Die dritte Staffel ist tatsächlich die Beste der Serie, der ich auch deutlich mehr Punkte (9/10) geben würde. Dabei wirkt der Anfang sehr gehetzt, denn innerhalb weniger Szenen werden zwei, drei Handlungsböden aus dem Manga zusammengefasst, die schlichtweg übersprungen wurden. Das wird im weiteren Verlauf ein wenig zum Problem, da die dort auftauchenden Mädchen noch eine Rolle spielen und man wegen dem Zeitsprung keine wirkliche Beziehungen zu ihnen aufbauen kann.
Das tut dem Spaß, den ich an der letzten Staffel hatte, letztendlich aber keinen Abbruch. Endlich bekommt man nämlich eine durchgehende Handlung präsentiert und Keima erfährt eine echte Wandlung, da er sich für Kanons Schicksal die Schuld gibt. Dass er nun mit all den Mädchen, die er im Laufe der Serie erobert hat, noch einmal zusammenkommt (und ausgerechnet die in ihn verliebte Haqua Elsies Rolle übernimmt), sorgt natürlich für einige Lacher und amouröse Verwicklungen, die am Ende in echtem Herzschmerz-Drama münden. Was Keima dabei Chihiro antat bzw. antun musste, war schon richtig harter Tobak, dass ich ihn schon zeitweise selbst zu hassen begonnen habe. Allerdings hat man gesehen, wie weh ihm das alles selbst getan hat und dass er sich eigentlich anders verhalten wollte.
Leider ist das Ende nur ein halber Abschluss, denn von der höllischen Verschwörung abgesehen, bleibt Keimas Zukunft und die der Mädchen offen. Ich hätte mir nur gewünscht, dass der Anime von Anfang an so eine Dynamik an den Tag legt wie diese dritte Staffel.