Was du bei deinem zurückblickenden Betrachtung des Internets völlig außer acht lässt, sind die Anzahl der Nutzer des Internets 2003 und 2026. [...] Das Internet war noch verhältnismäßig jung, etwas für Nerds und erste Interessierte. [...] Auch gab es noch keine Smartphones die maßgeblich an der Verbreitung beteiligt sind.
Also waren die Anzahl der Nutzer des Internets und damit auch die Inhalte im Netz viel geringer und damit war auch der Umgang ganz anders, weil es viel weniger Leute gab die rumpöblen konnten oder wollten.
[...] Ja, früher war alles besser, weil das Internet nicht von so vielen Menschen wie heute benutzt wurde [...]
Wer war den "Früher" im Internet? Das waren in erste Linie Wissenschaftler, Universitäten und Firmen. Private Anschlüsse waren noch eher selten und noch am Ausbau. Und wenn dann waren es Menschen, die zu Hause ihren ersten Festnetzanschluss für ihren PC hatten. heute kann per Smartphone jedes ohne Probleme ins Netz, egal ob hier in Deutschland der Schüler in der Schule oder der Landwirt in Litauen auf seinem Acker.
Das war sicherlich nicht deine Intention, aber der Paragraph klingt ein wenig nach "Das Internet ging den Bach runter, als der Pöbel mit dazu kam".
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das zwangsläufig das Problem war, oder ob die Enshittification des Internets (und da stimme ich Dennis zu, die existiert definitiv) nicht auf die Profitgier von kapitalistischen Großkonzernen zurückzuführen ist.
Ja, Social Media ist schlecht. Aber liegt das am Konzept von Social Media, oder liegt es daran, dass die Konzerne hinter den Plattformen mehr Geld an den Nutzern verdienen, wenn sie an ihren Bildschirmen kleben und sich mit anderen Menschen streiten, statt nur kurz in fünf Minuten die neusten Fotos ihrer Freunde zu betrachten?
Das Internet war auch von Anfang an ein Hort von Verschwörungstheoretikern. Wenn man es genau nimmt, wurde es sogar von Ihnen erschaffen.
Wobei man sich fairerweise nach den jüngsten Ereignissen nicht zu sehr über Verschwörungstheoretiker lustig machen sollte... 
Anfang der 2000er waren Frauen im Internet tatsächlich äußerst Vorsichtig mit dem Austausch und verteilen von Bildern, weil man quasi überall gewarnt wurde, welche Konsequenzen das haben kann. Heute will man diese Konsequenzen nicht mehr wahrnehmen bzw. schiebt die Schuld und die Verantwortung an andere ab.
Der Punkt wurde ja bereits mehrfach angesprochen, dennoch: Ich denke nicht, dass eine Umgebung erstrebenswert ist, in der Frauen einfach vorsichtig sein müssen, nur weil sie Frauen sind. Das hat auch nicht mit Schuld und Verantwortung abschieben zu tun. Schuld an Belästigung sind in der Regel nicht die Belästigten. Und klar, jeder sollte darüber nachdenken was und wie viel er von sich im Internet preisgibt, aber auch hier: Ich finde es durchaus erstrebenswert, wenn wir es schaffen als Gesellschaft dafür zu sorgen, dass Frauen hier nicht mehr aufpassen müssen als Männer, nur weil sie Frauen sind.
Drogen (außer Kaffee) sind auch nicht Frei verfügbar weil sie nachweislich Schaden. Dopaminfördernde Benutzungsmuster (Instagram, Tiktok etc) kann man durchaus als eine Art Droge sehen, da sie messbar den Dopaminhaushalt schädigen, mal abgesehen von den psychischen Konsequenzen
Das finde ich einen guten Punkt. Gerade im Jugendschutz wird Social Media, zumindest in der aktuellen Form, deutlich unterschätzt.
Die Konzerne hinter Social Media nutzen ja ganz bewusst psychologische Effekte aus, um die Nutzer abhängig zu machen. Die durch Social Media (und Short Form Content) hervorgerufene Dopaminsucht als Droge einzuordnen und hier vergleichbare Jugendschutzmaßnahmen wie bei bspw. Alkohol oder Nikotin einzuführen halte ich definitiv für sinnvoll.
Und seit wann können Minister eine Hausdurchsuchung anordnen?
Zumindest munkelt man, dass Innensenatoren dazu in der Lage sind. Sollten Minister nicht noch weitreichendere Möglichkeiten als 1 Pimmel haben?