartete Hilfe von der Wissenschaftlerin Yuki Tsuchiya (auch so ein schräger Charakter, wie so viele in der Serie), von der ich dachte, der Mangaka hätte sie schon längst vergessen.

    Letztendlich werden alle Protagonisten auf das das eines Hochhauses versetzt, wo sie beobachten, wie Loki, der inzwischen mit Hirst eine Valkyria verschlungen hat und große Macht erhalten hat, eine ganze Großstadt zerstört. Wieder versucht Neko, ihn aufzuhalten, kommt aber nicht gegen seine Kräfte an.

    Am Ende ist es Kazumi, die – zumindest zum Teil – die Sache zum „Guten“ wendet, indem sie sich selbst opfert. Die Momente, als sie zugibt, dass ihr das Schicksal der Menschheit egal ist, wenn Ryouta nicht mehr lebt, als Ryouta Neko sagt, dass er nicht mehr leben will, wenn er sie ein zweites Mal verliert und Kazumi schließlich die Erinnerungen des Edda auslöscht, um Loki zu besiegen, sind für mich die Ergreifendsten der ganzen Serie. Und schließlich muss auch noch Kotori ein zweites Mal sterben, um Ryouta zu retten, der sich am Ende doch selbst opfert und zum Gott wird, dessen Seele im Edda gefangen bleibt.

    Oh Mann … Aber immerhin gibt es noch so etwas wie ein Happy End, als es Neko gelingt, in das Edda vorzudringen, um dort die Ewigkeit mit Ryouta zu verbringen. N ur nicht ganz allein, da plötzlich noch eine kindliche Version von Kazumi auftaucht … und Nanami alias Aphrodite sie aus der Ferne beobachtet … und Kotoris Schatten am linken unteren Bildrand auftaucht …

    Ich hab viel darüber gelesen, dass den meisten Lesern das Ende überhaupt nicht gefallen hat, aber auch wenn einige Sachen offen geblieben sind und es in Richtung Finale mit all den Informationen etwas schnell ging, hat es mir – vor allem von der emotionalen Seite her – gefallen. Und bei der letzten Szene hat sich dann ein breites Lächeln auf mein Gesicht gelegt. Ryouta wird es definitiv nicht langweilig werden, zumal er jetzt eine Ewigkeit Zeit hat, eine Erklärung zu finden, warum all die Mädchen ihm plötzlich Gesellschaft leisten. 😉

    Insgesamt muss man sagen, dass der Serie nach dem ersten großen Showdown in Band 10 ein wenig eine klare Linie gefehlt hat. Viele Handlungen, so spannend und interessant sie auch gewesen sein mochten, wurden durch Zufälle eingeleitet, erst zum Ende hin wurde alles wieder etwas stringenter erzählt. Dafür sind mir die Charaktere, insbesondere durch ihre lustigen und romantischen Verwicklungen, immer mehr ans Herz gewachsen, und ich muss sagen, eigentlich hat sich Kazumi zu meinem Lieblingscharakter entwickelt.

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    Als sie Ryouta (vorübergehend) endlich für sich gewonnen hatte, hat es mich unglaublich für sie gefreut. Auch wenn klar war, dass das nicht lange anhalten würde. Umso trauriger war das, was während des Showdowns mit ihr passiert ist.

    Etwas schade fand ich auch, dass Kitsuka erst in Band 11 stärker eingebunden wurde, nur um in Band 12 wieder komplett aus der Handlung zu verschwinden …

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    … wenn man einmal davon absieht, dass sie in der ursprünglichen Veröffentlichung in Kapitel 166 noch einen Auftritt gehabt haben soll – als Magierin, entführt von Vingolf, um Ryoutas „Eva“ zu werden. Gott, bin ich froh, dass das nicht in die Taschenbuch-Ausgabe übernommen wurde. Dadurch erfährt man zwar nie, wen Takachiho als „Eva“ für seinen Sohn auserwählt hatte, aber um so einen seltsamen Einfall nicht zu erleben, nehme ich das gerne in Kauf.

    Bis Band 10 hätte ich der Serie 9,5/10 Punkte gegeben, alles danach eher 7,5/10. Insgesamt würde ich „Brynhildr in the Darkness“ genau dazwischen einordnen.

    Schade, dass Lynn Okamoto inzwischen nur noch Erotische Fantasy-Mangas zeichnet und nicht mehr so etwas von der Kategorie "Brynhildr" oder "Elfen Lied“. Oder tue ich ihm unrecht, was „Parallel Paradise“ angeht? Ich kenne die Serie nur von Bildern bei Google.